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Das Quartär in Mitteleuropa und seine Besonderheiten

Title: Das Quartär in Mitteleuropa und seine Besonderheiten

Term Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Was verursacht Klimaschwankungen und was macht das Quartär in Bezug auf Mitteleuropa so besonders? Die folgende Ausarbeitung befasst sich mit diesen Fragen und setzt dabei den Fokus auf den Großraum Mitteleuropa.

Das Quartär bezeichnet das Eiszeitalter, das vor 2,6 Millionen Jahren begann und bis heute andauert. Der Name geht auf einen von dem italienischen Geologen Giovanni Arduino geprägten Begriff zurück, der bereits in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts übereinanderliegende Gesteinsschichten in Italien von Primär bis Quartär benannte. Erst im Jahr 1829 setzte sich der wissenschaftliche Name Quartär durch, als der französische Geologe und Historiker Jules Desnoyer ihn wieder aufgriff, um Gesteine im Pariser Becken aus dieser Epoche zu benennen.

Das Quartär umfasst zwei Serie: Das eigentliche Eiszeitalter, das Pleistozän und die Nacheiszeit, bzw. die geologische Gegenwart, das Holozän. Gekennzeichnet ist diese Zeitspanne durch ehebliche Klimaschwankungen. Als Eiszeitalter bezeichnet man einen Abschnitt der Erdgeschichte, in dem mindestens einer der Pole vergletschert gewesen ist. Eiszeitalter sind relativ kurze Ereignisse und machen nur etwa ein Fünftel der Erdgeschichte aus. Zudem unterscheidet man zwischen Kalt- und Warmzeiten. Diese liegen in der Größenordnung von 10.000 Jahren bis etwa 200.000 Jahren. Innerhalb der Kalt- und Warmzeiten gibt es Schwankungen, die in wenigen Jahrhunderten berechnet werden können.

In Betrachtung auf Mitteleuropa sind im Fall der Kaltzeiten Gletscher von Norden bis nach Norddeutschland und von den Alpen bis in das Vorland vorgestoßen. Diese Sichtweise lässt sich allerdings nicht auf andere Regionen außerhalb Europas übertragen. In der Sahara zum Beispiel hat es in der jüngeren Erdgeschichte keine Eiszeit gegeben, während am Südpol dagegen seit etwa 34 Millionen Jahren ununterbrochen Eiszeit herrscht. Das Quartär stellt also das jüngste Eiszeitalter dar und ist dennoch von besonderer Bedeutung, da es die Voraussetzungen für unseren heutigen Lebensraum bildet. Durch zahlreiche Klimaschwankungen und mit ihnen in Verbindung stehenden Prozessen wurde die Erdoberfläche, sowie die Biosphäre besonders in den gemäßigten Breiten stark verändert. Facettenreiche Landschaftsbilder und geomorphologische Formationen, die heute in Europa vorzufinden sind, sind auf das Quartär zurückzuführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ursachen der Klimaveränderungen

3. Pleistozän

4. Holozän

5. Landschaften und geomorphologische Formationen des Quartärs

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Quartär als jüngstes Eiszeitalter der Erdgeschichte im Raum Mitteleuropa zu untersuchen, die Ursachen seiner Klimaschwankungen zu erläutern und die daraus resultierenden geomorphologischen Auswirkungen auf die heutige Landschaftsgestaltung zu analysieren.

  • Natürliche Ursachen von Klimaveränderungen (astronomische und irdische Faktoren).
  • Charakteristika und klimatische Differenzierung von Pleistozän und Holozän.
  • Geomorphologische Spuren und Landschaftsformationen der glazialen Serie.
  • Prozesse im Periglazialgebiet und deren landschaftsprägende Ablagerungen.
  • Einfluss anthropogener Faktoren im Zeitabschnitt des Anthropozäns.

Auszug aus dem Buch

2. Ursachen der Klimaveränderungen

Seitdem Klimaänderungen in der Erdgeschichte nachgewiesen werden konnten, versucht die Forschung die Ursachen zu klären. So war schon früh deutlich, dass nach den Hintergründen für Veränderungen des globalen Strahlungshaushaltes zu suchen war. Schon Anfang des 18. Jahrhunderts wurden Theorien entwickelt, nach denen astronomische Einflüsse eine große Rolle spielen müssten. Die Erde unterliegt als Teil des Sonnensystems dem Einfluss der Massenanziehungskräfte anderer Planeten. Je nach Position anderer Planeten, wird also die Bahn und die Rotation der Erde verändert (FRAEDRICH 2016:128). Die Kreiselbewegung der Erdachse, die Präzession, hat eine Zyklusdauer von ca. 23.000, bzw. 19.000 Jahren. Die Präzession verändert zwar die globale Energiebilanz nicht, führt aber dazu, dass sich der Zeitpunkt des sonnennächsten Punktes der Erde zur Sonne, das Perihel, verändert und in Folge zeitweise die Nord- und zeitweise die Südhalbkugel mehr oder weniger Sonnenstrahlung erhält. So entstehen Schwankungen in der Energieumsetzung aufgrund der global unterschiedlichen Kontinent-Meer-Verteilung (SPEKTRUM 1998).

