Storm, Theodor - Der Schimmelreiter: Analyse


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

10 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Auswahlbegründung

2. Autor

3. Inhaltsangabe

4. Interpretationsversuch
4.1. Formanalyse
4.1.1. Textart
4.1.2. Sprache und Aufbau
4.1.3. Erzählperspektive
4.1.4. Überschrift
4.2. Inhaltsanalyse
4.2.1. Zeit, Ort und Raum der Handlung
4.2.2. Handlungsanalyse
4.2.3. Personencharakterisation
4.2.4. Kommunikationssituation
4.3. Kernaussage

5. Grafiken

6. Quellenangaben

7. Unterschriften

1. Auswahlbegründung

Storms Novelle "Der Schimmelreiter" haben wir in der Ferberschen Buchhandlung in Gießen ausgewählt. Durch den ungewöhnlichen Titel "Der Schimmelreiter" sind wir auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es ist ein kleines, damit leicht transportfähiges Buch, was vom Leseinhalt nicht zu kurz und nicht zu lang ist und zudem über einen bekannten Autor verfügt. "Der Schimmelreiter" ist recht gegensätzlich zu Lessings "Nathan der Weise", da "Der Schimmelreiter" leichter lesbar und verständlicher ist, und sowohl die sprachliche Ausführung als auch der Inhalt sich deutlich voneinander unterscheiden. Außerdem möchten wir etwas über das Land und die frühere Lebensweise der Leute im Norden erfahren, da diese Geschichte in Nordfriesland spielt. "Der Schimmelreiter" und "Nathan der Weise" sind beide vom Verlag Philipp Reclam und damit äußerlich recht identisch. Der Preis ist mit nur 6 DM sehr günstig.

2. Autor

Hans Theodor Woldsen Storm wurde am 14. September 1817 in Husum als der Älteste von dreizehn Kindern des Advokaten Johann Casimir Storm und seiner Gattin Lucie Woldsen geboren. Theodor Storm verbrachte in seinem Elternhaus eine sorglose Jugend. Das elterliche Haus in der Husumerau waren zunächst die Welt, in der er stille Stunden verbrachte oder mit seinen Geschwistern herumtobte. Die eigenartige Landschaft wirkte mit aller Macht auf den jungen Menschen, der dieses Stück Erde über alles liebte und unglücklich war, wenn er seine Heimat verlassen mußte. Aber nicht alleine die weite Landschaft und die graue Stadt mit ihrer großen Vergangenheit waren es, die dem Jungen frühe Anregungen boten, sondern auch die Sagen und Märchen dieser Gegend, die seine Großmutter und ganz besonders die "Märchenfrau" Lena Wies meisterhaft erzählen konnten. Nach der Volksschule ging er auf eine Gelehrtenschule, auf der er jedoch nicht sehr viel lernte, auch in literarischer Hinsicht nicht. In Lübeck vollendete er seine Gymnasialstudien und erlangte auch literarische Bildung. Auf Wunsch des Vaters studierte der Zwanzigjährige in Kiel, später in Berlin, zuletzt aber wieder in Kiel Rechtswissenschaft. Im Jahre 1843 kehrte Storm nach Husum zurück, um sich dort als Rechtsanwalt niederzulassen. Zwei Dinge sind es, die den Dichter in den folgenden Jahren maßgebend beeinflussen. Es sind die Liebe zu seiner Base Constanze Esmarch und die Schönheiten der Heimat. Neben dem großen Erlebnis der Liebe war es die Schönheit der Natur, die den Dichter formte. Die reiche Marschlandschaft, das Meer und die Heide wurden in dieser Zeit von Storm entdeckt. Seine ersten Erzählungen sind einfache Bilder aus dem bürgerlichen Leben. Im Jahre 1880 bezog der Dichter seinen Ruhesitz, um hier gerade seine bedeutendsten Novellen, als letzte und schönste den Schimmelreiter, zu schreiben. Öfter verließ er Hademarschen um seine Verwandten und Freunde in Berlin, in Weimar, vor allem aber in Husum zu besuchen. Sein siebzigster Geburtstag brachte ihm zahlreiche Ehrungen aus allen Teilen Deutschlands. Bald darauf warf ihn ein böses Krebsleiden, an dem er schon lange litt, endgültig nieder. Am 4. Juli 1888 verließ ihn das Leben. Wenige Tage später wurde der tote Dichter nach Husum gebracht, um in der Familiengruft beigesetzt zu werden. [Abbildung von Theodor Storm: Siehe Seite 9].

(vgl. Gerd Eversberg: Erläuterungen zu Theodor Storm: "Der Schimmelreiter", Seite 6-25) (vgl. Kulturstiftung der Länder: Die Storm - Handschriften aus dem Nachlaß von E. Storm) (vgl. Georg Bollenbeck: Theodor Storm - Eine Biographie)

3. Inhaltsangabe

Einst reitet ein Geschäftsmann bei Unwetter an einem Deich entlang in die Stadt. Auf dieser Reise erscheint ihm mehrere Male eine gespenstische Männergestalt, die auf einem Schimmel lautlos an ihm vorbeireitet. Wenig später kommt er in einen Gashof, in dessen Stube der Deichgraf und die Gevollmächtigten eine Versammlung abhalten. Der Neuankömmling erzählt sein Erlebnis vom Deich. Plötzlich meint einer, dass dies nur der Schimmelreiter gewesen sein könne. Neugierig geworden fragt er, was es denn für eine Bewandtnis mit dem Schimmelreiter auf sich habe. Auf Aufforderung des Deichgrafen hin beginnt ein Schulmeister zu erzählen:

"Einst leben der kluge und gebildete Kleinbauer Tede Haien und sein Sohn Hauke auf einem kleinen Bauernhof in Nordfriesland. Hauke hat den Drang nach Weiterbildung von seinem Vater geerbt. Um Hauke auf andere Gedanken zu bringen wird er zu den Deicharbeitern geschickt. Hauke lebt sehr zurückgezogen. Anstatt sich mit Freunden zu verabreden, geht Hauke oft auf den Deich hinaus. Er erkennt, dass die Deiche falsch konstruiert sind. Nachdem Hauke einen Kater einer alten Frau erwürgt hat, beginnt er bei dem Deichgrafen Volkerts als Kleinknecht zu arbeiten. Hauke steht dem Deichgrafen in allen Amtsgeschäften zur Seite. Er verliebt sich in die Tochter Elke des Deichgrafen. Währenddessen werden die Differenzen zwischen Hauke und dem Großknecht Ole Peters immer größer. Ein Jahr später kündigt Ole Peters seinen Dienst und heiratet. Hauke rückt zum Großknecht auf, allerdings kann er diese Stellung nicht lange halten, da sein alter Vater nicht mehr den Hof selbst führen kann und bald stirbt. Kurz vor seinem Tod übergibt der Vater Hauke seine neuerworbenen und ersparten Vermögenswerte und bestärkt ihn im Vorhaben, einmal selbst Deichgraf zu werden. Allerdings ist der Grundbesitz für den eines Deichgrafen viel zu klein. Nachdem der Deichgraf gestorben ist, wird Hauke als Nachfolger vorgeschlagen. Kurz entschlossen erklärt Elke, die Tochter des verstorbenen Deichgrafen, dass sie Hauke heiraten wolle, damit der nötige Grundbesitz vorhanden ist. So wird Hauke Haien der neue Deichgraf. Durch den neuen Deichbau, den Hauke entworfen hat, entzieht er sich der Freundschaft vieler im Dorf, denn zu seinem Plan muß viel mehr Erde angefahren werden als gewöhnlich, und außerdem ist es um vieles teurer. Eines Tages bringt Hauke einen halbverhungerten Schimmel nach Hause, den er wieder völlig einsatzfähig gemacht hat. Es ist ein feuriges Tier, das sich nur von Hauke reiten läßt. Seit dem ist ein Pferdeknochengerüst von einer Hallig verschwunden und die Leute glauben, der Schimmel des Deichgrafen hänge irgendwie mit diesem zusammen. Im neunten Jahr ihrer Ehe gebärt Elke ein Mädchen, das Wienke genannt wird. Das Kind ist geistig eingeschränkt, doch es wird trotzdem von ihren Eltern sehr geliebt. Im darauffolgenden Sommer läßt Hauke trotz verschiedener Gegenstimmen den alten Deich reparieren. Nach Neujahr hat das Marschfieber Hauke ergriffen. Als er wieder gesund geworden ist, besteigt er seinen Schimmel um die Deiche zu inspizieren, wobei er gravierende Mängel feststellt und einen Neubau des alten Teilstückes ins Auge faßt. Er berichtet das bei der nächsten Versammlung, doch da die Mehrzahl gegen einen Neubau des Deiches ist, fügt sich auch Hauke dem allgemeinen Beschluß. Ende Oktober bricht während eines Sturmes der alte Deich und das Marschland wird überflutet. Obwohl Elke und Wienke in ihrem Hause sicher gewesen wären, treibt sie doch die Sorge um Hauke hinaus auf dieses Marschland, wo sie beide von der Flut ertränkt werden. Hauke hat sich dieses Unheil mit ansehen müssen ohne helfen zu können. Er kann den Verlust seiner um allesgeliebten Frau und seines Kindes nicht ertragen und stürzt sich verzweifelt in die Fluten. Nun glaubt man ihn in stürmischen Nächten als unheilbringendes Gespenst zu sehen."

So endet die Erzählung. Der Fremde bedankt sich und geht in sein Zimmer, um ausgeruht zu sein, wenn er am nächsten Tag seinen Ritt in die Stadt fortsetzt.

(vgl. Hans Wagener: Theodor Storm: "Der Schimmelreiter", Seite 3-146)

(vgl. Gerd Eversberg: Erläuterungen zu Theodor Storm: "Der Schimmelreiter", Seite 64-69)

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Storm, Theodor - Der Schimmelreiter: Analyse
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V102940
ISBN (eBook)
9783640013203
Dateigröße
357 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausführliches Literaturreferat, ohne Grafiken.
Schlagworte
Storm, Theodor, Schimmelreiter
Arbeit zitieren
Maik Will (Autor), 2001, Storm, Theodor - Der Schimmelreiter: Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102940

Kommentare

  • Gast am 27.5.2002

    super.

    deine arbeit hat mir sehr bei meiner deutschhausaufgabe geholfen!!!DANKE!!!!

  • Gast am 14.12.2003

    hey, supi geile arbeit!!! danke, wegen dir habe ich eine 2 in der deutscharbeit geschrieben!!! 10000000000000000000000000000000000 küsse !!!

    muegge =)

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