Die Diskussion nach dem Vortrag


Seminararbeit, 2001

9 Seiten, Note: 1,0


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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE DISKUSSION NACH DEM VORTRAG
2.1 Die Bedeutung der Diskussion und wie man sie in Gang bringt
2.2 Schwierigkeiten während der Diskussion
2.3 Die Diskussion beenden

LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung

Gute Vorträge, Reden und Präsentationen zu halten ist in der gegenwärtigen Zeit eine Qualifikation, die in sehr vielen Berufsfeldern von einiger Bedeutung ist. Überwältigende Zahlen und geniale Theorien können durch eine schlechte Präsentation viel von ihrer Überzeugungskraft verlieren. Daher ist es für berufstätige Menschen wichtig, sich auf dem Gebiet der Vortragstechniken weiterzubilden, um den eigenen Argumenten ein Maximum an Ausdrucksstärke zu verleihen, aber auch, um sich möglichst optimal auf Vorträge vorbereiten zu können.

Um einen guten Vortrag zu halten, ist die Beachtung sehr vieler Punkte notwendig. Einige der Kernpunkte sind zum Beispiel eine effektive Vorbereitung, der richtige Einsatz visueller and anderer Medien, richtiger Umgang mit Redeangst bzw. Lampenfieber, Haltung und Körpersprache während des Vortrags und nicht zuletzt das richtige Verhalten bei der Diskussion nach dem Vortrag. Einige dieser Punkte lassen sich durch theoretisches Studium, beispielsweise durch das Lesen einschlägiger Fachliteratur zum Thema Rhetorik verbessern, vieles kann jedoch nur durch ständiges Training in realen Situationen verbessert und letztendlich gemeistert werden. Dabei liegt es natürlich nahe, das Training nicht erst in entscheidenden Situationen stattfinden zu lassen, sondern bereits in der Ausbildung soviel Kompetenz zu vermitteln, dass grobe Ausrutscher später vermieden werden können. Entsprechend sinnvoll und wichtig sind deshalb Veranstaltungen wie diejenige, die im Wintersemester 2000/2001 im Rahmen der Soziologischen Handlungs- kompetenzen durchgeführt wurde.

2 Die Diskussion nach dem Vortrag

Jeder Vortrag kommt irgendwann einmal zum Ende. Doch meist ist mit Beendigung der eigentlichen Rede die Sache für den Vortragenden noch nicht abgeschlossen. Sowohl bei Referaten in Schule oder Universität als auch bei Präsentationen im beruflichen Bereich schließt sich meist eine Diskussion an, die den verschiedensten Zwecken dienen kann. Ob diese Diskussion den Eindruck des Vortrags verstärkt oder ihn untergräbt, ist weiterhin vom Vortragenden abhängig, denn er steht im Mittelpunkt des Geschehens und kann wesentlichen Einfluss auf den weiteren Fortgang und die Richtung der Diskussion nehmen. Deshalb ist es für den Redner sehr wichtig, sich auch auf diesen Teil seines Vortrags gründlich vorzubereiten und die Möglichkeiten und Gefahren zu kennen.

2.1 Die Bedeutung der Diskussion und wie man sie in Gang bringt

Zunächst einmal ist eine rege Diskussion über die vermittelten Inhalte grundsätzlich im Interesse des Referenten, denn sie signalisiert ein interessiertes Publikum und ist meist ein Hinweis darauf, dass es gelungen ist, Interesse am Thema und den eigenen Standpunkten zu wecken. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, dem Publikum die Inhalte noch besser zu vermitteln, da Fehler in der Rede ausgemerzt werden können und das Publikum in der Diskussion nicht nur passiver Zuhörer, sondern aktiver Teilnehmer ist. Daher bleibt vieles, was in der Diskussion zur Sprache kommt, sehr stark bei den Zuhörern hängen. Nach Pabst-Weinschenk (1995: 121) behält der Mensch durch Sehen, Hören und eigene Erarbeitung 90% des vermittelten Stoffs, während durch die rein passive Aufnahme ohne eigene Erarbeitung nur 50% hängen bleiben. Dies ist einerseits eine Chance für den Redner, birgt aber andererseits natürlich auch die Gefahr, dass ein guter Vortrag durch einen schlechten Umgang mit kritischen Fragen oder destruktiv eingestellten Zuhörern entwertet wird. Im Folgenden soll daher auf die häufigsten Situationen und Probleme, die während der Diskussion auftreten können, eingegangen werden.

Oft besteht das erste Problem einer Diskussionsrunde darin, dass sich niemand zu Wort meldet. Das ist zwar besser als mit negativer Kritik überhäuft zu werden, wird aber sehr schnell peinlich und weckt nicht zu Unrecht die Frage, ob der Redner sein Publikum vielleicht niedergeredet hat, statt es für sein Thema zu begeistern (Hofmeister, 1999: 137). Um solche Peinlichkeiten zu vermeiden, bietet es sich an, bestimmte Teilaspekte von vorneherein für die Diskussion zu reservieren und dies auch während des Vortrags bereits deutlich zu machen. So wird das Publikum schon frühzeitig auf die anschließende Diskussion vorbereitet und größere Pausen am Anfang der Diskussion lassen sich durch einschieben dieser Aspekte überbrücken. Auch pointierte und provokante Formulierungen der vorgetragenen Thesen und Inhalte wirken sich positiv auf die Diskussionsbereitschaft der Teilnehmer aus (Pabst-Weinschenk, 1995: 121). Allerdings sollte man beim Einsatz solcher Mittel sehr vorsichtig sein und weder qualitativ noch quantitativ übertreiben, denn eine zu starke Provokation des Publikums kann sich in der Diskussion sehr schnell als Bumerang erweisen. Wenn dann erst einmal die erste Frage aus dem Publikum gestellt ist, läuft die Sache in den allermeisten Fällen (Hofmeister, 1999: 138).

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Details

Titel
Die Diskussion nach dem Vortrag
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Seminar Soziologische Handlungskompetenzen
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
9
Katalognummer
V102549
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskussion, Vortrag, Seminar, Soziologische, Handlungskompetenzen
Arbeit zitieren
Christopher Verheyen (Autor), 2001, Die Diskussion nach dem Vortrag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102549

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