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Tiergestützte Intervention mit Hund. Die Einwirkungsbereiche auf die Entwicklung von Kindern

Titel: Tiergestützte Intervention mit Hund. Die Einwirkungsbereiche auf die Entwicklung
von Kindern

Bachelorarbeit , 2019 , 56 Seiten

Autor:in: Franziska Horner (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Einwirkungen Hunde auf die kindliche Entwicklung haben. Dabei geht es in der Hauptsache darum, ob positive Effekte durch die Mithilfe von Hunden durch Studien belegt werden können und an welchen Stellen noch Forschungsbedarf besteht.

Die Mensch-Hund-Beziehung und damit die Bedeutung des Hundes für den Menschen wandelte sich im Laufe der Zeit. Anfangs war die Hundehaltung zweckgebunden und Hunde zählten zu den Arbeits- und Nutztieren. Dabei wurden Hunde als Jagdgefährte, Zugtiere oder als Hofwächter eingesetzt. Dennoch sind sie mittlerweile in unserer Gesellschaft in fast jedem Bereich anzutreffen. Heute wie damals haben Menschen das Bedürfnis, mit Hunden in Verbindung zu sein.

Oft lösen die Begegnungen mit Tieren ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Vertrautheit aus. Diese besondere Beziehung zum Hund bildet die Grundlage für ein zunehmend aufstrebendes Arbeitsfeld: Die tiergestützten Interventionen. In der Pädagogik, der Sozialen Arbeit und in der Therapie kommen Tiere, insbesondere Hunde, verstärkt zum Einsatz. Die Rolle des Hundes entwickelt sich ständig weiter: weg von den ursprünglichen erkennbaren Nutzungsmöglichkeiten hin zur Rolle einer psychologischen, emotionalen Bindung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien der Mensch-Tier-Beziehung

2.1 Psychologische Ansätze

2.2 Biophilie-Hypothese

2.3 Du-Evidenz

2.4 Ableitungen aus der Bindungstheorie

2.5 Das Konzept der Spiegelneurone

3. Begriffliche Abgrenzung der tiergestützten Interventionen

3.1 Tiergestützte Aktivität (TGA)

3.2 Tiergestützte Pädagogik (TGP)

3.3 Tiergestützte Therapie (TGT)

4. Rechtliche und organisatorische Grundlagen der tiergestützten Intervention in Deutschland

5. Die Anwendungsmethoden der tiergestützten Arbeit

5.1 Die freie Begegnung

5.2 Die Brücken-Methode

5.3 Die Präsenz-Methode

5.4 Die Hort-Methode

5.5 Die Methode der Integration

6. Interaktionsformen der tiergestützten Pädagogik

6.1 Organisationsformen

6.2 Funktionsformen

6.3 Organisations- und Funktionsaspekte in der Interaktion

7. Die Einwirkungsbereiche von Hunden auf die Entwicklung von Kindern

7.1 Körper und Motorik

7.2 Sozio-emotionale Kompetenz

7.3 Kognitive Fähigkeit

8. Grenzen und Probleme der tiergestützten Arbeit

8.1 Hygienisch-medizinische Aspekte

8.2 Ethische Aspekte

9. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die positive Einwirkung von Hunden auf die Entwicklung von Kindern im pädagogischen Kontext. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die kognitive, motorische sowie sozio-emotionale Entwicklung und analysiert, inwiefern Studien die positiven Effekte durch tiergestützte Arbeit belegen können.

  • Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung und theoretische Erklärungsmodelle
  • Begriffliche Abgrenzung und Anwendungsmethoden tiergestützter Interventionen
  • Analyse der Einwirkungsbereiche von Hunden auf kindliche Entwicklungsprozesse
  • Rechtliche Grundlagen und ethische Aspekte der tiergestützten Arbeit
  • Hygienisch-medizinische Risiken und Qualitätsanforderungen

Auszug aus dem Buch

7.1 Körper und Motorik

„Unter Motorik wird gemeinhin die Gesamtheit aller willkürlich kortikal gesteuerten Bewegungsvorgänge verstanden, die Bewegungsvorgänge also, die bewusst sind oder die willentlich beeinflusst, erlernt und trainiert werden können.“ (Vernooij & Schneider, 2013, S. 114).

Durch die Interaktion mit dem Hund kann der Bereich der Motorik gefördert werden. Dabei unterscheidet man in der gezielten Ansprache zwischen Grob- und Feinmotorik. Hier kann eine Einwirkung auf die Gesamtbeweglichkeit geschehen oder eine Förderung der Bewegungsfreude- und Koordination vorgenommen werden, was als Hauptaufgabe aber eher dem Gebiet der Ergotherapie zugeordnet werden muss. Selbstverständlich wird versucht, dieses Ziel mit gezielten Anregungen der Erzieher auch in gewissen pädagogischen Rahmen wie Kindergärten durch Bewegungsspiele oder Sport und Turnen im Tagesablauf zu realisieren. Darüber hinaus zählt zu der Gesamtheit aller Bewegungsvorgänge auch die Psychomotorik, die durch Mimik, Gestik und Sprache geprägt ist.

