Asset Tracking in weltweiten Supply Chains. Möglichkeiten und Nutzen durch Traceability


Hausarbeit, 2020

25 Seiten, Note: 2,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau

2. Grundlagen
2.1 Allgemeine Überlegungen
2.2 Konzise Erklärung zentraler Begriffe
2.2.1 Supply Chain
2.2.2 Barcode
2.2.3 GPS
2.2.4 RFID

3. Asset Tracking
3.1 Charakterisierung des Asset Tracking
3.2 Ziele und Herausforderungen des Asset Tracking

4. Kritische Analyse der technischen Möglichkeiten
4.1 Auswahl verschiedener Kriterien zur Bewertung der technischen Möglichkeiten
4.1.1 Analyse des Barcode Prozesses
4.1.1.1 Nutzen (+) und Nachteile (-)
4.1.2 Analyse des GPS Prozesses
4.1.2.1 Nutzen (+) und Nachteile (-)
4.1.3 Analyse des RFID Prozesses
4.1.3.1 Nutzen (+) und Nachteile (-)
4.2 Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verschiedene Beispiele für 1D- und 2D-Barcodes, (Quelle: Finkenzeller, Klaus (2015), S. 4)

Abbildung 2: Lesegerät und Transponder sind die Grundbestandteile des RFID-Systems, (Quelle: Finkenzeller, Klaus (2015), S. 11)

Abbildung 3: Theoretischer Aufbau eines quasi-stetigen Sendungsverfolgungssystems im Logistiknetzwerk, (Quelle: in Anlehnung an i.A. a. Schuh et al. 2013, S.12, S.12)

Abkürzungsverzeichnis

Abkürzung Erklärung

Auto-ID Automatische Identifikation

GPS Global Positioning System

KLT Kleinladungsträger

LKW Lastkraftwagen

RFID Radio Frequency Identification

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Nutzwertanalyse (Eigene Darstellung) 14

1. Einleitung

Die jüngsten technologischen Innovationen verändern den Logistiksektor rasch und radikal und schaffen die Grundlage für Logistiklösungen, die zusammen mit den ökonomischen und sozioökonomischen Veränderungen auf der ganzen Welt die Tür für neue Zukunftsszenarien öffnen, die noch schwer vorhersehbar sind, aber allmählich in den Vordergrund treten. Heute wird die Herausforderung der Innovation im Logistikbereich durch die zunehmende Globalisierung, die daraus resultierende Vernetzung der Wertschöpfungsprozesse zwischen beziehungsweise in den Unternehmen und nicht zuletzt von den neuartigen Möglichkeiten durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen zur transparenten Steuerung der gesamtem globalen Supply Chain, definiert.1 Trotz der erkannten Chancen, die das Asset Tracking bietet, wurde bislang eine vertiefende wissenschaftliche Analyse dieses Themenfeldes kaum vorgenommen. Mithilfe dieser Arbeit soll das Forschungsgebiet „Asset Tracking in weltweiten Supply Chain: Möglichkeiten und Nutzen durch Traceability“ untersucht werden.

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Das Ziel der folgenden Arbeit ist es, eine kritische Analyse und einen Vergleich unterschiedlicher Traceability Möglichkeiten anzustreben, bei dem mögliche (Un-)Gleichheiten im Allgemeinen und im Besonderen unter logistischen Aspekten aufgezeigt werden sollen, um aufbauend auf den Erkenntnissen der Forschung, eine Bewertung hinschlich konkretem, logistischen Nutzen zu erhalten. Dadurch werden nachhaltige Lösungsvorschläge geschaffen, um Asset Tracking in einer globalen Supply Chain zu integrieren.

