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Rechtsrealismus in Skandinavien und den USA im Vergleich

Título: Rechtsrealismus in Skandinavien und den USA im Vergleich

Trabajo de Seminario , 2021 , 33 Páginas , Calificación: 11

Autor:in: Robert Riep (Autor)

Derecho - Otros sistemas jurídicos, derecho comparado
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Die Arbeit befasst sich mit Parallelen und Unterschieden der als "Rechtsrealismus" bekannten Rechtsphilosophien in Skandinavien und den USA. In diesem Rahmen erfolgt eine kurze Betrachtung des Rechtskontextes von Skandinavien, eine kursorische Darstellung prägender Vertreter der beiden Strömungen und eine Veranschaulichung des Legal Realism anhand der Lochner-Rechtsprechung des Surpreme Courts.

Die von Laien oft und gern diskutierte Dialektik von Recht und Gerechtigkeit beschäftigt seit jeher auch die Rechtswissenschaft in Form der juristischen Methodenlehre und der zugrundeliegenden Natur des Rechts. In der Moderne entwickelte sich hierzu eine Vielzahl von Betrachtungsweisen. Hier soll besonders auf die Ansätze des Rechtsrealismus mit seinen beiden Strömungen in den Vereinigten Staaten von Amerika und Skandinavien eingegangen werden. Wie sich später noch zeigen wird, weisen die beiden Realismen jeweils sehr unterschiedliche Charakteristika auf. Gemeinsamkeiten lassen sich jedoch mit der künstlerischen Epoche des Realismus im 19. und 20. Jahrhundert bezüglich der Ausrichtung finden. Beide schicken sich an, das Leben, bzw. das Recht, ohne Idealisierung oder romantisierende Subjektivität zu beschreiben. Nach Ansicht einiger Autoren bestehen keine nennenswerten Verbindungen zum philosophischen Realismus. Wie sich später noch ergründet werden soll, lässt dies ohne Einschränkungen nur für die amerikanischen Rechtsrealisten behaupten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Natur des Rechtsrealismus

B. Einordnung der Vergleichssubjekte

I. Rechtsordnung der Vereinigten Staaten

II. Skandinavischer Rechtsraum

1. Eigenheiten der skandinavischen Rechtsanwendung

a. Die fehlende Kodifizierung

b. Rechtsanwendung

2. Internationale Einflüsse

3. Einordnung

C. Entwicklung des Rechtsrealismus

I. Rechtsrealismus in den USA

1. Historische Grundlagen

a. Pragmatismus als geistiges Fundament

b. Realismus im Recht

2. Die Realisten

a. Karl Llewellyn

b. Jerome Frank

c. Walter Wheeler Cook

3. Einordnung

4. Kritik am Legal Realism

a. Kantorowicz und die Funktion von Recht

b. Dworkin und die ungenaue Rechtsdefinition

c. Stellungnahme

II. Rechtsrealismus in Skandinavien

1. Historische Grundlagen

2. Die skandinavischen Realisten

a. Hägerström

b. Kritik an Hägerström

c. Vilhelm Lundstedt

d. Kritik an Lundstedt

e. Karl Olivecrona

f. Kritik an Olivecrona

g. Alf Ross

h. Kritik an Ross

3. Verhältnis zu anderen positivistischen Theorien

a. Willenstheorie

b. Befehlstheorie

D. Praktische Auswirkungen

I. Die „Lochner-Ära“ in den USA

II. Kritik der progressiv-realistischen Strömung

III. Die progressive Ära

IV. Die Auffassung von Eigentum und Besitz nach Hägerström

E. Fazit und Ausblick in die Zukunft

I. Die Realisten als politische Bewegung?

II. Die empirisch-psychologische Komponente

III. Rechtsrealismus in Gegenwart und Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Ansätze des Rechtsrealismus in den USA und Skandinavien, um deren theoretische Grundlagen sowie praktische Auswirkungen auf die jeweilige Rechtsprechung und den gesellschaftlichen Kontext aufzuzeigen.

  • Gegenüberstellung der amerikanischen und skandinavischen Schule des Rechtsrealismus
  • Analyse der philosophischen Wurzeln und des jeweiligen zeitgeschichtlichen Umfelds
  • Untersuchung der Rolle des Richters und der Rechtsanwendung in beiden Systemen
  • Bewertung der politischen Dimensionen und des prodemokratischen Charakters der Bewegung
  • Betrachtung der praktischen Auswirkungen am Beispiel von Eigentumsrechten und Marktregulierung

Auszug aus dem Buch

b. Realismus im Recht

Auf diesem Fundament baute dann der „Proto-Realist“ Oliver Wendell Holmes Jr., langjähriger Richter des Supreme Court, sein Rechtsverständnis auf. Nach ihm ist Rechtswissenschaft kein abstraktes Mysterium, sondern „ nichts als eine Vorhersage, dass falls ein Mensch etwas tut oder unterlässt, er in dieser oder jener Weise durch das Urteil des Gerichtes leiden wird, also durch das Recht.“ Hier zeigt sich das Verständnis rechtlicher Pflichten als empirischer Thesen, welche durch das Urteil verifiziert oder falsifiziert werden können. Durch das Abstellen auf die Erzwingbarkeit zeigt sich zum einen das grundsätzlich positivistische Rechtsverständnis Holmes. Zum anderen passen formelle Gesetze nur bedingt in diese Definition von Recht. Aus Sicht des common law nachvollziehbar, kommt ihnen vielmehr die Rolle einer bloßen Rechtsquelle im Sinne einer gesetzgeberischen Urteilsempfehlung zu. Nach dem von Dewey beschriebenen Prozess erscheint es somit nur folgerichtig, für eine Urteilsprognose gesellschaftliche Umstände wie beispielsweise gesetzgeberische Wertungen mit einzubeziehen.

