Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Miscellaneous

Das Reichenkonzept in der Grundschule. Eine unterschätzte Methode?

Title: Das Reichenkonzept in der Grundschule. Eine unterschätzte Methode?

Term Paper , 2019 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Emelie Aurich (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwieweit die Methode Jürgen Reichens zum Schreiben Lernen unterschätzt wird. Zunächst wird hierfür das Reichen Konzept näher erläutern. Im weiteren Verlauf werde ich den aktuellen Diskurs aufgreifen und auf verschiedene Studien zur Wirksamkeit des Reichen Konzepts eingehen.

Die Fähigkeit Lesen und Schreiben zu können ist in unserer Gesellschaft von immenser Bedeutung. Heutzutage ist es kaum vorstellbar, den Alltag ohne die grundlegenden Kulturtechniken des Lesens und Schreibens bewältigen zu können. Es ist allseits bekannt, dass diese Fähigkeiten bereits ab der ersten Klasse trainiert und eingeübt werden. Viele verbinden mit dem Erstlese- und Schreibunterricht die Fibel. Sie erinnern sich daran zurück, wie sukzessiv Buchstabe für Buchstabe eingeführt wird, welche anschließend seitenlang eingeübt werden. Dennoch lassen sich in Deutschlands Klassenzimmern auch immer öfter andere Varianten des Schriftspracherwerbs wiederfinden. Einigkeit darüber, welche Methode denn nun angebracht, am wirksamsten oder schlichtweg die beste sei, gibt es nicht. Auch die immer wiederkehrenden Diskussionen in den Medien um das Konzept "Lesen durch Schreiben" von Jürgen Reichen scheinen kein Ende zu nehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Reichen Konzept

2.1 Die drei Prinzipien des Lehrgangs „Lesen durch Schreiben“

2.1.1 Das unterrichtsmethodische Prinzip

2.1.2 Das lernpsychologische Prinzip

2.1.3 Das lesedidaktische Prinzip

3. Didaktisches Vorgehen des Lehrgangs

3.1 Hinführung zur Lautstruktur des Sprachsystems

3.2 Die Anlauttabelle

3.3 Aufschreiben von Wörtern und Sätzen

3.4 Schreibanlässe

3.5 Formale Ansprüche an Schülertexte

3.6. Korrektes Schreiben

3.7 Entwicklung und Festigung der Lesemotivation

4. Der Diskurs um „Lesen durch Schreiben“

4.1 Diskussion

4.2 Empirische Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Wirksamkeit und aktuelle Bewertung der Methode „Lesen durch Schreiben“ nach Jürgen Reichen im Grundschulunterricht. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob und inwieweit das Konzept in der heutigen Schulpraxis unterschätzt wird, wobei sowohl die didaktischen Prinzipien als auch die mediale und wissenschaftliche Debatte beleuchtet werden.

  • Prinzipien und didaktisches Vorgehen der Methode „Lesen durch Schreiben“
  • Analyse der lautgetreuen Verschriftlichung mittels Anlauttabelle
  • Diskurs um den Methodenstreit und aktuelle bildungspolitische Entwicklungen
  • Auswertung empirischer Studien zur Wirksamkeit der Methode
  • Herausforderungen für leistungsschwächere Schüler und Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Anlauttabelle

Leitmedium des Reichen Konzepts ist die Anlauttabelle bzw. das Buchstabentor, welches der Schülerschaft den Zugang zur Schriftsprache ermöglicht. Nachdem das Auflautieren beherrscht wird, sollen die Lautketten verschriftlicht werden. Mithilfe des Buchstabentores wird den Schülern die selbstständige Laut-Buchstaben-Zuordnung ermöglicht. Hat das Kind die Absicht, ein Wort zu verschriftlichen, so muss es sich zunächst den Anlaut des Wortes bewusst machen. Anschließend muss es in der Anlauttabelle jenes Wort suchen, welches mit demselben Laut beginnt. Danach kann es den gefundenen Buchstaben „abmalen“. Dieses Vorgehen wird nun für die weiteren Laute des Wortes wiederholt.

