Die Themen Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit, Energieeinsparung, Optimierungsprozesse und Managementleistungen stehen heute im Mittelpunkt allen Handelns.
Um die effiziente Nutzung einer Liegenschaft wie die des Agrarzentrums Limburgerhof zu erhöhen, müssen große Anstrengungen unternommen werden. Sämtliche Bereiche dieser Liegenschaft müssen
dabei aufgenommen, begutachtet und analysiert werden. Von der Energieversorgung über die Mietflächenverwaltung, Hausmeisterdienste, kaufmännische Betreuung bis hin zur Gebäudekonstruktion ist es sinnvoll, alle Bereiche von einer zentralen Stelle aus zu analysieren und zu managen. Fachleute nennen diese Managementleistung auch „Facility Management“ oder genauer „Liegenschaftsmanagement“.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird basierend auf dem Begriff des „Facility Managements“ der Sektor Energie technisch wie auch wirtschaftlich behandelt.
Grundlage hierfür ist die Neustrukturierung des Energiemanagements der Liegenschaft Agrarzentrum Limburgerhof, BASF AG.
Eine bisher dezentrale, also in jedem Gebäude für sich installierte Energiezentrale wird durch eine zentrale Energieversorgung, einem Blockheizkraftwerk als eigenständiges Gebäude der Liegenschaft, ersetzt.
Im Vorfeld der Umplanung und Umrüstung muss eine ausführliche Bestandsanalyse und Wirtschaftlichkeitsrechnung durchgeführt werden um zu überprüfen, ob eine solche Umstellung überhaupt wirtschaftlich sei. Nach der Frageklärung beginnt ein Prozess, welcher die Umrüstungen der technischen Gebäudeausstattung, Umrüstungen der Versorgungstrassen und Neuplanungen des Energieversorgungssystem
beinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: BASF AG: Hintergründe und Fakten
2.1 Informationen zur BASF AG
2.2 Position des Agrarzentrums Limburgerhof in der BASF Gruppe
2.3 Stellung des Agrarzentrums Limburgerhof im Bezug auf das Stammwerk der BASF in Ludwigshafen
2.4 Geographische Lage
2.4.1 Regionale Einordnung
2.4.2 Stammwerk BASF AG Ludwigshafen
2.4.3 Agrarzentrum Limburgerhof, BASF AG
Kapitel 3: Facility Management / Liegenschaftsmanagement
3.1 Ist eine eindeutige Begriffsdefinition möglich?
3.2 Immobilien Facility Management / Liegenschaftsmanagement
3.3 Grundzüge/Zielsetzungen/Methoden eines Facility Management Projekts
3.4 Die Situation im Agrarzentrum Limburgerhof, BASF AG
3.5 Energiemanagement als Bestandteil des Immobilien Facility Managements
Kapitel 4: Bestandsanalyse des Energiemanagements des Agrarzentrums Limburgerhof, BASF AG
4.1 Ist – Zustand der Energieversorgung
4.1.1 Elektrische Energieversorgung
4.1.2 Gasversorgung
4.1.3 Wärme- und Kälteversorgung der Gebäude
4.1.4 Darstellung der Situation im Plan
4.2 Bestandsanalyse der Gebäudearten, des Energiebedarfs und der technischen Gebäudeausrüstung (TGA)
4.2.1 Bestandsanalyse der Gebäude des Agrarzentrums bezüglich ihres Energiebedarfs und ihrer technischen Gebäudeausrüstung
4.2.2 Auswertung der Bestandsanalyse
4.3 Ein typisches Gebäude mit dezentralem Energiekonzept am Beispiel des Laborgebäudes Li 445
4.4 Grundsätzliche Überlegungen zu einem neuen Energiekonzept
Kapitel 5: Blockheizkraftwerke und das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplungstechnik
5.1 Einführung
5.2 BHKW / KWK – Technik und deren Umweltauswirkungen
5.2.1 Die klassische Art der Stromerzeugung
5.2.2 Die neue Lösung: KWK-Technik
5.2.3 Motoren in BHKW Modulen
5.2.4 Lärm- und Abgasemissionsschutz von BHKW Modulen
5.3 Betriebskonzepte
