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Schnelligkeit im Sport. Talent oder Trainingsleistung?

Title: Schnelligkeit im Sport. Talent oder Trainingsleistung?

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anna Linda Schulz (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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In Hinblick auf die Trainingspraxis sind viele Trainer und Athleten der Ansicht, dass grundlegende und sportartenspezifische Schnelligkeitsmerkmale genetisch veranlagt seien und somit ein Training zur Verbesserung der Schnelligkeit kaum Einfluss hätte. So steht also die Frage im Raum, ob Schnelligkeit durch Talent bestimmt wird oder durch Trainingsleistungen erzielt werden kann. Um einen langfristigen Leistungsaufbau in dieser Hinsicht realisieren zu können, müssen die Grundlagen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter geschaffen werden. In dieser Arbeit wird aus diesem Grund besonders auf die Entwicklung der Schnelligkeit in dieser Lebensphase eingegangen. Es stellt sich im Leistungssport zudem die zentrale Frage, inwiefern Schnelligkeit ein Talentkriterium ist. Dazu wird darauf eingegangen, inwieweit Schnelligkeit als Voraussetzung für Bestleistungen gilt. Viele Komponenten rund um den Begriff Talent sollen deshalb genauer betrachtet werden und in Zusammenhang mit der Trainierbarkeit von Schnelligkeit gebracht werden.

In so ziemlich jeder Sportart spielt Schnelligkeit eine wesentliche Rolle und entscheidet über Sieg oder Niederlage. Fest steht allerdings auch, dass die Gewichtung von Schnelligkeitsmerkmalen in jeder Sportart anders gestaltet ist und so z.B. die Sprintfähigkeit beim Fußball einen höheren Stellenwert erlangt als beim Ausführen eines Kopfstandes. In der Trainingspraxis wird der Verbesserung der Schnelligkeit jedoch meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Doch dabei sind es gerade schnelle Aktionen und Reaktionen, die entscheidende Faktoren für Hochleistungen sind.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Fundierung

2.1 Kennzeichen Schnelligkeit

2.2 Einflussfaktoren der Schnelligkeit

2.3 Das zentrale Nervensystem als Steuerungssystem von Informationen

2.4 Motorisches Lernen

3. Genetische Veranlagung vs. Schnelligkeitstraining

3.1 Genetische Veranlagung von Schnelligkeit

3.2 Trainierbarkeit Schnelligkeit

3.3 Bestes motorisches Lernalter

3.4 Schnelligkeitstraining

4. Schnelligkeit als Talentkriterium

4.1 Begabung, Talent und Eignung

4.2 Das beste Hochleistungsalter im Bereich der Schnelligkeit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Schnelligkeit im Sport und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob Schnelligkeit primär genetisch determiniert ist oder durch gezieltes Training im Kindes- und Jugendalter nachhaltig entwickelt werden kann.

  • Analyse der genetischen Komponente versus der Trainierbarkeit.
  • Untersuchung der Bedeutung des zentralen Nervensystems für schnelle Bewegungsabläufe.
  • Erörterung von Schnelligkeit als entscheidendem Talentkriterium im Leistungssport.
  • Evaluation von Trainingsmethoden und sensitiven Phasen in der Entwicklung.
  • Abgrenzung der Begriffe Begabung, Talent und Eignung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das zentrale Nervensystem als Steuerungssystem von Informationen

Das Erlernen von sportlichen Techniken hängt zusammen mit dem Erlernen von sportmotorischen Fertigkeiten. Vorrausetzung dafür sind motorische Lernprozesse, die vom ZNS gesteuert werden (Martin, Nicolaus, Ostrowski & Rost 1999, S. 78). Das ZNS wird als informationsauswertende sowie informationsspeichernde Zentrale angesehen. Informationen werden in Form von elektrischen Impulsen, welche als Aktionspotenziale bezeichnet werden, über Nerven sowie Synapsen zum ZNS bzw. in entsprechende Muskelgruppen weitergeleitet. So wird die Geschwindigkeit einer Bewegung von der Dauer der Übertragung der elektrischen Impulse bestimmt.

