Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung "Was behindert Sexualität bei Menschen mit Beeinträchtigung?" Sie untersucht mögliche Gründe und diskutiert mögliche Auswirkungen. Zudem wird die sexuelle Entwicklung von der Geburt bis zum siebten Lebensjahr von Kindern mit Behinderung mit der sexuellen Entwicklung von Kindern ohne Behinderung in Anlehnung an Ortland verglichen. Hierbei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich gemacht werden, welche für die familiäre Erziehung relevant sind.
Das Vorurteil, dass Menschen mit einer Behinderung keine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse haben, kommt oftmals auf Grund einer gefühlten Unbehaglichkeit gegenüber dem Thema zustande, aber in vielen Fachdiskursen ist man sich mittlerweile einig, dass Menschen mit Behinderung Sexualität haben. Doch leider ist es in der Gesellschaft noch immer ein Thema, das tabuisiert wird. Aufgrund von körperlichen Schädigungen kommt es zu Stigmatisierungen innerhalb der Gesellschaft. Menschen mit einer Behinderung fehlen vorgelebte Rollenbilder und Modelle bzw. Vorbildern von gelungener Sexualität bei Menschen mit Behinderung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Methode
- Sexuelle Selbstbestimmung
- Was behindert Sexualität?
- Beeinträchtigung durch Pflege
- Behindernde gesellschaftliche Einflüsse
- Behindernde elterliche Einflüsse
- Auswirkung unterdrückter (Leugnung) Sexualität
- Psychosexuelle Entwicklung
- Wie können Menschen mit Beeinträchtigung sexualfreundlich durch Pädagog*innen begleitet werden?
- Die eigene sexuelle Biografie
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, was die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung behindert. Sie analysiert verschiedene Faktoren, die zu einer eingeschränkten sexuellen Entfaltung beitragen können, und untersucht, wie diese Barrieren überwunden werden können.
- Recht auf sexuelle Selbstbestimmung
- Behindernde Einflüsse durch Pflege, Gesellschaft und Familie
- Auswirkungen der Unterdrückung von Sexualität
- Psychosexuelle Entwicklung von Menschen mit Behinderung
- Sexualpädagogische Begleitung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung befasst sich mit dem aktuellen Stand der Diskussion um Behinderung und Sexualität und stellt fest, dass dieses Thema trotz Fortschritten in den letzten Jahrzehnten weiterhin mit Vorurteilen und Tabus behaftet ist.
Die Fragestellung der Arbeit wird im zweiten Kapitel dargelegt, indem die Frage nach den Behinderungen der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung deutlich wird.
Im dritten Kapitel werden die verwendeten Forschungsmethoden erläutert, die sowohl auf quantitativen als auch auf qualitativen Ansätzen basieren.
Kapitel 4 beleuchtet das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung im Kontext der Menschenrechte und der UN-Behindertenrechtskonvention.
Kapitel 4.1 bis 4.3 untersucht verschiedene Faktoren, die die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung behindern können, darunter die Einflüsse der Pflege, der Gesellschaft und der Familie.
Kapitel 5 beleuchtet die Auswirkungen der Unterdrückung von Sexualität und zeigt die negativen Folgen auf die psychosoziale Entwicklung.
Kapitel 6 beschäftigt sich mit der psychosexuellen Entwicklung von Menschen mit Behinderung und verdeutlicht die Notwendigkeit einer angemessenen pädagogischen Begleitung.
Kapitel 7 geht auf die Bedeutung der eigenen sexuellen Biografie für die Selbstfindung ein und plädiert für eine offene und wertschätzende Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Schlüsselwörter
Diese Arbeit befasst sich mit den Themen Behinderung und Sexualität, Selbstbestimmung, Inklusion, gesellschaftliche Vorurteile, psychosexuelle Entwicklung, sexualpädagogische Begleitung und die UN-Behindertenrechtskonvention.
Häufig gestellte Fragen
Was behindert die Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigung?
Die Sexualität wird oft durch gesellschaftliche Tabus, Vorurteile, einschränkende elterliche Einflüsse sowie durch die Rahmenbedingungen in der Pflege und in Institutionen behindert.
Welche Rolle spielt die UN-Behindertenrechtskonvention in diesem Kontext?
Die UN-Behindertenrechtskonvention stärkt das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Inklusion. Sie fordert, dass Menschen mit Behinderung die gleichen Rechte auf körperliche Integrität und die Gestaltung ihres Privatlebens haben wie Menschen ohne Behinderung.
Welche Auswirkungen hat die Unterdrückung von Sexualität?
Die Leugnung oder Unterdrückung sexueller Bedürfnisse kann zu negativen Folgen in der psychosozialen Entwicklung, Frustration und einem eingeschränkten Selbstwertgefühl führen.
Wie können Pädagogen Menschen mit Beeinträchtigung unterstützen?
Pädagogen können eine sexualfreundliche Begleitung bieten, indem sie Räume für Selbstbestimmung schaffen, offen über das Thema kommunizieren und Vorurteile innerhalb der Gesellschaft abbauen.
Gibt es Unterschiede in der psychosexuellen Entwicklung von Kindern mit und ohne Behinderung?
Die Arbeit vergleicht die Entwicklung bis zum siebten Lebensjahr und zeigt, dass viele Bedürfnisse identisch sind, die Entfaltung jedoch oft durch äußere Barrieren und fehlende Rollenbilder behindert wird.
- Quote paper
- Thorge Boes (Author), 2020, Behinderungen und Sexualität. Was behindert Sexualität bei Menschen mit Beeinträchtigung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023077