Alternative Energien (Wasser)


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

6 Seiten


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Gliederung:

1. Talsperrenkraftwerke

2. Vorschlag: Energienutzung im Grönlandeis

3. Strömungskraftwerke

4. Gezeitenkraftwerke

5. Zukunftsvision: Wellenkraftwerke

6. Quellenverzeichnis

1. Talsperrenkraftwerke

Diese Kraftwerke nutzen das Gefälle des Flusses. Die Staumauer staut das Wasser auf. Durch glatte Wände und durch niedrige Fließgeschwindigkeiten geht wenig Energie bis zur Turbine verloren. Ein Netz, das am Anfang des Kanals befestigt ist, hält grobes Geröll und Geäst auf. Kurz vor der Turbine befindet sich noch ein feineres Netz. Die Turbine wandelt die kinetische Energie des Wasser in eine Drehenergie um, die nach Übersetzung im Getriebe den Generator antreibt. Dieser setzt die Drehenergie in elektrische Energie um. Das Wasser wird dann wieder in den Fluß geleitet.

Dieses Wasserkraftwerk ist eine saubere Energiequelle. Sie hilft die Umwelt von negativen Schadstoffreisetzungen zu entlasten. Die Talsperrenkraftwerke greifen aber in das ökologische Gleichgewicht von Seen, Flüssen und deren Umgebung ein. Außerdem besteht die Gefahr der Überflutung durch Dammbruch.

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Vereinfachter Aufbau eines Talsperrenkraftwerkes

2. Vorschlag: Energienutzung im Grönlandeis

Wasserkraftwerke im Grönlandeis funktionieren wie die Talsperrenkraftwerke. Das Eismassiv staut das Schmelzwasser auf. Die Gletscherkraftwerke können nur im Sommer in Betrieb genommen werden. Dann ist es so warm, das die Sonne das Eis zum Schmelzen bringt. Die Errichtung der Anlagen beschränkt sich z. B. in Grönland auf den südlichsten Teil, da sich nur an Randgebieten des Gletschers Schmelzwasser bildet.

Dieses Projekt kann aber nicht verwirklicht werden, weil zu viele Fragen nicht beantwortet werden können z. B. über die Schmelzwassermenge, dessen Fließwegen usw..

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Schema einer Gletscher-Kraftwerksanlage

3. Strömungskraftwerke

Eine Nutzung für elektrische Energie kann mit Hilfe von Turbinen ermöglicht werden, die durch Strömungen der Flüsse oder Meere betrieben werden. Bei einem Energieentzug von max. 59% führt es zu einer Verzögerung der Strömung auf ein Drittel, dadurch wird sich die Strömung verbreiten. Um das zu Vermeiden muß dieser Entzug wesentlich niedriger als 50% liegen, so kann nur wenig elektrische Energie entstehen, d. h. der Aufwand und die dabei entstehenden Kosten würden sich nicht lohnen.

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Beispiel für ein Strömungskraftwerk

4. Gezeitenkraftwerke

Eine Nutzung der Gezeitenkraftwerke ist nur in Küstennähe möglich, weil dort die Voraussetzungen für die Errichtung der technischen und baulichen Anlagen bestehen. Außerdem ist der Tidenhub (der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser) nur hier nutzbar. Auf offenem Meer liegt dieser bei 1m, in Küstenregionen kann er durch Resonanzeffekte, Buchten, Fjorde und deren Trichterwirkung bei 20m und sogar noch höher liegen. Der Mindestwert bei Gezeitenkraftwerke ist 3m, jedoch muß er für eine wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der gewonnenen Energie bei 5-6m liegen. Das technische Grundprinzip dieser Kraftwerke entspricht dem der Flutmühlen. Ausgenutzt werden immer zwei Becken mit unterschiedlichen Wasserständen. Die einfachste Art dieser Variante ist, wenn eines davon das Meer ist. Günstig sind natürliche Fjorde Buchten die für den Beckenbau ausgenutzt werden können. In der einfachsten Variante wird ein Becken angelegt, das die Flut mit Wasser füllt. Das Stauwasser fließt bei Ebbe wieder ins Meer zurück und treibt somit die Turbinen- Generatorsysteme an. Also ist nur bei Ebbe Energieabgabe. Werden Ebbe und Flut ausgenutzt, ist der Gewinn 20%. Das bei Flut ins Becken strömende Wasser und das bei Ebbe zurückfließende Wasser treiben die Turbinen an. Eine andere Möglichkeit der Energiegewinnung lautet: Die Flutwelle füllt als erstes beide Becken, dabei wird über reversible (in beiden Strömungsrichtungen arbeitende) Turbinen Strom erzeugt. Bei Ebbe entleeren sich die Becken, die als Pumpspeicherwerk während der Ebbe arbeiten, bis die nächste Flut kommt.

