Hunger und Armut. Eine wirkliche Bedrohung für uns?


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
4 Seiten, Note: 2-

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Ausarbeitung zu "Unruhen durch Hunger und Armut"

Hunger und Armut Eine wirkliche Bedrohung für uns?

Der Experte in dem Zeitungsartikel (HAZ, 2000-03-28) befürchtet, bedingt durch die sich abzeichnenden Entwicklungstrends, dass es in den Ländern der dritten Welt und den sog. Schwellenländern zu erheblichen Konflikten kommen wird. Denn dort wird der Bedarf an zu Verfügungstehender Nahrung nicht ausreichen und die Ärmsten der Armen sind sich ihrem Schicksal ausgeliefert, aufgrund mangelnder Unterstützung.

Doch werden die Menschen dort dieses so einfach hinnehmen?

Werden sie nicht versuchen zu flüchten, in eine für sie bessere Welt oder die Situation vor Ort so zu verändern, dass auch in Zukunft menschliches Leben möglich ist?

Es ist also erkennbar, dass es sich hierbei um kein Probelm handelt, das nur für eine bestimmte Region gilt, sondern es ist ein internationales Problem, verursacht durch vorallem den rasanten technischen Fortschritt und die sog. Globalisierung. Hier haben die oben genannten Länder den Trend verpasst bzw. gegenüber den hochindustriellen Staaten erstgarnicht mithalten könnnen.

I. Situation allgemein :

Vor 2000 Jahren lebten 300 Millionen Menschen auf der Erde. Heute sind es 6 Milliarden, Tendenz steigend. Durch den ständigen Anwachs der Weltbevölkerung nimmt die nutzbare landwirtschaftliche Fläche pro Kopf ständig ab. 1960 waren pro Kopf noch 4400 m2 und 1990 noch 2700 m2 Ackerland vorhanden. Es wird allerdings damit gerechnet, dass es im Jahre 2025 lediglich noch 1700 m2 landwirtschaftliche Nutzfläche pro Erdenbewohner zur Verführung stehen wird. Gemäß der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung liegt der Grenzwert für eine ausreichende Nahrungsversorgung bei 700 m2 bebaubarem Land pro Kopf.

1996 formulierte die Welternährungskonferenz das Ziel, den Hunger und die Mangelernährung in weiten Teilen der Welt zu stoppen und bis zum Jahr 2020 für jeden Menschen täglich mindestens 2700 Kilokalorien bereitzustellen. Dies ist für die Landwirtschaft eine große Herausforderung, da doppelt so viele Nahrungsmittel produziert werden müssen, wenn in der nächsten Generation alle Menschen satt werden sollen.

Gefragt sind vor allem leistungsfähigere Verfahren zur umweltschonenden Erzeugung von mehr Nahrungsmittel.

II. Speziell für die Entwicklungs und Schwellenländer:

Die Dritte Welt ist eine Sammelbezeichnung für die wirtschaftlich unterentwickelten Staaten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. In diesen Ländern findet man häufig die absolute Armut. Kennzeichnend für diese Form der Armut ist, dass das physische Existenzminimum des Menschen nicht mehr gesichert ist, d.h. die Grundbedürfnisse werden nicht befriedigt. Grundbedürfnisse des Menschen sind zum Beispiel Anspruch auf Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit, Bildung und Hygiene. Da der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist hat er auch einen Anspruch auf Information, Kultur und Politik. Für viele dieser Armen reichen die eigenen Mittel und noch so große Anstrengungen nicht aus, um die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu sichern. Denn Armut hat in der Dritten Welt Ursachen, die zu überwinden, die Kraft der Armen selbst übersteigt. Besonders in Ländern, die über wenig Rohstoffe und Energiequellen verfügen, aber auch in Ländern die eigene Rohstoffe besitzen und diese exportieren können, denn sie müssen sich immer nach den Weltmarktpreisen richten. Bei denen man jedoch seit Anfang der 80er Jahre einen starken Verfall der Erzeugungspreise sprechen kann. Damit gingen auch die Einnahmen der Länder zurück.

Nach einer Schätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation sind in Asien 30%, in Afrika 25%, im Nahen Osten 18%, und in Lateinamerika 13% der Bevölkerung unterernährt. Doch wenn man die gesamte Nahrungsmittelproduktion, vor allem die Getreideproduktion, der Welt zusammen, würde diese Menge reichen, die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Doch diese Produktion ist ungleich verteilt. Oft werden Mengen erzeugt, die keine Abnehmer finden. Und damit die Preise für diese Güter nicht sinken, werden sie eingelagert oder gar weggeschmissen.

Armut ist nicht nur mangelnde Ernährung oder geringes Einkommen, sie zeigt sich auch darin, dass nicht genügend Personen, Einrichtungen und Mittel zur Verfügung stehen, die für eine medizinische Betreuung wichtig wären. So können Krankheiten, die bei uns durch Hygiene verhindert werden, in armen Ländern zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.

Was sich als ein weiterer sog. Gefahrenpunkt erweist, ist, dass in den letzten Jahren kamen immer mehr geographische und klimatische Faktoren hinzu. So zum Beispiel in der Sahel-Zone in Afrika, sehr lange trockenzeiten und wenig Niederschlag lassen die Desertifikation dort immer weiter fortschreiten.

