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Integrationsräte in ungleichen Städten NRWs

Titel: Integrationsräte in ungleichen Städten NRWs

Wissenschaftlicher Aufsatz , 18 Seiten

Autor:in: Dr. Rolf Winkelmann (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Integrationsräte finden sich in allen größeren Gemeinden in Deutschland. Sie sollen den Bürgern mit Migrationsgeschichte eine Stimme geben und ihre Interessen aufgreifen. Mit welchen Politikfeldern sich diese Institutionen beschäftigen, wurde von der deutschen Politikwissenschaft bisher weitgehend nicht beachtet. Dieser Aufsatz will an den Beispielen Düsseldorf und Duisburg einen Einblick in die Wahl der Politikfelder anbieten. Es zeigt sich, dass Integrationsräte nicht zwingend dieselben Politikfelder bearbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Fragestellung und Hypothesen

2. Fallauswahl

3. Der Integrationsrat in der Gemeindeordnung NRW

4. Daten

5. Vorgehen

6. Forschungsstand

7. Analyse der Policies der Integrationsräte in Düsseldorf und Duisburg

7.1 Analyse der Gesamtheit aller Themen

7.2 Analyse der Inhalte aus den Reihen der Integrationsräte

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht vergleichend die inhaltliche Arbeit und Themensetzung der Integrationsräte in den nordrhein-westfälischen Städten Düsseldorf und Duisburg. Ziel ist es, zu klären, inwieweit sich diese Gremien primär auf spezifische Belange von Menschen mit Migrationsgeschichte fokussieren oder ob sie sich in stärkerem Maße allgemeinen kommunalen Querschnittsthemen widmen, um die „Black Box“ der lokalen Integrationsarbeit zu öffnen.

  • Vergleich der Integrationspolitik in sozioökonomisch unterschiedlichen Großstädten
  • Analyse der Agenda-Setting-Prozesse innerhalb der Integrationsräte
  • Unterscheidung zwischen pflichtgemäßer Behandlung von Verwaltungsvorlagen und Eigeninitiativen
  • Evaluierung der politischen Repräsentation und Partizipation auf kommunaler Ebene

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung, Fragestellung und Hypothesen

Im Jahr 2020 fanden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Parallel dazu wurden die Einwohner mit Migrationsgeschichte zur Wahl der Integrationsräte aufgefordert. Lokale Integrationsräte existieren unter verschiedenen Namen seit den 1960er Jahren. Ihre Zusammensetzung hat sich seitdem genauso verändert wie ihre Themenfelder. War es Integrationsräten zunächst nur gestattet, sich zu Themen zu äußern, die die migrantischen Einwohner betreffen, dürfen sie heute in Nordrhein-Westfalen alle Themen der Gemeinden behandeln. Das primäre Ziel dieser Gremien, die Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte in institutionalisierter Form anzuhören und ihnen eine Partizipationsmöglichkeit zu bieten, ist bis heute unverändert.

Die Politikwissenschaft setzt sich regelmäßig mit Integrationsräten auseinander. Es wurden zahlreiche Fragenkomplexe von Integration, Repräsentation und Partizipation untersucht. Welche Themen diese Gremien in den Gemeinden aber thematisch aufgreifen, ist bisher weitgehend unerforscht. Die Politikwissenschaft verhält sich dabei wie die deutsche Öffentlichkeit: Die Integrationsräte verfügen nur über wenig Einfluss und werden deshalb kaum wahrgenommen (Sack/Heinelt/Egner 2020: 94). Um diese Lücke zu reduzieren, will diese Analyse einen Einblick in die Arbeit der Integrationsräte in den Städten Duisburg und Düsseldorf geben. Beide Städte sind vergleichbar groß, haben einen ähnlich hohen Ausländeranteil aber sind sozioökonomisch unterschiedlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Fragestellung und Hypothesen: Einführung in die historische Entwicklung der Integrationsräte in NRW und Formulierung der leitenden Forschungsfrage sowie der Hypothesen.