Das Zerlegen von Worten geschieht nach der Regel „Jedem Laut wird ein Buchstabe zugeordnet“. Diese Regel orientiert sich nur am Prinzip der Lautorientierung der Schrift. Die Anlauttabelle ist allerdings nicht in der Lage, orthografische Regeln zu vermitteln, das bedeutet, auch bei korrekter Auflautierung, können Wörter falsch geschrieben werden. Die Wörter sind zwar phonetisch vollständig, jedoch nicht orthografisch korrekt geschrieben (vgl. Schründer-Lenzen 2013, S.223-225). Im Buchstabentor von Reichen werden sowohl Groß- als auch Kleinbuchstaben gleichzeitig dargeboten. Außerdem enthält es neben Vokalen und Konsonanten auch Umlaute und Diphthonge. Die Anordnung der Tabelle vollzieht sich nach dem „Anlautprinzip“. Analog steht die Lupe für das Phonem [l] und den Buchstaben <L>. Laute, die leicht zu verwechseln sind, stehen sich gegenüber (B-P). Im Torbogen befinden sich die Selbstlaute. Um sowohl offene als auch geschlossene Laute zu repräsentieren, befinden sich für diese Buchstaben zwei Bilder im Tor, eines für den kurzen und eines für den langen Laut. So wird das lange „O“ durch den Osterhasen repräsentiert und das kurze „O“ durch einen Ordner. Auch Buchstabenkombinationen, die nur am Ende eines Wortes stehen, werden durch die Anlauttabelle aufgegriffen (..ch), da diese im Deutschen nicht als Anlaute vorkommen. Dennoch stellt sie nur eine didaktische Reduktion dar. Sollten alle Schreibzeichen beinhaltet sein, so müsste die Tabelle aus 80 Graphemen bestehen (vgl. Thomé 2000, S.116).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Schriftspracherwerbs ein und beleuchtet den kontroversen Methodenstreit um das Konzept „Lesen durch Schreiben“ sowie die aktuelle politische Debatte.

2. Das Reichen Konzept: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Konzepts und beschreibt die drei zentralen Säulen: das unterrichtsmethodische, das lernpsychologische und das lesedidaktische Prinzip.

3. Didaktisches Vorgehen des Lehrgangs: Hier wird die praktische Umsetzung der Methode beschrieben, von der Hinführung zur Lautstruktur über die Arbeit mit der Anlauttabelle bis hin zur Förderung der Lesemotivation.

4. Der Diskurs um „Lesen durch Schreiben“: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die fachdidaktische Kritik an der Methode und analysiert verschiedene empirische Untersuchungen zur Wirksamkeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont, dass das Konzept oft unterschätzt wird, aber keine Alleinlösung darstellt, und plädiert für ein breites Methodenrepertoire der Lehrkräfte.

Schlüsselwörter

Lesen durch Schreiben, Reichen-Konzept, Anlauttabelle, Schriftspracherwerb, Lautorientierung, Erstunterricht, Methodenstreit, offener Unterricht, Rechtschreibung, Lesemotivation, Grundschule, Laut-Buchstaben-Zuordnung, Deutsch als Zweitsprache, empirische Forschung, Selbststeuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen Reichen und untersucht dessen Anwendung, Didaktik und die damit verbundene öffentliche sowie wissenschaftliche Kontroverse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die didaktischen Prinzipien der Methode, die Bedeutung der Anlauttabelle, die Kritik am lautgetreuen Schreiben sowie die empirische Befundlage im Vergleich zu anderen Unterrichtsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die aktuelle Diskussion kritisch zu beleuchten und die Forschungsfrage zu klären, ob die Methode Reichens in der heutigen Zeit unterschätzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller empirischer Studien, die unterschiedliche Schriftspracherwerbsdidaktiken vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen des Reichen-Konzepts als auch dessen praktische Umsetzung und die daraus resultierenden empirischen Ergebnisse und Diskussionspunkte ausführlich erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Lesen durch Schreiben“, „Anlauttabelle“, „Methodenstreit“ und „Schriftspracherwerb“ charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt der Anlauttabelle laut der Arbeit zu?

Sie dient als Leitmedium für den Zugang zur Schriftsprache, welches den Kindern die selbstständige Laut-Buchstaben-Zuordnung ermöglicht, allerdings keine orthografische Korrektheit garantieren kann.

Wie bewertet die Autorin die Eignung der Methode für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache?

Basierend auf den ausgewerteten Studien kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Kinder mit Deutsch als Zweitsprache eher von stärker strukturierten Methoden profitieren und das Reichen-Konzept für sie oft wenig zielführend ist.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Das Reichenkonzept in der Grundschule. Eine unterschätzte Methode?
College
University of Education Weingarten
Grade
2,0
Author
Emelie Aurich (Author)
Publication Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V1023885
ISBN (eBook)
9783346420312
ISBN (Book)
9783346420329
Language
German
Tags
Lesen durch Schreiben Anlauttabelle Reichenkonzept Schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Emelie Aurich (Author), 2019, Das Reichenkonzept in der Grundschule. Eine unterschätzte Methode?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023885
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint