Der Interaktionsprozeß unter Berücksichtigung der Rolle der menschlichen Sprache


Hausarbeit, 2000

19 Seiten


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1. Vorbemerkungen

Die Sozialpsychologie umfaßt jenen Teilbereich der Psychologie, der sich mit der Erforschung des zwischenmenschlichen Verhaltens am unmittelbarsten beschäftigt. Dieses zwischenmenschliche Verhalten entwickelt sich aus einer unendlichen Abfolge von sozialen Interaktionen und Kommunikationsprozessen. Der erfolgreiche Verlauf einer Interaktion ist sehr stark abhängig von der Wahrnehmung und unserem Urteil über den oder die Partner. Kommunikation hängt einerseits davon ab, Erwartungen und Emotionen auszudrücken, andererseits davon, diesen Ausdruck aufzunehmen und richtig zu deuten. Dieses setzt also Mittel zur Verständigung sowie eine gewisse Einheitlichkeit dieser Möglichkeiten voraus.

Mit dieser Arbeit möchte ich den menschlichen Interaktionsprozeß darstellen und dabei die Rolle der menschlichen Sprache als subtiles Kommunikationsmittel im Vergleich zu Möglichkeiten der nonverbalen Kommunikation im Interaktionsprozeß hervorheben. Dazu ist es nötig, die Vorstufen der sozialen Interaktion, Personenwahrnehmung, Einschätzung und Urteilsbildung zu betrachten. Dabei beziehe ich mich hauptsächlich auf das Buch „Soziale Interaktion und Kommunikation“ des australischen Professors Joseph P. Forgas.

2. Der soziale Interaktionsprozeß

Kommunikation (lat.: communicare = gemeinsam machen, mitteilen) bedeutet den Austausch von Informationen, der durch ein System von Zeichen - Sprache oder durch die Körperhaltung, Mimik und Gestik, also verbal oder nonverbal - vonstatten gehen kann, wobei die Zeichen nicht von den vielfältigen Beziehungen losgelöst sind, in denen Menschen leben1. Kommunikation meint also den Austausch von Bewußtseinsinhalten. Die soziale Interaktion dagegen konkretisiert den Kommunikationsprozeß auf die wechselseitige Beeinflussung des Verhaltens zwischen Individuum und seiner sozialen Umwelt, meint also das Handeln von mindestens zwei Personen bzw. die Abstimmung dieser Handlungen aufeinander. Die Interaktionstheorie geht auf John Dewey (1859 - 1952) und George Herbert Mead (1863 - 1931) zurück, der die Entstehung von Bewußtsein und „Ich“ aus dem sozialen Kommunikationsprozeß zu erklären versuchte2.

Menschliche Interaktionsprozesse weisen einen äußeren und einen inneren Zusammenhang auf: Zur beobachtbaren äußeren Kontingenz zählen die Koorientierung - die Sinnesorgane und Verhaltensweisen der Partner sind einander zugewandt, die Koordination - die Aktionen erfolgen in einer zeitlich strukturierten Sequenz - und die Interdependenz von Aktion und Reaktion der Partner. Der innere Zusammenhang ist der Verhaltensplan, also die individuellen Vorstellungen der interagierenden Individuen. Dieser äußere und innere Zusammenhang sind interdependent, es ist allerdings von Fall zu Fall verschieden, welche Art der Kontingenz zuerst auftritt und zur Entwicklung einer äußerlich und innerlich kontingenten Interaktion führt3.

2.1. Personenwahrnehmung und Persönlichkeitseinschätzung

Wahrnehmung ist der bewußte Prozeß der Informationsverarbeitung von Reizen aus unserer Umwelt, aber auch von Körperreizen, der sog. inneren Wahrnehmung. Schon lange vor dem eigentlichen Interagieren mit unserem Gesprächspartner haben wir ihn bereits wahrgenommen und uns ein Urteil über ihn oder sie gebildet. Diese Wahrnehmung läuft zum größten Teil auf der nonverbalen Kommunikationsebene - insbesondere Mimik und Gestik - ab. Allerdings sind die Persönlichkeitsmerkmale, deren richtige Interpretation für einen erfolgreichen Verlauf einer Interaktionssituation unumgänglich ist, zumeist nicht unmittelbar beobachtbar. Mit jeder interpersonellen Wahrnehmung und Handlung vergrößert sich der menschliche soziale „Erfahrungsschatz“. Dies führt zu einer subjektiven Betrachtungsweise unserer Umwelt durch bereits vorhandene bzw. entwickelte Vorurteile, Einstellungen, frühere Erfahrungen und Emotionen4. Aus Einstellungen, die auf wiederholten Erfahrungen beruhen, entwickeln sich langlebige Einstellungen. Durch eine Einstellung werden Umweltreize auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen und verarbeitet, was sich gleichzeitig auch auf die Reaktion auf den Reiz auswirkt. Auch Ansichten, Meinungen oder Beurteilungen können sich zu Einstellungen entwickeln, die über längere Zeit wirksam sind.

Während der sozialen Interaktion nimmt der Mensch durch die Beobachtung der anderen Individuen ständig visuelle, auditive und taktile Reize auf und beurteilt damit den oder die Interaktionspartner.

Aufgrund der situationsbedingt ständig wechselnden und individuell unterschiedlichen Gestik und Mimik und des großen Einflusses von Emotionen auf das eigene Urteilsvermögen der Interaktionspartner ist es allerdings sehr schwierig, zu einem richtigen und vor allem genauen Urteil zu gelangen. Durch Beurteilungsfehler kann ein abschließender Eindruck schließlich verzerrt werden. Dazu gehören vor allem der oftmals trügerische erste Eindruck, der sich aus dem Gesichtsausdruck, dem Abstand der Augen, der äußeren Erscheinung wie Kleidung, Frisur und Bart sowie der Körperhaltung bzw. Gangart konstituiert. Beim sog. Halo - Effekt wird ein Individuum nach vorgefaßten Einstellungen bzw. Kenntnissen aus Erfahrungen bewertet. Ein Merkmal wird als besonders charakteristisch und zentral für eine bestimmte Person erkannt, parallel dazu werden ähnliche oder andere passende Merkmale angenommen5. Erst mit fortschreitenden Erfahrungen über die Interaktionspartner generieren sich subtile und korrekte Beurteilungen.

Ein verzerrtes Urteil über Personen kann auch durch Stereotypisierung und Kategorisierung entstehen.

Aufgrund der grenzenlosen Informationsvielfalt unserer Umwelt bleibt uns Menschen keine andere Wahl, als diese zu popularisieren und in bekannten Kategorien zusammenzufassen. Ausnahmslos jeder Mensch bedient sich während der Eindrucksbildung Klassifizierungen und Typisierungen, um leichter und schneller zu einer Beurteilung seines Gegenübers zu gelangen. Das Urteil des ersten Eindrucks verbinden wir oft sofort mit dem Bild des Prototypen der sozialen Gruppe, zu der unser Interaktionspartner unserer Meinung nach gehört. Durch frühere Erfahrungen und unsere Einstellung zu dieser Gruppe schreiben wir der Zielperson gleichzeitig die Eigenschaften zu, die wir mit dem Prototypen dieser Gruppe verbinden. Auslöser für eine Stereotypisierung können Merkmale wie Hautfarbe, Kleidung, Akzent, Dialekt oder schon einzig allein der Name unseres Gegenübers sein.

Beim Versuch der Identifizierung von Gruppen kann man logischerweise nur zu allgemeinen Aussagen und Urteilen gelangen, die umso universeller sind, je größer diese Gruppe ist. Starke Vorurteile, die die Einstellung beeinflussen, führen zu Stereotypisierungen bei rassischen oder ethnischen Gruppen. Dadurch wird das Vermögen, zwischen einzelnen Individuen aus diesen Gruppen zu unterscheiden, negativ beeinflußt.

Diese durch Vorurteile festgelegten Ansichten sind zu späteren Zeitpunkten nur sehr schwer zu ändern und zu berichtigen.

Um zu möglichst differenzierten und damit korrekten Urteilen über unsere Interaktionspartner zu gelangen bzw. die eigene Urteilsfähigkeit zu objektivieren, ist eine ständige Selbstkontrolle erforderlich. Durch selbständige Erkenntnis von Beurteilungsfehlern und deren Relativierung sowie das Bewußtsein über Wahrnehmungsverzerrungen durch die eigene Gefühlslage und Emotionen lassen sich die eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten verbessern und vervollkommnen6.

2.2. Erwartungshaltung und Persönlichkeitstheorien

Jeder Mensch sammelt in seinem Leben umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit anderen Individuen und speichert deren Persönlichkeitsmerkmale sowie deren Kombinationen miteinander. Bei der Beurteilung von Interaktionspartnern greifen wir dann auf diesen Erfahrungsschatz zurück. Mit dessen Hilfe versuchen wir dann, ein Bild unseres Gegenübers zu entwickeln, d. h., beobachtete Merkmale des aktuellen Partners werden mit früheren Erfahrungen und Merkmalskombinationen verglichen und unserem Urteil hinzugefügt. Aus den akkumulierten Beobachtungen und Erfahrungen bildet sich schließlich eine individuelle implizierte Persönlichkeitstheorie heraus, mit der jeder Mensch seine persönlichen Annahmen über die Persönlichkeitsmerkmale des Interaktionspartners bekundet7.

Die „Psychologie der Persönlichen Konstrukte“ wurde von dem US- amerikanischen Psychologen George A. Kelly (1905 - 1967) 1955 mit der Veröffentlichung seines bedeutenden Werkes gleichen Namens begründet. Kelly betrachtet dabei den Menschen als „Forscher“, welcher versucht, den Verlauf der Ereignisse, an denen er beteiligt ist, vorherzusagen und zu kontrollieren. Jeder Mensch habe seine Theorien, prüfe seine Hypothesen und werte seine experimentellen bzw. empirischen Befunde aus. Ereignisse und Erlebnisse werden gedanklich vorweggenommen und in kognitiven „Konstrukten“ systematisiert.

