Place, Price und Distribution Anbieter und Werbekunden - Marketing-Mix


Skript, 2000
5 Seiten

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Produkt

Das Produkt befriedigt das Bedürfnis der Gesellschaft nach abenteuerlicher Unterhaltung und richtet sich nach einer Zielgruppe der Konsumenten von 14 - 49. Bei diesem Produkt handelt es sich nicht um ein neues Produkt, sondern lediglich um eine Anpassung von bereits bestehenden Produkten im Sortiment des ORF (Taxi Orange, Expedition Robinson, etc.).

Bedürfnisfamilie: Bedürfnis nach (abenteuerlicher) Unterhaltung → Kernnutzen

Produktfamilie: (Computer-) Spiele, TV, Kino, etc.

Produktklasse: Dienstleistung: Reality-TV, Sendungen wie Big Brother, Taxi Orange, etc.

Produktlinie: Reality-TV, das die gleiche Zielgruppe anspricht, und auf dem gleichen Weg an die Öffentlichkeit gelangt. Ähnlicher Aufbau mit Gelegenheit für die Zuschauer, mitzumachen,.

Produkttyp: Reality-TV, das besonders auf abenteuerliche Unterhaltung zielt, wie z.B. Expedition Robinson, Inselduell, Maulwurf, etc.

Artikel : Die ganz bestimmte Ausführungsform, in unserem Falle eine Realityshow, abgestimmt auf abenteuerliche Unterhaltung, zu verfolgen über TV und Internet, Zielgruppe zwischen 14 und 49.

Produkt für den Konsumenten

Abenteuershow im TV

Es handelt sich bei diesem Produkt um eine Abenteuershow, die auf ORF, im Schweizerischen und im Deutschen Fernsehen zur Hauptsendezeit, also um 20.15 ausgestrahlt wird. Diese Sendung wird durch Sponsoren finanziert.

Ablaufbeschreibung:

Einführung:

- Interessierte Einzelpersonen können sich innerhalb eines bestimmten Zeitraumes anmelden
- Es werden 3 Gruppen mit je 6 Mitgliedern intern zusammengestellt und in Form einer Show dem Publikum kurz vorgestellt.
- Den verschiedenen Gruppen werden täglich X Werbeminuten bereitgestellt, um für sich Zuschauerstimmen zu gewinnen. Das Werbekonzept und der Werbespot muss von jeder Gruppe selbst entwickelt und produziert werden.
- Abstimmung der Zuschauer mittels Hotline oder Internet
- Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses und Präsentation der drei Siegergruppen innerhalb einer Show und Reise auf die Insel

Ablauf:

- Entscheidungen:

- Wege: Die Gruppe erhält vier mögliche Wegstrecken zur Auswahl, wobei die Länge des Fußmarsches vom Schwierigkeitsgrad (Schluchten, Fallen, etc.) des Weges abhängt. Der kürzeste Weg („Adventure-Weg“)führt nur nach Bewältigung eines unbekannten „Abenteuers“ ans gewünschte Ziel, welches als abgeschlossen gilt, wenn jedes Mitglied einer Gruppe dies mit Erfolg bewältigt hat (Bungee, Würmer als Nahrung, etc.). Ist dies nicht der Fall, muss die Gruppe zum Ausgangspunkt zurückkehren und den verbleibenden Weg nehmen.
- Jede Gruppe muss sich ihre Startposition (Wahlreihenfolge) in Form eines Spieles (jeweils am Ende des Berichtes) erkämpfen.
- Nahrung: Die einzelnen Gruppen müssen um Quantität und Qualität ihrer Nahrung in Form von Spielen kämpfen.

Um Das Interesse der Zuschauer nicht zu verlieren und die Spannung zu erhalten müssen den Gruppen fortlaufend neue und immer schwierigere Aufgaben gestellt werden. Die Gruppenmitglieder sollen an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht werden, es sollen Konflikte innerhalb der Gruppen entstehen, um das Bedürfnis nach Voyeurismus des Konsumenten zu befriedigen.

- Schluss:

Die insgesamt benötigte Zeit wird summiert und ein Ranking erstellt. Wiederum hängt Quantität (Kompass...) und Qualität der Ausrüstung von der Position der einzelnen Gruppe im Ranking ab. Auch die Genauigkeit der Karten, welche zum Ziel führen, hängt von der erreichten Position ab. Als zusätzliche Herausforderung gilt: Der Schatz nimmt mit jeder Stunde, ab dem Beginn der Spieleinheit, im Wert kontinuierlich ab.