Dies soll nach Holmes jedoch im Sinne der Rechtssicherheit nicht durch subjektive moralische Wertungen erfolgen, sondern durch Urteile, die allgemeinen Rechtsideen folgen. Eine trennscharfe Definition für beides lieferte er jedoch nicht.

Die Legitimität zieht das Recht für Holmes daraus, dass es soziale Zustände herbeiführt, welche die Gesellschaft erstrebt. Abstrakt-generelle Rechtsregeln sind für ihn wertlos, wenn sie nicht von der Breite der Gesellschaft getragen werden. Somit erhebt Holmes den Richter zum gesellschaftlichen Gestalter und öffnet die Rechtswissenschaft für sozial-politische Argumentationen und eine quasi naturwissenschaftliche Betrachtungsweise.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Natur des Rechtsrealismus: Einleitung in das Thema mit Abgrenzung der beiden Strömungen des Rechtsrealismus im Kontext der allgemeinen Rechtswissenschaft.

B. Einordnung der Vergleichssubjekte: Analyse der grundlegenden Unterschiede und Strukturen der amerikanischen Common-Law-Rechtsordnung im Vergleich zum skandinavischen Rechtsraum.

C. Entwicklung des Rechtsrealismus: Detaillierte Darstellung der historischen Grundlagen, der zentralen Vertreter und der Kritik an beiden realistischen Strömungen.

D. Praktische Auswirkungen: Konkretisierung der theoretischen Konzepte durch eine Fallstudie zum Eigentumsrecht, insbesondere im Kontext der amerikanischen Lochner-Ära.

E. Fazit und Ausblick in die Zukunft: Zusammenfassende Bewertung der politischen Implikationen der Realisten und ein Ausblick auf ihre Bedeutung in der modernen Rechtswissenschaft.

Schlüsselwörter

Rechtsrealismus, USA, Skandinavien, Legal Realism, Uppsalaschule, Rechtsanwendung, Common Law, Eigentumsrecht, Pragmatismus, Rechtsskeptizismus, Axel Hägerström, Oliver Wendell Holmes Jr., Rechtstheorie, Rechtsphilosophie, Sozialgesetzgebung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die zwei Ausprägungen des Rechtsrealismus – die amerikanische und die skandinavische Schule – und analysiert deren theoretische Fundamente sowie deren Einfluss auf die Rechtspraxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die erkenntnistheoretischen Grundlagen, die Rolle des Richters, das Verhältnis zwischen Recht und Moral sowie die Anwendung von empirischen Methoden in der Rechtswissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Strömungen aufzuzeigen und zu klären, inwieweit diese Bewegungen als politische Reformansätze oder eher als rein philosophische Schulen zu verstehen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode, kombiniert mit einer Analyse der historischen und philosophischen Entwicklung, um die Argumente der verschiedenen Vertreter in ihren jeweiligen Kontexten einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des US-amerikanischen Rechtsrealismus, des skandinavischen Rechtsrealismus sowie eine Untersuchung praktischer Auswirkungen am Beispiel des Eigentumsrechts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtsrealismus, Legal Realism, Uppsalaschule, Common Law, Pragmatismus und Eigentumsrecht charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich der amerikanische vom skandinavischen Ansatz?

Während der amerikanische Realismus stark aus einer pragmatischen und sozialpolitischen Kritik am Formalismus der Lochner-Ära entstand, wurzelt der skandinavische Realismus in einer philosophischen Opposition zur Metaphysik, angeführt durch Axel Hägerström.

Wie bewertet die Arbeit die heutige Bedeutung der Rechtsrealisten?

Obwohl ihre direkte praktische Wirkung begrenzt blieb, wird ihre Bedeutung heute darin gesehen, die Rechtswissenschaft für empirische Ansätze geöffnet zu haben, was insbesondere im Zeitalter von „Big Data“ wieder an Relevanz gewinnt.

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Detalles

Título
Rechtsrealismus in Skandinavien und den USA im Vergleich
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)
Curso
Die Kontexte von common law und civil law- eine deutsch-amerikanische Annäherung
Calificación
11
Autor
Robert Riep (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
33
No. de catálogo
V1027144
ISBN (Ebook)
9783346414137
ISBN (Libro)
9783346414144
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtsrealismus Rechtsphilosophie USA Skandinavien Legal Realism Rechtsvergleichung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Riep (Autor), 2021, Rechtsrealismus in Skandinavien und den USA im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027144
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