Die Erdachsenneigung, auch Schiefe der Ekliptik oder Obliquität genannt, ändert sich zyklisch in ca. 41.000 Jahren. Sie schwankt zwischen 21,5° und 24,5°. Zurzeit ist die Erdachse um 23,4° geneigt. Tritt eine Zunahme der Obliquiät ein, bedeutet das eine Verringerung der Unterschiede zwischen den Klimazonen. Es kommt zu einem Temperaturanstieg in den Polregionen, während die Temperaturen am Äquator sinken (FU-BERLIN 2020 a). Die Änderungen der Ellipsenform der Erdbahn um die Sonne, auch als Exzentrizität bekannt, treten in Zyklen von ca. 100.000 und 400.000 Jahren auf. Eine stark elliptische Umlaufbahn weist auf eine hohe Exzentrizität hin und bedeutet global viel Sonneneinstrahlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Quartärs als Eiszeitalter und Darstellung der globalen Temperaturverläufe sowie der klimatischen Besonderheiten dieser Epoche für den Raum Mitteleuropa.

2. Ursachen der Klimaveränderungen: Analyse der astronomischen Einflüsse wie der Milankovic-Zyklen sowie irdischer Faktoren wie der Plattentektonik und anthropogener Emissionen auf das globale Klima.

3. Pleistozän: Detaillierte Betrachtung der Kalt- und Warmzeiten der pleistozänen Epoche, inklusive der Auswirkungen auf Flora, Fauna und die menschliche Entwicklung.

4. Holozän: Untersuchung der nacheiszeitlichen Erwärmung, der ökologischen Umbrüche und der klimatischen Schwankungsphasen bis hin zum anthropogen geprägten Anthropozän.

5. Landschaften und geomorphologische Formationen des Quartärs: Erläuterung der durch glaziale und periglaziale Prozesse entstandenen Landschaftsformen wie Moränen, Urstromtäler, Sander und Lössablagerungen.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über das Quartär und dessen Bedeutung als Grundlage für das heutige Klimaverständnis und die geologische Beschaffenheit Mitteleuropas.

Schlüsselwörter

Quartär, Pleistozän, Holozän, Klimaschwankungen, Milankovic-Zyklen, Glaziale Serie, Inlandeis, Periglazial, Geomorphologie, Anthropozän, Moränen, Urstromtäler, Solifluktion, Löss, Treibhauseffekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der geologischen Epoche des Quartärs, insbesondere mit den klimatischen Bedingungen und den daraus resultierenden landschaftlichen Veränderungen in Mitteleuropa.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen für Klimaveränderungen, der Unterscheidung zwischen Pleistozän und Holozän sowie der Beschreibung spezifischer geomorphologischer Formationen, die durch Gletscheraktivitäten entstanden sind.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Ursachen für die Klimaschwankungen des Quartärs verantwortlich sind und wie diese das heutige Landschaftsbild und die Lebensräume im Großraum Mitteleuropa geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen zu Themen der Geologie, Paläoklimatologie und Geomorphologie, um einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Quartär zu geben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung astronomischer Klimafaktoren, die Chronologie pleistozäner und holozäner Klimaphasen sowie eine systematische Erläuterung glazialer und periglazialer Formenschätze wie Moränen und Urstromtäler.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Quartär, Glaziale Serie, Milankovic-Zyklen, Eiszeitalter, geomorphologische Formationen und anthropogener Einfluss.

Welche Rolle spielt die Plattentektonik für das Klima im Quartär?

Die Plattentektonik beeinflusste das Klima indirekt, etwa durch die Drift der Antarktis in den Südpolarbereich oder die Schließung der mittelamerikanischen Landbrücke, was wiederum Ozeanströmungen und damit den globalen Wärmehaushalt maßgeblich veränderte.

Wie unterscheidet sich die Entstehung von Söllen von anderen glazialen Formen?

Sölle entstanden während der Gletscherschmelze durch das Zerfallen von Toteisblöcken, die nach der Überlagerung durch Sedimente zu Mulden wurden, sobald das Eis schmolz – ein anderer Entstehungsprozess als bei Moränen oder Urstromtälern.

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Details

Title
Das Quartär in Mitteleuropa und seine Besonderheiten
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Geographie)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1027438
ISBN (eBook)
9783346431912
ISBN (Book)
9783346431929
Language
German
Tags
Quartär Mitteleuropa Geomorphologie Eiszeit Warmzeit Klimaveränderung Vereisung Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Das Quartär in Mitteleuropa und seine Besonderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027438
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