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Konzertsäle: Die Philharmonien in Berlin und in Köln im Vergleich

Title: Konzertsäle: Die Philharmonien in Berlin und in Köln im Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Dräger (Author)

Art - Architecture / History of Construction
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Die Bauform des reinen Konzertsaals existiert an und für sich erst seit dem 19. Jahrhundert. Bis dahin hatte Musik lediglich begleitende Funktion bei Kultveranstaltungen gehabt. Der Ursprung kulturelle Veranstaltungen ist sicherlich in der Antike zu suchen. Zur Zeit der Griechen waren sie, wie zum Beispiel Sport- und Theaterveranstaltungen, bereits fester Bestandteil des Lebens.
In den griechischen und römischen Theaterbauten erkennt man auch die Ursprünge der Zentralbauweise.
Die akustischen Eigenschaften des antiken Freilufttheaters beruhen auf der Brennpunktbildung durch die Kreisform. Allerdings kann aus heutiger Sicht bei einer Nutzung durch ein Ensemble oder Orchester bestenfalls von akustischen Zufallsergebnissen gesprochen werden. Die Qualitätsansprüche an das Ausbalancieren des Orchesterklangs können mit den damaligen akustikplanerischen Mitteln nicht befriedigt werden. Zum Beispiel wird das rekonstruierte Theater des Herodes Attikus in Athen für Konzerte genutzt. Der räumlich Eindruck ist mit Sicherheit sensationell, die akustischen Qualitäten sind jedoch kaum mit denen eines eigens dafür konzipierten Konzertsaal zu vergleichen.
Im Mittelalter begann sich die Musik als eigene Kunst im Bereich der Kirchenmusik zu emanzipieren. Zum Beispiel ergaben sich in Venedig die ersten Tendenzen zur Raummusik, bei der Teile des Chors oder des Orchesters im Raum verteilt werden, um eine räumliche Polyphonie zu erzeugen. Diese Entwicklung wurde bis in die heutige Zeit fortgeführt und spielt auch in der Philharmonie eine Rolle.
Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert gab es so gut wie keine Ansätze zum Zentralraum im Theaterbau. Viel mehr bemühte man sich um Bühnentechnik und das Schaffen von räumlichen Illusionen. Die Zuschauer sitzen in schubladenförmigen Rängen, wobei es eine festgelegte Ordnung gab, mit der Kaiser- oder Ehrenloge in der Flucht der Mittelachse, um die beste Sicht auf die Bühne zu haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung von Konzertsälen

Der Konzertsaal als Zentralraum

2. Einführung - Allgemeine akustische Anforderungen

3. Philharmonie, Berlin

3.1 Städtebauliche Einbindung und konzeptioneller Ansatz

3.2 Gebäudebeschreibung und Grundrissorganisation

3.3 Konstruktion und Material

3.4 Akustik und Licht

4. Philharmonie, Köln

4.1 Städtebauliche Einbindung und konzeptioneller Ansatz

4.2 Gebäudebeschreibung und Grundrissorganisation

4.3 Konstruktion und Material

4.4 Akustik und Licht

5. Vergleich

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die gebäudekundlichen und akustischen Beziehungen in Konzertsälen, die als Zentralräume konzipiert sind. Das primäre Ziel ist die Analyse der Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der zentralen Anordnung des Orchesters sowie der spezifischen Einzelnutzung dieser Räume ergeben.

  • Entwicklung des Konzertsaals als spezifische Gebäudeform
  • Allgemeine akustische Anforderungen an Musikräume
  • Städtebauliche und architektonische Analyse der Berliner Philharmonie
  • Untersuchung des Konzepts der Kölner Philharmonie
  • Vergleichende Gegenüberstellung beider Konzertsäle

Auszug aus dem Buch

3. Philharmonie, Berlin

Als Teil des Kulturforums liegt die Berliner Philharmonie am Rande des Tiergartens zwischen Tiergartenstraße und Potsdamer Straße. Dort steht sie seit 1963 als städtebaulicher Solitär, der eigentlich an einer ganz anderen Stelle geplant worden war. Nachdem die alte Berliner Philharmonie in der Bernburger Straße im Januar 1944 durch einen Bombentreffer zerstört worden war, schrieb das Land Berlin 1956 einen Wettbewerb für den Neubau aus.