Zur Erfassung und Messung solcher Konstrukte entwickelte Kelly den sogenannten „Grid - Test“. Dabei beschäftigte er sich vor allem mit den Konstrukten, die Menschen in Bezug auf ihre personale Umgebung haben, also hinsichtlich Personen, die in einer auslegbaren Beziehung zu ihnen stehen. Diese Personen werden für diesen Test als „Elemente“ definiert. Aus den Elementen werden Dreiergruppen ausgelost, bei denen die Versuchsperson überlegen muß, in welcher Eigenschaft sich zwei dieser Elemente ähnlich sind und sich darin aber vom dritten Element unterscheiden. Die Elemente und gewonnenen Konstrukte werden danach als zweidimensionale Tabelle angeordnet und der Proband muß die Ausprägung der Konstrukte bzw. der Kontrasteigenschaften mittels einer sechsstufigen Skala bestimmen8. Mit Hilfe dieses so gewonnenen Konstruktgitters (englisch: grid) ist es möglich, die Hauptdimensionen der individuellen Erwartungshaltung zu charakterisieren. Kellys Gridtechnik stellt nicht nur eine Untersuchungsmöglichkeit unter sozialpsychologischen Aspekten dar, sondern ist auch in der klinischen Praxis von großer Bedeutung:

Im Rahmen therapiebezogener Diagnosen sind Erkenntnisse über die individuellen Menschenbilder und Persönlichkeitstheorien unumgänglich. Bei der implizierten Persönlichkeitstheorie eines Individuums spielt auch der Einfluß gesellschaftlicher und kultureller Normen und Werte eine Rolle.

W. Norman und F. Passini untersuchten 1966 die gegenseitigen Beurteilungen einander vollkommen fremder Personen, bei denen Merkmale wie Extraversion, Freundlichkeit, Gewissenhaftigkeit und emotionale Stabilität signifikante Merkmale des allgemeinen westlichen Persönlichkeitsbildes zu sein schienen. Deren universale Rolle wurden in späteren Untersuchungen über die Verbindungen zwischen den 20 Persönlichkeitsattributen aus Normans Untersuchungen gezeigt, was auf kulturkreis- und damit gesellschafts- formbedingte Hauptdimensionen der Persönlichkeitstheorie schließen läßt.

Das zeigt sich auch im Ergebnis der Untersuchung von M. Bond und Joseph P. Forgas von 1984, die Wahrnehmungsurteile von australischen und chinesischen Versuchspersonen miteinander verglichen9.

Die Objektivität der Beobachtungen kann erhöht werden, wenn man sich der Fehlermöglichkeiten (naive Persönlichkeitstheorie, erster Eindruck, Halo- Effekt) bewußt ist und sprachliche Varianten der Beschreibung übt. Wichtig ist aber immer ein vorhandener Zweifel an der Objektivität der eigenen Wahrnehmung und die Bereitschaft, Wahrnehmungserkenntnisse, Klassifizierungen und Urteile zu revidieren.

3. Interpersonale Kommunikation

Der soziale Interaktionsprozeß beginnt also mit der Personenwahrnehmung, der Eindrucksbildung und der Attribution. Die Attributionstheorie versucht zu erklären, wie der Mensch von der Beobachtung des eigenen und fremden Verhaltens auf die Ursachen desselben schließt. Diese Schritte bilden aber nur die Voraussetzung für die eigentliche Interaktion. Diese besteht zum überwiegenden Teil aus dem geregelten Austausch von Botschaften, nämlich der Kommunikation. Ganz allgemein kann man Kommunikation als einen Prozeß definieren, in dessen Ablauf Informationen von einem Sender an einen Empfänger übermittelt werden.

Davon kann man ableiten, daß an jeder Kommunikation drei Elemente beteiligt sind:

1. ein Sender oder eine Quelle, der oder die
2. eine Botschaft kodiert, die
3. über einen speziellen Kanal an einen Empfänger übermittelt wird, der sie dekodiert.

Allerdings entsteht bei dieser Definition der Eindruck, daß Kommunikation ein einfacher „Einbahnstraßen - Prozeß“ ist und Informationen ohne jeden Umweltbezug bzw. Verhältnis zu vorangegangener oder erwarteter Geschehnisse gesendet und empfangen werden. Aktuelle Kommunikationstheorien definieren weiterhin, daß Kommunikation ein dynamischer, beidseitiger Prozeß ist, wobei alle Beteiligten gleichzeitig Botschaften senden und empfangen10.

Der Kommunikationsprozeß wird zusätzlich beeinflußt durch die besonderen Eigenschaften von Sender, Botschaft, Kanal und Empfänger. Hierzu gehören auch physikalische Eigenschaften: Am Telefon kommuniziert man anders als im persönlichen Gespräch, z. B. muß eine Verneinung verbal ausgedrückt werden anstatt wie im Gespräch nur einfach den Kopf zu schütteln.

Ähnlich die sozialen Eigenschaften von Sender und Empfänger: Wenn man seinen Chef kritisiert, drückt man sich gewöhnlich anders aus als bei Zurechtweisungen Gleichrangiger oder Untergebener. Auch der Inhalt einer Botschaft bestimmt den Kommunikationsprozeß: In einem Gespräch über das Wetter bedient man sich einer anderen Sprache als in einer Auseinandersetzung mit einem Bankangestellten über einen Bausparkredit. Die Ausprägung der Kommunikation beruht auch auf dem gemeinsamen sozialen Wissen der Beteiligten. Botschaften sind nur in einem genau definierten sozialen Rahmen bedeutungsvoll. Je mehr Wissen die Partner teilen, desto leichter fällt die Kommunikation untereinander und desto unverständlicher wirkt sie nach außen hin11.

Weiterhin unterscheidet man zwischen verbalen und nonverbalen Kommunikationskanälen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Kommunikationssystemen sind beträchtlich und sollen im folgenden dargestellt werden.