Sodass die Menschen mit immer weniger Wasser auskommen müssen. Folge ist Unterernährung.

III. Was heißt das für die Industieländer?

Ausgehend von den oben beschriebenen Fakten, ergibt sich daraus, dass die dortlebende Bevölkerung, in diesem Fall vorallem die junge Generation versuchen wird, diesem sich abzeichnendem Elend zu entfliehen. Für die Bundesrepublik oder besser gesagt die Europäische Union heisst dass, dass man hier in der Zunkunft mit einem enormen Anstieg der Einwanderungszahlen aus diesen Ländern rechnen muss, was zwangsläufig zur Folge hat, dass sich die sozialen Ausgagen weitererhöhen, denn es ist fraglich, ob sich diese Menschen so leicht in den Prozess der moderen Arbeitswelt integrieren lassen. In den Heimatländern fehlen, bedingt vorallem durch wenig Geld, da die Schuldentilgung enorme Ausgaben verursacht, qulifieziert ausgebildete Leute. Der Unterschied, was das Bildungsniveau betrfifft, ist doch erheblich groß.

Um diesem wahrscheinlichem Effekt entgegenzuwirken bzw. abzuwenden, ist es erforderlich, die nötige finanzielle Hilfe bereitzustellen, damit es nicht zu einer Klasseneinteilung der Bevölkerungen kommt, wo die in den Indusrienationen alles haben und diejenigen in den armen Ländern dem Trend meilenweit hinterherlaufen, da sie durch die mangelhafte Entwicklungspolitik dieser Ntionen und vorallem Unterstützung niemals in der Lage sein werden, das Niveau dieser Staaten in irgendeiner Form zu erzielen.

Gerade zu dieser Situation passt das folgende Zitat:

,,Es gibt Hunger, weil die einen wegen mangelnder Kaufkraft nicht kaufen können, was die anderen zuviel haben:

Hunger und Unterernährung ist ein Verteilungsproblem" (Strahm, 1986)

Auf der internationalen Ernährungskonferenz in Rom im Dezember 1992 fiel folgender Satz:

,,In einer Welt, die sowohl das Wissen als auch die Mittel hat, um diese menschliche Katastrophe zu beenden, sind Hunger und Unterernährung nicht akzeptabel."

Wenn man sich einmal die derzeitige Situation betrachtet und sieht, wieviel Getreide, Zucker und Butter in Deutschland jährlich unverbraucht übrig bleiben, fragt man sich schon, warum andere Menschen hungern müssen. Die jährlich Überschuß-Produkte würden vielen Menschen auf der Welt helfen ihren Hunger zu stillen. Also ist der Welthunger zum größten Teil ein Verteilungsproblem. Wie man solche Verteilungsprobleme der Nahrung lösen kann ist noch ungewiß. Man muß nämlich auch aufpassen das reine Nahrungsmittelhilfen nicht die Märkte zerstören und die Verkäufe der ortsansässigen Bauern behindern. So ist z. B. Importmais in vielen Ländern billiger als der Mais von heimischen Bauern.

Die Überschuß-Produkte:

Um so viele Prozent überstieg die EG-Produktion den Verbrauch

Butter: 37 %

Zucker: 37 %

Getreide: 19 %

Rindfleisch: 8 %

Wein: 7 %

Schweinefleisch: 3 %

Wenn man diesen Überschuß an die armen hungernden Länder verteilt hätte, hätte man damit vielen Menschen das Leben retten können!!

Eine weitere mögliche Maßnahme, die nicht genutzt wurde, aber es ist noch nicht zu spät um dieses um zu setzen. Nicht allein Solaranlagen etc. sind notwendig sondern die eigentlichen Existenzbedürfnisse gilt es zu befriedigen und dann erst der Rest.

IV. Fazit:

Es ist erkennbar, dass immer noch zu wenig getan wird. Das egoistische und vorallem kapitalistische Denken der "Großen" steht immer noch und stärker im Vordergrund. Soldiarität mit dem Mitmenschen, egal auf welchem Erdteil sie sich befinden.Chancengleichheit und Gerechtigkeit sollte stärker berücksichtigt werden.

Natürlich müssen die großen demokratischen Staaten auch die erforderlichen politischen Instrumente(Schaffung von Demokratien und Beseitigung von Missmanagement und Diktaturen) unterstützen, nur so sind diese Staaten zu retten.

Es ist also durch lange Zeit des Stillstandes noch viel zu tun, packen wirs an.

Bevor eine friedliche Lösung nicht mehr möglich ist und die kriegerischen Auseinandersetzungen beginnen und das nur weil "wir" es mal wieder verschlafen haben. Dann darf man sich natürlich hinterher auch nicht beschweren.

4 von 4 Seiten

Details

Titel
Hunger und Armut. Eine wirkliche Bedrohung für uns?
Note
2-
Autor
Jahr
2001
Seiten
4
Katalognummer
V102448
Dateigröße
333 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hunger, Armut, Eine, Bedrohung
Arbeit zitieren
David Möller (Autor), 2001, Hunger und Armut. Eine wirkliche Bedrohung für uns?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102448

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