Die Entstehungsgeschichte der Stadt und des Schlosses Königs Wusterhausen


Referat / Aufsatz (Schule), 1998
3 Seiten, Note: 2

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VORTRAG

Die Entstehungsgeschichte der Stadt und des Schlosses KÖNIGS WUSTERHAUSEN

Wir leben hier, wir essen hier, wir schlafen hier, wir lernen und arbeiten hier, aber wissen wir überhaupt, was das hier für eine Stadt ist, wie sie in der Vergangenheit aussah, was sie erleiden musste und was sie ehrt etc.

NEIN! Ich glaube nicht.

Darum werde ich euch jetzt die ausschlaggebenden Fakten der Geschichte Königs Wusterhausens berichten.

Aus dem Jahre 1305 kommen die frühesten Nachrichten über Wusterhausen. Damals hieß es noch Wendisch Wustrow, da es wahrscheinlich die Wenden im zehnten Jahrhundert ge- baut hatten, als sie beim Kampf gegen die Germanen gegen die Spree ankämpfen mussten und eine Überquerungsmöglichkeit benötigten, um den Nottekanal zu überqueren. Urkund- lich wurde Wusterhausen erstmals im Landbuch Kaiser Karls IX. 1375 erwähnt. Es war eine trübe und finstere Zeit, ohne Recht und ohne Gesetz, wo sich der Stärkere sein Recht über den Schwächeren anmaßte.

Die Wenden und die Deutschen kämpften derzeit ständig um den Besitz der Niederlausitz und der Mark Brandenburg. Da das Schloss Wusterhausen der Schlüssel zur Niederlausitz gewesen ist, gingen die Besitzstreitereien auch oft um Wusterhausen, das dadurch sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

1377 wird dann der ganze Besitz; derer von Torgau, dem Burghauptmann Hanko von Mit- tenwalde unterstellt. 1427 geht das Schloss in den Besitz der Herren von Schlieben über, die es später als Raubritter als Rittersitz nutzten. 1475 ging Wusterhausen nun in den Besitz der reich begüteten Familie, den Schenken von Landsberg, Seyda und Teupitz über, die ihre Be- sitzung zwischen Teupitz und Wusterhausen fortan als Schenkenländchen bezeichneten. Zweihundert Jahre lang war das Schloss Wusterhausen und die Umgebung in ihren Besitz, und es bildeten sich drei Bauern- und Rossätengehöfe, die vielleicht aus früheren Fischerhüt- ten entstanden sind. Anfang des siebzehnten Jahrhunderts verkauften Die Schenken ihren Be- sitz aufgrund von Schuldabhängigkeit an die Familie von Jena. Von nun an wechselte der Be- sitz ständen; von der Familie von Jena zu der von Dunkelmann, von der von Dunkelmann an die von Löwen, von der von Löwen an die von Putlitz und von der von Putlitz wieder mal an die berühmt berüchtigte von Schlieben.

Durch den Dreißigjährigen Krieg gab es auch einige Probleme in Wusterhausen, wie z.B. die Verwüstung durch die Schweden im Jahre 1643.

1652 geht der Besitz Wusterhausen letztendlich an die kurfürstliche Familie, wobei es ab 1770 für Staatszwecke genutzt wird. Doch 1682 wird Wusterhausen wieder vom Sohn des Großen Kurfürsten bezogen, dem es aber doch nicht so gefällt, und der es so 1698 seinem Sohn Friedrich Wilhelm I. als Weihnachtsgeschenk schenkt. Dieser gründet nach seinen Be- gehren 1707 die Jagdkompanie "Die Langen Kerls", weswegen er das alte Schloss 1713-1718 zum königlichen Jagdschloss umbauen ließ. Außerdem entstanden unter seinem Befehl noch Park- und Straßenanlagen und Wusterhausen wurde zum Hauptort des Kirchenspiels, wobei der Partikularismus der anliegenden Dörfer Probleme machte, d.h. dass jedes Dorf seine ei- genen (Sonder)Bestrebungen hat (Kleinstaaterei) , den Friedrich Wilhelm I. aber zu lösen wusste - nämlich mit Gewalt. 1718 nannte er sein Gut dann auch von Wendisch Wusterhausen in des Königs Wusterhausen um, in dessen Jagdschloss auch Jagdgäste wie der König von Polen und der sächsische Kurfürst August der Starke im Jahre 1728 empfangen wurden. Unter König Friedrich dem Großen wurde das Schloss nur anfangs Privat genutzt, wobei es aus der Zeit eine Schlossumschreibung von seiner Lieblingsschwester, der späteren Markgräfin von Bayreuth gibt, die ich jetzt zitatgetreu vorlesen möchte, um Euch einen Eindruck aus dem Schloss und dem Leben daherein zu geben:

"Mit unsäglicher Mühe hat die Hölle zu erleiden".(Anhang) Von 1786 an wurde die Herrschaft Königs Wusterhausen als Fideicommisgut verpachtet, und erst ab dem Jahre 1811 ist eine Gemeindeverwaltung nachweisbar. 1832 erhält Königs Wusterhausen nun endlich das Marktrecht, und 1848 seine erste Bürgervertretung. Mittlerweile hat Königs Wusterhausen auch schon zwei Poststrecken; nämlich von Berlin über Königs Wusterhausen nach Mittenwalde und von Königs Wusterhausen über Wendisch und Buchholz nach Cottbus.