3.1. Sprache als Kommunikationssystem

Von der verschiedenen Systemen des Informationsaustausches, die der Mensch bisher entwickelt hat, ist die menschliche Sprache das wichtigste. Sie befähigt Menschen, sich untereinander durch Worte zu verständigen. Die Sprache ist eine der wenigen universalen Eigenschaften der Menschheit. Wir finden sie in allen bekannten menschlichen Kulturen. Keine andere Spezies auf der Erde verfügt über ein Kommunikationssystem, das so komplex und subtil ist. Zwischenmenschliche Interaktionen schließen in den meisten Fällen den Gebrauch der Sprache mit ein. Die Sprache ist aber nicht nur das Medium äußerer Kommunikation, sie gestaltet auch das menschliche Verhalten in sozialen Situationen und stellt auch ein inneres Medium dar, mit dessen Hilfe wir denken und die uns umgebende Welt repräsentieren, systematisieren und organisieren.

Als Einzelpersonen befähigt uns die Sprache, unsere Erfahrungen darzustellen, zu speichern und untereinander zu teilen, die Sprache versetzt Gruppen und Gesellschaften in die Lage, gesammeltes Wissen an jüngere Generationen weiterzugeben. Die Sprache ist kein starres Gebilde, sie muß verändert werden, um eine veränderte Realität besser in Worten ausdrücken zu können. Sie entwickelt sich weiter, indem sie gesprochen, also benutzt wird12.

Die menschliche Sprache unterscheidet sich von den Tiersprachen durch ihre Kreativität. Die natürlichen Sprachen der Menschheit besteht aus wenigen Sprachlauten, deren Anzahl zwischen den einzelnen Sprachen schwankt. Aus diesen kann durch Auswahl und Kombination eine unendlich große Menge von Worten gebildet werden. Die Sprachlaute allein sind nicht bedeutungslastig, erst die aus ihnen gebildeten Wörter und Sätze sind Träger von Informationen. Die semantische Bedeutung der Worte und Sätze aus Sprachlauten ist im Gegensatz zu den Tiersprachen nicht vererbt, sondern im Zuge der individuellen menschlichen Entwicklung erlernt. Diese Doppelstruktur, das heißt die Zusammensetzung neuer Zeichenkombinationen, denen dann in Lernprozessen Bedeutungen zugeordnet werden, ist bei Tiersprachen nicht existent13.

Nach der Theorie von L. Vygotsky beeinflussen kulturelle Unterschiede nicht nur den Gebrauch der Sprache als Medium der sozialen Kommunikation, sondern führen auch zu Unterschieden im Denken. Anfang dieses Jahrhunderts beschäftigten sich die beiden amerikanischen Linguisten Edward Sapir (1884- 1939) und Benjamin Lee Whorf (1897-1941) mit den Zusammenhängen zwischen Sprache und Denken. Deren Theorie der sprachlichen Relativität besagt, daß verschiedene Sprachen nicht nur verschiedene Modelle zur Beschreibung ein und derselben Realität sind, sondern daß Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen, auch die sie umgebende Welt verschieden sehen. Abgeleitet von dem Zusammenhang zwischen Sprache und Denken können wir die Welt also nur im Rahmen unserer individuellen Begrifflichkeit verstehen.

Benjamin Whorf als bekanntester Vertreter dieser Theorie entdeckte bei seiner Tätigkeit als Inspektor einer Feuerversicherungsgesellschaft, wie unterschiedlich die Leute sich selbst und ihm die Entstehung der jeweils untersuchten Brände erklärten. Diese Beobachtungen veranlaßten ihn, auch die Sprachen anderer Kulturen, vornehmlich die der amerikanischen Indianerstämme zu untersuchen und kam zu dem Schluß, daß die verschiedenen kulturellen Kreise mit jeweils unterschiedlichen Sprachen auch in unterschiedlichen „kognitiven“ Welten lebten. Er macht dies am Beispiel der nordamerikanischen Hopi - Indianer, einem Stamm der Pueblo - Indianer in Arizona, deutlich. Diese haben als Naturvolk vollkommen andere Vorstellungen vom Universum und gliedern es daher in ihrer Sprache dementsprechend anders auf als ein Sprecher einer (westlichen) "Industriesprache". Forgas führt als weitere Beispiele die zahlreichen Eskimoausdrücke für verschiedene Schneearten und die Unterscheidung zwischen lebenden und nichtlebenden fliegenden Objekten im englischen Sprachraum an, während bei den Hopi - Indianern Biene und Flugzeug mit demselben Wort bezeichnet werden14.

Die Organisation der verschiedenen Begriffe ist jeweils für eine ganze Sprachgemeinschaft verbindlich und in gewissen Sprachmustern kodiert. Edward Sapir ging dagegen bereits einen anderen Weg, was den Zusammenhang Sprache - Denken angeht. Seiner Meinung nach werden Denkprozesse des Menschen durch die Eigenheiten der Sprache, die er spricht, strukturiert und bis zu einem gewissen Grad sogar gesteuert.

Denkweisen und Einstellungen bestimmter Gruppen sind die Resultate der spezifischen Sprechweisen, die sie benutzen. Sprache ist sogar ein Spiegel sozialer Wirklichkeit und absolut exklusiv - keine zwei Sprachen sind einander so ähnlich, daß sie dieselbe soziale Wirklichkeit widerspiegeln.

