Aqua Aerobic. Wirkung und Übungsbeispiele


Seminararbeit, 2002

17 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Physikalische Eigenschaften des Wassers
1.1 Auftrieb
1.1.1 Spezifisches Gewicht
1.1.2 Statischer Auftrieb
1.1.3 Dynamischer Auftrieb
1.2 Wasserdruck 6 1.3 Wasserwiderstand

2. Aqua-Jogging im Tiefwasser
2.1 Grundtechnik
2.1.1 Bewegungsbeschreibung
2.2 Konzentrisch-Exzentrische Muskelarbeit
2.3 Übungsformen zum Erlernen der Grundtechnik
2.3.1 Kontrastübungen für die richtige Armbewegung
2.3.2 Kontrastübungen für die richtige Fußstellung

3. Einsatzmöglichkeiten von Aqua-Aerobic
3.1 Prävention
3.2 Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System
3.3 Motorische Auswirkungen des Aqua-Aerobic
3.4 Rehabilitation
3.5 Aqua-Aerobic im Leistungssport
3.6 Ausdauertraining für verschiedene Aktivitätszustände

4. Mikrozyklus
4.1 Warm up
4.2 Übungen am Beckenrand
4.3 Übungen im Freiwasser
4.4 Schwimmformen
4.4.1 Bewegungskombinationen
4.5 Kontrastübungen
4.5.1 Schwimmen mit…
4.6 Entspannung

5. Übungsanalyse für zwei Übungen
5.1 Fahrradfahren
5.2 Schwimmbrett drücken

6. Gesundheit und Sicherheit bei Aqua-Aerobic
6.1 Stärkung der Abwehrkräfte
6.2 Sicherheit

Literaturverzeichnis

Aqua – Aerobic

1. Physikalische Eigenschaften des Wassers

Wasser bietet durch seine spezifischen Eigenschaften die Möglichkeit, Bewegungen anders zu erleben als an Land. Diese Bewegungen erhalten eine neue Wirkung und führen zu einem veränderten Empfinden. Die Andersartigkeit von Bewegungen im Wasser resultiert aus der tausendfach größeren Dichte des Wassers gegenüber der Luft. Dies beeinflusst die Kräfteverhältnisse, die auf einen Körper im Wasser wirken: Auftrieb, Wasserdruck und Wasserwiderstand.

1.1 Auftrieb

1. 1.1.1 Spezifisches Gewicht:

Massendichte eines Körpers, abhängig von der Masse eines Körpers und dessen Volumen

1.1.2 Statischer Auftrieb:

Ständig wirkende Kraft, die einen Körper im Wasser an die Oberfläche treibt

1. 1.1.3 Dynamischer Auftrieb:

Bei Bewegung eines im Wasser befindlichen Körpers auftretende Kraft, die ihn zusätzlich an die Wasseroberfläche treibt

Unter Auftrieb versteht man die Kraft, die das Wasser auf einen Körper senkrecht nach oben ausübt. Dabei handelt es sich um den Statischen Auftrieb, da er auf jeden Körper wirkt, der sich im Wasser befindet. Es ist unerheblich, ob sich der Körper bewegt oder nicht. Dies erklärt sich durch das Archimedische Prinzip, dass nämlich jeder schwimmende Körper genau die Masse verdrängt, die gleich seiner Masse ist (Willimczik 1989, 272, zitiert nach Ott & Hillebrecht, 2001, S. 12 ).

Dieses Phänomen erklärt auch die schonende und sanfte Wirkung von Aqua-Aerobic, da im Wasser das Körpergewicht nicht mehr den limitierenden Faktor für Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining darstellt.

Der Dynamische Auftrieb entsteht nur bei Bewegung des Körpers im Wasser. Je nach Stellung des eingetauchten Körpers oder Körperteils wirken durch den Aufprall des Wassers Kräfte an der Aufprallfläche, die senkrecht nach oben gerichtet sind. Die Aufprallfläche beim Menschen ist die Körperoberfläche, die, je nach Ausstellwinkel der Extremitäten oder des gesamten Körpers, im Wasser verschieden groß wird.

Durch diese Kraft kann der im Wasser schwebende Körper an die Wasseroberfläche gelangen.

