In dieser Hausarbeit soll die Bedeutung von Archiven näher beleuchtet werden, da sie in der heutigen Zeit weniger präsent sind und von einigen Menschen als irrelevant verordnet werden oder sogar längst vergessen sind. Dabei soll es speziell um die Archivlandschaft in Nordrhein-Westfalen gehen. Am Beispiel des Archivs in Köln kann sogar gezeigt werden, dass Archive nicht nur Geschichte verwahren, sondern ebenfalls ihre ganz eigene besitzen.
Zu Beginn muss sich jedoch erst einmal die Frage gestellt werden, was ein Archiv überhaupt ist. Daher soll am Anfang ein grober Überblick zum Archiv erfolgen. Darauf aufbauend erfolgen die Darstellungen des Bundesarchivs, das Landesarchiv und die Kommunalarchive.
Wenn man das Wort Archiv hört, sind die ersten Assoziationen dunkle Keller mit vielen Spinnenweben, alte Bücher durchzogen von einer dicken Staubschicht und ein muffiger Geruch. Kaum einer würde bei diesem Bild denken, dass Archive oft und stetig im Gebrauch sind. Nach wie vor haben sie eine wichtige Rolle. Sie speichern all das, was sonst längst vergessen wäre. Daher kann man sie auch als das Gedächtnis unserer Gesellschaft bezeichnen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist ein Archiv?
3 Bundesarchiv
3.1 Seine Geschichte
3.2 Allgemein
3.3 Aufgaben des Bundesarchivs
4 Das Landesarchiv
4.1 Beispiel Rheinland
4.2 Beispiel Ostwestfalen-Lippe
5 Kommunale Archive
5.1 Beispiel Köln
5.2 Beispiel Overath
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Archiven als kulturelles Gedächtnis der Gesellschaft und beleuchtet die spezifische Archivlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, das Verständnis für die vielfältigen Aufgaben und die Relevanz von Archiven zu schärfen und anhand verschiedener Archivtypen zu demonstrieren, wie historisches Wissen bewahrt und für die Nachwelt gesichert wird.
- Definition und historische Entwicklung des Archivwesens
- Struktur und Aufgaben des Bundesarchivs
- Aufbau und Bedeutung des Landesarchivs NRW anhand von Regionalbeispielen
- Funktion und Relevanz kommunaler Archive für die Regionalgeschichte
- Herausforderungen der Archivierung, insbesondere der Bestandssicherung bei Katastrophen
Auszug aus dem Buch
2 Was ist ein Archiv?
Der Begriff des Archivs hat seinen Ursprung aus dem Griechischen. Das Wort „archeion“ wird wiederum von „arché“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie Verwaltungsbehörde. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das allererste Archiv in Griechenland befand. Das erste Gebäude dafür war der Tempel der Athene in Athen. Damals hatte es vor allem den Nutzen Gesetze, Beschlüsse von Rats- und Volksversammlungen, außenpolitische Verträge sowie wichtige Gerichtsprozesse aufzubewahren. Das Konzept eines Archivs ist also schon mehrere tausend Jahre alt, da sie parallel zur Schrift entstanden. Am Anfang waren die Bestände in Thema Material noch vielfältiger als heute. Von Papyri und Tontafeln bis zu Bambustafeln war alles vertreten.
Bereits 78 v.Chr. suchte man diese Bestände nicht nur auf zu bewahren sondern auch zu sortieren. Man entwickelte bestimmte Vorgehensweisen, um Sachen schneller finden zu können. Einen noch bedeutenderen Schritt ging Napoleon 1808, indem er die Archive nach Herkunfts- und Verwaltungszusammenhängen ordnen ließ. Durch das viele Sortieren der neuen Bestände blieb eine Aufgabe allerding unerlässlich- das Aussortieren. Da die Mengen immer erdrückender wurden und sich jemand stetig darum kümmern musste, wurde der Beruf des Archivars eingeführt. Dafür entstanden extra Schulen in München und in Paris im Jahr 1821.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Archive als „Gedächtnis der Gesellschaft“ ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für die Archivlandschaft in Nordrhein-Westfalen.
2 Was ist ein Archiv?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Archiv, skizziert dessen historische Entstehung und grenzt das Archivwesen von Bibliotheken und anderen Institutionen ab.
3 Bundesarchiv: Es wird die Geschichte, Struktur und die zentralen Aufgaben des Bundesarchivs als staatliche Institution detailliert erläutert.
4 Das Landesarchiv: Das Kapitel beschreibt die Aufgaben des Landesarchivs NRW und veranschaulicht diese durch die Abteilungen Rheinland und Ostwestfalen-Lippe.
5 Kommunale Archive: Hier wird die Rolle der kleineren Archivformen wie Stadt- und Gemeindearchive dargestellt, unter anderem anhand der Beispiele Köln und Overath.
6 Fazit: Das Fazit fasst die archivische Hierarchie zusammen und unterstreicht, dass jedes Archiv, ungeachtet seiner Größe, eine unverzichtbare Funktion für die Bewahrung kultureller Werte erfüllt.
Schlüsselwörter
Archiv, Nordrhein-Westfalen, Bundesarchiv, Landesarchiv, Kommunalarchiv, Geschichtsbewusstsein, Archivwesen, Dokumentation, Kulturerbe, Bestandssicherung, Historische Forschung, Archivierung, Verwaltung, Archivwürdigkeit, Regionalgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Archiven für die Gesellschaft und bietet einen Überblick über die Archivlandschaft in Nordrhein-Westfalen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die verschiedenen Archivtypen, deren historische Entwicklung, ihre Aufgabenbereiche sowie die Bedeutung von Archiven als gesellschaftliches Gedächtnis.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Relevanz von Archiven aufzuzeigen, die oft als unbedeutend oder irrelevant wahrgenommen werden, und die Aufgaben vom Bundesarchiv bis hin zu kommunalen Einrichtungen zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Informationen zu den Strukturen und Beständen verschiedener Archive in NRW.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Bundesarchiv, das Landesarchiv NRW sowie beispielhaft kommunale Archive wie das Historische Archiv der Stadt Köln und das Gemeindearchiv Overath.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Archivlandschaft, Kulturerbe, Archivwürdigkeit, Bestandssicherung und das Gedächtnis der Gesellschaft.
Wie hat sich das Verständnis von "Archivwürdigkeit" im Laufe der Zeit verändert?
Die Arbeit zeigt auf, dass Kriterien für die Archivwürdigkeit mittlerweile gesetzlich geregelt sind, um eine objektive Auswahl zu treffen, statt nach subjektivem Empfinden zu entscheiden.
Welche Auswirkungen hatte der Einsturz des Kölner Stadtarchivs auf das Archivwesen?
Der Einsturz verdeutlicht die Zerbrechlichkeit von Archiven als Bewahrer von Unikaten und unterstreicht den enormen Aufwand bei der Bergung, Restaurierung und Digitalisierung.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung für heutige Archive?
Digitalisierung ermöglicht eine bessere Zugänglichkeit für die breite Masse und dient zugleich dem Schutz der Originale vor physischem Verfall.
Warum sind selbst kleine Kommunalarchive für die Geschichtsschreibung wichtig?
Auch wenn sie nicht die „große Politik“ abbilden, bewahren sie regionale Identität und persönliche Geschichten, die für das Verständnis der lokalen Historie unerlässlich sind.
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- Anonym (Author), 2020, Was ist ein Archiv? Eine Untersuchung der Archivlandschaft in NRW, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024787