1.2 Vorgehensweise und Aufbau

Um die Problemstellung dieser Arbeit analysieren zu können und darauf aufbauend die Forschungserkenntnisse zu bewerten, wird sie in fünf verschiedene Kapitel unterteilt. Im ersten vorliegenden Kapitel wird die Arbeit mit einleitenden Sätzen in das Thema eingeführt. Darauf folgt das zweite Kapitel, worin die grundlegenden Begriffe und allgemeinen Überlegungen dieser Arbeit näher definiert werden. Im dritten Kapitel wird näher darauf eingegangen, welche Funktion Asset Tracking hat und welche Herausforderungen dem Asset Tracking in einer globalen Supply Chain dadurch bevorstehen. Anschließend wird näher konkretisiert, welche Ziele und Zukunftschancen das Asset Tracking in einer globalen Supply Chain hat. Aufbauend darauf werden im vierten Kapitel die ausgewählten technischen Möglichkeiten kritisch analysiert, in dem durch die Auswahl bestimmter Kriterien, die Vorteile und Nachteile erarbeitet werden. Abschließend werden im vierten Kapitel die Ergebnisse gegenübergestellt und anhand einer Nutzwertanalyse kritisch bewertet. Die Nutzwertanalyse ist ein Verfahren zur systematischen Unterstützung bei der Auswahl verschiedener Alternativen durch Bewertung und Auswahl geeigneter Kriterien.2 Im fünften und letzten Kapitel wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung und einem kurzen Ausblick abgeschlossen.

2. Grundlagen

2.1 Allgemeine Überlegungen

Durch den Aufstieg des Internets hat sich die Wertschöpfungskette deutlich globalisiert. Dadurch wird es für Unternehmen immer schwieriger nachzuvollziehen, wo und in welchem Zustand die zu liefernden Vermögenswerte sind. Um auch innerhalb der globalen Wert-

schöpfungskette einen transparenten Informationsfluss über den Status und den Zustand einer Ware zu gewährleisten, gewinnt das Asset Tracking mehr an Bedeutung. Unternehmen begreifen, dass sie durch einen stätigen Statusnachweis beziehungsweise einer Überwachung der Lieferung deutliche Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen erreichen können. Um das Asset Tracking zu integrieren, werden diesen Methoden viele technische Möglichkeiten gutgeschrieben. Schwerpunkt dieser Arbeit sind die Urgesteine, aber auch die Innovationen, welche die Verfolgung physischer Vermögenswerte erleichtern. Barcodes gehören heutzutage zu den Standardmethoden in der Sendungsnachverfolgung, jedoch entwickelt sich aktuell die Radio Frequency Identification (RFID) zu einer Konkurrenz im Bereich der Identifizierung und Verfolgung von Sendungen.3 Neben den beiden oben genannten Methoden nimmt Global Positioning System (GPS) einen immer höheren Stellenwert in der Logistik ein. Die bereits genannten Methoden werden mithilfe dieser Arbeit näher begutachtet, kritisch analysiert und verglichen, um aufbauend auf den Ergebnissen mögliche Zusammenschlüsse mehrerer Methoden zu identifizieren, beziehungsweise ökonomische Vorteile zu ermitteln.

2.2 Konzise Erklärung zentraler Begriffe

Mit der Hilfe der folgenden vier Punkte werden die zentralen Begriffe der Ausarbeitung in ihrer Allgemeinheit erklärt. Die Erklärung der Begriffe schafft eine Grundlage für ein besseres Verständnis für die darauffolgenden Kapitel.

2.2.1 Supply Chain

Die Lieferkette, oder auf Englisch „Supply Chain“, ist der gesamte Vorgang von der Bestellung des Kunden bis hin zur Lieferung und Bezahlung. Die Definition der Supply Chain enthält damit die Planung, Abwicklung und Kontrolle aller Aktivitäten im Zusammenspiel

mit dem Material- und Informations,- sowie Geldfluss. Zudem werden ebenfalls die Beziehungen unterschiedlicher Akteure zueinander berücksichtigt. Somit lässt sich festhalten, dass die Supply Chain eine Steuerung der Kette durch Lieferanten, sowie auch eine Steuerung durch Endnachfrager ist.4