Lebensraumbedingte Erfahrungen prägen die Sprache einer Kultur. Prinzipiell besitzt jeder Mensch von Natur aus die gleichen konzeptuellen Fähigkeiten: Er kann Fremdsprachen erlernen und verstehen und sich so ein bestimmtes Weltbild konzipieren. Da verschiedene Sprachen unterschiedliche konzeptuelle Systeme aufbauen, also ein spezielles Denkmuster über die Welt suggerieren, ist jeder Mensch durch seine Sprachkenntnis in seiner Wahrnehmung der Wirklichkeit eingeschränkt. Nach Whorf sind alle Menschen "Gefangene ihrer Sprache", deren konzeptuelles System, welches sie nicht kontrolliert verändern können, ihre Handlungen bestimmt.

Trotz dieser interessanten Verbindungen zwischen Sprache, Kultur und Denken sind die kognitiven Unterschiede zwischen den einzelnen kulturellen Gruppen nicht so extrem, wie Whorf glaubte. Bedeutungen von Begriffen lassen sich ohne weiteres in andere Sprachen übertragen. Die menschliche Sprache bildet keine unüberwindbare kognitive Barriere. Nach Forgas liefert Whorf den Beweis dafür selbst, da es ihm doch gelang, Zugang zur Sprache und zur Weltanschauung der Hopi - Indianer zu finden.

Die Theorie der sprachlichen Relativität bezieht sich ebenfalls auf die kognitive Informationsverarbeitung. Begriffe und Objekte, die explizit kategorisiert sind, also einen Namen haben, müßten nach dieser Theorie leichter wiedererkannt, erinnert und gespeichert werden als Objekte oder Begriffe ohne eindeutige semantische Bezeichnung.

R. Brown und E. Lenneberg zeigten 1954 in einem Experiment, daß Probanden sich an Farben, für die es ein eindeutiges semantisches Etikett bzw. Namen gab, signifikant besser erinnern konnten als an Farben ohne eindeutige Benennung. Dabei wurden 24 Farbkarten in zufälliger Reihenfolge gezeigt, die Farben waren gleichmäßig über den Farbraum verteilt.15.

3.2. Schichtspezifische Unterschiede der Sprache

Die Theorie der sprachlichen Relativität ist auch am Sprachgebrauch verschiedener sozialer Gruppen derselben Gesellschaft bzw. Kultur nachvollziehbar. Jeder Mensch merkt es, sobald er mit einem Menschen anderer Herkunft und Lebensart kommuniziert: Obwohl beide dieselbe Sprache sprechen, bedienen sie sich ihrer recht unterschiedlich. Variablen für die Entwicklung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit sind die Intelligenz, Sprachbegabung, schulische Förderung und das sprachliche Vorbild der Familie. Unter dem Einfluß des sprachlichen Lernangebots vollzieht sich eine individuelle Ausprägung der Strukturierung und Differenzierung hinsichtlich Qualität und Quantität der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit16.

Die Gebundenheit bestimmter sozialer Klassen an bestimmte Sprachmuster kann nachhaltige Folgen haben: Basil Bernstein stellte 1970 fest, „[...] daß der Sprachkode (englischer) Arbeiter konkreter und eingeschränkter ist als der von Angehörigen der Mittelschicht. [...]“17.

Die Mittelschicht ist hierbei der soziologische Begriff für die Schicht der Angestellten, Beamten und Selbständigen18.

So könnten demnach in einem Bildungssystem wie dem englischen, in dem die Lehrer vorwiegend der Mittelschicht entstammten und sich vornehmlich des auf ihre Klasse festgelegten Sprachkodes bedienten, Arbeiterkinder von vornherein benachteiligt sein. Die Arbeiterkinder leben also in ihrem eigenen kognitiven Universum und damit in einem Sprachmilieu, das ihnen die Kommunikation mit ihren Lehrern erschwert. Bernstein nannte die gut gegliederte, differenzierte Sprache von Mittelschichtkindern „elaborated code“, die eingeschränkte, einfachere Sprache der Arbeiterkinder „restricted code“.

Bei Verwendung des elaborated code ist ein Mensch eher in der Lage, Geschehensabläufe so wiederzugeben, daß ein Zuhörer ihn versteht, ohne das Geschehen selbst miterlebt haben zu müssen. Dagegen ist eine Schilderung mittels restricted code für einen Zuhörer, der das Geschehnis nicht selbst miterlebt hat, nur sehr schwer verständlich.

Die Sprache von Angehörigen der Arbeiterschicht ist nach Bernstein mit Mängeln behaftet. Nach Rosemann bestehen diese Mängel in einfachen, häufig unvollendeten Sätzen, häufiger Wiederholung derselben Konjunktionen, einem starren und eingeschränkten Gebrauch von Adjektiven und Adverbien und häufigen Befehlen und Anweisungen19.

Diese als Mängel - oder auch Defizit - Modell bezeichnete Vorstellung wurde in den letzten Jahren immer öfter kritisiert. Eva Neuland untersuchte 1975 den restricted und elaborated code von Arbeiter - und Mittelschichtkindern hinsichtlich ihrer Unterschiede und stellte fest, daß Wortschatz, Bedeutung und Satzmuster bei Arbeiter - und Mittelschichtkindern unterschiedlich sind. Bei beiden Gruppen gibt es einen gemeinsamen und einen schichtspezifischen Wortschatz, der Bereich des gemeinsamen Wortschatzes umfaßt bei beiden Gruppen circa 50 Prozent. Die Unterschiede in den Sprachkodes entstehen aufgrund der unterschiedlichen Umgebungen, mit denen sich Mittelschicht - und Arbeiterkinder auseinandersetzen müssen20. Diese Erkenntnisse von Eva Neuland stützen die Theorie der sprachlichen Relativität von Sapir und Whorf.

3.3. Die Sprache sozialer Gruppen

Die Sprache als Kommunikationssystem wird von der Gesellschaft, in der sie gesprochen und benutzt wird, geformt und beeinflußt. Im Verlauf des Interaktionsprozesses entwickeln Menschen bald ihre eigenen, besonderen Sprachkodes. Das soziale Wissen voneinander wird größer, dadurch können in der verbalen Kommunikation immer mehr Einzelheiten ausgespart werden. Große Teile der Botschaft werden in zunehmendem Maße angedeutet oder impliziert. Je enger die Beziehung zwischen Sender und Empfänger ist, um so spezifischer wird der Sprachgebrauch und damit immer unverständlicher für Außenstehende. Besonders deutlich wird das bei Interaktionen zwischen guten Freunden oder Liebespaaren.

Gemeinsame soziale Umgebung fördert die Entwicklung eines Gruppendenkens und Gruppenjargons. Ein bestimmter Sprachgebrauch dient auch dazu, die soziale Identität einer Gruppe zu definieren und zu festigen.

Eine erfolgreiche soziale Interaktion setzt allerdings die Vertrautheit mit gruppenspezifischen Sprachkodes voraus. Dies läßt sich besonders gut bei Jugendlichen oder Studenten beobachten.

Mit einem Gruppenjargon kann auch ein Statusdenken bestimmter Gruppen ausgedrückt werden: Nach Forgas stellen die Fachsprache von Medizinern und Psychologen, durchsetzt mit lateinischen Fachausdrücken, oder das altmodische Englisch von Juristen Beispiele für statusbezogenen Gruppenjargon dar21. Mit der Sprache wird in zwischenmenschlichen Interaktionen ein beträchtlicher Teil der beabsichtigten Botschaft übermittelt. Jedoch übermittelt der Mensch besonders in jeder „Face - to - Face“ - Interaktion viel mehr Informationen, als er mit Worten auszudrücken vermag. Nonverbale Signale, die sogenannte „Körpersprache“, können verbalen Botschaften Nachdruck verleihen, sie modifizieren oder aber auch ganz ersetzen.

3.4. Nonverbale Kommunikation

Bei der Personenwahrnehmung und dabei besonders beim ersten Eindruck, den wir bei der visuellen Betrachtung unseres Partners gewinnen, spielen neben den bereits aufgeführten Merkmalen auch nonverbale Signale eine Rolle. Der Gesichtsausdruck, die Körperhaltung, - temperatur und - geruch, Gestik, Mimik oder die Art, wie der Interaktionspartner uns anschaut, ob er lächelt oder unfreundlich starrt, also das Blickverhalten, verursacht sofort eine Interpretation und eine Reaktion unsererseits. In der Psychologie werden die eben aufgeführten nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten als Kommunikationskanäle bezeichnet. Nonverbale Informationen, besonders die Mimik bzw. der Gesichtsausdruck, die ebenfalls einer Kategorisierung unsererseits unterliegen, bedürfen keiner besonderen Dekodierung und können somit sehr viel schneller verstanden und interpretiert werden als verbale Äußerungen. Im Gegensatz zu verbalen Signalen ist nonverbale Kommunikation immer beobacht- und interpretierbar. Beispielsweise drückt ein schweigsamer Interaktionspartner, der auch uninteressiert zur Seite schaut, damit seine Ablehnung uns gegenüber aus, ohne dieses offen gesagt zu haben.

Anders ausgedrückt, man kann nicht „nicht“ kommunizieren22.

Die erste Untersuchung des emotionalen Ausdrucks wurde von Charles Darwin mit seinem Buch „The expression of emotions in man and animals“ 1872 veröffentlicht.

Er erkannte, daß sich bei Menschen unterschiedlichster Kulturen die Formen emotionalen Ausdrucks wie Lächeln, Lachen, Furcht und Weinen glichen und diese teilweise den emotionalen Signalen von Primaten nahekamen. Er folgerte daraus, das dieses Kommunikationssystem auf einer gemeinsamen genetischen Grundlage basiert. Forgas belegt das mit folgendem Beispiel:

“Als man - von der westlichen Zivilisation bis dato nahezu unberührten - Eingeborenen Neu Guineas Photos von Weißen zeigte, waren sie ohne weiteres in der Lage, deren emotionalen Ausdruck richtig zu deuten, und umgekehrt entsprach ihr eigener Gesichtsausdruck in Reaktion auf emotionale Reize dem in unserer Kultur.“23.

Die Mitteilung von Gefühlen durch den Gesichtsausdruck gehört zu den ältesten und am weitesten erforschten Teilfragen der nichtverbalen Kommunikation.

P. Ekman stützte 1971 Darwins Theorien mit Vergleichen von Gesichtsausdrücken ganz verschiedener Kulturen.

Eine der wichtigsten Variablen zwischen den Interaktionspartnern ist der Blickkontakt. Dieser gewährleistet die gegenseitige Wahrnehmung und stellt eine optische Rückmeldung über die Reaktion des Partners auf den eigenen Ausdruck. Blickkontakt kann, abhängig von der jeweiligen Situation, Anziehung, Engagement, Intimität, aber auch Dominanz zu erkennen geben. Die Dauer der einzelnen Blickperioden gibt Aufschluß über Sympathie oder Antipathie zwischen den Individuen.

