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Externes und internes Rating. Analyse des Rating-Prozesses

Title: Externes und internes Rating. Analyse des Rating-Prozesses

Seminar Paper , 2021 , 32 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Jule Prescher (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit analysiert den Rating-Prozess und untersucht das externe und interne Rating. Heutzutage wächst die Wirtschaft beständig und wird stets komplexer. Banken stellen das Hauptkreditinstitut am Kapitalmarkt dar und nehmen eine systemrelevante Rolle in der Wirtschaft ein. Banken sind im Wesentlichen vier verschiedenen Risiken ausgesetzt, auf diese sie jederzeit vorbereitet sein müssen. Zum einen das Kreditrisiko, dass der Kreditnehmer seinen Forderungen nicht mehr nachkommen kann.

Des Weiteren die Marktpreisrisiken inklusive Zinsrisiken. Außerdem das Liquiditätsrisiko, denn Banken finanzieren sich in der Regel kurzfristig und müssen langfristig vergebene Kredite permanent in Abhängigkeit der Fristentransformation steuern. Zuletzt noch das operationelle Risiko, welches infolge des Attentats am 11. September 2001 an Bedeutung zugenommen hat. Vergangene Modelle und Vorschriften, die als sicher galten, haben Schwächen gezeigt und Banken sind eingebrochen. Die Modelle sind als Reaktion auf Krisen entstanden.

Das Problem bei der Vorbereitung auf Krisen ist, dass diese nur an modellhafte Annahmen gerichtet sind und die Realität in der Regel anders ist. Nur die Vergangenheit lehrt, was der Fehler war, wenn es zu einer Krise kam. Daher ist es schwierig einzuschätzen, wie hoch die Kapitalbindung in Krisensituation sein muss. Die derzeitigen Vorschriften des Eigenkapitals von Banken erzwingen eine höhere und strengere Eigenkapitalquote als zuvor.

Das schränkt die Banken in ihrem Kreditgeschäft ein. Banken werden von der Bankaufsicht kontrolliert, ob Eigenkapitalvorschriften eingehalten werden. Seit der Finanzkrise 2008 gibt es eine Ratingpflicht, die jede Organisation bei der Kreditvergabe durchlaufen muss. Zusätzlich muss eine Verschuldungsobergrenze seitdem eingehalten werden. Banken stehen unter ständigem Druck der Bankenaufsichten. Seitdem sind interne Ratings detaillierter.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Seminararbeit

1.3 Gang der Seminararbeit

2 Grundlagen

2.1 Begriffsdefinition Rating

2.2 Historie

2.2.1 Entwicklung erster Ratings

2.2.2 Finanzkrise

2.2.3 Basel

2.3 Externes vs. Internes Rating

2.3.1 Externes

2.3.2 Internes

3 Darstellung des internen Rating-Prozesses

3.1 Kategorien

3.1.1 Hardfacts

3.1.2 Softfacts

3.1.3 Branchenrating

3.1.4 Individuelle Rating-Komponente

3.2 Rating Ergebnis

4 Kritische Würdigung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit hat zum Ziel, den bankinternen Rating-Prozess von der Kreditanfrage bis zur Kreditvergabe detailliert darzustellen und zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die regulatorischen Anforderungen, insbesondere die Basler Vorschriften, auf die Risikobewertung und die damit verbundenen Kosten für Kredite auswirken und welche Interessenskonflikte in der Beziehung zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer bestehen.

  • Grundlagen des Rating-Prozesses und historische Entwicklung
  • Einfluss der Basler Eigenkapitalvorschriften auf Banken
  • Differenzierung zwischen externen und internen Ratings
  • Kategorisierung von Risikofaktoren in Hard- und Softfacts
  • Analyse von Interessenskonflikten und Kritik am Rating-Modell

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Hardfacts

Die Hardfacts werden auch quantitative Kennziffern genannt. Die Jahresabschlüsse der letzten Jahre bzw. vergleichbare Informationen, wenn das Unternehmen nicht bilanzpflichtig ist, bilden eine Grundlage, um mögliche Chancen und Risiken erkennen zu können. Außerdem werden aktuelle Zahlen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Vermögens- und Ertragslage und deren Entwicklung und von Cashflow betrachtet. Aus diesen Kennzahlen werden Risikofaktoren ermittelt. Eine Bonitätsentwicklung kann nur mit der Analyse aus der Vergangenheit und des aktuellen Zustands prognostiziert werden. Ziel der Bank ist es mögliche Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen, damit Gegenmaßnahmen getroffen werden können.81

