Diese Arbeit befasst sich mit der Beobachtung von geschlechterspezifischen Unterrichtsstörungen. Zu Beginn findet einer Darstellung des theoretischen Hintergrunds statt. Dies umfasst zum einen das Thema "Unterrichtsstörungen", worunter die Definition, Formen und Unterschiede bezüglich des Geschlechtes fallen. Zum anderen wird die gewählte Forschungsmethode vorgestellt.
Als Forschungsmethode wird die Beobachtung verwendet, welche zunächst genauer beschrieben wird. Im Anschluss werden die verschiedenen Beobachtungsarten, mögliche Fehler bei der Beobachtung und die Gütekriterien einer quantitativen Forschung dargestellt. Anschließend folgt eine Auswertung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse.
Störungsfreier Unterricht ist eine didaktische Fiktion. Es gibt keine Unterrichtsstunde, in welcher keine Unterrichtsstörung auftritt. Tatsächlich sind sie ein unvermeidbarer Bestandteil von Unterricht und ihre Bewältigung zählt zu einer der wichtigsten Aufgaben von LehrerInnen. Sie treten in unterschiedlichster Form auf und hängen von vielen Faktoren ab. Im Rahmen dieser Arbeit wird unter anderem die Häufigkeit von Unterrichtsstörungen untersucht. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Unterschiede bezüglich des Geschlechts gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Darstellung des theoretischen Hintergrundes
2.1 Unterrichtsstörungen
2.1.1 Definition Unterrichtsstörung
2.1.2 Formen der Unterrichtsstörung
2.1.3 Unterschiede bezüglich des Geschlechts
2.2 Theoretische Darstellung der Forschungsmethode
2.2.1 Beobachtung
2.2.2 Beobachtungsarten
2.2.3 Beobachtungsfehler
2.2.4 Gütekriterien
3 Fragestellung und Hypothesen
4 Darstellung der eigenen Untersuchung
4.1 Forschungsmethode und Forschungsinstrument
4.2 Stichprobe
5 Auswertung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.1 Auswertungsmethode
5.2 Vorstellung der Ergebnisse
5.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.4 Probleme und Grenzen
6 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die empirische Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Unterrichtsstörungen, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob Jungen oder Mädchen häufiger den Unterricht stören. Dabei wird analysiert, inwieweit das Verhalten durch individuelle Kompetenzen oder durch geschlechtertypische Erwartungshaltungen geprägt ist.
- Definition und Formen von Unterrichtsstörungen
- Theoretische Grundlagen der Beobachtung als Forschungsmethode
- Empirische Analyse von Störungshäufigkeiten nach Geschlecht und Klassenstufe
- Diskussion über Einflussfaktoren wie Sozialkompetenz und Geschlechterstereotypen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Definition Unterrichtsstörung
Für den Begriff „Unterrichtsstörung“ bietet die Literatur eine Vielzahl von Definitionen, die diesen mehr oder weniger genau erklären (vgl. Biegler 2013, 9). Diese Vielzahl von Definitionen zeigt, dass eine Uneinigkeit bezüglich der Begriffsbestimmung vorhanden ist. Für diese Arbeit wird die Definition nach Winkel verwendet. Nach Winkel liegt eine Unterrichtsstörung vor, „wenn der Unterricht gestört ist, d.h. wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird“ (Winkel 2009, 29). Demnach sind Unterrichtsstörungen eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und Bewertung der am Unterrichtsgeschehen beteiligten Personen (vgl. Köster 2009, 12). Zudem besteht ein subjektiver Spielraum, da das Stocken des Unterrichts sowohl vom Lehrer als auch von der Lerngruppe abhängig ist (vgl. Köster 2009, 12f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Unterrichtsstörungen ein und formuliert das Forschungsinteresse hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede.
2 Darstellung des theoretischen Hintergrundes: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen zu Unterrichtsstörungen und erläutert die methodischen Ansätze der Beobachtung als wissenschaftliches Instrument.
3 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden auf Basis der Theorie konkrete Hypothesen zur Verhaltensweise von Jungen und Mädchen im Unterricht aufgestellt.
4 Darstellung der eigenen Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, das verwendete Erhebungsinstrument sowie die Zusammensetzung der untersuchten Stichprobe.
5 Auswertung, Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden statistisch ausgewertet, graphisch aufbereitet und im Hinblick auf die Forschungsfrage kritisch diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Aussagekraft sowie die Grenzen der durchgeführten Untersuchung.
Schlüsselwörter
Unterrichtsstörung, Jungen, Mädchen, Beobachtungsmethode, Geschlechterstereotypen, Störungshäufigkeit, Sozialkompetenz, Schulleistung, Empirische Untersuchung, Schulalltag, Lernumgebung, Unterrichtsqualität, Verhaltensauffälligkeiten, Quantitative Forschung, Klassenzimmer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Unterrichtsstörungen im schulischen Kontext und untersucht, ob und wie sich Jungen und Mädchen in ihrem störenden Verhalten unterscheiden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Definition von Störungen, die Erläuterung der Beobachtungsmethode, die praktische Durchführung der empirischen Erhebung und die Reflexion über geschlechtsspezifische Stereotypen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage „Wer stört mehr im Unterricht? Jungen oder Mädchen?“ durch eine systematische Beobachtung in verschiedenen Jahrgangsstufen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine strukturierte, quantitative Beobachtungsmethode, bei der das Verhalten der Schüler anhand eines Beobachtungsbogens in einem festgelegten Zeitintervall erfasst wird.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des Forschungsdesigns inklusive der Beobachtungskriterien sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten mittels Diagrammen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Unterrichtsstörung, geschlechtsspezifisches Verhalten, Beobachtungsmethode, Sozialkompetenz und empirische Schulforschung beschreiben.
Wie gehen die Autorin mit den methodischen Grenzen der Beobachtung um?
Die Autorin reflektiert kritisch über die Subjektivität der Beobachtung und die Schwierigkeit, bestimmte Verhaltensweisen (z.B. Provokation vs. zufällige Handlung) objektiv und fehlerfrei zuzuordnen.
Welches Ergebnis liefern die Daten bezüglich der Jahrgangsstufen?
Die Untersuchung zeigt, dass die Häufigkeit von Unterrichtsstörungen mit zunehmendem Alter der Schüler tendenziell abnimmt, wobei in der Jahrgangsstufe 7 die meisten Störungen registriert wurden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Geschlechterspezifische Unterrichtsstörungen. Störungsarten im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1026492