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Welchen Einfluss haben Medien und Gemeinschaft auf die Querdenker Bewegung?

Title: Welchen Einfluss haben Medien und Gemeinschaft auf die Querdenker Bewegung?

Term Paper , 2021 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Surya Ruff (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Einflüssen, die moderne Medien auf das Protestgeschehen ausüben und welche Rolle die Gemeinschaft oder auch der wahrgenommene Verlust von Gemeinschaft, wie er in den westlich geprägten Industriegesellschaften oft diagnostiziert wird, dabei spielt. Aus dem Forschungsinteresse ergibt sich folgende Forschungsfrage:
Welchen Einfluss haben Medien und Gemeinschaft auf die Querdenker Bewegung?

Zunächst werden die theoretischen Grundlagen, das heißt der Medienbegriff wie Angela Keppler ihn versteht und Felix Stalders Erklärung einer digitalen Gemeinschaft erläutert, um im nächsten Schritt die Querdenker Bewegung empirisch zu beschreiben. Anschließend werden die erläuterten Konzepte miteinander in Beziehung gesetzt, um in deren Verständnis eine Erklärung für das Aufkommen der Querdenker Bewegung als Antwort auf Problematiken unserer Zeit darzulegen. Darauffolgend wird auf Grundlage der behandelten Literatur ein Fazit gezogen, um im Abschluss daraus resultierende Forschungsbedarfe vorzuschlagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung

3. Stand der Forschung

3.1. Der Begriff der Medien

3.2. Das Problem der Gemeinschaft

3.2.1. Gemeinschaftliche Formationen

3.3. Die Querdenker Bewegung

4. Was Medien, Gemeinschaft und Querdenker verbindet

5. Fazit

6. Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss moderner Medien auf das Entstehen und Agieren der Querdenker-Bewegung sowie die Rolle, die das Bedürfnis nach Gemeinschaft – oder der wahrgenommene Verlust derselben – in diesem Kontext spielt. Ziel ist es, die Querdenker-Bewegung als gemeinschaftliche Formation zu begreifen, deren Zusammenhalt und Wirklichkeitskonstruktion maßgeblich durch mediale Prozesse und soziale Aushandlungen bestimmt werden.

  • Rolle der Medien als Konstrukteure sozialer Realität
  • Wandel von Gemeinschaftsformen in der digitalen Gesellschaft
  • Zusammenhang zwischen Medienmisstrauen und Protestmobilisierung
  • Funktion der Querdenker-Bewegung als Antwort auf gesellschaftliche Unsicherheiten
  • Bedeutung des kommunikativen Konstruktivismus für Gruppenidentitäten

Auszug aus dem Buch

Die Querdenker Bewegung und das soziale Problem

Soziale Probleme sind das Ergebnis eines kollektiven Definitionsprozesses und sind demnach nur Probleme, wenn sie von der Bevölkerung, den Medien oder Institutionen als solche wahrgenommen werden. Die Soziologie leitet soziale Probleme demnach von öffentlichen Bestimmungen ab. Es handelt sich nicht um objektive Faktizität, sondern um jene Konstruktionsprozesse welche schon in früheren Kapiteln eingeführt wurden. Soziale Probleme entstehen in den meisten Fällen im Aufeinandertreffen von konfligierenden Interessen und sind Gegenstand sozialer Aushandlungsprozesse.

Weder die Anzahl der Betroffenen noch das Ausmaß der Konsequenzen sind entscheidende Parameter für die Anerkennung eines Phänomens als soziales Problem (vgl. Schetsche 2000). Die Wahrnehmung sozialer Probleme verlagert sich zu immer größeren Teilen in die virtuelle Welt, was deren umstrittenen Realitätsstatus in doppelter Weise in Frage stellt (vgl. Schetsche 2000). Mediale Inhalte der virtuellen Welt ergeben erst Sinn, in der menschlichen intersubjektiven Interpretation. Erst die Eigenleistung des Individuums, die kognitive Verarbeitung innerhalb des Systems macht mediale Inhalte für den Einzelnen sinnvoll anschlussfähig. Anschlussfähigkeit ist demnach eine höchst individuelle Eigenleistung und die mediale Wirklichkeit dementsprechend eine subjektive (vgl. Schetsche 2007).

