Das Ziel dieser Arbeit ist es, unter dem Thema „Agiles Projektmanagement mit Scrum“ die Besonderheiten von agilen Methoden zu analysieren. Dazu werden die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale von agilem und traditionellem Projektmanagement aufgezeigt. Ferner werden die Kernelemente von agilen Methoden erläutert, um den Begriff der Agilität besser zu verstehen. Anschließend stelle ich die wichtigsten Komponenten von Scrum vor, thematisiere warum Scrum so erfolgreich ist und was bei der Integration von agilen Methoden in ein Unternehmen beachtet werden muss.
Die Digitalisierung und Industrie 4.0 ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Organisationen haben schnell festgestellt, dass das Erweitern der IT- Abteilung und das Entwickeln einer neuen App lange nicht ausreicht. Die Welt, in der Unternehmen agieren, wird zunehmend agiler und komplexer. Die Prozesse sind alle standardisiert und müssen täglich auf die agile Arbeitswelt angepasst werden. Hoher Managementaufwand ist oft die Folge.
Laut einer Bitkom-Befragung von mehr als 300 Unternehmen (ab 500 Mitarbeiter) halten 65% der deutschen Unternehmen Projekte, die mit agilen Vorgehensmodellen durchgeführt wurden, für erfolgreicher. Nur für 14% der Unternehmen sind agile Methoden nicht relevant. 90% der Betriebe, die agile Vorgehensmodelle nutzen, führten Scrum ein.
Denn agile Methoden wie Scrum fördern Geschwindigkeit, Dynamik, Flexibilität und Kundennähe. Der Agile Weg definiert den geringstmöglichen strukturellen Aufwand, damit genug Raum für Prozesse bleibt, die einen spezifischen Mehrwert bieten. Die Ziele von agilem Projektmanagement sind schlanke und flexible Prozesse. Damit sich diese Vision auf die Mitarbeiter überträgt, reicht die Einführung agiler Methoden wie Scrum nicht aus. Vielmehr muss das Management Agilität leben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Besonderheiten des agilen Projektmanagements
2.1 Agiles Projektmanagement
2.3 Das Agile Manifest
2.4 Die 12 Prinzipien agiler Methoden
2.5 Vergleich der Modelle auf Basis des Magischen Dreiecks
2.6 Unterschiede agilen und traditioneller Projektlebenszyklen
3. Scrum
3.1 Was ist Scrum?
3.2 Die Scrum Theorie
3.3 Das Scrum Team
3.3.1 Der Product Owner
3.3.2 Das Entwicklungsteam – Die Developer/innen
3.3.3 Der Scrum Master
4. Der Scrum Flow
4.1 Scrum Artefakte und Events
4.2 Das Product Backlog
4.3 Das Sprint Backlog
4.4 Sprints
5. Gründe für die flächendeckende Anwendung von Scrum
6. Probleme bei der Integration von Agilität in einer Organisation
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Besonderheiten agiler Projektmanagementmethoden im Vergleich zu traditionellen Ansätzen zu analysieren. Dabei steht die Untersuchung der theoretischen Grundlagen von Agilität sowie die detaillierte Vorstellung der Komponenten des Scrum-Frameworks im Mittelpunkt, um deren Erfolgskriterien und die Herausforderungen bei der betrieblichen Implementierung aufzuzeigen.
- Grundlagen des agilen Projektmanagements und das Agile Manifest
- Die theoretischen Säulen von Scrum und die Rolle des Scrum-Teams
- Der Scrum-Flow: Artefakte, Events und Sprints
- Erfolgsfaktoren für die flächendeckende Anwendung von Scrum
- Kulturelle und organisatorische Herausforderungen bei der Integration agiler Methoden
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Das Entwicklungsteam – Die Developer/innen
Das Entwicklungsteam setzt sich aus drei bis neun Leuten zusammen und arbeitet interdisziplinär – selbstorganisiert. Diese Größe ist laut Drähter et. al. ideal für eine effektive Kommunikation und Koordination. Jedes Teammitglied ist Entwickler und wird durch das Team seinen Fähigkeiten entsprechend effektiv eingesetzt. Dieses Team ist für die Umsetzung des Product Backlog verantwortlich und kann somit als Zentrum des agilen Projektmanagements betrachtet werden. Schwaber und Sutherland verweisen darauf, dass das Team einen Plan für die Sprints erstellt und diesen täglich zielorientiert anpasst.