Die Autoren Vernooij & Schneider (2013) gehen davon aus, dass tiergestützte Interventionen in ihrem Kompetenzbereich zum einen auf die Gesamtbeweglichkeit einwirken und zum anderen eine Verbesserung der Psychomotorik hervorrufen. Auch eine Wirkung auf den Bewegungsapparat, im Sinne von Muskelentspannung und -aufbau, soll durch Bewegung des Kindes durch Anregung eines Hundes geschehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Mensch-Hund-Beziehung und führt in die Bedeutung tiergestützter Interventionen als aufstrebendes Arbeitsfeld in Pädagogik und Therapie ein.

2. Theorien der Mensch-Tier-Beziehung: In diesem Kapitel werden grundlegende Erklärungsmodelle wie psychologische Ansätze, die Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, Bindungstheorie und das Konzept der Spiegelneurone zur Begründung der Mensch-Tier-Beziehung dargelegt.

3. Begriffliche Abgrenzung der tiergestützten Interventionen: Es erfolgt eine Definition der Begriffe tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik und tiergestützte Therapie, um die Vielfalt der Interventionen in der Praxis zu strukturieren.

4. Rechtliche und organisatorische Grundlagen der tiergestützten Intervention in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die versicherungstechnischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die beim Einsatz von Hunden in pädagogischen Einrichtungen beachtet werden müssen.

5. Die Anwendungsmethoden der tiergestützten Arbeit: Es werden fünf methodische Ansätze (freie Begegnung, Brücken-Methode, Präsenz-Methode, Hort-Methode, Integration) vorgestellt, die den Aktionsradius von Mensch und Tier definieren.

6. Interaktionsformen der tiergestützten Pädagogik: Dieses Kapitel analysiert, wie Hunde als Übergangs-, Motivations-, Identifikations- oder Projektionsobjekte in der Interaktion mit Kindern fungieren.

7. Die Einwirkungsbereiche von Hunden auf die Entwicklung von Kindern: Fokus auf die empirisch untersuchten positiven Effekte von Hunden auf Körper/Motorik, sozio-emotionale Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten von Kindern.

8. Grenzen und Probleme der tiergestützten Arbeit: Auseinandersetzung mit kritischen Aspekten wie hygienisch-medizinischen Risiken, Unfallgefahren sowie ethischen Überlegungen zum Tierschutz.

9. Fazit und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion über den Forschungsbedarf sowie die Notwendigkeit professioneller Standards für tiergestützte Pädagogik.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Entwicklung von Kindern, Therapiebegleithund, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Motorik, Sozio-emotionale Kompetenz, Kognitive Entwicklung, Hygieneplan, Tierschutz, Inklusion, Lernprozesse, Stressreduktion, Interaktionsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wirkung von Hunden als Co-Pädagogen und analysiert deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung in verschiedenen Bereichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, methodische Ansätze, Interaktionsformen sowie ethische und hygienische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es darzustellen, inwiefern Hunde positiv auf die kindliche Entwicklung einwirken können und welche Bedingungen für einen professionellen Einsatz notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender englisch- und deutschsprachiger Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden, Interaktionsformen, die Analyse der Entwicklungsbereiche (Körper, Emotionen, Kognition) und die kritische Betrachtung von Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Entwicklungsförderung, Psychomotorik und soziale Integration.

Inwiefern beeinflussen Hunde das Sozialverhalten von Kindern?

Studien zeigen, dass die Anwesenheit von Hunden soziale Ängste abbauen, die Interaktion mit Mitmenschen fördern und das prosoziale Verhalten sowie die Empathiefähigkeit steigern kann.

Welche hygienischen Risiken sind beim Einsatz von Hunden zu beachten?

Zu beachten sind Zoonosen (wie Wurminfektionen), Allergien sowie die Einhaltung eines Hygieneplans und die Vermeidung von Kontakt in lebensmittelproduzierenden Bereichen.

Warum ist ein Hygienekonzept so wichtig?

Ein Hygieneplan ist erforderlich, um Infektionsrisiken (Bakterien, Viren, Parasiten) zu minimieren und eine rechtssichere Grundlage für den Einsatz des Tieres in der Einrichtung zu schaffen.

Welche Rolle spielt die Ausbildung des Tieres?

Eine professionelle Ausbildung ist essenziell, um das Tier an verschiedene Settings zu gewöhnen, eine Überforderung des Hundes zu vermeiden und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.

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Details

Titel
Tiergestützte Intervention mit Hund. Die Einwirkungsbereiche auf die Entwicklung von Kindern
Autor
Franziska Horner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
56
Katalognummer
V1025381
ISBN (eBook)
9783346438034
ISBN (Buch)
9783346438041
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tiergestützte intervention hund einwirkungsbereiche entwicklung von kindern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Horner (Autor:in), 2019, Tiergestützte Intervention mit Hund. Die Einwirkungsbereiche auf die Entwicklung von Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025381
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