In den kleineren Kriegsjahren 1864/1868 und 1870-71 wurde Königs Wusterhausen immer wieder beschädigt.

1872 kam die erste Zeitung "das Intelligenzblatt für Königs Wusterhausen und Umgebung" heraus. Die Industrie, wie auch der Handel und der Verkehr stiegen nun immer mehr an. da Königs Wusterhausen ziemlich zentral in Deutschland lag und auch noch liegt. 1890 machte Oskar Löbmann aus dem Gelände der. früheren Ofen- und Tapetenfabrik eine Goldleistenfab- rik mit Dampfbetrieb. Königs Wusterhausen besaß auch noch andere Fabriken, die teilweise ihre Besitzer häufig wechselten. Ebenso gab es in Königs Wusterhausen schon eine Brauerei.

Im Anschluss an den Ersten Weltkrieg wurde 1918 ein Arbeits- und Soldatenrat gegründet. Und im selbigen Jahr zog die Gemeindeverwaltung Königs Wusterhausens in das Schloss der selben Stadt. 1920 ist es nun endlich soweit; in Königs Wusterhausen wird der Rundfunk geboren, der später noch um einiges erweitert wurde. 1933 wurde die demokratisch gewählte Gemeindevertretung gewaltsam aufgelöst.

Inzwischen zählt Königs Wusterhausen 5 000 Einwohner. 1935 reichte es dann soweit, dass Königs Wusterhausen das Stadtrecht und die Stadtfahne verliehen bekamen. Und drei Jahre später wurde der Reichsautobahnring bei Königs Wusterhausen eingeweiht. Doch 1944 wur- de auch ein KZ-Außenlager für Juden und Polen hier errichtet. und am 26. Mai 1945 wurde die Stadt auch noch von der Sowjetarmee besetzt und ca. fünfhundert Gebäude wurden be- schädigt. 1946 gab es aber nun, Gott sei Dank, die ersten freien Wahlen deren Sieg die Libe- raldemokraten errangen. Um das Glück weiter zu führen, wurde Königs Wusterhausen 1952 auch zu einer Kreisstadt ernannt. 1961 begann die Stadterweiterung durch die Schaffung von Neubaugebieten und 1975 fei- erte man in Königs Wusterhausen die Sechshundert-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Er- wähnung der Stadt. Wenn auch nicht so groß, aber es war trotzdem ein hundertjähriges Jubi- läum im Jahre 1989, und zwar das der Einweihung der evangelischen Kreuzkirche zu Königs Wusterhausen, die für politische Foren geöffnet wurden war, im Zeichen der Wende. Nach 1946 gab es am 06. Mai 1990 die ersten freien Wahlen deren Sieg diesmal die Sozialdemokraten (SPD) errangen.

Im selben Jahr wurde dann am 28. Mai der S-Bahnverkehr zwischen Königs Wusterhausen und Wannsee aufgenommen, 1994 fand das erste internationale Stadionfest im "Stadion der Freundschaft" statt,1995 kam es zum Städtepartnerschaftsvertrag mit Germantown/ Tennes- seeaus den USA und 1995 wurde das erste Heimatmuseum in Königs Wusterhausen geöffnet.

So und hiermit möchte ich mit der Angabe meiner benötigten und benutzten Quellen mein Referat beenden und hoffe, dass es Euch gefallen und auch etwas gebracht hat.

QUELLEN:

DUDENVERLAG: „Duden“;

FONTANE, THEODOR:

"Wanderungen durch die Mark Brandenburg“; HEIMATMUSEUM K.WH.;

MERIT:

„Merits großes Lexikon in Farbe für die ganze Familie“; WINTEROLLS, MICHAEL:

"Reiseführer durch Brandenburg; PRO LINE CONCEPT-VERLAG

"Aufbruch zur Quelle - Bilde aus dem Dahmeland "; UNBEKANNT:

"Königs Wusterhausen - Ein Spaziergang durch Geschichte und Gegenwart";

Die Chronik Königs Wusterhausen (Aus der Stadtbücherei in Königs Wusterhausen);

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Details

Titel
Die Entstehungsgeschichte der Stadt und des Schlosses Königs Wusterhausen
Veranstaltung
Geschichte - Basiskurs
Note
2
Autor
Jahr
1998
Seiten
3
Katalognummer
V102715
Dateigröße
337 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Kurze Zusammenfassung der geschichtlichen Bedeutung und Entstehung der Stadt und des Schlosses Königs Wusterhausen.
Schlagworte
Entstehungsgeschichte, Stadt, Schlosses, Königs, Wusterhausen, Geschichte, Basiskurs
Arbeit zitieren
Thomas Schrowe (Autor), 1998, Die Entstehungsgeschichte der Stadt und des Schlosses Königs Wusterhausen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102715

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