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Kaiserkrönung Karls des Großen. Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III.

Titel: Kaiserkrönung Karls des Großen. Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III.

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit soll untersuchen, wie viel Zufall wirklich in der Kaiserkrönung Karl des Großen steckte. Im Fokus hierbei steht nicht die Kaiserkrönung selbst, sondern die Vorgeschichte von Papst Leo III. und Karl. Zunächst wird das Verhältnis zwischen den Karolingern und dem Papst vor dem Attentat dargestellt. Anschließend wird die Vorgeschichte zur Kaiserkrönung behandelt. Abschließend wird die Kaiserkrönung selbst thematisiert.

Kaiser und Könige spielen heute nach wie vor eine wichtige Rolle. Zwar besitzen sie nicht mehr die Macht des Herrschens, jedoch vertreten sie repräsentativ das Land. Eines der aktuellsten Beispiele dürfte das niederländische Königshaus sein. Im Jahr 2013 verkündet Königin Beatrix, dass sie abdanken wird und den Thron für die neue Generation unter ihrem Sohn Willem-Alexander freigibt. Ein großer Tag für alle Niederländer, den man vor dem Fernseher oder im Liveticker verfolgen konnte.

In den Niederlanden gibt es jedoch keine klassische Krönung, sondern eine Huldigungszeremonie. Die königliche Feier findet im Palast in Amsterdam statt. Über 2000 Gäste wurden eingeladen, um nach über 123 Jahren wieder einen Mann auf den Thron steigen zu sehen. Der ganze Platz wird in Orange gefärbt, das Volk jubelt und um 10.30 Uhr tritt endlich das neue Königspaar auf den Balkon, um seine Ansprache zu halten. Dieser Tag wurde bis ins kleinste Detail geplant. Viele Helfer waren über Wochen Tag und Nacht im Einsatz, damit der Tag reibungslos verläuft.

Und dann gibt es da noch die Kaiserkrönung von Karl dem Großen im Jahr 800, von der er mehr als überrascht gewesen sein soll, als Papst Leo III. ihm plötzlich die Krone auf den Kopf setzte und ihn zum Kaiser krönte. Aus einer einfachen Weihnachtsmesse ging erstmals nach 476 ein westlicher Kaiser hervor. Und das Ganze geschah auch noch zu Entsetzen Karls, der diese Krone gar nicht wollte. Schon auf den ersten Blick erscheint diese Szene mehr als bizarr.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis zwischen den Karolingern und dem Papst vor dem Attentat

3. Die Vorgeschichte zur Kaiserkrönung

3.1. Der Anschlag auf den Papst

3.2. Paderborn

3.3. Das Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III. nach dem Attentat

4. Die Kaiserkrönung Karls

5. Quellenkritik

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Hypothese, ob die Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 ein spontanes Ereignis war oder das Ergebnis einer langfristig geplanten Machtstrategie Karls darstellt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle der Vorgeschichte, insbesondere das Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III. sowie die Ereignisse um das Attentat auf den Papst.

  • Historische Analyse des Verhältnisses zwischen Karolingern und dem Papsttum.
  • Untersuchung der Umstände des Attentats auf Papst Leo III. als politisches Instrument.
  • Auswertung der Rolle des Paderborner Treffens im Jahr 799.
  • Kritische Quellenanalyse zur Darstellung der Kaiserkrönung in der Geschichtsschreibung.
  • Diskussion über Machtkalkül versus Zufall in der mittelalterlichen Politik.

