Nimmt das Tablet immer mehr Einzug in die Klassenzimmer unserer Schulen? Und wenn ja: bringt der Einsatz im Unterricht überhaupt einen Mehrwert für den Lernerfolg der Kinder und falls ja: welchen? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit nachgegangen werden.
Neue Medien sind seit einigen Jahren ein immer beliebteres Einsatzmittel im schulischen Alltag. Neben dem Einsatz von Computern sowie White- und Smartboards wird seit einiger Zeit auch das Tablet vermehrt im Unterrichtskontext eingesetzt. Die Bezeichnung tablet lässt sich dabei ganz einfach mit den Begriffen Notiz-block oder Schreibtafel übersetzen.
Aufgrund der aktuellen Thematik wird zu Beginn der Arbeit ein theoretischer Einblick in den Fachbereich der Medienpädagogik gegeben. Hierbei sollen vor allem die Medienerziehung, -kompetenz und -didaktik beleuchtet werden. Da Tablets bisher häufig nur an Regelschulen eingesetzt werden, soll diese Arbeit den inklusiven Unterricht fokussieren, weshalb dieser ebenfalls kurz in der Theorie beschrieben wird.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 Inklusiver Unterricht
2.2 Medienpädagogik
2.2.1 Medienerziehung
2.2.2 Medienkompetenz
2.2.3 Mediendidaktik
3 LITERATUR-REVIEW
3.1 Zielsetzung und Fragestellungen der Literaturanalyse
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Vorgehensweise bei der Recherche und Auswahl der Quellen
3.2.2 Quellen des Reviews
3.2.3 Vorgehensweise bei der Auswertung der Literatur
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Darstellung der Ergebnisse
3.3.2 Interpretation der Ergebnisse
3.3.3 Methodendiskussion
4 CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN FÜR DEN INKLUSIVEN UNTERRICHT
5 FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Tablets im schulischen Kontext durch ein systematisches Literatur-Review, um den Mehrwert für den Lernerfolg von Kindern im inklusiven Unterricht zu evaluieren und konkrete Einsatzpotenziale sowie Herausforderungen aufzuzeigen.
- Theoretische Fundierung von Inklusionspädagogik und Medienpädagogik.
- Systematische Analyse von Studien zum Tablet-Einsatz in Schulen.
- Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Nutzungsmodellen (z.B. Eins-zu-Eins vs. Klassensatz).
- Darstellung von Chancen und Herausforderungen für den inklusiven Unterricht.
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte und Schulen.
Auszug aus dem Buch
3 LITERATUR-REVIEW
„Doch die Technologien an sich sind nicht so interessant. Interessant sind die Möglichkeiten, die Menschen mit Ihnen haben, die sie vorher nicht hatten und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen“ (Thissen 2015, S. 2).
Thissen beschreibt die Verbreitung Neuer Medien, vor allem des Smartphones, Tablets und Computers, als einen bedeutenden Tipping Point unserer Zeit. Tipping Points beschreiben im Allgemeinen Momente, in welchen sich unerwartet und schlagartig ein System völlig verändert. Diese Bezeichnung lässt sich daher sehr passend auf die aktuelle Mediengesellschaft anwenden. Der Medienkonsum wächst und auch die neuen Innovationen auf dem Markt steigen stetig an. Es scheint unumgänglich, dass Neue Medien auch einen immer größeren Einfluss auf die Bildung und somit auch auf den aktuellen Schulunterricht nehmen (vgl. ebd., S. 3ff).
