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Zur Interaktion zwischen freien Dativen im Deutschen

Title: Zur Interaktion zwischen freien Dativen im Deutschen

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bellenis Fotso (Author)

German Studies - Linguistics
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Wie und auf welchen Ebenen interagieren freie Dative? Aus dieser Frage ergibt sich eine weitere, die spezifischer ist: Welche Auswirkungen hat diese Interaktion auf die Grammatikalität des Satzes?

Die vorliegende im Rahmen des Hauptseminars „Thematische Rollen und Kasus“ verfasste Arbeit, deren Thema “Zur Interaktion zwischen freien Dativen im Deutschen“ lautet, besteht darin, diese Fragen anhand der vorhandenen semantischen und syntaktischen Kriterien zur Differenzierung zwischen freien Dativen zu beantworten. Dabei soll versucht werden, zu zeigen, dass eine gegenseitige implizite Beeinflussung von freien Dativen verwirrend sein kann und andererseits anhand von ihren verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten, dass sie nicht nur anhand von den bisher vorgeschlagenen Kriterien bzw. Tests isoliert unterschieden, sondern auch in Kombinationen miteinander in einem einzelnen Satz leichter bestimmt werden können.

Um dieses Ziel zu erreichen gehe ich theoretisch vor, indem ich auf die verschiedenen theoretischen Voraussagen des grammatischen Phänomens um freie Dative eingehe, um anschließend zu beobachten, inwiefern sie sich ausschließen, inwiefern sie kompatibel sind und in welchem Ausmaß sie dem Gleichgewicht zur Lösung der Problematik dienen.

Dazu soll im ersten Kapitel der Forschungstand des Themas dargestellt werden, indem auf relevante und wichtigste linguistische Literatur eingegangen werden wird, um die theoretischen Voraussagen zu ermitteln und die dabei bestehenden möglichen Lücken zu kompensieren. Das zweite Kapitel ist der knappen und präzisen Darstellung der am häufigsten in den deutschen Grammatiken erwähnten freien Dative und ihrer relevantesten Merkmale gewidmet. Im dritten Kapitel wird zunächst anhand vorhandener Literatur untersucht, wie diese Dative auf semantischer Ebene implizit interagieren und das vierte Kapitel, das der expliziten Interaktion zwischen freien Dativen auf syntaktischer Ebene gewidmet ist, behandelt die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten von freien Dativen. Dabei soll sowohl bei einfachen als auch bei komplexen Sätzen anhand von bestimmten im zweiten Kapitel dargestellten Tests ermittelt werden, welche Kombinationen grammatisch korrekt sind und welche nicht. Im fünften und letzten Kapitel wird eine Reihe von kurzen Anwendungsübungen vorgeschlagen, damit nachgeprüft werden kann, ob die Problematik geklärt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einführung

1. Forschungsstand

2. Syntaktische und semantische Merkmale von freien Dativen

2.1 Syntaktische Merkmale von freien Dativen

2.2 Semantische Merkmale von freien Dativen

3. Implizite Interaktion zwischen freien Dativen: Semantische Ebene

3.1 Implizite Interaktionen zwischen Dativ-Nominalphrasen gleichen Typs: Ambiguitätsfälle

3.2 Implizite Interaktion zwischen unterschiedlichen Dativtypen

3.3 Zusammenfassung

4. Explizite Interaktion zwischen freien Dativen : Syntaktische Ebene

4.1 Kombinationsproben bei einfachen Sätzen

4.2 Kombinationsprobe bei komplexen Sätzen: Am Beispiel der Relativsätze

5. Anwendungsübungen und Musterlösungen

5.1. Anwendungsübungen

5.2 Musterlösungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Dativtypen im Deutschen und analysiert, wie diese sowohl auf semantischer als auch auf syntaktischer Ebene miteinander interagieren und kombiniert werden können, um bestehende Unklarheiten in deren Status und Funktion zu beseitigen.

  • Differenzierung zwischen verschiedenen freien Dativtypen anhand syntaktischer und semantischer Kriterien.
  • Untersuchung der impliziten Interaktion und Ambiguitätsphänomene bei freien Dativen.
  • Analyse der expliziten Kombinationsmöglichkeiten freier Dative in einfachen und komplexen Sätzen.
  • Evaluierung der Auswirkungen dieser Interaktionen auf die Grammatikalität von Sätzen.
  • Praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse durch Anwendungsübungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Implizite Interaktionen zwischen Dativ-Nominalphrasen gleichen Typs: Ambiguitätsfälle

Es gibt Sätze, in denen es zwei interagierende Dativ-Nominalphrasen des gleichen Typs gibt. Dies ist besonders bei strukturell ambigen Sätzen der Fall. Im Folgenden soll anhand des Falls des Dativus commodi und des possessiven Dativs beobachtet werden, wie sich die Ambiguität eines Satzes auf die Bestimmung des Typs eines freien Dativs auswirken kann und in welchem Ausmaß die Aufhebung der Ambiguität dazu beitragen kann, dass die Interaktion aufgeklärt wird.