Auch vergangene Kreditvergaben werden statistisch analysiert und fließen mit in die Bewertung ein. Es wird betrachtet welcher Schuldner mit welchem Rating in der Vergangenheit besonders häufig ausgefallen ist. Demnach wird die Ausfallwahrscheinlichkeit angepasst.82

Für ein gutes und genaues Rating ist eine aktive Informationspolitik zwischen Bank und Unternehmen positiv und notwendig. Je mehr Unterlagen des Unternehmens vorgelegt werden, desto besser. Diese können bspw. Planungsrechnungen der nächsten drei bis fünf Jahre sein. Des Weiteren wirkt sich der Vermerk eines Steuerberaters, der zur Qualitätssicherung beiträgt, auf dem Jahresabschluss positiv.83

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Komplexität der Wirtschaft, die systemrelevante Rolle der Banken sowie die Problematik des Kreditrisikos im Kontext von Finanzkrisen und regulatorischem Druck.

2 Grundlagen: Hier werden der Begriff des Ratings definiert, die Historie (einschließlich der Finanzkrise und der Rolle des Basler Ausschusses) beleuchtet sowie die Unterschiede zwischen externen und internen Ratings herausgearbeitet.

3 Darstellung des internen Rating-Prozesses: Dieses Kapitel beschreibt den detaillierten Prozess der internen Bonitätsbewertung, unterteilt in qualitative und quantitative Kategorien, Branchenrating und individuelle Anpassungskomponenten.

4 Kritische Würdigung: Hier erfolgt eine Reflexion über die Grenzen und Probleme von Ratingmodellen, der Einfluss regulatorischer Vorgaben auf Bankmargen sowie die Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf die Kreditbeziehung.

5 Fazit: Das Kapitel fasst die Konkurrenz zwischen internen und externen Rating-Arten zusammen und reflektiert, dass komplexe finanzielle Zusammenhänge trotz strenger Regeln künftig unvorhersehbare Risiken bergen können.

Schlüsselwörter

Rating, Kreditrisiko, Basel III, Eigenkapitalquote, Finanzkrise, Bonitätsprüfung, Hardfacts, Softfacts, Risikoprämie, Ausfallwahrscheinlichkeit, Bankenaufsicht, Prinzipal-Agent-Theorie, Risikomanagement, Interne Ratings, Kreditvergabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Prozess des bankinternen Ratings, durch den Banken die Kreditwürdigkeit von Unternehmen bewerten, um das Ausfallrisiko und die damit verbundenen Kreditzinsen zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung von Ratings, die Auswirkung der Basler Eigenkapitalvorschriften (Basel I bis IV) auf das Bankgeschäft sowie die Kriterien für eine interne Bonitätsbewertung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den gesamten Ablauf des internen Ratings von der Anfrage bis zur Entscheidung zu erklären und die damit verbundenen Probleme und Interessenskonflikte kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender bankwirtschaftlicher Literatur, regulatorischer Dokumente des Basler Ausschusses sowie finanzwirtschaftlicher Standardwerke basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der Rating-Kategorien (Hardfacts, Softfacts, Branchenrating) und die kritische Würdigung der Problematik des Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rating, Kreditrisiko, Basel III, Eigenkapitalquote und Bonitätsprüfung treffend beschreiben.

Warum spielt die Prinzipal-Agent-Theorie eine Rolle bei Ratings?

Sie erklärt den Interessenskonflikt und das Informationsdefizit zwischen Kreditnehmer (Agent) und Kreditgeber (Principal), da Kreditnehmer oft dazu neigen, Informationen zurückzuhalten, um bessere Konditionen zu erhalten.

Was unterscheidet Hardfacts von Softfacts in diesem Kontext?

Hardfacts sind quantitative Daten, wie beispielsweise Bilanzkennzahlen, während Softfacts qualitative Faktoren, wie die Qualität des Managements oder die zukünftige Marktsituation, bezeichnen.

Was ist die Aufgabe des sogenannten „Overruling“?

Das Overruling ermöglicht es, in begründeten Ausnahmefällen das maschinell erstellte Ratingergebnis manuell anzupassen, falls bonitätsrelevante Informationen im Standardprozess nicht adäquat abgebildet werden können.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Externes und internes Rating. Analyse des Rating-Prozesses
College
University of applied sciences, Cologne
Grade
1.7
Author
Jule Prescher (Author)
Publication Year
2021
Pages
32
Catalog Number
V1023874
ISBN (eBook)
9783346433596
ISBN (Book)
9783346433602
Language
German
Tags
Rating-Prozess Basel Finanzkriese interner Rating-Prozess Finanzierung und Investition Finanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jule Prescher (Author), 2021, Externes und internes Rating. Analyse des Rating-Prozesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023874
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