Gleichzeitig ist der Blickkontakt ein Ausdruck der räumlichen Abgrenzung des eigenen Intimitätsbereiches. Ein schamvoller Blick zur Seite beispielsweise verdeutlicht eine Verletzung der eigenen Intimsphäre oder der individuellen Schamgrenze. Von besonderer Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen Blickkontakt zum Partner, während man selbst spricht und Anschauen des Partners, während man zuhört.

Je länger die Blickperiode beim Sprechen und gleichzeitig je kürzer dieser Blickkontakt während des Zuhörens ist, desto dominanter ist diese Person in dieser Interaktion. Umgekehrt gilt eine Person als schwach, wenn die Blickperioden während der eigenen Rede deutlich kürzer sind als die der Zuhörphase. Dies läßt sich deutlich bei schüchternen Personen beobachten, die vor einer Zuhörerschaft frei sprechen sollen24.

Nonverbale Botschaften werden in den meisten Fällen auf mehreren Kanälen gleichzeitig und teilweise sogar unbewußt gesendet. Dieser Umstand kann zu sogenannten Inkonsistenzen zwischen verbalen und nonverbalen Informationen führen. Bei einer inhaltlich positiven Mitteilung, die mit abweisender Mimik oder tadelnder Stimmlage vorgebracht wird oder umgekehrt, bei einer distanzierten Mitteilung mit lächelndem Gesicht und langem Blickkontakt, ist das der Fall.

A. Mehrabian und S. Ferris verwendeten 1967 in einem Experiment Kombinationen von freundlichen, neutralen und unfreundlichen Tonfällen und Gesichtsausdrücken. Dabei entstanden konsistente und inkonsistente Mitteilungen. Die Versuchspersonen sollten den Gesamteindruck der vermittelten Reize beurteilen. Mimik, Tonfall und Inhalt der Mitteilungen wurden von den Versuchspersonen verschieden stark gewichtet: Größtes Vertrauen wurde dem Gesichtsausdruck geschenkt, dem Inhalt dagegen wurde fast gar keine Bedeutung beigemessen. Mehrabian und Ferris drückten diese Ergebnisse in einer Gleichung aus: Gesamteindruck = 0,07* Inhalt + 0,38* Tonfall + 0,55 * Mimik25.

Besonders Informationen über emotionale Zustände lassen sich nonverbal schneller und häufig auch konkreter übermitteln als mit dem individuellen sprachlichen Ausdrucksvermögen.

Die eindeutige Identifizierung und Beschreibung von Gefühlen mit Worten nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch und führt nicht in jedem Fall zu befriedigenden Ergebnissen. Bei der Übermittlung von emotionalen Botschaften über den mimischen Ausdruck umgeht man diese Schwierigkeiten26. In diesem Fall ist die nonverbale Ausdrucksmöglichkeit der Sprache überlegen.

4. Zusammenfassung

Der verbalen Kommunikation von Emotionen ist besonders in westlichen Gesellschaften ein enger Rahmen gesetzt. Diese Funktion wird in den meisten Fällen von nonverbalen Kommunikationskanälen übernommen. Emotionen wie Glück, Freude, Angst oder Ekel werden durch Mimik, Gestik, Blickverhalten, Distanz und Körperhaltung übermittelt27.

Gesicht, Augen, Gesten und Körper spielen eine höchst wichtige Rolle bei der Steuerung von interpersonellen Interaktionen durch Emotionsausdruck, da die sprachliche Ausdrucksfähigkeit an ihre Grenzen stößt. Teilweise verkehren nonverbale Signale bei inkonsistenten Botschaften den Inhalt der sprachlichen Mitteilung sogar ins Gegenteil. Während einer Interaktion wird die Aufmerksamkeit von sprachlicher und verbaler Kommunikation am meisten gefesselt, da Kodierung, Übermittlung, Aufnahme und Dekodierung der zu übermittelnden Absicht die meiste Zeit beanspruchen.

Die Bestandteile der Information, die durch Kodierung und Dekodierung sowie fehlendes gemeinsames soziales Wissen „verloren“ gehen, werden durch nonverbale Signale ersetzt, teilweise sogar verstärkt.

Bereits bei Wahrnehmung des Interaktionspartners spielen nonverbale Signale eine Rolle und beeinflussen unsere Urteilsbildung. Mit Hilfe der Sprache gestaltet der Mensch seine soziale Umwelt und definiert seinen Platz in der Realität. Die geschriebene Sprache bietet die Möglichkeit, Erfahrungen und Entwicklungszustände der Gesellschaft an künftige Generationen weiterzugeben. Den verbalen Verständigungsmöglichkeiten sind aufgrund der individuellen Aufnahmefähigkeit und nicht zuletzt der physischen Kapazitäten des menschlichen Hörorgans Grenzen gesetzt. Deshalb nimmt die Informationsübermittlung über nonverbale Kommunikationskanäle einen teilweise höheren Stellenwert in der erfolgreichen sozialen Interaktion ein. Abschließend ist allerdings zu beachten, daß die Darstellung von Emotionen über den Gesichtsausdruck und gleichzeitig die Fähigkeit, solche Darstellungen abzulesen, angeborene Fähigkeiten sind. Deshalb stellt die Sprachentwicklung beim Menschen vom Kindesalter an eine ungeheure und beachtenswerte Lernleistung dar, die einzig aufgrund sozialer Interaktionen erfolgt und ohne die erfolgreiche soziale Interaktionen nicht möglich wären.