Verfolgen und Mitwirken im Produkt über Internet

Aktives Mitwirken:

- Jeder Interessierte kann sich mittels Telefon oder Internet als „Player“ registrieren lassen, wobei man sich für Unterstützung einer bestimmten Gruppe entscheiden muss (Wird höchstwahrscheinlich nach Ländern unterschieden). Als Dankeschön und Bestätigung der Registrierung bekommt jeder „Player“ ein kleines Geschenk (Sticker, Mütze, T-shirt...) mit Aufdruck des Logos und der Spielernummer. Diese Nummer gilt auch als „Login“ und wird später für die Auslosung des Zuschauerpreises benötigt.
- Die Zuschauer finden eine ausführliche Routenbeschreibung im Internet (oder nach Berichterstattung im TV) und können anhand dieser für die „eigene“ Gruppe entscheiden, welcher Weg der strategisch günstigste ist, welcher mit größter Wahrscheinlichkeit am schnellsten zum Zielort führt. Allerdings ist ein bereits gewählter Weg für die restlichen Gruppen gesperrt.

Anreiz:

- Unter dem „Homeplayern“, welche die Siegergruppe unterstützt haben (Registrierung), wird der gleiche Betrag, welche die Siegergruppe erhält, verlost.

Extras, Styling, Ausstattungsmerkmale

Als besonderes Extra wird dem Kunden, sobald er sich über Telephon oder Internet registriert hat, ein kleines Geschenk gesendet (Mütze, Sticker, T-Shirt...) im Safaristil mit aufgedrucktem Logo und seiner Spielernummer. Der Konsument wird auch gebeten, seine E-mailadresse anzugeben. So wird er elektronisch über die neuesten Ereignisse auf Batù, sowie über den momentanen Rakingplatz seiner Gruppe ständig auf dem Laufenden gehalten.

Der Kunde sieht sich also mit sehr vielen Leistungselementen versehen, was für eine sehr hohe Qualität des Produktes spricht. Es handelt sich hier sogar um ein augmentiertes Produkt, das heißt, dass die normalen Erwartungen des Kunden nach abenteuerlicher Unterhaltung übertroffen werden und der Kunde nicht nur zuschauen kann, sondern kann sich sogar aktiv beteiligen!

Produkt für den Werbekunden

Der Werbekunde konsumiert das Produkt nicht als solches, sondern er nutzt das Produkt als Werbeträger, der das Zielpublikum seines Produkts anspricht.

Am Sinnvollsten wäre es, für verschiedene Produkte zu werben, welche untereinander kombinierbar sind. Für jeden Kunden kann ein Paket entwickelt werden, das genau dessen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Werbezeit für Spots

Den Werbekunden stehen pro Sendung X Minuten zur Verfügung, zu X Schilling pro Minute. Diese werden vor, nach und zwischen der Sendung eingespielt.

Product Placement

Zu Werbezwecken werden Produkte von den Gruppenmitgliedern verwendet z.B. Jemand raucht Marlboro Zigaretten

Sponsoring

Sponsoren können Vor oder nach der Sendung präsentiert werden, auf den Geschenken, sowie im Internet oder bei allfälligen Events.

Promotiontrailer

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Preis

Preis für den Konsumenten

Unser Produkt unterscheidet sich dadurch von den meisten anderen Produkten, dass es für den Konsumenten gratis zu konsumieren ist (abgesehen von Stromkosten), also kaum einen finanziellen, sondern nur einen zeitlichen „Aufwand“ darstellt. Diese Tatsache stellt für das Produkt im Gegensatz zu einigen Konkurrenzprodukten (z.B. Kino) einen großen Vorteil dar und wird daher eher konsumiert.

Preis für den Werbekunden

Anders hingegen verhält es sich bei den Werbekunden. Da wir eine sehr hohe Qualität bieten, aber dafür auch einen hohen Preis verlangen, arbeiten wir mit einer sogenannten „Premiumstrategie“. Wir verwenden einheitliche Preise bei Spots ( Æ 6000 Schilling pro Werbesekunde), gewähren aber Treuerabatte, um bestehende Kunden zu bevorzugen. Bei speziellen Formen, wie z.B. Sponsoring oder Product Placement verwenden wir einen Individualpreis-Verfahren, d.h. wir handeln mit den Unternehmen die Preise einzeln, je nach Umfang der Werbeaktivität, aus. Die Preise werden sich um die 50 000 Schilling bewegen. Es handelt sich also um ein flexibles Mehrpreissystem.

