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Das Bildungssystem der DDR

Zur Funktion von Schule und Lehrkraft und der Gesellschaft der Deutschen Demokratischen Republik

Título: Das Bildungssystem der DDR

Trabajo Escrito , 2017 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jenny Braun (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Das Erziehungskonzept der DDR, der Leistungsbegriff sowie die sozialistische Allgemeinbildung zu dieser Zeit wird in der vorliegenden Hausarbeit thematisiert. Welche Ziele verfolgte die Politik der DDR durch Bildung und Erziehung? Welche Rolle spielte hierbei die Lehrperson und welchen Wert hatte Individualität in der allgemeinen Einheit der DDR?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wird im Verlauf der Hausarbeit der gesellschaftliche und soziale Hintergrund, sowie die schulpolitische Zielsetzung beleuchtet. Auch der Zwiespalt zwischen didaktischem Ansatz und politischen Vorgaben soll verdeutlicht werden. Auf weitere politische Aspekte kann in dieser Hausarbeit leider nicht eingegangen werden, da dies den Rahmen überschreiten würde.

Da es sich um Forschungsfragen zur Thematik einer Republik handelt, die nicht mehr existent ist, ist die Beantwortung der Fragen jedoch teilweise nur bedingt möglich. Die zeitliche Spanne des zu betrachtenden Systems beträgt lediglich etwa dreißig Jahre, wodurch die Betrachtung des Verlaufs der Bildungsreformen begrenzt ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bildungssystem der DDR

2.1 Das Erziehungskonzept

2.2 Die Sozialistische Allgemeinbildung im Lehrplanwerk

2.3 Der Leistungsbegriff

3. Die Lehrperson in der DDR

3.1 Aufgaben der Lehrkraft

3.2 Dialektische Didaktik nach Lothar Klingberg

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Struktur und ideologische Ausrichtung des Bildungssystems der ehemaligen DDR, wobei der Fokus insbesondere auf der Rolle der Lehrperson im Spannungsfeld zwischen staatlichen Vorgaben und didaktischen Ansätzen liegt.

  • Analyse des sozialistischen Erziehungskonzepts und dessen Zielsetzungen.
  • Untersuchung des Lehrplanwerks und der sozialistischen Allgemeinbildung.
  • Betrachtung der Leistungsgesellschaft DDR und der Rolle des Leistungsbegriffs im Bildungswesen.
  • Reflexion über die Aufgaben der Lehrkraft und die dialektische Didaktik nach Lothar Klingberg.
  • Aufdeckung des Zwiespalts zwischen staatlicher Kontrolle und pädagogischem Anspruch.

Auszug aus dem Buch

3.2 Dialektische Didaktik nach Lothar Klingberg

Lothar Klingberg war einer der größten und weltweit sehr bekannter Didaktiker in der DDR, der sich mit der Problematik der Allgemeinen Didaktik befasste und in Leipzig und Potsdam als Professor für Pädagogik und Didaktik wirkte. Klingberg bezog die Theorie der Didaktik und des Unterrichtsprozesses in die Theorie der sozialistischen Allgemeinbildung ein und verknüpfte dies wiederum mit weltanschaulichen Prämissen. Er bekannte sich stets zum Sozialismus, lies jedoch lauten, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit der sozialistischen Allgemeinbildung erhebliche Unterschiede bestanden. Kritik am Bildungswesen der DDR äußerte er jedoch nur sehr zurückhaltend. Sein Umgang mit den staatlichen Rahmenvorgaben lässt sich an drei Punkten darstellen – seinem Allgemeinbildungsbegriff, dem Stellenwert des Lehrplanwerks und seiner Didaktik und am Pädagogischen Prozess.

Klingberg forderte eine „prinzipiell gleiche Bildung als Grundlage aller Differenzierungen und Spezialisierungen“ für alle Bürger. Des Weiteren sollte diese Bildung universell sein und eine „allseitige, harmonische Bildung der Persönlichkeit“ anstreben. Hierbei musste also nicht nur der Intellekt gefördert werden, sondern auch die sozialen, ästhetischen und körperlichen Fähigkeiten.

Der wichtigste Aspekt zum Erreichen der Universalität war die Arbeit und der dabei entstehende Kontakt mit der gesellschaftlichen Umwelt. Hierbei ging Klingberg davon aus, dass grundsätzlich jeder Mensch gebildet werden kann.

Die sozialistische Allgemeinbildung sei seiner Meinung nach eine weltanschaulich fundierte und wissenschaftliche Bildung gewesen, die eine weiterführende Bildung ermöglichte.

