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Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Förderung an der fünften Klasse (Gymnasium)

Titel: Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Förderung an der fünften Klasse (Gymnasium)

Projektarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Laura Sophie Kersch (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen meines Praxissemesters durfte ich drei Monate lang den Religionsunterricht einer fünften Klasse übernehmen. Darüber hinaus habe ich zwei Oberstufenkurse im Fach Katholische Religionslehre sowie zwei Mittelstufenkurse im Fach Geschichte begleitet.

Durch den hier geleisteten Unterricht war es mir möglich, Einblicke in den Schulalltag zu gewinnen und die damit verbundenen Aufgaben im Umfeld „Schule“ besser kennenzulernen. Die Bearbeitung der Reflexionsaufgaben bezieht sich in vollem Umfang auf die Unterrichtsplanung, Durchführung und Evaluation an dem Gymnasium.

Zur Spezifizierung und Konkretisierung der Reflexionsaufgaben wird im Folgenden der Religionsunterricht einer fünften Klasse beschrieben. Diese Aufgaben beziehen sich insbesondere auf sprachliche Aspekte des Unterrichts (vgl. Kapitel 2-7). Neben den Reflexionsaufgaben wird die Seminaraufgabe am Beispiel des Schulbuchtextes „Nil“ gelöst (vgl. Kapitel 8).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die sprachliche Heterogenität der Schüler*innen in der Lerngruppe

3. Die fachlichen Kompetenzen der Schüler*innen im Religionsunterricht

4. Sprachliche Anforderungen der fachlichen Ziele der Unterrichtseinheit

5. Die sprachlichen Fähigkeiten der Schüler*innen und die sprachlichen Lernziele des Religionsunterrichts

6. Reflexion der sprachsensiblen Unterrichtsmethoden und Sprachförderkonzepte

7. Die wesentlichen Merkmale der Schule und ihre Konzepte sprachlicher Bildung auf der Ebene der Bildungseinrichtung

8. Die sprachlichen Stolpersteine am Beispiel des Schulbuchtextes „Nil“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die sprachlichen Anforderungen und Herausforderungen in einem Religionsunterricht der fünften Klasse an einem Gymnasium. Ziel ist es, die Wirksamkeit sprachsensibler Unterrichtsgestaltung zu reflektieren und methodische Ansätze zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache zu identifizieren.

  • Analyse der sprachlichen Diversität in einer konkreten Lerngruppe
  • Verknüpfung von Fachkompetenz und Sprachförderung im Religionsunterricht
  • Evaluation sprachsensibler Methoden wie "Scaffolding" und "think-pair-share"
  • Identifikation linguistischer Stolpersteine in fachspezifischen Schulbuchtexten
  • Entwicklung von Strategien zur Förderung der Bildungssprache

Auszug aus dem Buch

8. Die sprachlichen Stolpersteine am Beispiel des Schulbuchtextes „Nil“

Auf der Wortebene werden auffällig häufig Wörter aus dem Fachwortschatz benutzt. Hierunter fallen Begriffe wie „Senken“, „Deiche“, „Pharao“, „Pumpschwengel“, „Schaduf“, „Vorrichtung“ (vgl. Seite 81). Auf der zweiten Seite sieht es ähnlich aus. Hier können beispielsweise die Wörter „Hieroglyphen“ oder „Altes Ägypten“ angeführt werden (vgl. Seite 82). Neben dem Fachwortschatz können auch bildungssprachliche Wörter genannt werden. Direkt im ersten Satz auf Seite 82 wird das Adjektiv „zeitgenössisch“ benutzt. Auch die Abkürzung von „vor Christus“ gehört diesem Fall an. Als dritten Punkt möchte ich die häufige Verwendung von Nominalisierungen nennen. Dazu gehören folgende Inhalte: „nach dem Absinken“, „das Hochziehen“ (vgl. Seite 81) oder „das Entstehen“ (vgl. Seite 82). Im Folgenden soll erläutert werden, wie mit solchen Stolpersteinen der Wortebene im Rahmen des Unterrichts umgegangen werden kann.

Die Wortschatzaneignung in der Zweitsprache vollzieht sich in Entwicklungssequenzen. Als Erstes werden konkrete Inhaltswörter und einfache, kurze Wörter erlernt, die eine grundlegende Alltagskommunikation sichern. Mit der Zeit benutzt der Lernende häufig gebrauchte und funktionale Wörter. Hiernach folgen komplexe und morphologisch intransparente Wörter. Ältere Schüler*innen greifen auf vorhandene Konzepte ihres mentalen Lexikons in der Erstsprache zurück. Laut ERNST APELTAUER verfügen jüngere Schüler*innen in geringerem Maße über diese Möglichkeit. Sie haben vor allem dann die Möglichkeit, „wenn das konzeptuelle System, das sie in ihrer Erstsprache aufgebaut haben, durch kulturspezifische Vorgaben vom konzeptuellen System der Zielsprache abweicht oder wenn ihre Erstsprache noch nicht altersgemäß entwickelt werden konnte“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Kontextes, bestehend aus einem dreimonatigen Praxissemester an einem Gymnasium in Bergisch Gladbach-Bensberg inklusive der Zielsetzung der Reflexionsaufgabe.

