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Chancen und Grenzen der Korrelationsdidaktik

Titel: Chancen und Grenzen der Korrelationsdidaktik

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Talina Meyer (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Stand des christlichen Glaubens hat sich in den Jahrhunderten stark verändert. In unserer heutigen Gesellschaft muss sich der Glaube immer mehr beweisen. Religionsunterricht wird als unnötig erachtet, die Lehrer*innen haben immer mehr Probleme den Glauben in Kontakt mit der Lebenswelt der Schüler*innen zu setzen.

Dieses Problem existiert nicht erst seit der Jahrtausendwende. Auch schon in den 60ern brachte die erstarkende Säkularisierung Probleme für den Religionsunterricht. Wie sollte man mit Schüler*innen umgehen, die keine christliche Sozialisierung besaßen und eher agnostisch oder atheistisch in ihrer Denkweise waren?

Die Korrelationsdidaktik schien die Erlösung für den katholischen Religionsunterricht. Ihren Durchbruch erlangte sie in den 60er bis 70er Jahren und wurde ab dann zum didaktischen Leitprinzip im Religionsunterricht. Sie versuchte eine Wechselbeziehung zwischen der Schülerwelt und der christlichen Tradition herzustellen. Später wurde sie jedoch von der Elementarisierung abgelöst, nachdem einige Probleme die Praxisumsetzung der Korrelationsdidaktik erschwerten. Trotzdem hielt sich das Prinzip als eines der Leitprinzipien im Religionsunterricht. Auch noch heute nutzen viele Religionslehrer*innen die Korrelationsdidaktik.

In dieser Hausarbeit sollen die Chancen und Grenzen der Korrelationsdidaktik aufgezeigt werden. Dafür werden zunächst das der Korrelationsdidaktik zugrundeliegende systematisch-theologische Prinzip der „Korrelation“ erläutert. Beginnend mit Paul Tillich, einem evangelischen Theologen, der Korrelation auch als „Frage-Antwort Geschehen“ deutete, weiterführend mit Edward Schillebeeckx, einem katholischen Theologen, der Korrelation eher als gegenseitiges Durchdringen definiert.

Anschließend wird das Prinzip der Korrelationsdidaktik erläutert, wobei nicht auf die Entwicklung eingegangen wird, die dieser Begriff durchlief, sondern nur eine grobe Erläuterung stattfindet. Im Hauptteil der Hausarbeit werden die Probleme erläutert, die während der Umsetzung der Korrelationsdidaktik auftauchen. Im Anschluss wird auf die abduktive Korrelation eingegangen, ein Prinzip, dass das Hauptproblem der klassischen Korrelationsdidaktik versucht zu lösen. Abschließend wird die Frage beantwortet, welche Chancen Korrelationsdidaktik schaffen kann und welche Grenzen ihr gesetzt sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Korrelation als systematisch-theologisches Prinzip

2.1 Frage und Antwort Korrelation nach Paul Tillich

2.2 Korrelation nach Schillebeeckx

2.2.1 vom Begriff der Korrelation zum Begriff der kritischen Interrelation

3.Korrelation als didaktisches Prinzip

3.1 Korrelationsdidaktik kritisch hinterfragt

3.2 Lösungsversuche

3.2.1 abduktive Korrelation

4.Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Korrelationsdidaktik im katholischen Religionsunterricht, um deren Potenziale sowie ihre strukturellen Grenzen in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft kritisch aufzuarbeiten und durch alternative Ansätze wie die abduktive Korrelation zu ergänzen.

  • Grundlagen des systematisch-theologischen Korrelationsprinzips (Tillich, Schillebeeckx)
  • Die Korrelationsdidaktik als didaktisches Leitprinzip
  • Kritische Analyse der praktischen Umsetzung und Schwachstellen
  • Kritische Interrelation als Weiterentwicklung
  • Abduktive Korrelation als Lösungsansatz für die Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Frage und Antwort Korrelation nach Paul Tillich

Tillich unterscheidet zwischen mehreren Korrelationen, wobei manche von ontologischer Natur sind, andere von erkenntnistheoretischer Natur. Die Art der Korrelation, die für die spätere Korrelationsdidaktik prägend ist, ist die Frage und Antwort Korrelation. Zunächst wird jedoch erst Tillichs Verständnis von Offenbarung erläutert.

Für Tillich bedeutet Offenbarung eine „besondere und außergewöhnliche Manifestation, die den Schleier von etwas entfernt, was in einer besonderen und außergewöhnlichen Weise verborgen ist.“ Diese Art der Offenbarung kann jedoch nur eine religiöse sein, also eine Gottesoffenbarung, wenn derjenige, der diese Erfahrung miterlebt auch an dieser Offenbarung teilnimmt. Es reicht nicht, dass er dieser Offenbarung beiwohnt, oder dass ihm von einer Offenbarung berichtet wird. Er muss auch in seinem tiefsten innere von diesem Ereignis betroffen sein. Tillich benennt diese beiden Komponenten einer Offenbarung „subjektives Geschehen“, nämlich das Betroffensein der Person durch das Ereignis, und „objektives Geschehen“, also das eigentliche Ereignis, welches die Person ergreift. Das subjektive Geschehen erfolgt in der Form von Ekstase, das objektive Geschehen in Form eines Wunders.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung skizziert die Herausforderungen des Religionsunterrichts in der Moderne und führt in das Thema der Korrelationsdidaktik als Vermittlungsprinzip zwischen Lebenswelt und christlicher Tradition ein.