5.3.1 Wärme- oder Stromführung
5.3.2 Eigenbedarfsdeckung oder Stromlieferung
5.3.3 Laufzeit und Lebensdauer
5.4 Energiepolitische Rahmenbedingungen
5.4.1 Die Ökosteuer
5.4.2 Die Kraft-Wärme-Kopplungs – Vorrangpolitik
Kapitel 6: Neues Energiekonzept des Agrarzentrums Limburgerhof
6.1 Entscheidungsfaktoren für ein neues Energiekonzept
6.1.1 Entscheidungsfaktor: Alte Anlagen und die KWK-Technik
6.1.2 Entscheidungsfaktor: Laborneubau Li 721
6.1.3 Wirtschaftlichkeitsrechnung
6.2 Energiebilanz, Gebäudeauswahl, Versorgungstrassenverlauf
6.2.1 Neue Energiebilanz
6.2.2 Gebäudeauswahl
6.2.3 Plandarstellung
6.3 Umstellung eines Gebäudes von dezentraler auf zentrale Energieversorgung
6.3.1 Auswirkungen auf die vorhandene Gebäudetechnik
6.3.2 Umstellungsprozess von dezentraler auf zentrale Energieversorgung anhand einer Prozesskette
6.4 Bau der zentralen Energieversorgung im Rahmen der KWK-Technik im Agrarzentrum Limburgerhof
Kapitel 7: Energie – Nutzwertanalyse
7.1 Grundlage der Nutzungskostenbetrachtung
7.1.1 Allgemeine Nutzungskostenstruktur von Gebäuden als Ermittlungsgrundlage nach DIN 18960
7.1.2 Gruppenbildung (Kategorisierung) der Gebäude des Agrarzentrums Limburgerhof
7.1.3 Auswahl von Nutzungskostengruppe und Gebäudegruppen
7.2 Nutzungskostenermittlung für den Bereich Energien der unter 7.1.3 getroffenen Auswahl für das Agrarzentrum Limburgerhof
7.2.1 Tabellarische Zusammenstellung und Berechnung der Energiekosten
7.2.2 Graphische Darstellung der Energiekosten in Abhängigkeit der Investitionskosten
7.2.3 Auswertung von Trendlinien
7.3 Praktische Anwendung der Trendlinien mit den dazugehörigen Datensätzen im Agrarzentrum Limburgerhof
7.3.1 Deckungsbeitrag in % der standardisierten Gebäude an den Betriebskosten des BHKW
7.3.2 Prozentuale Aufteilung der Netto – Grundfläche (NGF) in Hauptnutzfläche (HNF), Nebennutzfläche (NNF), Verkehrsfläche (VF) und Funktionsfläche (FF) nach DIN 277 Teil1
7.3.3 Berechnungsprogramm zur Ermittlung der nutzerbezogenen Jahresenergiekosten vorhandener Gebäude sowie in Planung befindlicher Bauvorhaben
Zusammenfassung
Kurzfassungen
Ehrenwörtliche Erklärung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die wirtschaftlichen und energetischen Auswirkungen einer Umstellung der Energieversorgung eines Forschungsstandortes von einem dezentralen System auf eine zentrale Energieversorgung mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das primäre Ziel ist es, ein optimiertes Energiekonzept für das Agrarzentrum Limburgerhof der BASF AG zu entwickeln, welches die Grundlage für ein modernes Liegenschaftsmanagement bildet und die Effizienz des Energieverbrauchs steigert.
- Analyse und Bewertung der bestehenden dezentralen Energieversorgungsstruktur.
- Entwicklung und technische sowie wirtschaftliche Begründung eines zentralen Energiekonzepts unter Nutzung von Blockheizkraftwerken (BHKW).
- Integration der zentralen Energieversorgung in das Facility Management bzw. Liegenschaftsmanagement.
- Erstellung eines anwenderfreundlichen EDV-Programms zur Energiekostenermittlung und Nutzwertanalyse für Bestandsgebäude und Neubauvorhaben.
Auszug aus dem Buch
Die Situation im Agrarzentrum Limburgerhof, BASF AG
Wie schon im voran gegangenen Kapitel angedeutet, erfolgt nun eine Darstellung der „Facility Management – Situation“ im Agrarzentrum Limburgerhof, BASF AG. Das Management - Konzept im Agrarzentrum ist geprägt durch die Einteilung in einzelne Abteilungen, wie sie in der ganzen BASF erfolgt.