2.2.2 Barcode

Barcodes sind gedruckte, horizontale Streifen mit vertikalen Strichen, die zur Identifizierung bestimmter Artikel verwendet werden. Ein entsprechendes Lesegerät liest den Strichcode, indem es einen Strahl über das Symbol bewegt und die Daten werden zur weiteren Verarbeitung an unternehmensinterne Informationssysteme weitergeleitet.5 Dadurch ist es möglich, maschinenlesbare Informationen zu gewinnen. Durch ausgewählte, stationäre oder mobile Erfassungsgeräte werden die Informationen eingelesen und durch die im System hinterlegte Barcode-Symbolik wieder in (alpha-) numerische Daten umgewandelt.6

Abbildung 1: Verschiedene Beispiele für 1D- und 2D-Barcodes, (Quelle: Finkenzeller, Klaus (2015), S. 4)

Abbildung 2: Lesegerät und Transponder sind die Grundbestandteile des RFID-Systems, (Quelle: Finkenzeller, Klaus (2015), S. 11)

Abbildung 3: Theoretischer Aufbau eines quasi-stetigen Sendungsverfolgungssystems im Logistiknetzwerk, (Quelle: in Anlehnung an i.A. a. Schuh et al. 2013, S.12, S.12)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.3 GPS

Global Positioning System (GPS) ist ein weltraumgestütztes Radionavigationssystem im Besitz der Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei werden durch das GPS Positionierungs,- Geschwindigkeits,- und Zeitinformationen zur Verfügung gestellt.7 Mit der Hilfe von Satelliten, berechnen GPS-Systeme die genaue geografische Position von Fahrzeugen, Personen oder Produkten. Dadurch ist eine ständige und weltweite Ortsbestimmung möglich.

2.2.4 RFID

Radio Frequency Identification (RFID) beziehungsweise die technische Grundlage der Funk- und Radartechnologie, ist im Gegensatz zum Barcode kein physisches und alleinstehendes Identifikationsobjekt und dient als Oberbegriff für die gesamte technische Infrastruktur.8 Das Gesamtsystem besteht aus einem Transponder, der drahtlosen Schnittstelle, einer Basisstation zur Identifikation und einer IT-Anbindung. Die Technologie, sowie die technische Infrastruktur ermöglicht eine schnelle und automatische Datenerfassung via elektromagnetische Wellen. Dadurch können die Vermögenswerte eindeutig und kontaktlos identifiziert werden.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Lesegerät und Transponder sind die Grundbestandteile des RFID-Systems, (Quelle: Finkenzeller, Klaus (2015), S. 11).

3. Asset Tracking

Im nachfolgenden Kapitel wird konzise zusammengefasst was der Sinn und Zweck des Asset Tracking ist und welche Ziele dabei verfolgt werden. Zudem werden auch einige Herausforderungen beschrieben, die dem Asset Tracking in einer globalen Supply Chain entgegenkommen.

3.1 Charakterisierung des Asset Tracking

Das Asset Tracking ist die Nachverfolgung von Vermögenswerten, durch das Tracking wird eine digitale Spur erzeugt. Mithilfe dieser Spur wird der Weg, sowie der Ursprungsort der Ware aufgezeigt. Das Tracking, also das aktive Auffinden einer Spur, beinhaltet dabei alle Tätigkeiten, die die Vermögenswerte während des Transports in der Supply Chain durchlaufen.10

