Diese Hausarbeit soll am Beispiel des diesjährigen Bachelors zeigen, was einen Shitstorm ausmacht und wie dieser auch sprachlich funktioniert.
Das Wort „Shitstorm“ war der Anglizismus des Jahres 2011. Heutzutage taucht dieses Phänomen alle paar Minuten auf. Ein Prominenter, der echtes Tierfell als Mantel trägt. Ein Fußballspieler, der im großen Stil Steuern hinterzieht. Oder beispielsweise ein Politiker, der sich gegen das Asylrecht ausspricht. Besonders durch Social Media werden diese sogenannten Shitstorms schnell verbreitet und sind mittlerweile schon Alltag geworden. Ein Post, der nur positive Kritik erntet, ist quasi schon langweilig geworden. Doch was macht überhaupt einen Shitstorm aus und was ist ein solcher überhaupt?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist ein Shitstorm?
a. Definition
b. Gründe für einen Shitstorm
c. Shitstorms in Social Media
3. Sprachliche Phänomene von Shitstorms
a. Die Rolle von Emoticons
b. Syntax und Orthographie
4. Shitstorm am Beispiel des Bachelors
a. Instagram
b. Facebook
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die linguistischen Eigenschaften und Kommunikationsstrategien innerhalb von Shitstorms in sozialen Netzwerken, wobei als konkretes Fallbeispiel der mediale Umgang mit dem „Bachelor“ des Jahres 2020 analysiert wird.
- Definition und Entstehungsmechanismen von Shitstorms
- Sprachliche Besonderheiten in der Online-Kommunikation
- Die Funktion von Emoticons als Ausdrucksmittel und emotionaler Verstärker
- Vergleichende Analyse von Nutzerreaktionen auf Instagram und Facebook
Auszug aus dem Buch
3. Sprachliche Phänomene von Shitstorms
Emoticons sind kaum noch aus der Online-Kommunikation wegzudenken. Hier mal ein Herz, da mal ein Affe, der sich die Augen zu hält. Doch die Wirkung der kleinen Zeichen wird in der Kommunikation häufig unterschätzt. Der Mensch besinnt sich durch die Verwendung durch Zeichen zu seinen Anfangszeiten zurück. Schon vor tausenden von Jahren ersetzen Zeichen die Schrift wie zum Beispiel im alten Ägypten. Oder anders gesagt: Das Zeichen wurde zur Schrift.
Wofür sind Emoticons dann heute gut, wenn hauptsächlich Wörter im Vordergrund stehen? Das Wort „communicare“ kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt „sich verständigen“ oder „sich mitteilen“. Es geht also nicht um das bloße Sprechen. Zur Kommunikation gehören zusätzlich zur Sprache auch Gestik und Mimik. Dieser Aspekt fällt bei Online-Kommunikation weg. Man kann daher einzelne Aussagen manchmal schwierig deuten und es kommt zu Missverständnissen. Ein Beispiel dafür ist, wenn der Schreiber Ironie verwendet und dies aber anders interpretiert wird. Doch hier kommen Emojis ins Spiel. Sie sollen in diesem Kontext Gestik und Mimik ersetzten. In erster Linie dienen als „Wertung oder […] Bezugsausdruck“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des "Shitstorms" ein und stellt den Bachelor 2020 als zentrales Fallbeispiel für die Untersuchung der sprachlichen Funktionsweise solcher Empörungswellen vor.
2. Was ist ein Shitstorm?: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Shitstorm", beleuchtet die Ursachen für seine Entstehung und erläutert die Besonderheiten der Dynamik innerhalb sozialer Medien.
3. Sprachliche Phänomene von Shitstorms: Hier wird analysiert, welche Rolle Emoticons in der Online-Kommunikation spielen und wie sich Syntax sowie Orthographie in sozialen Netzwerken verändern.
4. Shitstorm am Beispiel des Bachelors: Dieses Kapitel wertet konkrete Nutzerkommentare auf Instagram und Facebook aus, um sprachliche Muster und Reaktionen auf den "Bachelor" 2020 empirisch zu belegen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass bei Shitstorms emotionale Entladung oft über sprachlicher Korrektheit steht und das untersuchte Beispiel des "Bachelors" zeigt, welch existenzbedrohende Ausmaße solche Online-Phänomene annehmen können.
Schlüsselwörter
Shitstorm, Soziale Netzwerke, Online-Kommunikation, Emoticons, Sprache im Netz, Der Bachelor, Empörung, Diskursanalyse, Internetphänomen, digitale Kommunikation, soziale Medien, sprachliche Strategien, Nutzerkommentare, Netzsprache, Identitätsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den sprachlichen Mustern und Kommunikationsmechanismen, die bei der Entstehung und Verbreitung von Shitstorms in sozialen Netzwerken auftreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Shitstorms, die Rolle von Emoticons als emotionales Korrektiv sowie die Analyse von Orthographie und Syntax in Online-Kommentaren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, anhand des Falls "Bachelor 2020" aufzuzeigen, wie ein Shitstorm sprachlich funktioniert und wie sich Online-User innerhalb dieser Empörungswellen verhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische Analyse von Nutzerkommentaren auf Instagram und Facebook durchgeführt, die mithilfe einer Checkliste hinsichtlich sprachlicher Kriterien systematisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Erklärungsmodelle für Shitstorms und stellt diesen die praktische Auswertung von Kommentaren gegenüber, wobei der Fokus auf Rechtschreibung, Grammatik und dem Einsatz von Emoticons liegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind neben "Shitstorm" vor allem "Social Media", "Netzsprache", "Empörung" und die spezifischen sprachlichen Phänomene wie Ironie, Hyperbeln und der Einsatz von Emojis.
Welche Rolle spielen Emoticons bei der Analyse der Bachelor-Kommentare?
Emoticons dienen den Nutzern dazu, Ironie auszudrücken oder komplexe Emotionen wie Wut oder Ablehnung präzise und schnell zu kommunizieren, oft um den Text in einer bestimmten Weise zu akzentuieren.
Welche Unterschiede zeigen sich zwischen Instagram und Facebook im Fall des Bachelors?
Die Analyse ergab, dass Facebook-Kommentare tendenziell sachlicher und stärker an Argumenten orientiert sind, während auf Instagram die Kommentare oft willkürlicher wirken und stärker auf Gruppendynamik und schnelles "Mitlaufen" ausgerichtet sind.
Wie reagieren die Algorithmen laut der Arbeit auf Shitstorms?
Die Arbeit stellt fest, dass Algorithmen versuchen, extrem beleidigende Inhalte zu löschen, was jedoch paradoxerweise zu einer Verstärkung des Shitstorms führen kann, da sich die betroffenen Nutzer mundtot gemacht fühlen.
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- Anonym (Author), 2020, Shitstorm im Internet. Sprachliche Phänomene und Strategien am Beispiel des Bachelors 2020, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024788