2. Die sprachliche Heterogenität der Schüler*innen in der Lerngruppe: Analyse der Zusammensetzung der Lerngruppe hinsichtlich der Erstsprachen und des individuellen Sprachstandes der Schülerinnen und Schüler.

3. Die fachlichen Kompetenzen der Schüler*innen im Religionsunterricht: Darstellung der fachlichen Lernziele und Themenschwerpunkte der Unterrichtseinheit rund um Abraham im Rahmen des Kernlehrplans.

4. Sprachliche Anforderungen der fachlichen Ziele der Unterrichtseinheit: Untersuchung der sprachlichen Anforderungen bei der Bearbeitung der Arbeitsblätter und der Zuordnung zu den Anforderungsbereichen.

5. Die sprachlichen Fähigkeiten der Schüler*innen und die sprachlichen Lernziele des Religionsunterrichts: Reflexion über die sprachlichen Ausgangslagen der Klasse und die Notwendigkeit von Diagnostikinstrumenten zur Förderung.

6. Reflexion der sprachsensiblen Unterrichtsmethoden und Sprachförderkonzepte: Diskussion methodischer Möglichkeiten wie „think-pair-share“, „Scaffolding“ und „Lernpakete“ zur aktiven Sprachförderung.

7. Die wesentlichen Merkmale der Schule und ihre Konzepte sprachlicher Bildung auf der Ebene der Bildungseinrichtung: kritische Betrachtung des „Submersions-Charakters“ an der Schule und Empfehlungen für eine stärkere DaZ-Ausrichtung.

8. Die sprachlichen Stolpersteine am Beispiel des Schulbuchtextes „Nil“: Identifikation und Analyse spezifischer sprachlicher Schwierigkeiten auf Wort-, Satz- und Textebene in einem Schulbuchtext.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Religionsunterricht, sprachsensibler Fachunterricht, Bildungssprache, Scaffolding, Stolpersteine, Wortschatzarbeit, Nominalisierungen, Satzklammern, Kohärenz, Diagnostik, Inklusion, sprachliche Heterogenität, Profilanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die Erfahrungen aus einem Praxissemester im Fach Religionslehre an einem Gymnasium unter dem Fokus der sprachlichen Förderung und der Anwendung von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) Prinzipien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die sprachliche Heterogenität der Schülerschaft, die Gestaltung eines sprachsensiblen Fachunterrichts sowie die Analyse von Sprachhürden in Unterrichtsmaterialien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer sprachliche Barrieren im Unterricht erkennen, diagnostizieren und durch gezielte methodische Anpassungen überwinden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es erfolgt eine qualitative Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis, kombiniert mit fachdidaktischen Analysen auf Basis aktueller Literatur zur Sprachförderung und Profilanalyse.

Welche sprachlichen Herausforderungen werden im Hauptteil analysiert?

Besonderes Augenmerk liegt auf der Wortebene (Fachwortschatz, Nominalisierungen), der Satzebene (Satzklammern, Partizipialkonstruktionen) und der Textebene (Kohäsion und Kohärenz).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „sprachsensibler Fachunterricht“, „Bildungssprache“, „Scaffolding“ und „DaZ-Ausrichtung“ definiert.

Was wird im Hinblick auf den „Submersions-Charakter“ der Schule kritisiert?

Kritisiert wird, dass Schülerinnen und Schüler mit anderer Erstsprache oft ohne ausreichende Sprachunterstützung in den deutschsprachigen Unterricht integriert werden, was ihre schulischen Erfolgschancen gefährden kann.

Wie lässt sich der Schulbuchtext „Nil“ für die Schülerschaft zugänglicher machen?

Durch den Einsatz von Fußnoten für schwierige Begriffe, das Aufbrechen komplexer Partizipialkonstruktionen und eine explizite Wortschatzarbeit, die über eine kontextreduzierte Vermittlung hinausgeht.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Förderung an der fünften Klasse (Gymnasium)
Hochschule
Universität zu Köln  (Mercator Institut)
Note
2,0
Autor
Laura Sophie Kersch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1026087
ISBN (eBook)
9783346429612
ISBN (Buch)
9783346429629
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsch zweitsprache förderung klasse gymnasium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Sophie Kersch (Autor:in), 2021, Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Förderung an der fünften Klasse (Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026087
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