Grundansatz seines Entwurfes war die einfache Überlegung, dass wo immer improvisiert Musik gemacht wird, die Leute sich kreisförmig um den Darbietenden ansammeln. Er sah keinen Grund, warum sich das nicht auch im Neubau der Philharmonie realisieren lassen sollte. Dieses auf die Urform des Musizierens in der Runde – dem Rundgesang mit dem wärmenden Feuer in der Mitte – zurückzuführende Phänomen sollte nachempfunden werden.

„Musik sollte räumlich und optisch im Mittelpunkt stehen.“ Das Orchester und der Dirigent rückten deshalb ins Zentrum, während das Publikum näherungsweise kreisförmig um das Podium herum angeordnet wurde. Dem Auditorium wird so ein völlig neuer Blick auf das Orchester und vor allem auf den Dirigenten geboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung von Konzertsälen: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese des Konzertsaals nach, beginnend bei antiken Vorbildern bis hin zur modernen Entwicklung des Zentralraums.

2. Einführung - Allgemeine akustische Anforderungen: Es werden die grundlegenden akustischen Herausforderungen und die Bedeutung der Wahrnehmung durch Musiker und Zuhörer in Musikräumen erläutert.

3. Philharmonie, Berlin: Eine detaillierte Betrachtung des Scharoun-Baus, wobei besonders die städtebauliche Einbindung, die Grundrissorganisation und die innovativen akustischen Lösungen hervorgehoben werden.

4. Philharmonie, Köln: Dieses Kapitel analysiert den Bau von Busmann+Haberer unter Berücksichtigung der komplexen städtebaulichen Situation und der technischen Anforderungen an den Untergrund.

5. Vergleich: Die Arbeit schließt mit einer vergleichenden Gegenüberstellung beider Bauten hinsichtlich ihrer städtebaulichen Wirkung, der räumlichen Organisation und der akustischen Leistungsfähigkeit ab.

Schlüsselwörter

Konzertsaal, Philharmonie, Zentralraum, Akustik, Hans Scharoun, Busmann+Haberer, Architektur, Raumgestaltung, Orchester, Raumakustik, Baugeschichte, Städtebau, Schallverteilung, Musik, Musikraum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der gebäudekundlichen Untersuchung von Konzertsälen, die als Zentralräume entworfen wurden, wobei die Philharmonien in Berlin und Köln als Fallbeispiele dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Konzertsaal-Architektur, den akustischen Anforderungen, der Konstruktionsweise und dem städtebaulichen Kontext beider Philharmonien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Analyse, wie sich die zentrale Anordnung des Orchesters und die spezifische Raumnutzung auf die räumlichen und akustischen Qualitäten der untersuchten Konzertsäle auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die vergleichende Analyse zweier prominenter architektonischer Beispiele, um die Zusammenhänge zwischen architektonischem Entwurf und akustischer Funktionalität zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Berliner und Kölner Philharmonie, wobei jeweils die Konzeption, die Grundrissorganisation, die Konstruktion und die Akustik analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Zentralraum", "Akustik", "Konzertsaalbau", "Scharoun" und "Raummusik".

Welche besondere Bedeutung hat die "Urskizze" bei Hans Scharoun?

Die Urskizze verdeutlicht den inhaltlichen Gedanken, das Musizieren in der Runde nachempfunden als "Feuer in der Mitte" räumlich und optisch ins Zentrum zu rücken.

Warum musste die Kölner Philharmonie als "Haus-in-Haus"-Konstruktion ausgeführt werden?

Aufgrund der Nähe zur Bundesbahnstrecke und der Lage unter einem Museumsplatz waren umfassende Erschütterungs- und Schalldämmungsmaßnahmen erforderlich, die diese Bauweise notwendig machten.

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Details

Title
Konzertsäle: Die Philharmonien in Berlin und in Köln im Vergleich
College
Brandenburg Technical University Cottbus  (LS für Entwerfen, Gebäudekunde und Raumgestaltung)
Grade
1,7
Author
Stefanie Dräger (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V10294
ISBN (eBook)
9783638167581
Language
German
Tags
Konzertsäle Philharmonien Berlin Köln Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Dräger (Author), 2002, Konzertsäle: Die Philharmonien in Berlin und in Köln im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10294
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