3.2 Ziele und Herausforderungen des Asset Tracking

Im Logistikbereich der internationalen Wertschöpfungsnetzwerke, nimmt Asset Tracking einen immer höheren Stellenwert ein. Die Akteure der globalen Supply Chain sind einer volatilen Unternehmensumwelt ausgesetzt und müssen sich zwangsläufig darauf einstellen, dass sie auf ein hohes Maß an Vernetzung von Geschäftseinheiten, Prozessen und Informationssystemen reagieren müssen. Das Problem in einer globalen Supply Chain ist, dass Komplexität, Intransparenz und Dynamik die Herausforderungen größer werden lassen. Die Realisierung eines reibungslosen Asset Tracking innerhalb einer globalen Supply Chain, erfordert eine einwandfreie Zusammenarbeit der einzelnen Partner, um die steigende Komplexität zu bewältigen.11 Somit ist das Ziel des Asset Tracking, zwischen und innerhalb der unterschiedlichen, globalen Wertschöpfungsketten, den Informationsfluss zu verbessern und damit Intransparenz entgegenzusteuern. Durch die kontinuierliche Verfolgung der einzelnen Zwischenschritte, kann bereits bei der Abfahrt am Startort eine voraussichtliche Ankunftszeit am Zielort ermittelt werden. Dadurch ergibt sich ein längerer Planungshorizont für die Tourenplanung und die Lieferungen beziehungsweise die Touren können besser geplant, die LKWs oder Güterzüge besser ausgelastet, sowie Verzögerungen im Transportprozess früher erkannt werden, um schnell eingreifen zu können, wodurch wiederum die Kosten reduziert werden.12 Als Grundlage bietet das Asset Tracking eine lückenlose Echtzeiterfassung der Rückverfolgung von Vermögensgegenständen durch zahlreiche technische Möglichkeiten. Mithilfe dieser Arbeit werden vor allem die Barcode-, RFID,- und GPS-Methoden untersucht, um herauszuarbeiten, wie diese technischen Möglichkeiten logistische Mehrwerte bringen, um die Ziele des Asset Tracking in einer globalen Supply Chain zu erreichen. Nichtsdestotrotz stehen auch einige Herausforderungen bevor. In einer globalen Logistikumwelt sind zahlreiche Akteure beteiligt, weshalb die Integrierung eines oder mehrerer technischen Traceability Möglichkeiten die Beteiligungen aller Akteure benötigt. Genau vor diesem Hintergrund stehen dieser Integrierung nicht nur organisatorische Herausforderungen bevor, sondern auch ökonomische.13 Die Informationsverfügbarkeit und -qualität wird zur Basis logistischer Netzwerke

[...]


1 Vgl. Straube, Frank: e-Logistik: Ganzheitliches Logistikmanagement, Berlin, 2004, S.1.

2 Vgl. Dittmer, Gonde: Nutzwertanalyse, Wiesbaden, 1995, S. 43.

3 Vgl. Klumpp, M/Kandel, C: Einsatz von RFID und GPS zur Sendungsverfolgung sowie für Mehrwertdienste in der KEP-Branche, 2012, S. 77.

4 Vgl. Werner, Hartmut: Supply Chain Management, Wiesbaden, 2017, S. 6.

5 Vgl. McCathie, L: The advantages and disadvantages of barcodes and radio frequency identification in supply chain management, 2004, S. 14.

6 Vgl. Schmidt, Dirk: RFID im Mobile Supply Chain Event Management, Wiesbaden, 2006, S. 29.

7 Vgl. Moorefield Jr., Frederick D.: GPS Navstar, Global positioning system standard positioning service performance standard, 2020, S. 1.

8 Vgl. Schmidt, Dirk: RFID im Mobile Supply Chain Event Management, Wiesbaden, 2006, S. 32.

9 Vgl. Uckelmann, Dieter: A Defintion Approach to Smart Logistics, Berlin, Heidelberg, 2008, S. 276.

10 Vgl. McCathie, L: The advantages and disadvanteges of barcodes and radio frequency identification in supply chain management, 2004, S. 53.

11 Vgl. Richter, Markus: Nutzenoptimierter RFID-Einsatz in der Logistik, Berlin, 2013 S. 102.

12 Vgl. Klumpp, Matthias/Kandel, Christof: Einsatz von RFID und GPS zur Sendungsverfolgung sowie für Mehrwertdienste in der KEP-Branche, 2012, S. 85.

13 Vgl. Schmidt, Dirk: RFID im Mobile Supply Chain Event Management, Wiesbaden, 2006, S. 96.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Asset Tracking in weltweiten Supply Chains. Möglichkeiten und Nutzen durch Traceability
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Note
2,3
Jahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V1026158
ISBN (eBook)
9783346425751
ISBN (Buch)
9783346425768
Sprache
Deutsch
Schlagworte
asset, tracking, supply, chains, möglichkeiten, nutzen, traceability
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Asset Tracking in weltweiten Supply Chains. Möglichkeiten und Nutzen durch Traceability, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026158

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