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Dekonstruktion und Konstruktion der Pharmazie

Titel: Dekonstruktion und Konstruktion der Pharmazie

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2020 , 16 Seiten

Autor:in: Rainer Heide (Autor:in)

Medizin - Pharmakologie, Arzneimittelwesen, Pharmazie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufsatz beleuchtet die gegenwärtige Krise im System "Pharmazie", analysiert die Ursprünge und weist mögliche Optionen zur Optimierung und Veränderung auf.

Die Wirkung und Begründung dieser Pharmaka erfolgt zunächst nur durch die Ärzte, die deshalb in antiker Zeit auch pharmazeutisch arbeiteten. Das Berufsbild des Pharmazeuten - und das war es damals noch ohne die heute inhärente Wissenschaft, entwickelte sich weiter aus der alchemistischen Zeit, nach-antiken Zeit, zum Hüter der Qualität und Reinheit
der vom Arzt gewünschten Pharmaka beispielsweise Arzneidrogen. Diese medizinische Pharmazie wurde erst in der Neuzeit teilweise abgelöst durch die Entdeckung der Wirkstoffe und der damit verbundenen Wirkstoff-Pharmazie. Hier gewinnt das Bild der historisch-plakativen Pharmazie seine Normativität, mit der wir uns heute auseinandersetzen müssen und die sich bis heute
fortsetzt und in den vorhanden gesetzlichen Regularien ihre Widerspiegelung findet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Dekonstruktion und Konstruktion des Pharmazeutischen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das gewandelte Selbstverständnis des Apothekerberufs vor dem Hintergrund ökonomischer, historischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse und entwirft eine Perspektive für eine moderne, sozial-kommunikativ orientierte Apothekerrolle.

  • Historische Entwicklung der Apothekerrolle
  • Spannungsfeld zwischen Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft
  • Herausforderungen durch industrielle Arzneimittelfertigung
  • Notwendigkeit einer ethisch-kommunikativen Neuausrichtung
  • Rolle des Apothekers als Generalist und Vertrauensperson

Auszug aus dem Buch

Dekonstruktion und Konstruktion des Pharmazeutischen

Die einheitlich historisch geprägte Apothekerrolle fragmentiert und dekonstruiert sich in diverse Apothekerrollen, die zunehmend disparat wirken, da die Funktion und Aufgaben der einzelnen Apothekerrollen durch ihre Spezialisierung sich nicht mehr zu dem einen Rollen-Bild verbinden lassen. Wir sehen die Apothekerrolle als DIE uns vertraute Apothekerrolle meist im Kontext der öffentlichen Apotheke, wo diese Rolle zunehmend durch die kaufmännischen und logistisch-administrativen Aufgaben geprägt und beeinflusst wird.

DIE tradierte und als Bild vertraute Apothekerrolle des beratenden und herstellenden Apothekers verschwindet hinter den neuen Aufgaben und wird von den meisten Berufskolleg: Innen nicht nur vermisst, sondern im Sinne einer tradiert-korporativen, tribalen und geheimen Beruflichkeit ersehnt. Auch das Patriarchale unserer Apothekerrolle im Sinne einer Machtausübung gegenüber anderen sozial Handelnden wird genossen und eine Diskussion über eine neue soziale Rolle des/r Pharmazeut: Innen erfolgte und erfolgt bisher nicht.

Mit dem Aufkommen der industriellen Arzneimittel bekommt der Arzneimittelmarkt eine Gewöhnlichkeit, die der Präsentation des klassischen Arzneimittels als Fertigarzneimittel in einer industriell angebotenen Verpackung geschuldet ist und die Differenz zu Nahrungsergänzungsmitteln oder Medizinprodukten in gleicher für den Laien ununterscheidbaren Aufmachung auflöst.

Zusammenfassung der Kapitel

Dekonstruktion und Konstruktion des Pharmazeutischen: Diese Abhandlung untersucht den historischen Wandel der Apothekerrolle, identifiziert das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und kaufmännischer Realität und plädiert für eine Neudefinition des Berufs durch kommunikative und ethische Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Pharmazie, Apothekerrolle, Berufsverständnis, Arzneimittelmarkt, Gesundheitswesen, Kommunikation, Pharmakon, Ethik, Sozialwissenschaft, Professionalisierung, Patientenkommunikation, Apotheker, Arzneimittelsicherheit, Patientenorientierung, Wissenschaftlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des aktuellen Selbstverständnisses von Apothekerinnen und Apothekern angesichts eines sich wandelnden gesellschaftlichen und ökonomischen Umfelds.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die historische Herleitung der Apothekerrolle, der Einfluss der industriellen Arzneimittelfertigung, die Bedeutung von Kommunikation für die Patientenberatung sowie ethische Aspekte der pharmazeutischen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Dekonstruktion der traditionellen Apothekerrolle, um daraus die notwendigen Anforderungen für eine moderne, zeitgemäße Pharmazie zu extrahieren und eine neue, professionelle Ausrichtung zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-inhaltliche und soziologisch begründete Handlungsanalyse, um die Diskrepanz zwischen akademischem Anspruch und praktischen Berufsanforderungen aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil thematisiert das Spannungsfeld zwischen der naturwissenschaftlichen Ausbildung und den administrativ-merkantilen Anforderungen des Apothekenalltags sowie die Notwendigkeit, den Fokus von rein technischer Abgabe auf kommunikative Dienstleistung zu verschieben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Apothekerrolle, Pharmazie als Sozialraum, Patientenkommunikation, Re-Professionalisierung und ethische Verantwortung im Gesundheitsmarkt.

Warum wird die klassische Apothekerrolle als dekonstruiert beschrieben?

Durch die Spezialisierung und die Dominanz industriell gefertigter Arzneimittel ist das einheitliche Rollenbild zerfallen und hat sich in disparat wirkende Aufgabenbereiche aufgespalten.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der modernen Pharmazie?

Kommunikation wird als die neue Kernkompetenz definiert, die das Vertrauen des Patienten in den Apotheker als Fachperson in einer zunehmend anonymisierten Arzneimittelwelt sichern kann.

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Details

Titel
Dekonstruktion und Konstruktion der Pharmazie
Autor
Rainer Heide (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1022912
ISBN (eBook)
9783346443946
ISBN (Buch)
9783346443953
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pharmazie Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rainer Heide (Autor:in), 2020, Dekonstruktion und Konstruktion der Pharmazie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022912
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Leseprobe aus  16  Seiten
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