Allein der Aufenthalt im Wasser ergibt durch den statischen Auftrieb eine Entlastung des Körpers. Wenn noch der dynamische Auftrieb bei Bewegungen hinzukommt, verstärkt sich der Effekt des Stützens und Tragens durch das Wasser.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Statischer und dynamischer Auftrieb; dynamischer Auftrieb klein

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Statischer und dynamischer Auftrieb; dynamischer Auftrieb größer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Wasserdruck

Der Wasserdruck ist der Druck, der in einer bestimmten Tiefe auf einen eingetauchten Körper wirkt. Da das Wasser ein wesentlich höheres spezifisches Gewicht als die umgebende Luft hat, ist auch der Druck im Wasser deutlich höher als der Luftdruck an Land. Diese Eigenschaft des Wassers kann man spüren, wenn man im Schwimmbad taucht und dabei einen unangenehmen Druck auf den Ohren wahrnimmt. Die uns umgebende Luft hat einen Druck von ca. 1,0 bar. Pro einem Meter Wassertiefe nimmt der Wasserdruck (hydrostatische Druck) um 0,1 bar zu. Dies bedeutet, dass auf einen Körper in einem Meter Wassertiefe ein Druck von 1,1 bar wirkt.

Dies hat auf den Organismus des Menschen einen großen Einfluss. Es soll an dieser Stelle jetzt schon auf die große Beeinflussung des Herz-Kreislauf-Systems hingewiesen werden.

1.3 Wasserwiderstand

Der Wasserwiderstand wird als die Kraft bezeichnet, die entgegen der Strömungsrichtung wirkt und den im Wasser befindlichen Körper in seiner Bewegung abbremst. Der Wasserwiderstand ist unter anderem abhängig von der Geschwindigkeit, mit der sich der Körper im Wasser bewegt und der Größe der Fläche, die dem Wasser entgegengesetzt wird (Willimczik, (1989), zitiert nach Ott & Hillebrecht, (2001), S.14). Interessant ist dabei, dass bei Verdopplung der Geschwindigkeit der Wasserwiderstand um das Vierfache vergrößert ist. Dies bedeutet: Je schneller eine Bewegung im Wasser ausgeführt wird, desto mehr Widerstand muss überwunden werden. Die Faktoren, die den Wasserwiderstand ausmachen, sind der Reibungswiderstand (790-mal höher als an Land; nach Beigel-Guhl / Brinkmann (1989), S.203, zitiert nach Ott & Hillebrecht, (2001), S. 14), der Druckwiderstand durch den Aufprall des Wassers und der Wellenwiderstand.

2. Aqua-Jogging im Tiefwasser

(Deep Water Running)

Hierunter versteht man das Laufen im tiefen Wasser ohne Bodenkontakt. Um eine senkrechte Körperhaltung zu realisieren, bei der Kopf, Hals und teilweise Schultern über die Wasseroberfläche ragen, wird mit einer Auftriebhilfe dem Aqua-Jogger geholfen (Suspended Aqua-Jogger).

So kann eine besondere Form der Schwerelosigkeit erlebt und genutzt werden. Wie beim aufrechten Gehen an Land, ist auch hier eine richtige Technik Voraussetzung, um effizient zu trainieren.

2.1 Grundtechnik

2.1.1 Bewegungsbeschreibung

Mittlerer Kniehub und aktives Zurückführen des Schwungbeines.

Auf Grund des permanenten Wasserwiderstandes, sowohl bei der Anteversions-, als auch bei der Retroversionsbewegung der Gliedmaßen, gibt es keine Entspannungsphasen. Besonders das Nachvorneschwingen des Beines sollte aktiv durchgeführt werden, da im Vergleich zur Belastung beim Gehen an Land hier gegen Wasserwiderstand gearbeitet werden muss.

2.2 Konzentrisch-Exzentrische Muskelarbeit

Der vordere Fuß sollte bis deutlich vor den Körperschwerpunkt kommen. Das Bein streckt sich, um anschließend gegen den Wasserwiderstand bis hinter die Hüfte zurückgeführt zu werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Aqua Aerobic. Wirkung und Übungsbeispiele
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Sportwissenschaften)
Note
gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
17
Katalognummer
V10248
ISBN (eBook)
9783638167314
Dateigröße
856 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aqua, Aerobic
Arbeit zitieren
Christian Schramm (Autor), 2002, Aqua Aerobic. Wirkung und Übungsbeispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10248

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