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Soziologische Sichtweisen auf Begabtenförderung. Reproduktion von sozialer Ungleichheit im Bildungssystem

Titel: Soziologische Sichtweisen auf Begabtenförderung. Reproduktion von sozialer Ungleichheit im Bildungssystem

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Reinhardt (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll auf die Frage eingegangen werden, inwiefern die unterschiedlichen Theorien der sozialen Ungleichheit mit Schwerpunkt der Bildungschancen auf das Thema Begabtenförderung anwendbar sind. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf die Theorie der Reproduktion der sozialen Unterschiede von Bourdieu und Passeron gelegt werden, die eine der bekanntesten Macht- und Konflikttheorien darstellt. Mit der enthaltenen Studie wird ein Blick auf die Reproduktion bestehender Chancenungleichheit im Bildungssystem ermöglicht.

Um die Frage beantworten zu können, inwiefern sich die Theorie der Reproduktion sozialer Ungleichheit von Bourdieu und Passeron auf die Begabtenförderung in Deutschland anwenden lässt, werden im Anschluss an die Einleitung zunächst Begriffsdefinitionen und ein Überblick über Begabung, Hochbegabung und den Terminus Elite nach Hartmann gegeben. Zudem werden die Begriffe Hochbegabung und Elite voneinander abgegrenzt. Kapitel drei liefert einen knappen Einstieg in die Theorien sozialer Ungleichheit mit einer kurzen Besprechung vorhandene Ansätze, insbesondere hinsichtlich der Bildungsungleichheit, bevor exemplarisch die Theorie von Bourdieu und Passeron dargestellt wird. In Kapitel vier werden die Begabungsförderung und die Theorien der Reproduktion sozialer Ungleichheit zusammengeführt und diskutiert. Hier erfolgt ebenfalls die Beantwortung der vorliegenden Forschungsfrage. Kapitel fünf enthält als Fazit neben der Zusammenfassung zentraler Erkenntnisse dieser Arbeit und der Thematisierung von Forschungsdesideraten eine kritische Reflektion der Hausarbeit sowie eine eigene Stellungnahme zum Thema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begabung, Begabtenförderung und Elite – Ein Überblick

2.1 Begabtenförderung

2.2 Elite und Elitesoziologie

2.3 Gegenüberstellung von Elite- und Begabtenförderung

3 Soziale Ungleichheit

3.1 Bedeutung von sozialer Ungleichheit

3.2 Bildung als Dimension sozialer Ungleichheit

3.3 Soziale Ungleichheit nach Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron

4 Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Begabtenförderung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus soziologischer Perspektive, inwieweit Begabtenförderung in Deutschland zur Reproduktion sozialer Ungleichheit beiträgt. Dabei wird insbesondere geprüft, ob sich die machttheoretischen Ansätze von Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron auf dieses Feld anwenden lassen und welche Rolle die soziale Herkunft bei der Zuweisung zu entsprechenden Förderprogrammen spielt.

  • Theoretische Grundlagen zu Begabung, Hochbegabung und Elitesoziologie
  • Analyse sozialer Ungleichheit im Kontext des Bildungssystems
  • Anwendung der Reproduktionstheorie von Bourdieu und Passeron auf die Begabtenförderung
  • Empirische Befunde zur sozialen Selektivität in Begabtenklassen
  • Diskussion über Bildungsgerechtigkeit und notwendige Entwicklungshilfen für verschiedene Schülerschaften