Eine schnelle Übertragung, welche unter anderem von der Leitungsgeschwindigkeit sowie der Länge der Nervenbahnen und der Menge an Transmittersubstanzen abhängt, ist demnach zielführend für schnelle Bewegungen, wie z.B. beim Sprint (Schöllhorn 1995, S. 52). Grundlegend kann also davon ausgegangen werden, dass das ZNS bestimmte motorische Programme, im Sinne von Informationen über erlernte Bewegungstechniken, abspeichert und diese dann unbegrenzt wieder abgespielt werden können. Für einige spezifische Programme ist neben den bereits gespeicherten Informationen die Fähigkeit zur Antizipation relevant. Antizipation bezeichnet die gedankliche Vorwegnahme von Situationen und ist in vielen Sportarten ein Faktor für das Abrufen von Höchstleistungen. Aber erst wenn die jeweiligen motorischen Programme, welche situativ für die Bewegungsausführung relevant sind, in Form von elektrischen Impulsen in die entsprechenden Muskeln übertragen werden, wird die Bewegung sichtbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Relevanz der Schnelligkeit für sportliche Höchstleistungen und stellt die Forschungsfrage, ob diese Fähigkeit durch Talent oder Training bestimmt wird.

2 Theoretische Fundierung: Das Kapitel definiert Schnelligkeitsfähigkeiten und erläutert die physiologischen sowie neurologischen Grundlagen, insbesondere die Rolle des zentralen Nervensystems.

3. Genetische Veranlagung vs. Schnelligkeitstraining: Hier wird der Konflikt zwischen erblicher Vorbestimmung und der Trainierbarkeit innerhalb sensibler Phasen sowie des besten motorischen Lernalters erörtert.

4. Schnelligkeit als Talentkriterium: Das Kapitel untersucht, wie Schnelligkeit im Rahmen der Talentsuche bewertet wird und differenziert die Begriffe Begabung, Talent und Eignung.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Schnelligkeit ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist, deren Basis im Kindesalter gelegt werden muss.

Schlüsselwörter

Schnelligkeitstraining, motorisches Lernen, Talent, Genetische Veranlagung, zentrales Nervensystem, Trainierbarkeit, sensible Phasen, sportliche Höchstleistung, Bewegungsschnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, Begabung, Eignung, Sportmotorik, Trainingslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen angeborenen Voraussetzungen und der Trainierbarkeit von Schnelligkeit im Sport.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen sportmotorische Grundlagen, neurologische Steuerung, Talentdiagnostik und die Bedeutung der frühkindlichen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, inwieweit Schnelligkeit als Talentkriterium gelten kann oder durch gezielte Trainingsmaßnahmen beeinflussbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sportwissenschaftlicher Fachpublikationen und Theorien der Trainingslehre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden physiologische Einflussfaktoren, die Rolle des ZNS, das motorische Lernen sowie die Problematik der Talentsuche und -diagnose ausführlich diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Schnelligkeitstraining, Genetische Veranlagung, motorisches Lernen, Talent, Sensible Phasen und zentrales Nervensystem.

Warum ist das ZNS für die Schnelligkeit entscheidend?

Das ZNS fungiert als Schaltzentrale, die motorische Programme speichert und deren effiziente Übertragung als elektrische Impulse die Bewegungsgeschwindigkeit limitiert.

Welche Rolle spielt das Alter bei der Schnelligkeitsentwicklung?

Besonders das "beste motorische Lernalter" (ca. 10.-13. Lebensjahr) wird hervorgehoben, da hier die Voraussetzungen für spätere Höchstleistungen ideal trainiert werden können.

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Details

Title
Schnelligkeit im Sport. Talent oder Trainingsleistung?
College
University of Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Anna Linda Schulz (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V1025999
ISBN (eBook)
9783346425386
ISBN (Book)
9783346425393
Language
German
Tags
Schnelligkeitstraining Schnelligkeit Training Talent Beweglichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Linda Schulz (Author), 2020, Schnelligkeit im Sport. Talent oder Trainingsleistung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1025999
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