Das Hauptproblem sind die hohen Baukosten der Gezeitenkraftwerke. Andere Probleme sind

z. B. die Versandungen in den Becken und die Korrosion der technischen Anlagen durch das Meerwasser. Vorteilhaft sind dagegen die geringen Unterhaltungskosten und daß keine schädlichen Abfälle produziert werden. Die Gezeitenkraftwerke könnten in

Entwicklungsländern, aber auch autonome Regionen wie Inseln oder Halbinseln Bedeutung finden.

5. Zukunftsvision: Wellenkraftwerke

Eine der vielen Varianten der Wellenkraftwerke ist, daß die Meereswellen so ausgenutzt werden, wie die Flutwellen der Gezeiten, um Staubecken zu füllen. Gewöhnliche Wellenhöhen reichen dafür aber nicht aus. Eine andere Möglichkeit ist die Wellenenergie zu konzentrieren. In konstanten Abständen werden Betonblocks im Meer vor der Küste verankert. Es kommt zu Interferenzen, bei denen sich Wellen auslöschen oder verstärken. Diese verstärkten Wellen erreichen Amplituden bis zu 30m. Sie können über einen Trichter in das Staubecken einlaufen.

Die Idee der Wellenflöße stammte von Sir Cockerell. Diese großen, gekoppelten Pontons werden durch Wellenberge und -täler rhythmisch bewegt. Über Gestänge und Getriebe können diese Bewegungen an den Kopplungsstellen übertragen werden z. B. auf hydraulische Kolben- Zylinder-Systeme, die wie Pumpen einen Motor antreiben, und diese wiederum einen Wechselstromgenerator. Versuchsanlagen mit 3m*1,5m Fläche ergaben sogar in ruhigen Gewässern gute Ergebnisse.

Zu den mechanischen Systemen gehören z. B. Schaufelräder, welche die kinetische Energie der Horizontalbewegung der Wellen benutzen. Anfangs sind sie mit ihren Zapfansatz der Wellenrichtung entgegengesetzt. Die Wellen drehen diese Schaufelräder in ihrer Bewegungsrichtung. Nach der Welle gehen sie wieder in ihrer Ausgangslage zurück. Die entstehende Taumel- oder Pendelbewegung kann auf eine Hochdrucksanlage übertragen werden. Dazu braucht man eine Schaufel, die einen Hohlraum und eine Innenkamm hat, der auf einen mit Außenkamm ausgestatteten Innenzylinder wirkt. Der von einer Pumpe erzeugte Wasserfluß betreibt eine Turbine. Eine Gleichmäßigkeit dieses Flusses kann durch eine gleichrichtende Spezialpumpe erfolgen oder durch Kopplung vieler solcher Schaufelradsysteme. Der Wirkungsgrade dieser Umwandlung liegen bei 70%.

Eine rein mechanisch wirkende Version benutzt schwimmende, stabilisierte Zylinder, die mit den Wellengängen eine vertikale Pendelbewegung ausführen. Diese überträgt sich auf hydraulische Pumpen, welche die Turbinen antreiben.

Die potentielle Energie, die unter Wasser durch Druckschwankungen entsteht, wird von pneumatisch arbeitenden Systemen ausgenutzt. Die Druckschwankungen arbeiten auf ein Arbeitsmedium in pneumatischen Druckkammern, das die langsamen Druckschwankungen des Seegangs auf hochtourige Luftturbinen überträgt. Aber der optimale Einsatzbereich und der Wirkungsgrad sind noch nicht angebbar.

Günstige Bedingungen sind beispielsweise in Japan und Norwegen. Diese gehören zu den wenigen Ländern, die sich intensiv mit dieser Technik befassen. Die Investitions- und Betriebskosten der Wellenkraftwerke dürften sehr hoch sein. Umweltbelastungen treten selten auf, da die Verringerung der Brandungswellen keine negativen Folgen haben. Beachtet werden müssen die Behinderungen für die Schiffahrt. Diese Kraftwerke sind schon als "Minikraftwerke" für Bojen u. ä. in geraumer Zeit in Einsatz. In einigen Ländern gibt es Versuchsanlagen zum Studium von Grundsatzfragen.

6.Quellenverzeichnis

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Details

Titel
Alternative Energien (Wasser)
Autor
Jahr
2001
Seiten
6
Katalognummer
V102607
Dateigröße
341 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alternative, Energien
Arbeit zitieren
Marcus Köhler (Autor), 2001, Alternative Energien (Wasser), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102607

Kommentare

  • Gast am 1.11.2001

    toll.

    toll,das istfast alles falsch,was da steht,wenn du schon ratschläge gibst,dann bitte richtige!!ich hatte das hema auch und hab von fast allem dass gegenteil gesagt und habe eine 1 bekommen

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Titel: Alternative Energien (Wasser)



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