2.Korrelation als systematisch-theologisches Prinzip: Dieses Kapitel erläutert die theologischen Wurzeln des Prinzips bei Paul Tillich und Edward Schillebeeckx sowie die Weiterentwicklung zur kritischen Interrelation.

2.1 Frage und Antwort Korrelation nach Paul Tillich: Der Abschnitt konzentriert sich auf Tillichs Offenbarungsverständnis und die Korrelation als interdependente Beziehung zwischen menschlichen Fragen und christlichen Antworten.

2.2 Korrelation nach Schillebeeckx: Hier wird der Fokus auf das gegenseitige Durchdringen von Quellen und die Bedeutung des Interpretationsrahmens gelegt.

2.2.1 vom Begriff der Korrelation zum Begriff der kritischen Interrelation: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit, unterschiedliche Kontexte kritisch zu korrelieren, um Glaubenserfahrungen in veränderten gesellschaftlichen Situationen neu zu formulieren.

3.Korrelation als didaktisches Prinzip: Es wird untersucht, wie das theoretische Konzept der Korrelation in didaktische Instrumente für den Religionsunterricht übersetzt wird.

3.1 Korrelationsdidaktik kritisch hinterfragt: Dieser Teil analysiert die praktischen Umsetzungsschwierigkeiten und die Gefahr einer funktionalistischen Reduzierung beider Pole.

3.2 Lösungsversuche: Es werden Ansätze zur Überwindung der Praxisprobleme der Korrelationsdidaktik skizziert.

3.2.1 abduktive Korrelation: Der Abschnitt stellt die abduktive Korrelation vor, die durch ihre Offenheit und den Fokus auf den kommunikativen Raum das Scheitern klassischer Ansätze vermeiden möchte.

4.Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Chancen und Grenzen des Prinzips zusammen und betont die Relevanz der abduktiven Korrelation für einen zeitgemäßen Religionsunterricht.

Schlüsselwörter

Korrelationsdidaktik, Religionsunterricht, Paul Tillich, Edward Schillebeeckx, Offenbarung, kritische Interrelation, abduktive Korrelation, Glaubenserfahrung, Lebenswelt, Säkularisierung, Didaktik, Theologie, Kommunikativer Raum, Subjektives Geschehen, Objektives Geschehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Korrelationsdidaktik als didaktisches Leitprinzip im Religionsunterricht und bewertet deren Chancen und Grenzen in einer säkularen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das systematisch-theologische Prinzip der Korrelation, dessen didaktische Anwendung, die Kritik an der Umsetzungspraxis und alternative Ansätze wie die abduktive Korrelation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Stärken des Korrelationsprinzips gegenüber den praktischen Herausforderungen im Unterrichtsalltag abzuwägen und aufzuzeigen, wie das Prinzip trotz Säkularisierung nützlich bleiben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theologisch-didaktischen Literaturanalyse und einer kritischen Reflexion bestehender Konzepte der Religionspädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil stehen die theoretischen Grundlagen (Tillich, Schillebeeckx), die didaktische Umsetzung, die kritische Auseinandersetzung mit den Praxisproblemen sowie Lösungsansätze für einen modernen Religionsunterricht im Fokus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Korrelationsdidaktik, abduktive Korrelation, Offenbarung, Lebenswelt und kritische Interrelation.

Warum wird die abduktive Korrelation als Lösungsversuch eingeführt?

Sie wird eingeführt, um den Druck zu mindern, zwingend ein bestimmtes Ergebnis oder eine Offenbarungserfahrung zu erzielen, und stattdessen einen offenen Raum für die Selbstbildung der Lernenden zu schaffen.

Inwiefern beeinflusst das Konzept der „Ekstase“ nach Tillich die Argumentation?

Das Konzept verdeutlicht, dass eine genuine Offenbarungserfahrung ein tiefes Betroffensein voraussetzt, was im schulischen Rahmen schwer planbar und somit ein Kritikpunkt an der klassischen Korrelationsdidaktik ist.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen und Grenzen der Korrelationsdidaktik
Veranstaltung
Religionsdidaktik
Note
2,0
Autor
Talina Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1027465
ISBN (eBook)
9783346431899
ISBN (Buch)
9783346431905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Korrelation Religionsdidaktik Lehramt abduktive Korrelation Paul Tillich Schillebeeckx
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Talina Meyer (Autor:in), 2020, Chancen und Grenzen der Korrelationsdidaktik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1027465
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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