Neue Technologien bieten vielfältige Möglichkeiten, die vor einigen Jahren noch kaum denkbar waren. So können Menschen bspw. mithilfe von Medien von jedem Ort auf der Welt zu jeder Zeit mit einer anderen Person Kontakt aufnehmen, Informationen abrufen, eigene Meinungen öffentlich vertreten oder auf eine Bandbreite an Unterhaltungsmedien wie Filme oder Musik zugreifen. Die Verbreitung von digitalen Medien hat Einzug in so gut wie alle Lebensbereiche genommen und bringt somit auch soziale Auswirkungen der Nutzung mit sich. Das Denken, die Wahrnehmung und auch das soziale Handeln verändern sich durch den Umgang mit neuen Technologien. Diese Auswirkungen müssen jedoch nicht immer positiver Natur sein wie Thissen anmerkt. So werden Menschen durch die Präsenz von Medien mit einer riesigen Menge an Informationen konfrontiert. Das Leben wird durch die Mediennutzung und die damit einhergehende Anforderung von Flexibilität und Anpassung zusätzlich regelrecht beschleunigt (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Tablet-Nutzung in Schulen und Formulierung der Forschungsfrage zum Mehrwert im inklusiven Unterricht.
2 THEORETISCHER TEIL: Erläuterung der Grundlagen der Inklusionspädagogik sowie der drei zentralen medienpädagogischen Säulen Medienerziehung, Medienkompetenz und Mediendidaktik.
3 LITERATUR-REVIEW: Systematische Analyse von 16 Studien zum aktuellen Forschungsstand, der Methodik des Reviews und der Darstellung sowie Interpretation der Ergebnisse.
4 CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN FÜR DEN INKLUSIVEN UNTERRICHT: Verknüpfung der Theorie mit den Ergebnissen des Reviews zur Erarbeitung von Potenzialen und Hürden für die Praxis.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Empfehlungen für zukünftige Entwicklungen und Forschungsvorhaben.
Schlüsselwörter
Tablets, Inklusiver Unterricht, Medienpädagogik, Literatur-Review, Medienkompetenz, Mediendidaktik, Digitale Medien, Inklusion, Schulunterricht, Differenzierung, Kooperatives Lernen, Tablet-Nutzung, Bildungsapplikation, Lernprozesse, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Tablets im schulischen Alltag, insbesondere mit dem Fokus auf deren Mehrwert im inklusiven Unterrichtssetting.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Inklusionspädagogik sowie die Medienpädagogik, unterteilt in Medienerziehung, Medienkompetenz und Mediendidaktik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, welchen Mehrwert der Einsatz von Tablets für den Lernerfolg von Kindern im inklusiven Unterricht bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet ein systematisches Literatur-Review, bei dem 16 empirische Quellen analysiert und kategorisiert wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die Durchführung des Literatur-Reviews mit Ergebnisdarstellung und eine anschließende Transferleistung auf den inklusiven Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inklusion, Tablet-Einsatz, Medienkompetenz, Differenzierung und kooperatives Lernen.
Welchen Einfluss haben verschiedene Nutzungsmodelle?
Die Arbeit differenziert zwischen Eins-zu-Eins-Situationen und dem Arbeiten mit Klassensätzen, wobei beide Modelle Vor- und Nachteile in Bezug auf Mobilität, Verantwortlichkeit und Zugänglichkeit aufweisen.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft beim Tablet-Einsatz?
Die Lehrkraft nimmt eine zentrale, beratende Rolle ein. Die Autorin betont, dass für einen erfolgreichen Einsatz eine gezielte didaktische Planung und Fortbildungen unumgänglich sind.
Wie bewerten die analysierten Studien den Tablet-Einsatz?
Alle im Review berücksichtigten Studien bewerten den Tablet-Einsatz im Unterricht aus pädagogischer Sicht positiv, insbesondere im Hinblick auf Motivation und Kooperation.
Gibt es länderspezifische Unterschiede bei der Nutzung?
Nein, laut dem Literatur-Review lassen sich keine signifikanten länderabhängigen Unterschiede in den Chancen oder Herausforderungen des Tablet-Einsatzes feststellen.
- Quote paper
- Nadine Grahlmann (Author), 2017, Tablets im inklusiven Unterricht. Ein Literatur-Review, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027112