Zu untersuchen wäre weiterhin, wie in der heutigen Zeit weltweiter Globalisierung und Vernetzung und der damit verbundenen Vermischung der einzelnen Sprachen die Theorie der sprachlichen Relativität nach Whorf und Sapir aufrechterhalten werden kann. Allein die deutsche Sprache ist heutzutage mit unzähligen Anglikanismen aus dem Technik - und Internetbereich durchsetzt, deren weitere Verbreitung in östliche Sprachräume sicherlich nicht aufzuhalten ist. Wie bereits im Abschnitt 3.1. gezeigt, bildet erst eine differenzierte sprachliche Ausdrucksmöglichkeit die Grundlage einer differenzierten und konkreten Darstellung unserer Realität.

5. Anhang

Literaturverzeichnis

Burg, Udo von der, Kreis, Heinrich (Hrsg.): Lexikon zur Pädagogik, Düsseldorf, 1982.

Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999.

Herkner, Werner: Lehrbuch Sozialpsychologie, 5., korrigierte und stark erweiterte Auflage, Bern, Stuttgart; Toronto, 1991.

Hiebsch, Hans: Interpersonelle Urteilsbildung und Wahrnehmung, Berlin, 1986.

Kühne, Norbert, Gewicke, Monika, Priester, Jens, Sudhues, Mechthild, Tiator, Gerd: Psychologie für Fachschulen und Fachoberschulen, Köln- Porz, 1982.

Scheer, Jörn W.: Psychologie der persönlichen Konstrukte und Repertory Grid- Technik in: L. R. Schmidt (Hrsg.) (1992): Psychologische Aspekte medizinischer Maßnahmen. Jahrbuch der medizinischen Psychologie, Band 7. Berlin Heidelberg etc.: Springer.

Schenk- Danzinger, Lotte: Entwicklungspsychologie, Wien, 1983.

[...]


1 Vgl.: Burg, Udo von der, Kreis, Heinrich (Hrsg.): Lexikon zur Pädagogik, Düsseldorf, 1982.

2 Vgl.: Ebenda.

3 Vgl.: Hiebsch, Hans: Interpersonelle Urteilsbildung und Wahrnehmung, Berlin, 1986, S. 17 - 19.

4 Vgl.: Kühne, Norbert, Gewicke, Monika, Priester, Jens, Sudhues, Mechthild, Tiator, Gerd: Psychologie für Fachschulen und Fachoberschulen, Köln- Porz, 1982, S. 22 - 24.

5 Vgl.: Ebenda, S. 23.

6 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999.

7 Vgl.: Ebenda, S. 36.

8 Vgl.: Scheer, Jörn W.: Psychologie der persönlichen Konstrukte und Repertory Grid- Technik in:

L. R. Schmidt (Hrsg.) (1992): Psychologische Aspekte medizinischer Maßnahmen.

Jahrbuch der medizinischen Psychologie, Band 7. Berlin Heidelberg etc.: Springer, S. 273- 290.

9 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999.

10 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 106 - 107.

11 Vgl.: Ebenda, S. 107.

12 Vgl.: Kühne, Norbert, Gewicke, Monika, Priester, Jens, Sudhues, Mechthild, Tiator, Gerd: Psychologie für Fachschulen und Fachoberschulen, Köln- Porz, 1982, S. 119 - 120.

13 Vgl.: Herkner, Werner: Lehrbuch Sozialpsychologie, 5., korrigierte und stark erweiterte Auflage, Bern, Stuttgart; Toronto, 1991, S. 131 - 132.

14 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 111.

15 Vgl.: Herkner, Werner: Lehrbuch Sozialpsychologie, 5., korrigierte und stark erweiterte Auflage, Bern, Stuttgart; Toronto, 1991, S. 141.

16 Vgl.: Schenk- Danzinger, Lotte: Entwicklungspsychologie, Wien, 1983, S. 219.

17 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 114.

18 Vgl.: Kühne, Norbert, Gewicke, Monika, Priester, Jens, Sudhues, Mechthild, Tiator, Gerd: Psychologie für Fachschulen und Fachoberschulen, Köln- Porz, 1982, S. 141.

19 Vgl.: Ebenda, S. 137.

20 Vgl.: Ebenda, S. 136 - 138.

21 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 117 - 120.

22 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 127.

23 Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 131.

24 Vgl.: Herkner, Werner: Lehrbuch Sozialpsychologie, 5., korrigierte und stark erweiterte Auflage, Bern, Stuttgart; Toronto, 1991, S. 278 - 280.

25 Vgl.: Ebenda, S. 280.

26 Vgl.: Forgas, Joseph P.: Soziale Interaktion und Kommunikation, Weinheim, 1999, S. 136.

27 Vgl.: Ebenda, S. 136.

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Details

Titel
Der Interaktionsprozeß unter Berücksichtigung der Rolle der menschlichen Sprache
Veranstaltung
Einführung in die Sozialpsychologie
Autor
Jahr
2000
Seiten
19
Katalognummer
V102401
ISBN (eBook)
9783640007844
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interaktionsprozeß, Berücksichtigung, Rolle, Sprache, Einführung, Sozialpsychologie
Arbeit zitieren
Ulrich Pfützenreuter (Autor:in), 2000, Der Interaktionsprozeß unter Berücksichtigung der Rolle der menschlichen Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102401

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