Der Heilige Martin von Tours. Sein Leben und Wirken sowie Tod und Heiligsprechung


Seminararbeit, 2010

17 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kindheit und Jugend von Martin

3. Martin und Hilarius von Poitiers, und das Bischofsein in Tours

4. Die Legenden und Wundertaten des Heiligen Martins

5. Der Charakter und das Auftreten des Heiligen Martins anhand der Wundertat der Mantelteilung

6. Der Tod des Bischof von Tours und die Heiligsprechung

7. Schluss

8. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Seminararbeit werde ich mich mit Thematik auseinandersetzen wer Martin von Tours war und seine Wirken von der Antike bis zum Mittelalter hatte. Weiterhin wird der Tod und seine Heiligsprechung aufgegriffen und näher erläutert. Da das Forschungsgebiet Heilige ein sehr breites Feld ist und eine Hülle von Informationen hat habe ich mich auf eine außergewöhnliche Heiligen konzentriert. Dabei wurde bei einer Seminar der Heilige Martin von Tours vorgestellt der durch eine eigene religiöse Erkenntnis sich entschied christlich asketisch zu leben und dadurch sein komplettes Leben nach dieser Erkenntnis umänderte. Obwohl er kein Märtyrerleben führte wurde er heiliggesprochen. Er erschien durch seine Wundertaten und dem Verlauf seines Lebens als außergewöhnlicher Heilige. Zuerst werde ich die eine Seite seines Lebens durchleuchte bei die Religion noch nicht essentieller Teil war und danach den kompletten Gegensatz wo er sich der Religion komplett verschrieb. Zuerst beginne ich, wie vorher erwähnt mit seiner Kindheit und Jugend und darauffolgenden Kapitel werde ich das auf die Zeit in Poitiers und Hilarius eingehen und danach sein Bischofsein in Tours anzuschneiden. Um sein Wirken und die Bedeutung von ihm zu behandeln werde ich auf seine Wundertaten und Mantelteilung eingehen. Zum Schluss werde ich den Tod dieser Persönlichkeit sowie seine Heiligsprechung aufgreifen. Am Ende kommt mein Schluss und das Quellenverzeichnis.

2. Die Kindheit und Jugend von Martin

Martin von Tours wurde im Jahre 316 oder 317 in Pannoien in der Stadt Sabaria dem heutigen Ungarn geboren. Er war der erstgeborene und stammte aus einer wohlhabenden Familie, da sein Vater Militäroffizier war. In der Zeit als Martin geboren wurde hatte der Kaiser Konstatin den Christen eine Erlaubnis erteilt, dass sie ihren Glauben ausüben und bekennen durften.1 Seine Eltern gaben ihn den Namen Martin, weil er kleiner „Mars“ oder „Marslein“ bedeutete und vom Kriegsgott kam. Martins Vater hatte hohe Erwartungen an seinen Sohn, da er wollte das Martin in seine Fußstapfen tretet und auch Soldat wird. Sein Vater gehörte zum Militärtribun und wurde Veteran.2

Sie lebten auf einem Grundstück ,welches in der Proebene in Tricinium dem heutigen Pavia lag. Dieser Ort ist eine Tagesreise von Mailand entfernt. Martin verbrachte dort seine ganze Kindheit und lebte mit seinen Eltern bis zum fünfzehnten Lebensjahr. Laut Aussagen hatte er eine gewöhnliche Kindheit, die aus Schulpflicht, Elternhaus, Schulkameraden, Spielereien und Disziplin bestand. Damals wurden alle Kinder zur Schule geschickt, da es im römischen Reich eine Schulpflicht gab. Da Martins Familie privilegiert war, wurden sie von Steuern des römischen Kaiser befreit.3

Die Kindheit scheint bis auf ein Ereignis, das Martin sehr stark beeinflussen wird kaum ungewöhnlich zu sein. Martins Eltern waren Anhänger der örtlichen Religion, das bedeutete dass sie Gottheiten wie Jupiter und Mars huldigten. Ihren Glauben bekundeten sie, in dem sie Opfergaben darboten. Sie verehrten auch den Römischen Kaiser wie einen Gott, indem sie vor seiner Statue knieten und sie lobpreisten. Da Martin in so einem Haushalt aufwuchs müsste der Einfluss dieser Religion sehr stark sein, jedoch war er christlich orientiert und teilte die Überzeugung seiner Eltern nicht. Das lässt sich vielleicht auf das Ereignis in seiner Kindheit zurückführen.4

Im Alter von 8 Jahren verschwand er für drei Tage und kam dann aber gesund und zufrieden nach Hause. Als seine Eltern nach ihn suchten und ihn dann später fanden fragten sie ihn wo er war, doch Martin schwieg. Sie zwangen ihn, jedoch ohne Erfolg. Es stellte sich später heraus, dass Martin in einer Kirche war und dort drei ganze Tage Fragen stellte und sich in Gebeten zu Gott wandte. Martin bittet auch danach getauft zu werden, jedoch ohne Erfolg. Er wurde mit dem Zeichen des Kreuzes Nachhause geschickt. Ab diesem Zeitpunkt begann er sich für das Christentum zu interessieren. Ob das Interesse für das Christentum alleine durch dieses Schlüsselereignis oder durch andere Einflüsse wie zum Beispiel Schulkameraden und Gefährten verstärkt wurde, ist nicht eindeutig. Durch seine Umgebung hatte er viele Berührungspunkte mit dem Christentum. Zu dem damaligen Zeitpunkt lag die Christenverfolgung nicht lange zurück. Erstaunlicher Weise war sein Interesse größer als die Frucht. Ihn faszinierten die Geschichten über das Martyrium und die ,die sich der Askese verschrieben hatten. Das Interesse, das sich Personen im Namen Gottes in die Wüste zurückgezogen um dort zu verharren, verhungern und zu beten. Diese Menschen sind dafür bekannt in der Einsamkeit still zu Beten und sich nur vom dem ernähren was die Natur gibt. ,, Martin ist vor Verwunderung hingerissen von diesen Menschen, die sich in der Wüste zurückziehen, ihre Zeit ganz dem Gebt widmen und sich wie ehedem der heizliege Johannes der Täufer () von Heuschrecken und wilden Honig ernähren".5 Als zwölfjähriger hat er die Wunschvorstellung sich ins Martyrium zu begeben. Martins scheint sich durch die Flucht und religiösen Ansichten zur christlichen Gemeinde zugehörig zu fühlen.6

Als Jugendlicher führte er ein gewöhnliches Leben und lebt bei seinen Eltern. Im Jahre 331 veranlasst der Kaiser ein Verfügung, dass alle Jungen die fünfzehn sind und einen Veteranen als Vater haben, verpflichtet sind ein Teil der Armee zu werden. Martin musste seine Träume aufgeben ein Eremiten Leben zu führen und sich den Willen der anderer beugen. Martins Vater gab mit eigenen Händen den Soldaten seinen Sohn und verstand nicht warum sein Sohn sich dagegen sträubte. ,, Martin fing folglich sein Soldatenleben in Ketten gefesselt und mit dem Mund voller nutzlosen Worte des Protest an".7

Da Martin in einer guten körperlichen Verfassung war sollte er sich zu den Gardesoldaten zuordnen. Er gehörte zu kaiserlichen Garde und verbrachte den größten Abschnitt seines Soldatenlebens in Aminens in der Nähe zu Gailen. Sein Soldatenleben bestand daraus, dass er morgens aufstand wenn er den Weckruf hörte, den Begleitschutz der Elite gewährleiteste und sein Pferd pflegte. In seiner Soldatenzeit erzählte man viele Geschichten über ihn, wie das er mit seinen Sklaven aß, und respektvoll und menschlich behandelte. Dieses Verhalten von Nächstenliebe war zu den damaligen Zeitpunkt nicht üblich. Weiterhin feierte Martin nicht mit seinen Kameraden auf Orgien oder versuchte auch nicht Frauen zu gefallen. Er enthielt sich von allem und durch seine hilfsbereite, höflich und zuvorkommende Art hatten seine Kameraden Verständnis für ihn und hegten keinen groll.8

Martin behandelte seinen eigenen Sklaven wie ein Bruder und in einem Winter im Jahr 335 geschah es, dass Martin seinen Mantel teilte und ihn einen Armen zu geben der fror. Er sah in der Nacht Christus der zu ihm sprach.9

Martin bat sein Dienst zu beenden doch ihm wurde das nicht erlaubt und ihm wurde vorgeworfen feige zu sein. Er erklärte das er ohne Schild und Helm an den Linien sich begeben würde um zu beweisen, dass die Feigheit ein falscher Vorwurf sei. Der Kaiser warf Martin ins Gefängnis damit er nicht floh. Am nächsten Morgen kamen „Unterhändler“10 die um Frieden baten. Martin wurde nach diesem Siegreichen Ende freigelassen und quittieret seinen Dienst.11 12

3. Martin und Hilarius von Poitiers und das Bischofsein in Tours

Im Jahr 356 löst Martin sich von seinen Soldaten Pflichten und will ,dass Eremiten Leben führen wovon er geträumt hat. Martin scheint wohl nach Trier gegangen zu sein wo er auf Hilarius von Poitiers traf der sein Leben beeinflussen wird. Martin befand sich damals in Zentren des ,, spirituellen Lebens“.i12 Hilarius von Poitiers war ein Gelehrter der das Wort Gottes studierte. Er war verheiratet, wurde aber dennoch zur Priesterweihe zugelassen. Später wurde er auch noch zum Bischof ernannt. Hilarius Hatte ein sehr hohes angesehen. Er war ein Mann der Kirche. Martin beschloss in Poitier einen Führer zu suchen, der ihn, dass asketische Leben in Einsamkeit lehrt. Da die Erfahrungen im Soldatenleben ihm kaum helfen konnte für das Einsiedlerleben. Hilarius wollte ihn gerne lehren und zum Diakon weihen doch Martin lehnte ab da er sich nicht für diese Aufgabe im Stande fühlte. Martin wurde aber zum Exorzisten was aber einen sehr niedrigen Rang hatte.13

Martin wollte ein letztes Mal seine Eltern besuchen und sich von ihnen zu verabschieden. Es war seine letzte Reise bevor er sich von seinem weltlichen Leben verabschiedete und den asketischen Regeln folgte. Martins Reise war sehr beschwerlich. Da er von Räubern überfallen und verhört wurde. Martin legte alles in die Hände Gottes. Er klagte, über das traurige Leben des Räubers, wodurch der Räuber bekehrt wurde. Der Räuber bat Martin für ihn zu beten.14

Martin hatte eine Begegnung mit dem Teufel die von dort an sein Leben verändern sollte. Es war in Italien in der Nähe von Mailand. Ein Mann fragte Martin wohin er ginge. Martin lief weiter und der Mann teilte Martin mit ,dass der Teufel ihn stets begleiten wird. Martin hatte keine Ängste und erwidert:,, Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?“15 Die Person verschwunden plötzlich. Martin wurde klar, dass das die erste aber nicht letzte Begegnung mit dem Teufel war. Der Teufel sollte noch oftmals Martin versuchen von Gottes Weg abzubringen und es war von nun an ein ewiger Kampf den er bestreitet bis zum Tod.16

Martin besuchte seine Eltern doch seinen Vater konnte er nicht überzeugen aber dafür seine Mutter. Er wurde auch mit der Folgen von Häresie vertraut gemacht, indem er sich mit Anhänger des llyricum stritt woraufhin diese ihn auspeitschten. Martin floh von dort und ging nach Italien wo er Hilarius aufsuchen wollte. Hilarius ging ins Exil und Martin wurde in Mailand aus der Stadt verjagt.17

In der Nähe der Küste der Stadt Albenga gab es eine Insel Namens Gallinara auf der sich Martin zurückzog und sein Eremitendasein leben wollte. Durch seine Ahnungslosigkeit aß er giftige Kräuter und vergiftete sich. Er erkannt, dass er sein Leben als Eremit ohne Naturkenntnisse nicht fortführen kann. Martin erfuhr das Hilarius sein Bischofssitz zurückbekam und machte sich auf dem Weg um ihn zu sehen. Es war sein Anliegen sich als Eremit aufklären zu lassen.

Als er zurückkam wurde ihn bewusst, dass die Häresie in seiner Abwesenheit ein Teil des weltlichen Leben wurde. Martin hatte sich verpflichtet gefühlt die Häresie mit Gebeten aufzuhalten. Er ließ sich in der Nähe von Poitiers nieder und lebte als Einsiedler. Hilarius sollte ihn begleiten. Es schlossen sich ihm bald christliche Anhänger an. Sie fühlten sich zu Martins Lebensweise hingezogen. Daraufhin führte Martin ein Leben in Zölibat.18

Bevor Martin nach Tours kam lebte er zehn Jahre lang als Mönch in Liguge. Er bewirkte, damals viele Wundertaten wie zwei Totenerweckungen. Als Martin Bischof wurde bedauerte er, dass seine Wunderkräfte die ihn Gott gab nicht mehr so stark waren wie als er Mönch war. Der Aufgabenbereich eines Bischof erstreckte sich von der Seelsorge bis zu Verwaltungsaufgaben. Weiterhin gehörte der Austausch von Informationen zwischen Klöstern, Bischöfen und anderen Netzwerken dazu. Ein enger Kontakt zur römischen Eliten war auch ein wichtiger Aspekt, wodurch er vom Fasten und Beten abgehalten wurde. Also musste er sein asketisches Leben aufgeben um, ein Leben in Vergebung zu führen."19 Dadurch wurde seine „Heilungskraft beeinträchtigt"20, womit er sich arrangieren musste. Durch das Bischoftum in Tours gab er seine göttlichen Fähigkeiten auf.

Martin wurden die Eigenschaften zugeschrieben, dass er Tote wieder zum Leben erwecken konnte und Krankheiten heilen konnte. Diese Zuschreibungen verhalfen ihn später den Bischofsitz zu bekommen, weil seine Anhänger darauf drängten. Sulpicius war der Ansicht, dass Martin geeignet wäre, den Bischofsitz in Tours zu besteigen, weil er ein Gegner der Häresie war und in der Lage wäre das Volk richtig zu leiten.

[...]


1 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.17f.

2 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.18f.

3 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.17f.

4 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.19 ff.

5 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.20 .

6 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.20ff.

7 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S. 21

8 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.21ff.

9 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.24f.

10 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, 5.25

11 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, ff.

12 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.32f.

13 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.33ff.

14 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, 5.36

15 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, 5.37

16 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, 5.37

17 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.37ff.

18 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.43ff.

19 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.53ff.

20 Vgl. Pernoud, Régine: Martin von Tours: einer, der wußte, was recht ist; Biographie, Freiburg, 1997, S.58

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Heilige Martin von Tours. Sein Leben und Wirken sowie Tod und Heiligsprechung
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2.0
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V1025371
ISBN (eBook)
9783346427670
ISBN (Buch)
9783346427687
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Martin von Tours Heiligenverehrung
Arbeit zitieren
Merzal Rahat (Autor), 2010, Der Heilige Martin von Tours. Sein Leben und Wirken sowie Tod und Heiligsprechung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025371

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