In dieser Seminararbeit werde ich mich damit auseinandersetzen, wer Martin von Tours war und auf sein Wirken von der Antike bis zum Mittelalter eingehen. Weiterhin werden der Tod und seine Heiligsprechung aufgegriffen und näher erläutert.
Martin von Tours wurde im Jahre 316 oder 317 in Pannoien in der Stadt Sabaria dem heutigen Ungarn geboren. Er war der erstgeborene und stammte aus einer wohlhabenden Familie, da sein Vater Militäroffizier war. In der Zeit, als Martin geboren wurde, hatte der Kaiser Konstatin den Christen eine Erlaubnis erteilt, dass sie ihren Glauben ausüben und bekennen durften. Seine Eltern gaben ihn den Namen Martin, weil er kleiner "Mars" oder "Marslein" bedeutete und vom Kriegsgott kam. Martins Vater hatte hohe Erwartungen an seinen Sohn, da er wollte das Martin in seine Fußstapfen tretet und auch Soldat wird. Sein Vater gehörte zum Militärtribun und wurde Veteran.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Kindheit und Jugend von Martin
3. Martin und Hilarius von Poitiers, und das Bischofsein in Tours
4. Die Legenden und Wundertaten des Heiligen Martins
5. Der Charakter und das Auftreten des Heiligen Martins anhand der Wundertat der Mantelteilung
6. Der Tod des Bischof von Tours und die Heiligsprechung
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben, das Wirken sowie den Tod und die Heiligsprechung des Heiligen Martin von Tours. Dabei wird analysiert, wie er trotz seines nicht märtyrerhaften Lebens zu einer zentralen Figur der Heiligenverehrung im frühen Mittelalter wurde.
- Biografische Entwicklung vom Soldaten zum Bischof
- Analyse der legendenhaften Wundertaten
- Der Charakter Martins im Lichte der Nächstenliebe
- Kirchenpolitische Einordnung seines Wirkens
- Die Bedeutung der Mantelteilung als Kernsymbol
Auszug aus dem Buch
Die Kindheit und Jugend von Martin
Martin von Tours wurde im Jahre 316 oder 317 in Pannoien in der Stadt Sabaria dem heutigen Ungarn geboren. Er war der erstgeborene und stammte aus einer wohlhabenden Familie, da sein Vater Militäroffizier war. In der Zeit als Martin geboren wurde hatte der Kaiser Konstatin den Christen eine Erlaubnis erteilt, dass sie ihren Glauben ausüben und bekennen durften. Seine Eltern gaben ihn den Namen Martin, weil er kleiner ,,Mars“ oder ,,Marslein“ bedeutete und vom Kriegsgott kam. Martins Vater hatte hohe Erwartungen an seinen Sohn, da er wollte das Martin in seine Fußstapfen tretet und auch Soldat wird. Sein Vater gehörte zum Militärtribun und wurde Veteran.
Sie lebten auf einem Grundstück ,welches in der Proebene in Tricinium dem heutigen Pavia lag. Dieser Ort ist eine Tagesreise von Mailand entfernt. Martin verbrachte dort seine ganze Kindheit und lebte mit seinen Eltern bis zum fünfzehnten Lebensjahr. Laut Aussagen hatte er eine gewöhnliche Kindheit, die aus Schulpflicht, Elternhaus, Schulkameraden, Spielereien und Disziplin bestand. Damals wurden alle Kinder zur Schule geschickt, da es im römischen Reich eine Schulpflicht gab. Da Martins Familie privilegiert war, wurden sie von Steuern des römischen Kaiser befreit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Person Martin von Tours sowie die geplante methodische Vorgehensweise der Seminararbeit dar.
2. Die Kindheit und Jugend von Martin: Dieses Kapitel behandelt die familiäre Herkunft, die erste religiöse Orientierung und den Eintritt in den Militärdienst.
3. Martin und Hilarius von Poitiers, und das Bischofsein in Tours: Der Abschnitt beschreibt Martins Abkehr vom Soldatenleben, die Begegnung mit Hilarius und seine widerstrebende Ernennung zum Bischof.
4. Die Legenden und Wundertaten des Heiligen Martins: Hier werden diverse überlieferte Wundertaten, wie Totenerweckungen und Dämonenaustreibungen, dokumentiert.
5. Der Charakter und das Auftreten des Heiligen Martins anhand der Wundertat der Mantelteilung: Dieses Kapitel analysiert Martins Wesenszüge wie Demut und Nächstenliebe anhand der berühmten Mantelteilung.
6. Der Tod des Bischof von Tours und die Heiligsprechung: Der Fokus liegt auf den letzten Lebenstagen, dem Sterben, dem Begräbnisstreit und der Bedeutung seiner Heiligsprechung.
7. Schluss: Der Schluss fasst Martins Bedeutung als heiliggesprochener Bekenner und sein Wirken als Bindeglied zwischen weltlichem und asketischem Leben zusammen.
Schlüsselwörter
Martin von Tours, Heiliger, Nächstenliebe, Mantelteilung, Bischofsamt, Askese, Wundertaten, Christentum, Sulpicius Severus, Mittelalter, Heiligenverehrung, Bekenner, Evangelium, Religion, Seelsorge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des Heiligen Martin von Tours, von seiner Kindheit über sein Bischofsamt bis hin zu seinem Tod und seiner Heiligsprechung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Martins religiöse Entwicklung, sein Wirken als Bischof, die ihm zugeschriebenen Legenden und sein Charakter als Barmherziger.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie Martin trotz der Tatsache, dass er kein Märtyrer war, als einer der bedeutendsten Heiligen des frühen Mittelalters anerkannt wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine biographische Analyse auf Basis von Quellenstudien, insbesondere der zeitgenössischen Vitae.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet detailliert Martins Kindheit, seine militärische Vergangenheit, sein Leben als Eremit, das Bischofssein in Tours und seine legendären Wundertaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Nächstenliebe, Mantelteilung, Heiligenverehrung und das Leben als Bekenner.
Warum wird die Mantelteilung als so bedeutend angesehen?
Sie gilt als das Kernsymbol seiner Nächstenliebe und verdeutlicht, dass Martin das Wesen des Evangeliums im Alltag lebte, statt nur ein theoretisches Ideal zu verfolgen.
Wie unterschied sich Martin von anderen zeitgenössischen Bischöfen?
Martin lehnte Prunk und Machtdemonstrationen ab, lebte asketisch und behielt auch im Bischofsamt eine Nähe zu den Armen, was ihn bei der Bevölkerung sehr beliebt machte.
- Arbeit zitieren
- Merzal Rahat (Autor:in), 2010, Der Heilige Martin von Tours. Sein Leben und Wirken sowie Tod und Heiligsprechung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025371