Ziel dieser Thesis ist die Anwendbarkeit von „Return Based Style Analyses“ (RBSA) auf dynamische Strategien zu prüfen. Hierfür wird zunächst das von Sharpe 1992 vorgestellte RBSA Verfahren verwendet. Die Idee dieses Modells ist es mittels großer Anlageklassengruppen und ihrer Renditen die Aufstellung eines Investmentfonds in diesen wiederzugeben. Mit Hilfe dieses Analyseverfahrens erhält man eine ungefähre Aufstellung (Style-Mix) des jeweiligen Investmentfonds über die verschieden Anlageklassengruppen ohne eine zu detaillierte Analyse des Fonds vornehmen zu müssen. Laut Fung und Hsieh, liegt der Erfolg von Sharpes Modell darin, dass die meisten Investmentfonds ein relatives Rendite-Ziel haben und sie somit dazu neigen Anlagen zu kaufen und diese zu halten, was einer Buy & Hold (BaH) Strategie ähnelt.
Die Thesis zeigt auf, ob das Modell von Sharpe für dynamische Strategien anwendbar ist und somit auch für absolute Rendite-Ziele. Weiterhin ist fraglich ob eine Erweiterung von Sharpes RBSA Modell um eine zustandsabhängige polynominale Regression zu einer Verbesserung der Erklärbarkeit für dynamische Strategien führt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSSITUATION
1.2 PROBLEMSTELLUNG
2 GRUNDLAGEN DER REGRESSION UND SIMULATION
2.1 DISKRET UND STETIG
2.2 KENNZAHLEN
2.3 AUSZAHLUNG VON EUROPÄISCHEN OPTIONEN
2.3.1 Long Call
2.3.2 Short Call
2.3.3 Long Put
2.3.4 Short Put
2.3.5 Black/Scholes Formel
2.4 WIENERPROZESS (BROWNSCHE BEWEGUNG), MONTE CARLOS SIMUALTION
2.5 OLS REGRESSION
3 ERLÄUTERUNG DER STRATEGIEN
3.1 GRUNDLAGE VON STRATEGIEN UND EINORDNUNG
3.1.1 Statische Strategien
3.1.2 Dynamische Strategien
3.1.3 Wertsicherungsstrategien
3.2 BUY & HOLD STRATEGIE
3.3 CONSTANT PROPORTION PORTFOLIO INSURANCE (CPPI) STRATEGIE
3.3.1 Regeln und Funktionsweise der CPPI Strategie
3.3.2 Auswirkungen der Multiplikator Wahl
3.3.3 CPPI Strategie in der Praxis
3.4 CONSTANT-MIX STRATEGIE
3.5 SYNTHETISCHER HEDGE (SNYH)
3.5.1 Voraussetzung für die Erzeugung eines synthetischen Hedges
3.5.2 1:1 Synthetischer Hedge Strategie
3.5.3 Formaler Aufbau eines 1:1 synthetischen Hedges
3.5.4 Strategie in Praxis
3.6 OPTION-BASED PORTFOLIO INSURANCE (OBPI) STRATEGIE
4 STILANALYSE
4.1 ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFES STIL
4.2 SHARPE: RETURN BASED STYLE ANALYSE (RBSA)
4.3 ZUSTANDSABHÄNGIGE REGRESSIONEN
4.4 BEWERTUNG DER ASSET CLASS FAKTOR MODELLE
4.5 UNTERSUCHUNGSABLAUF
4.6 ERGEBNIS DER REGRESSIONEN MIT TESTDATEN VON PEROLD UND SHARPE
4.7 ANWENDUNG DER REGRESSION AUF SIMULIERTE DATEN
4.8 IMPLIKATIONEN DER DURCHGEFÜHRTEN REGRESSIONEN
4.9 AUSBLICK
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der "Return Based Style Analyse" (RBSA) auf verschiedene dynamische Anlagestrategien. Hierbei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob das von William Sharpe entwickelte Modell für absolute Renditeziele geeignet ist und inwiefern eine Erweiterung um zustandsabhängige polynomale Regressionen die Erklärbarkeit dynamischer Strategien verbessern kann.