Ein offener Austausch über Risiken und Probleme bei der Planung, sowie Umsetzung eines Sprints mit dem Product Owner sind Charakteristika der engen Zusammenarbeit. Ein auslieferbares und dennoch anpassbares Produkt ist das Ziel eines Sprints. Verantwortlich dafür ist das Entwicklungsteam. Dieses soll durch die Kombination der individuellen Entwickler einen Synergie-Effekt erzeugen, der die Effizienz und Effektivität im Gesamten optimiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die zunehmende Komplexität moderner Märkte und die Notwendigkeit für Unternehmen, auf agile Vorgehensmodelle wie Scrum umzusteigen.
2. Die Besonderheiten des agilen Projektmanagements: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Basis des agilen Denkens, das Agile Manifest sowie den Vergleich agiler Modelle gegenüber traditionellen, plangetriebenen Ansätzen.
3. Scrum: Hier werden das Scrum-Framework, dessen empirische Theorie sowie die Rollenverteilung innerhalb eines Scrum-Teams definiert und erläutert.
4. Der Scrum Flow: Dieses Kapitel beschreibt den Prozessablauf von Scrum, angefangen beim Product Backlog bis hin zur Durchführung von Sprints und den dazugehörigen Artefakten und Events.
5. Gründe für die flächendeckende Anwendung von Scrum: Die Ausführungen behandeln die Vorteile von Scrum, wie Flexibilität, verbesserte Kommunikation und die Möglichkeit zur kontinuierlichen Risikominimierung.
6. Probleme bei der Integration von Agilität in einer Organisation: Hier werden die organisatorischen Hürden, insbesondere die notwendige Anpassung der Unternehmenskultur und die veränderte Führungsstruktur, kritisch betrachtet.
7. Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung eines langfristigen Wandels in der Unternehmenskultur für einen erfolgreichen Einsatz von Scrum.
Schlüsselwörter
Agiles Projektmanagement, Scrum, Agile Manifest, Scrum-Team, Product Owner, Entwicklungsteam, Scrum Master, Sprint, Produkt-Backlog, Inkrement, Unternehmenskultur, Agilität, Empirie, Lean Thinking, Prozessoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse agiler Projektmanagementmethoden, mit einem speziellen Fokus auf das Scrum-Framework, und vergleicht diese mit traditionellen Vorgehensmodellen.
Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es, die Besonderheiten agiler Methoden darzustellen, die Kernelemente von Scrum zu erläutern und die Herausforderungen bei der Integration in bestehende Unternehmensorganisationen aufzuzeigen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Themenfeldern gehören das Agile Manifest, die Scrum-Theorie, die Rollen im Scrum-Team, der Scrum-Flow sowie die Erfolgsfaktoren und Integrationsprobleme bei der Einführung agiler Methoden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich von Projektmanagement-Vorgehensmodellen anhand fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen agiler Methoden, die detaillierte Vorstellung der Scrum-Komponenten, die Vorteile von Scrum in der Anwendung sowie die kritische Reflexion bei der Unternehmenseinführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Agiles Projektmanagement, Scrum, Agile Manifest, Inkrementelle Entwicklung, Unternehmenskultur, Selbstorganisation und Prozessoptimierung.
Wie unterscheidet sich laut Arbeit die Rollenverteilung im Scrum-Team von klassischen Strukturen?
Scrum zeichnet sich durch eine dezentrale Kompetenzverteilung und eine enge, nicht-hierarchische Zusammenarbeit aus, wobei der Scrum Master als Coach und nicht als klassischer Vorgesetzter agiert.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Integration von Scrum?
Eine erfolgreiche Implementierung erfordert laut Arbeit einen grundlegenden Wechsel hin zu einer personenorientierten Führungskultur, da das traditionelle mittlere Management durch die Dezentralisierung von Verantwortung an Bedeutung verliert.
Was unterscheidet das "Magische Dreieck" in agilen Projekten von traditionellen Projekten?
Während im traditionellen Projektmanagement der Leistungsumfang fixiert ist, bestimmt Scrum Kosten und Zeit als fixe Faktoren und generiert daraus einen flexiblen Leistungsumfang.
Warum wird im Dokument der Begriff "Events" anstatt "Meetings" verwendet?
In Scrum sind Events zwingende, ordnungsgemäße und wiederholende Strukturen, die als grundlegender Baustein für die Weiterentwicklung des Teams fungieren, was über klassische Meetings hinausgeht.
- Arbeit zitieren
- Hermann Wienecke (Autor:in), 2021, Agiles Projektmanagement mit Scrum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026416