Mein Arbeitsplatz liegt in der Einheit APD/S. Dieser Abteilungscode steht für Site Service Agricultural Center. Diese Einheit bildet die oberste Management - Ebene und ist zuständig für die gesamte Infrastruktur, ergänzt um die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Entsorgung. Eine der wesentlichen zukünftigen Aufgaben der Einheit ist u.a. der Aufbau eines Liegenschaftsmanagements.
Die folgende Darstellung, angelehnt an Bild 3.2, beschreibt schematisch die vorliegende Situation und ermöglicht den Vergleich mit dem Grundkonzept des „Immobilien Facility Management“ / „Liegenschaftsmanagement“.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Stellt das Ziel der Untersuchung dar, die Energieversorgung eines Forschungsstandortes wirtschaftlich und technisch zu optimieren.
Kapitel 2: BASF AG: Hintergründe und Fakten: Gibt einen Überblick über die Unternehmensstruktur der BASF sowie die Bedeutung und Rolle des Agrarzentrums Limburgerhof.
Kapitel 3: Facility Management / Liegenschaftsmanagement: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Facility Managements und beschreibt die Anwendung im Agrarzentrum.
Kapitel 4: Bestandsanalyse des Energiemanagements des Agrarzentrums Limburgerhof, BASF AG: Analysiert den Ist-Zustand der dezentralen Energieversorgung und die technische Gebäudeausrüstung.
Kapitel 5: Blockheizkraftwerke und das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplungstechnik: Beschreibt die theoretischen Grundlagen der KWK-Technik sowie deren Vorteile und rechtliche Rahmenbedingungen.
Kapitel 6: Neues Energiekonzept des Agrarzentrums Limburgerhof: Dokumentiert die Planung, Dimensionierung und den Aufbau der neuen zentralen Energieversorgung durch ein BHKW.
Kapitel 7: Energie – Nutzwertanalyse: Erstellt ein Kostenmodell zur transparenten Energiekostenermittlung für Gebäude und präsentiert ein entwickeltes EDV-Programm.
Schlüsselwörter
Facility Management, Liegenschaftsmanagement, Energiemanagement, Kraft-Wärme-Kopplung, BHKW, BASF AG, Agrarzentrum Limburgerhof, Energieeffizienz, Bestandsanalyse, Nutzwertanalyse, Energiekonzept, technische Gebäudeausrüstung, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Betriebsmanagement, Gebäudeautomation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Umstellung des Energiekonzepts eines BASF-Forschungsstandortes von dezentralen auf zentrale Strukturen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Facility Management, technischer Gebäudeausrüstung, KWK-Technik (Kraft-Wärme-Kopplung) und dem Energiemanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines ganzheitlichen Energiekonzepts mittels Blockheizkraftwerken, integriert in das Liegenschaftsmanagement des Agrarzentrums Limburgerhof.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden Bestandsanalyse, einer darauf aufbauenden Wirtschaftlichkeitsrechnung und einer Nutzwertanalyse zur energetischen Bewertung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Ist-Zustand, beschreibt die KWK-Technik, erläutert die Umsetzungsstrategie des neuen Energiekonzepts und präsentiert die Ergebnisse der Energiekostenanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Facility Management, KWK-Technik, BHKW, Energiemanagement und Wirtschaftlichkeit im Liegenschaftsmanagement.
Wie beeinflusst die KWK-Technik die Standort-Wirtschaftlichkeit?
Durch die effiziente gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme sowie steuerliche Vorteile (Mineralölsteuererstattung) werden Betriebskosten nachhaltig gesenkt.
Welchen Nutzen bringt das entwickelte EDV-Programm für den Facility Manager?
Es ermöglicht eine transparente, nutzerbezogene Berechnung der Energiekosten sowohl für Bestandsgebäude als auch für zukünftige Bauvorhaben zur Entscheidungsunterstützung.
- Quote paper
- Thomas Kleiner (Author), 2002, Energiekonzept eines Forschungsstandortes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10282