- Grundlagen der Regressionsanalyse und stochastische Prozesse
- Klassifizierung und Analyse dynamischer Wertsicherungsstrategien
- Funktionsweise und Modellierung von CPPI-, Constant-Mix- und synthetischen Hedge-Strategien
- Anwendung der RBSA zur Identifikation von Anlagestilen
- Empirische Untersuchung anhand von historischen Testdaten und Monte-Carlo-Simulationen
Auszug aus dem Buch
1.2 Problemstellung
Die Thesis zeigt auf, ob das Modell von Sharpe für dynamische Strategien anwendbar ist und somit auch für absolute Rendite-Ziele. Weiterhin ist fraglich ob eine Erweiterung von Sharpes RBSA Modell um eine zustandsabhängige polynomale Regression zu einer Verbesserung der Erklärbarkeit für dynamische Strategien führt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Anwendbarkeit des Sharpe-Modells auf dynamische Strategien zu prüfen und die Forschungsfrage zur Verbesserung der Erklärbarkeit durch zustandsabhängige Regression zu formulieren.
2 GRUNDLAGEN DER REGRESSION UND SIMULATION: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu diskreten und stetigen Zufallsvariablen, Kennzahlen wie Erwartungswert, Varianz und Korrelation sowie die mathematischen Voraussetzungen für Optionsbewertungen und Regressionsanalysen.
3 ERLÄUTERUNG DER STRATEGIEN: Hier werden verschiedene Anlagestrategien klassifiziert und detailliert analysiert, darunter die Buy & Hold Strategie, CPPI, Constant-Mix sowie synthetische Hedges und OBPI-Strategien.
4 STILANALYSE: Das Hauptkapitel widmet sich der Definition des Begriffs "Stil" sowie der methodischen Anwendung von RBSA und zustandsabhängigen Regressionen, gefolgt von einer detaillierten Analyse und Interpretation der Ergebnisse basierend auf Test- und Simulationsdaten.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Grenzen der Stil-Analyse bei dynamischen Strategien zusammen und diskutiert mögliche Alternativmethoden wie den Kalman-Filter für zukünftige Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Stilanalyse, Return Based Style Analyse, RBSA, Dynamische Strategien, CPPI, Wertsicherungsstrategien, Regression, Asset Allokation, Sharpe, Monte Carlo Simulation, Finanzmarktmodellierung, Rendite-Risiko-Profil, Constant-Mix, Synthetischer Hedge, Performanceanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich Anlagestile komplexer, dynamischer Strategien mittels statistischer Regressionsverfahren (insbesondere nach Sharpe) identifizieren und erklären lassen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Finanzmathematik, die mathematische Modellierung verschiedener Wertsicherungsstrategien (z.B. CPPI) und die empirische Anwendung von Stil-Analyse-Modellen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist die Überprüfung, ob das RBSA-Verfahren nach Sharpe ausreicht, um die Performance von dynamischen Strategien korrekt abzubilden, oder ob Erweiterungen wie zustandsabhängige Regressionen notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden mathematische Regressionsmodelle (OLS, zustandsabhängige Regressionen) sowie Monte-Carlo-Simulationen zur Erzeugung und Analyse von Strategie-Renditen verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Anlagestrategien, die theoretische Herleitung der Regressionsmodelle und die anschließende Auswertung anhand historischer Daten von Perold und Sharpe sowie simulierter Marktdaten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind RBSA (Return Based Style Analyse), dynamische Strategien, Wertsicherung, Regressionsanalyse, CPPI, Asset Allokation und Modellierung von Renditeverteilungen.
Warum sind RBSA-Modelle nach Sharpe für manche Strategien unzureichend?
Die Arbeit zeigt, dass Sharpes Modell Schwierigkeiten hat, Strategien mit asymmetrischen Renditeprofilen und kontinuierlicher Umschichtung (wie CPPI) über einen längeren Zeitraum hinweg präzise zu erfassen.
Welche Rolle spielt der sogenannte "Cash Lock-Effekt"?
Der Cash Lock-Effekt tritt bei CPPI-Strategien auf, wenn der Floor durchbrochen wird, was zu einem "Einfrieren" des Kapitals in risikoarmen Anlagen führt und die Strategie effektiv vom Marktgeschehen abkoppelt.
Was ergibt die Evaluation der zustandsabhängigen Regression?
Das Hinzufügen einer zustandsabhängigen Dummy-Variablen verbessert zwar teilweise die statistische Erklärbarkeit (R²), macht die Interpretation der Ergebnisse jedoch oft komplexer und nicht unbedingt aussagekräftiger hinsichtlich des tatsächlichen Anlagestils.
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- Anonym (Autor), 2021, Stilanalyse dynamischer Anlagestrategien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026419