Diese war im Lehrplanwerk als verbindliche Grundlage für die Gestaltung von Schule und Unterricht festgelegt. Die Ziele und die Stoffverteilung waren ebenso verbindlich vorgegeben, wie die methodische Umsetzung dessen.

Der Unterricht sei ein pädagogischer Prozess, betonte Klingberg, bei dem die Grundlagen und „Gesetzmäßigkeiten“ ebenfalls pädagogischer Natur sind. Hier hielt er die Dialektik von Führung und Selbsttätigkeit für absolut vorrangig. Er beschrieb Unterricht als eine Kunst, als einen schöpferischen Prozess, „dessen Gestaltung nicht aus Lehrplanvorgaben abgeleitet werden kann.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des deutschen Bildungssystems ein und stellt die spezifische Fragestellung hinsichtlich der Bildung und Erziehung in der DDR vor.

2. Das Bildungssystem der DDR: Hier werden das Erziehungskonzept, die Rolle der sozialistischen Allgemeinbildung im Lehrplanwerk sowie der gesellschaftliche Stellenwert des Leistungsbegriffs beleuchtet.

3. Die Lehrperson in der DDR: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Aufgaben der Lehrkräfte sowie die dialektische Didaktik von Lothar Klingberg innerhalb der schulischen Strukturen.

4. Fazit: Das Fazit fasst den Zwiespalt zwischen politischer Lenkung durch das System und dem pädagogischen Wirken des Lehrers zusammen.

Schlüsselwörter

DDR, Bildungssystem, Sozialistische Allgemeinbildung, Lehrplanwerk, Pädagogik, Lothar Klingberg, Dialektische Didaktik, Erziehungskonzept, Leistungsgesellschaft, Leistungsbegriff, Lehrperson, Sozialistische Persönlichkeit, Marxismus-Leninismus, Schulpolitik, Unterrichtsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur, den Zielen und der ideologischen Ausrichtung des Bildungssystems in der DDR sowie der Rolle der Lehrperson in diesem Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das sozialistische Erziehungskonzept, die Bedeutung des Lehrplanwerks, die Rolle der Leistungsgesellschaft und die theoretischen didaktischen Ansätze von Lothar Klingberg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zwiespalt zwischen den staatlichen, ideologischen Vorgaben und dem praktischen, didaktischen Handeln im Bildungsalltag der DDR aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Analyse des historischen Bildungswesens und der Auswertung relevanter Fachliteratur sowie Primärquellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert das Bildungssystem der DDR, die Aufgaben der Lehrkräfte, die theoretischen Ansätze zur Didaktik und die Implementierung von Leistung und Ideologie im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DDR-Bildungssystem, sozialistische Erziehung, Lehrplanwerk, Leistungsbegriff und die dialektische Didaktik nach Lothar Klingberg.

Welchen Stellenwert hatte der Leistungsbegriff in der DDR-Schule?

Leistung galt als moralischer Wert und Leistungsstreben als wichtige persönliche Eigenschaft, um dem Staat als „sozialistischer Patriot“ zu dienen.

Wie beschrieb Lothar Klingberg den Unterricht?

Klingberg verstand Unterricht als einen schöpferischen Prozess und als Kunst, wobei er besonders die Dialektik von Führung durch den Lehrer und Selbsttätigkeit des Schülers hervorhob.

Inwieweit waren Lehrer in ihrer Unterrichtsgestaltung frei?

Die Lehrer waren stark an staatliche Vorgaben und das Lehrplanwerk gebunden, was ihren Spielraum für eine individuelle Förderung oder kreative Gestaltung stark einschränkte.

Gab es Widersprüche zwischen Bildungspolitik und Pädagogik?

Ja, die Arbeit zeigt, dass die starren politischen Vorgaben im Konflikt mit dem didaktischen Wunsch nach individueller Förderung und schöpferischem Unterricht standen.

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Detalles

Título
Das Bildungssystem der DDR
Subtítulo
Zur Funktion von Schule und Lehrkraft und der Gesellschaft der Deutschen Demokratischen Republik
Universidad
University of Potsdam
Calificación
1,3
Autor
Jenny Braun (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
15
No. de catálogo
V1027021
ISBN (Ebook)
9783346430830
ISBN (Libro)
9783346430847
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungssystem funktion schule lehrkraft gesellschaft deutschen demokratischen republik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jenny Braun (Autor), 2017, Das Bildungssystem der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027021
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