3.1.1 Eigennamen und Pronomen als Ambiguitätsfaktoren: Beim Dativus commodi

3.1.1.1 Ambiguitätsfall bei Eigennamen: Zwei Interagierende NPs

Bei Nomina wie Eigennamen kann die Kasusmarkierung versteckt sein. Deswegen können Ambiguitätsfälle bei Eigennamen auftreten (Wegener 1985, 45). In folgenden Beispielen wird dies näher festgestellt:

(1) Markus öffnet Lukas die Tür.

Die Frage lautet dann: wer öffnet wem die Tür? Welche Nominalphrase gilt als Dativus commodi? Dabei ist es wichtig, die „Ersetzbarkeit durch ein Pronomen“ (1a) die „für Paraphrase“ und der „Adressatenpassivtest“ (1b), (1c) und (1d), anzuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einführung: Darstellung der Problemstellung bezüglich des Status freier Dative und Definition der Forschungsfragen sowie methodisches Vorgehen.

1. Forschungsstand: Überblick über bisherige linguistische Ansätze, insbesondere von Helbig und Wegener, zur Differenzierung freier Dative.

2. Syntaktische und semantische Merkmale von freien Dativen: Detaillierte Beschreibung der operationellen Tests und semantischen Merkmale, die zur Identifizierung der sieben Haupttypen freier Dative dienen.

3. Implizite Interaktion zwischen freien Dativen: Semantische Ebene: Untersuchung der wechselseitigen Beeinflussung durch semantische Rollen und Ambiguitätsphänomene bei verschiedenen Dativtypen.

4. Explizite Interaktion zwischen freien Dativen : Syntaktische Ebene: Experimentelle Analyse der Kombinierbarkeit freier Dative in einfachen Sätzen und komplexen Relativsatzkonstruktionen.

5. Anwendungsübungen und Musterlösungen: Zusammenstellung von Übungsaufgaben zur praktischen Überprüfung der erarbeiteten Kriterien samt Lösungen.

6. Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der Interaktion freier Dative und deren Relevanz für die weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Freie Dative, Dativus commodi, Dativus incommodi, possessiver Dativ, Pertinenzdativ, Trägerdativ, ethischer Dativ, Dativ des Maßstabs, Dativ des Zustandsträgers, syntaktische Merkmale, semantische Rollen, Interaktion, Ambiguität, Valenz, Grammatikalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse sogenannter freier Dative im Deutschen, deren Status und Funktion oft umstritten ist, da sie nicht direkt vom Verb regiert werden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die syntaktischen und semantischen Kriterien zur Unterscheidung verschiedener Dativtypen sowie deren gegenseitige Beeinflussung (Interaktion) innerhalb eines Satzes.

Was ist die primäre Forschungsfrage der vorliegenden Studie?

Die zentrale Frage lautet, wie und auf welchen Ebenen freie Dative im Satz miteinander interagieren und welche Auswirkungen diese Interaktion auf die Grammatikalität der Sätze hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin nutzt linguistische Analyseinstrumente wie Weglassproben, Transformationstests, Passivtests und die Analyse semantischer Rollen, um die Dativtypen zu bestimmen und deren Kombinierbarkeit zu prüfen.

Welche Typen freier Dative werden im Hauptteil behandelt?

Insbesondere behandelt werden der Dativus commodi und incommodi, der possessive Dativ (Pertinenzdativ), der Trägerdativ, der Dativ des Zustandsträgers, der Dativ des Maßstabs und der ethische Dativ.

Welche Rolle spielen die syntaktischen und semantischen Kriterien?

Sie dienen als diagnostische Werkzeuge, um den Status einer Dativ-NP zu bestimmen, wobei die semantischen Rollen besonders bei der impliziten Interaktion eine entscheidende Rolle spielen.

Warum ist die Analyse von Ambiguitätsfällen für die Arbeit wichtig?

Die Analyse von Ambiguitäten hilft zu zeigen, wie sich die Bestimmung des Dativtyps bei konkurrierenden Nominalphrasen durch Anwendung spezifischer Tests aufklären lässt.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Kombinierbarkeit freier Dative?

Es wird festgestellt, dass die Kombinierbarkeit stark von der Komplexität des Satzes abhängt und dass manche Dativtypen (wie der ethische Dativ) aufgrund ihrer syntaktischen Eigenschaften stark in ihrer Kombinationsfreiheit eingeschränkt sind.

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Details

Title
Zur Interaktion zwischen freien Dativen im Deutschen
College
Saarland University  (Philosophische Fakultät - Fachrichtung für Germanistk)
Course
Hauptseminar: Thematische Rollen und Kasus
Grade
1,0
Author
Bellenis Fotso (Author)
Publication Year
2020
Pages
32
Catalog Number
V1025569
ISBN (eBook)
9783346426482
ISBN (Book)
9783346426499
Language
German
Tags
Thematische Rollen Kasus freie Dative syntaktische Strukturen Ambiguitäten operationelle Tests Ditransitivität im Deutschen Dativus commodi Dativus incommodi Pertinenzdativ Possessiver Dativ Dativ des Zustandsträger Dativus iudicantis Trägerdativ ethischer Dati
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bellenis Fotso (Author), 2020, Zur Interaktion zwischen freien Dativen im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025569
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