2. Fallauswahl: Begründung der Auswahl von Düsseldorf und Duisburg als Vergleichsobjekte aufgrund ihrer sozioökonomischen Disparität bei ähnlicher Größe.

3. Der Integrationsrat in der Gemeindeordnung NRW: Rechtliche Einordnung der Befugnisse und Aufgaben von Integrationsräten gemäß der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung.

4. Daten: Darstellung der Datengrundlage, basierend auf den Ratsinformationssystemen der untersuchten Städte für die Legislaturperiode 2014-2020.

5. Vorgehen: Beschreibung der quantitativen Analysemethodik und Kategorisierung der behandelten Politikfelder.

6. Forschungsstand: Überblick über existierende wissenschaftliche Literatur zur Rolle und Wirksamkeit von Migrationsbeiräten in der Kommunalpolitik.

7. Analyse der Policies der Integrationsräte in Düsseldorf und Duisburg: Empirische Untersuchung der inhaltlichen Schwerpunkte und Unterschiede in der Themenbearbeitung beider Gremien.

7.1 Analyse der Gesamtheit aller Themen: Detailanalyse der quantitativen Verteilung aller auf der Agenda stehenden Themen unter Berücksichtigung administrativer Einflüsse.

7.2 Analyse der Inhalte aus den Reihen der Integrationsräte: Spezifische Untersuchung der Themen, die aktiv aus den Integrationsräten heraus initiiert wurden.

8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Bestätigung bzw. Diskussion der Hypothesen.

Schlüsselwörter

Integrationsrat, Kommunalpolitik, Nordrhein-Westfalen, politische Partizipation, Migrationsgeschichte, Agenda-Setting, Düsseldorf, Duisburg, Policies, Interessenvertretung, Kommunalwahl, Repräsentation, Querschnittsthemen, lokale Politik, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die inhaltliche Arbeit und die thematischen Schwerpunkte lokaler Integrationsräte, um zu verstehen, welche Themen diese Gremien in der kommunalen Politik tatsächlich bearbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen sowohl spezifische Migrationsthemen (Integration, Flüchtlinge, Migration) als auch allgemeine kommunale Querschnittsthemen wie Verkehr, Schule, Haushalt und Soziales.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, ob sich Integrationsräte primär mit migrationsspezifischen Problemen beschäftigen oder ob sie sich in erheblichem Umfang allgemeinen städtischen Querschnittsthemen zuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Inhaltsanalyse von Tagesordnungspunkten aus den Ratsinformationssystemen der Städte Duisburg und Düsseldorf im Zeitraum der Legislaturperiode 2014-2020.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Politikfelder der Integrationsräte, vergleicht die Unterschiede zwischen Düsseldorf und Duisburg und unterscheidet zwischen administrativ vorgegebenen Themen und eigeninitiierten Anträgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Integrationsrat, politische Partizipation, Agenda-Setting, Migrationsgeschichte, Kommunalpolitik und Repräsentation.

Warum wurden gerade Düsseldorf und Duisburg für den Vergleich gewählt?

Obwohl beide Städte in NRW liegen und eine ähnliche Größe sowie einen vergleichbaren Migrantenanteil aufweisen, unterscheiden sie sich sozioökonomisch sehr deutlich, was sie für einen vergleichenden Politikansatz prädestiniert.

Welche besondere Rolle spielt die Verkehrspolitik in Duisburg?

In Duisburg stellt die Verkehrspolitik einen „thematischen Ausreißer“ dar, da sie in erheblichem Umfang durch Eigeninitiativen der Mitglieder auf die Tagesordnung gelangt, was auf eine spezifische Responsivität gegenüber den Wählern hindeutet.

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Details

Titel
Integrationsräte in ungleichen Städten NRWs
Autor
Dr. Rolf Winkelmann (Autor:in)
Seiten
18
Katalognummer
V1023772
ISBN (eBook)
9783346428882
ISBN (Buch)
9783346428899
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunalpolitik Integrationsrat Politikfeld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Rolf Winkelmann (Autor:in), Integrationsräte in ungleichen Städten NRWs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023772
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Leseprobe aus  18  Seiten
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