Die Gestaltung des Preises:

Preispolitische Ziele: Das Produkt ist im Zielmarkt (Werbekunden mit Produkten, deren Zielgruppe zwischen 14-49 liegt) sehr hoch positioniert, da es sich um ein qualitativ hohes Produkt handelt und voraussichtlich sehr viel konsumiert wird. Unter die preispolitischen Ziele zählen wir natürlich auch den Fortbestand des Unternehmens, sowie Gewinn- und Umsatzmaximierung. Der ORF möchte jedoch seine Preisgestaltung weiter an den Reichweiten der 12-49 Jährigen orientieren und ist bemüht, seine Preise laufend zu senken. Folglich werden die Preise nicht mehr allzu hoch angesetzt, um der Unternehmungspolitik gerecht zu werden.

Nachfrage: Die Nachfrage nach der TV-Show vom Kunden wird erwartungsgemäß sehr hoch liegen (ORF versucht die 20% von „Inselduell“ zu übertreffen und will an 47% bei jungen Sehern, wie bei Taxi Orange, herankommen). Dies führt zu einer sehr hohen Nachfrage von Werbekunden. Je nach Einschaltquoten müssen die Preise nach Beginn der Sendung korrigiert werden.

Kosten: Die Preise müssen mindestens die gesamten Kosten der Reality-Show, einschließlich den Endgewinnen decken! Man kann eine Preisobergrenze (ergibt sich durch Marktnachfrage, Grad der Alleinstellung) und eine Preisuntergrenze (ergibt sich durch Kostenstruktur des Unternehmens) bilden.

Konkurrenz: Die Konkurrenz verengt mit ihren Kosten, Preisen und Preisreaktionen den preislichen Spielraum des Unternehmens. Die Preis- und Qualitätsangebote der Konkurrenten müssen ermittelt werden.

Verfahren zur Preisbildung: Nachfragefunktion, Kostenstruktur und Konkurrenzpreise müssen ermittelt sein, um die Preisentscheidung zu treffen. Es soll der Preisbereich bestimmt werden von dem aus schließlich die endgültige Preisentscheidung getroffen wird.

Entscheidung: Weitere Aspekte werden berücksichtigt: Psychologische Auswirkungen (Die Werbekunden sind durch Preise über dem Referenzpreis eher von einer hohen Produktqualität überzeugt und folglich von hohen Einschaltquoten! Somit sind sie eher bereit, einen hohen Betrag zu bezahlen), Einfluss anderer Elemente im Marketing-Mix, Preispolitische Grundsätze des Unternehmens und die Auswirkungen der Preisentscheidung auf andere Beteiligte, z.B. Wie die Konkurrenz darauf reagieren wird.

Preis ä nderungsentscheidungen: Je nach Verlauf der Lebenszykluskurve müssen die Preise korrigiert werden.

Distribution

Da es sich bei unserem Produkt um ein rein virtuelles Produkt handelt, fallen allfällige Entscheidungen, wie Warenverteilung, Bestände oder Logistik weg. Die Distributionskanäle beschränken sich lediglich auf das Ausstrahlen im Fernseher und auf die Website im Internet. Da eine Internetseite von allen Orten der Welt aus zugänglich ist, brauchen auch hier keine näheren Bestimmungen gemacht zu werden. Unser Produkt wird sowohl im ORF ausgestrahlt, als auch über Kabel-TV in die Schweiz und ins deutsche Fernsehen übertragen. Wir decken also den gesamten deutschen Sprachraum ab.

Das Produkt als Werbeträger für unsere Werbekunden erfüllt die fast die gleichen Bestimmungen bezüglich Absatzkanäle. Die Werbung wird über Fernsehen ausgestrahlt oder im Internet präsentiert. Zusätzlich wird mit kleinen Geschenken oder bei allfälligen Events geworben.

Absatzförderung

(Werbung, persönlicher Verkauf, Verkaufsförderung, Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit).

Zusätzliche Fragen:

- Wie hoch ist das Budget?
- Wie wird es auf die einzelnen Marketinginstrumente verteilt?

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Place, Price und Distribution Anbieter und Werbekunden - Marketing-Mix
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V102910
Dateigröße
339 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Place, Price, Distribution, Anbieter, Werbekunden, Marketing-Mix
Arbeit zitieren
Nicole Hajnos (Autor), 2000, Place, Price und Distribution Anbieter und Werbekunden - Marketing-Mix, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102910

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