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Anschlag auf den Papst

Anschläge auf Päpste waren im brutalen Mittelalter keine Seltenheit. Doch der Angriff auf Papst Leo III. brachte viel mehr ins Rollen als die Unruhen in Rom. Er gilt als bedeutender Dominostein, der eine Reihe von Ereignissen auslöste, die Karl letztendlich zum Kaiserthron führten. So werfen wir zunächst einen Blick auf die Geschehnisse, wie sie sich am 25.April des Jahres 799 nach den Quellen ereignet haben sollen. Während einer Prozession wird Papst Leo III. bei S. Lorenzo in Lucina überfallen. Bei den Tätern handelt es sich um Anhänger von Papst Hadrian I. mit den Namen Paschalis und Campulus. Die Vita Karoli Magni beschreibt den Angriff wie folgt: „Die Römer hatten Papst Leo schwer mißhandelt, ihm die Augen ausgestochen und die Zunge ausgerissen [...].“ Auch die Reichsannalen berichten von einer Verstümmlung des Papstes, bei der er sein Augenlicht und seine Zunge verlor. Anschließend wurde er in das Erasmus-Kloster auf dem Monte Celio verschleppt und dort gefangen gehalten. Durch einen Zufall konnte sich Leo selbst befreien und fliehen. Er floh in den Petersdom. Dort wurde er von Karls Gesandten, dem Abt Wirund von Stablo und dem Herzog Winigis von Spoleto, in Empfang genommen und mit einem Heer nach Paderborn geführt. Während dieser Rettungsmission sollte das Unmögliche geschehen. Wie durch ein Wunder heilte der Papst und erlangte sein Augenlicht sowie seine Zunge zurück. Da dies ein Zeichen göttlicher Fügung war, hatte Leo die volle Unterstützung Karls und er empfing ihn nur wenige Tage später in Paderborn.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Kaiserkrönung ein, stellt die Ausgangsfrage nach dem Zufall des Ereignisses und umreißt den Fokus auf die Vorgeschichte.

2. Das Verhältnis zwischen den Karolingern und dem Papst vor dem Attentat: Dieses Kapitel analysiert das Machtgleichgewicht und die Abhängigkeiten zwischen den fränkischen Herrschern (Hadrian I. und Karl) und dem Papsttum.

3. Die Vorgeschichte zur Kaiserkrönung: Hier werden das Attentat auf Papst Leo III., das Paderborner Treffen und die daraus resultierende Verschiebung der Machtverhältnisse detailliert untersucht.

4. Die Kaiserkrönung Karls: Der Fokus liegt auf den unmittelbaren Vorbereitungen und den politischen Umständen im Jahr 800, die schließlich zur Krönung führten.

5. Quellenkritik: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der Zuverlässigkeit und Subjektivität der zeitgenössischen Quellen wie Einhards Vita Karoli Magni auseinander.

6. Fazit: Das Fazit beantwortet die Ausgangsfrage und resümiert, dass die Kaiserkrönung kein Zufall war, sondern das Ergebnis strategischen Kalküls.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Papst Leo III., Kaiserkrönung, Mittelalter, Politik, Machtstrategie, Attentat, Paderborn, Quellenkritik, Einhard, Rom, Byzanz, Herrschaft, Legitimation, karolingische Propaganda.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 ein spontanes Ereignis war oder ob es sich um eine langfristig geplante Machtstrategie Karls handelte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die diplomatischen Beziehungen zwischen dem fränkischen Reich und dem Papsttum, die politische Instabilität in Rom zur Zeit Leos III. sowie die kritische Reflexion zeitgenössischer Geschichtsquellen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der historischen Darstellung der Kaiserkrönung als "überraschendes Ereignis" zu hinterfragen und die Rolle Karls bei der Instrumentalisierung des Papstes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der kritischen Auswertung von Primär- und Sekundärquellen (wie den Reichsannalen und Einhards Vita Karoli Magni) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Attentats auf den Papst, die Rolle des Treffens in Paderborn und die detaillierte Analyse des Weges zur Kaiserkrönung unter Berücksichtigung machtpolitischer Interessen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Machtkalkül", "Instrumentalisierung", "Quellenkritik" und "politische Strategie" charakterisieren.

Warum wird dem Paderborner Treffen eine besondere Bedeutung beigemessen?

Das Treffen in Paderborn gilt in der Arbeit als strategischer Ort der Unterwerfung und als symbolischer Grundstein für die spätere Kaiserkrönung, da es die klare Überlegenheit Karls gegenüber dem Papst demonstrierte.

Welche Rolle spielt die "Quellenkritik" für die Schlussfolgerungen des Autors?

Die Quellenkritik ist essenziell, da der Autor aufzeigt, dass die historischen Berichte stark durch karolingische Propaganda geprägt sind und Fakten oft zugunsten eines idealisierten Bildes Karls verzerrt wurden.

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Details

Titel
Kaiserkrönung Karls des Großen. Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III.
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1024842
ISBN (eBook)
9783346426703
ISBN (Buch)
9783346426710
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kaiserkrönung karl großen verhältnis papst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kaiserkrönung Karls des Großen. Verhältnis zwischen Karl und Papst Leo III., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024842
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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