Auszug aus dem Buch

3.3 Soziale Ungleichheit nach Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron

Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron analysierten in den 1960ern und 1970ern Jahren das Bildungswesen in Frankreich und die zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Reformen. Dabei lag ihr hauptsächliches Interesse auf dem universitären Bereich sowie auf der Betrachtung von Chancengleichheiten im Bildungssektor, woraus sie ihre Theorie zu Reproduktion von Chancenungleichheit entwickelten (vgl. Goldschmidt 1971, S. 7 ff.). Bei der Analyse der sozialen Strukturen und der Studienerfolge erwies sich die soziale Herkunft als stärkster Differenzierungsfaktor. Dabei übt dieser Faktor Einfluss auf sämtliche Gebiete und Stufen des studentischen Erfahrungsbereiches aus, vor allem aber auf die Existenzbedingungen (vgl. Bourdieu & Passeron 1971, S. 19 ff.). Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Hochschulbesuch für den Sohn eines Führungskaders 80-mal höher ist als für den Sohn eines Landarbeiters (vgl. ebd. S. 20). Auch der Blick auf die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel der Studierenden zeigt starke Unterschiede auf: Nur 14 % der Kinder aus den unterprivilegierten Klassen werden von der Familie getragen, 36 % von ihnen sind auf eine Nebentätigkeit angewiesen. Kinder aus den Führungskadern und Freiberuflerfamilien werden zu 57 % familiär unterstützt und nur 11 % von ihnen müssen dazuverdienen (vgl. ebd. S. 31 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Hochbegabung ein und skizziert die wissenschaftliche Ausgangslage sowie die Relevanz der Untersuchung aus soziologischer Sicht.

2 Begabung, Begabtenförderung und Elite – Ein Überblick: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten geklärt und die Debatte um die Abgrenzung von Begabten- und Eliteförderung geführt.

3 Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Grundlagen sozialer Ungleichheit und analysiert Bildung als eine entscheidende Dimension, insbesondere unter Bezugnahme auf Bourdieu und Passeron.

4 Reproduktion sozialer Ungleichheit durch Begabtenförderung: Hier werden die theoretischen Ansätze mit empirischen Daten verknüpft, um zu untersuchen, ob Begabtenförderung zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten beiträgt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Anwendbarkeit der gewählten Theorien und benennt zukünftige Forschungsdesiderate.

Schlüsselwörter

Begabtenförderung, Soziale Ungleichheit, Hochbegabung, Bildungsungleichheit, Reproduktion, Elitesoziologie, Chancengleichheit, Pierre Bourdieu, Jean-Claude Passeron, Bildungschancen, Bildungsferne, Underachiever, Selektionsmechanismen, Bildungssystem, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Begabtenförderung und sozialer Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Definition von Begabung und Elite, die soziologischen Theorien zur Reproduktion sozialer Ungleichheit sowie die Frage nach der Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Förderprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der Theorie von Bourdieu und Passeron zu klären, ob und wie Begabtenförderung zur Reproduktion sozialer Disparitäten beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, bei der soziologische Konzepte auf den aktuellen Diskurs der Begabtenförderung angewandt und durch Auswertung empirischer Studien ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Begabung und Elite definiert, danach die Theorien der sozialen Ungleichheit dargelegt und schließlich die theoretischen Überlegungen mit Daten zur sozialen Herkunft in Begabtenklassen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Begabtenförderung, Soziale Ungleichheit, Reproduktionstheorie, Bildungsungleichheit und Chancengleichheit.

Welche Erkenntnis liefert der Vergleich zwischen Begabten- und Regelklassen?

Die Daten zeigen, dass Akademikerkinder in Begabtenklassen deutlich überrepräsentiert sind, was auf eine soziale Selektivität innerhalb der Förderprogramme hindeutet.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrkräfte?

Die Autorin hebt hervor, dass Lehrkräfte durch ihre Erwartungshaltungen und Klassifikationslogiken – bewusst oder unbewusst – zur Reproduktion von Ungleichheiten beitragen können.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziologische Sichtweisen auf Begabtenförderung. Reproduktion von sozialer Ungleichheit im Bildungssystem
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Soziologie)
Note
1,3
Autor
Stefanie Reinhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1023732
ISBN (eBook)
9783346421036
ISBN (Buch)
9783346421043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Boudon Bourdieu Passeron soziale Ungleihheit Hochbegabung Elite Hartmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Reinhardt (Autor:in), 2021, Soziologische Sichtweisen auf Begabtenförderung. Reproduktion von sozialer Ungleichheit im Bildungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023732
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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