Diese Logik eröffnet sozialen Problematiken, welche die Querdenker Bewegung zum Teil vereinen, neue Dimensionen. Die vorliegende Arbeit versteht die Querdenker Bewegung zum einen als soziales Problem, welches durch die vermehrte mediale Präsenz erst sinnvoll interpretativ anschlussfähig wurde und zum zweiten als Antwort auf das gesellschaftliche Problem der Veränderung von Gemeinschaftsformen durch virtuelle mediale Prozesse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das mediale Echo der Querdenker-Bewegung ein und skizziert die Spannung zwischen demokratischen Grundrechten und der gesellschaftlichen Kritik an den Protesten während der Pandemie.

2. Problemstellung: Dieses Kapitel definiert das Forschungsinteresse an den Beweggründen der Demonstranten unter Einbeziehung des Medieneinflusses und des wahrgenommenen Verlusts von Gemeinschaft.

3. Stand der Forschung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Medienbegriffs, das Problem der Gemeinschaft und eine deskriptive Einordnung der Querdenker-Bewegung dargelegt.

4. Was Medien, Gemeinschaft und Querdenker verbindet: Das Kapitel analysiert die Querdenker-Bewegung als soziales Problem und Antwort auf den Verlust traditioneller Gemeinschaftsformen mittels virtueller medialer Prozesse.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bewegung durch kontinuierliche kommunikative Konstruktionsleistungen und mediale Präsenz getragen wird, wobei Misstrauen gegenüber Institutionen eine zentrale Rolle spielt.

6. Forschungsbedarf: Abschließend wird der Bedarf an weiteren Untersuchungen zu Misstrauen, Ängsten und der Rolle der Medien im politischen Diskurs im Kontext der Demokratiesicherung betont.

Schlüsselwörter

Querdenker, Medienlogik, Gemeinschaftliche Formationen, Kommunikativer Konstruktivismus, Soziale Probleme, Digitale Kommunikation, Pandemie, Gesellschaftlicher Wandel, Partizipation, Institutionenvertrauen, Wirklichkeitskonstruktion, Protestmobilisierung, Identität, Mediatisierung, Politische Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie moderne Medien und das Bedürfnis nach Gemeinschaft die Querdenker-Bewegung beeinflussen und welche Rolle diese Faktoren bei der Formierung der Proteste während der Corona-Pandemie spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Begriff der Medien, die Veränderung und der Verlust von Gemeinschaft in modernen Gesellschaften sowie die Analyse der Querdenker-Bewegung als soziale Bewegung in einem digitalen Kontext.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Aufkommen der Querdenker-Bewegung theoretisch einzuordnen und zu erklären, inwieweit die mediale Wirklichkeit und soziale Aushandlungsprozesse als Antwort auf das Gefühl des gemeinschaftlichen Verlusts fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen wissenssoziologischen Ansatz, insbesondere den kommunikativen Konstruktivismus, um zu verstehen, wie soziale Realität und Identität durch mediale Kommunikation geschaffen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Keppler, Stalder), empirische Beschreibungen der Bewegung und die Verknüpfung dieser Konzepte zur Erklärung des Protests sowie des Misstrauens gegenüber etablierten Institutionen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Querdenker, Mediatisierung, gemeinschaftliche Formationen, kommunikativer Konstruktivismus und Institutionenvertrauen beschreiben.

Inwiefern spielt der "vernetzte Individualismus" eine Rolle für die Bewegung?

Der vernetzte Individualismus erklärt, wie persönliche soziale Netzwerke an die Stelle stabiler traditioneller Institutionen treten und so fragile, aber in Krisenzeiten mobilisierungsstarke gemeinschaftliche Formationen bilden.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie für den Fortbestand der Bewegung laut Autor?

Der Autor vermutet, dass die Bewegung stark von der pandemischen Lage als Legitimationsgrundlage abhängt und sich mit deren Abebben sowie der sinkenden medialen Präsenz des Themas voraussichtlich auflösen könnte.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "alter Gemeinschaft" und neuen Formationen?

Die Arbeit beschreibt "alte Gemeinschaften" als stabiler und verbindlicher, während neue gemeinschaftliche Formationen digital organisiert sind und als Reaktion auf eine als unübersichtlich empfundene Welt Orientierung bieten.

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Details

Title
Welchen Einfluss haben Medien und Gemeinschaft auf die Querdenker Bewegung?
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Soziologie)
Grade
1,0
Author
Surya Ruff (Author)
Publication Year
2021
Pages
23
Catalog Number
V1022970
ISBN (eBook)
9783346419705
ISBN (Book)
9783346419712
Language
German
Tags
Medien Gemeinschaft Querdenker Pandemie Partizipation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Surya Ruff (Author), 2021, Welchen Einfluss haben Medien und Gemeinschaft auf die Querdenker Bewegung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022970
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