Ziel dieser Arbeit ist es, die beiden Führungsformen Führung über Strukturen und Führung über Personen vergleichend gegenüberzustellen, Unterschiede herauszuarbeiten und mögliche Wechselwirkungen aufzudecken.
Ein Zitate von Theodore Roosevelt verdeutlicht mit relativ einfachen Worten, wie Führung über Strukturen und Führung über Personen ineinandergreifen müssen, um den Erfolg eines Unternehmens zu ermöglichen. Die Vernunft der Führungskraft steht stellvertretend für die Führung über Personen mittels verbaler und nonverbaler Kommunikation als Interaktion zwischen Führendem und Geführtem.
Die erwähnte Selbstdisziplin zielt auf die Aufgabe der Führungskraft als „Lückenbüßer der Organisation“ bei Führung über Strukturen ab, bei der der Führende nur in Ausnahmefällen in die Handlungen des Geführten eingreift. Ist dies tatsächlich der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens? Oder aber reicht es aus, die für ein Unternehmen am besten passende Führungsdimension auszuwählen und sich ausschließlich daran zu orientieren?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen und Eingrenzungen
2.1 Führung – eine Definitionsgrundlage
2.2 Begriffserklärung: Situativer Ansatz der Organisationslehre
2.3 Was ist eine Organisation?
3. Formen der Führung
3.1 Führung im Situativen Ansatz
3.2 Führung über Strukturen
3.3 Führung über Personen
4. Eine vergleichende Gegenüberstellung: Führung über Strukturen vs. Führung über Personen
5. Schlussbetrachtung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die beiden Führungsdimensionen "Führung über Strukturen" und "Führung über Personen" im Kontext des situativen Ansatzes der Organisationslehre vergleichend gegenüberzustellen, um Unterschiede und Wechselwirkungen zu identifizieren.
- Theoretische Fundierung von Führungsbegriffen und Organisationsverständnis
- Analyse des situativen Ansatzes in der Organisationslehre
- Charakterisierung der Führung über Strukturen (indirekte, systemische Führung)
- Charakterisierung der Führung über Personen (direkte, interaktive Führung)
- Synthese der beiden Führungsansätze für ein effektives Unternehmensergebnis
Auszug aus dem Buch
3.3 Führung über Personen
Als theoretisches Grundgerüst für „Führung über Personen“ wird in dieser Arbeit der Ansatz von Comelli, Rosenstiel und Nerdinger aus „Führung durch Motivation“ verwendet. Bei ihnen wird „Führung über Personen“ beschrieben als eine durch Vorgesetze bewusste und zielorientierte Beeinflussung von Mitarbeitern, „[…] damit gemeinsam die gestellten Aufgaben bewältigt werden.“26 Führung über Personen kann somit als eine direkte persönliche Interaktion zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern betrachtet werden. Dies geschieht mit Hilfe unterschiedlicher Kommunikationsmittel, sowohl verbal als auch nonverbal.
Die verbale Art der Mitarbeiterbeeinflussung vollzieht sich überwiegend durch Zielvereinbarungen, Motivations- und Förderungsgespräche, in deren Verlauf der Vorgesetzte den Mitarbeiter motiviert, dessen Ergebnisse kontrolliert und ggf. in konstruktiver Weise Kritik übt. Er ordnet in diesem Zusammenhang meist an, wie bestimmte Regelungen in die Realität umgesetzt werden sollen, um die vereinbarten Aufgaben bzw. angestrebten Ziele zu erreichen. Jedoch darf auch die nonverbale Kommunikation nicht außer Acht gelassen werden. Diese zeigt sich im Verhalten des Vorgesetzten, seinem Stil Gespräche zu führen, Aufgaben zu koordinieren und Mitarbeiter hinsichtlich eindeutiger Zielsetzungen zu motivieren und eine Arbeitszufriedenheit zu schaffen. Der Vorgesetzte zeigt dabei auf, wie die festgesetzten Vorschriften aber auch die ungeschriebenen Unternehmensgesetze auf die Realität übertragen werden können, indem er den Mitarbeitern Flexibilität und Raum zu Entfaltung gibt. 27 „Am Führenden wird es meist liegen, ob trotz der bzw. mit den Vorschriften flexibel und kreativ gearbeitet oder „Dienst nach Vorschrift“ ausgeübt wird.“28
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Führungsformen ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung und definiert das Ziel der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen und Eingrenzungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Führung, der situative Ansatz und das Verständnis von Organisation theoretisch definiert und eingegrenzt.
3. Formen der Führung: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem situativen Führungsansatz sowie der Führung über Strukturen und der Führung über Personen als zwei zentrale Dimensionen.
4. Eine vergleichende Gegenüberstellung: Führung über Strukturen vs. Führung über Personen: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Unterschiede, Stärken und Schwächen sowie der Wechselwirkungen beider Führungsdimensionen.
5. Schlussbetrachtung und Fazit: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Komplementarität beider Führungsstile für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Führung, Situativer Ansatz, Organisationslehre, Führung über Strukturen, Führung über Personen, Organisationsstruktur, Kommunikation, Mitarbeiterführung, Zielorientierung, Effizienz, Unternehmensführung, Interaktion, Motivation, Führungserfolg, Managementverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel und die Unterschiede zwischen der Führung über Strukturen und der Führung über Personen im Rahmen des situativen Ansatzes der Organisationslehre.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Führung und Organisation, die Erläuterung des situativen Ansatzes sowie der Vergleich zwischen systemisch-indirekter und personal-direkter Führung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die genannten Führungsdimensionen vergleichend gegenüberzustellen, Unterschiede herauszuarbeiten und die gegenseitigen Wechselwirkungen für den Unternehmenserfolg aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine vergleichende Gegenüberstellung basierend auf existierenden Organisationsmodellen und Führungstheorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen Formen der Führung und deren anschließende kritische Gegenüberstellung hinsichtlich ihrer praktischen Anwendung und Effekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Situativer Ansatz, Führung über Strukturen, Führung über Personen, Organisationsstruktur und Mitarbeiterführung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Führung über Strukturen von der Führung über Personen in Bezug auf Flexibilität?
Die Führung über Strukturen ist durch starre Regeln und Prozessvorgaben geprägt, was die Flexibilität einschränken kann, während die Führung über Personen durch direkte Kommunikation individuelle Anpassungen und kreative Freiräume ermöglicht.
Welche Rolle spielt die Kommunikation in dieser Untersuchung?
Kommunikation ist das zentrale Werkzeug der Führung über Personen und wird als entscheidender Faktor für die Beziehungsqualität zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern hervorgehoben, besonders in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie.
Warum können laut dem Autor beide Führungsformen nicht isoliert betrachtet werden?
Der Autor argumentiert, dass beide Ansätze wie ein Zahnrad ineinandergreifen müssen, da Strukturen ohne die soziale, menschliche Komponente starr bleiben und Führung über Personen stets einen strukturellen Rahmen benötigt.
- Arbeit zitieren
- Kevin Zimmermann (Autor:in), 2020, Führung im situativen Ansatz der Organisationslehre. Eine vergleichende Gegenüberstellung von Führung über Strukturen und Führung über Personen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025431