Gesunde Ernährung


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
11 Seiten, Note: 1

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Nahrung?

Grundelemente der Nahrung
Eiweiße
Kohlenhydrate
Fette
Vitamine
Mineralstoffe & Spurenelemente
Wasser

Energetische Betrachtung der Ernährung

Krankheiten

Ernährungsrichtlinien

Die richtige Mischung
Gemüse
Obst
Fleisch
Getreide
Milch & Milchprodukte
Honig, Zucker

Meinungen unserer Umgebung zur gesunden Ernährung

Schlußbemerkung (Lebensqualität durch gesunde Ernährung)

WAS IST NAHRUNG ?

Um wachsen zu können und um gesund und leistungsfähig zu bleiben, benötigt der Organismus bestimmte Nährstoffe, die wir über die Nahrung zu uns nehmen. Damit dies geschieht, ist unser Körper mit einem einzigartigen Signal ausgestattet - dem Hungergefühl. Es sorgt dafür, dass der Körper regelmäßig mit allen notwendigen Stoffen versorgt wird, denn wenn er nicht genug Nahrung erhält, äußert sich dieser Mangel in verschiedenen Beschwerden wie Müdigkeit , Konzentrationsschwäche oder Kopfschmerzen und kann zu Krankheiten und zum Tod führen. Was immer der Körper auch tut -schlafen, essen ,sich bewegen, frieren - ist stets vom reibungslosen Funktionieren der Millionen Zellen abhängig, die dafür mit bestimmten Mindestmengen an verschiedenen Nährstoffen versorgt werden müssen.

Dabei spielen drei Arten von Nährstoffen eine besondere Rolle:

- Bausteine ermöglichen den Zellen zu wachsen und sich zu vermehren. Zu ihnen zählen die Eiweiße und bestimmte Mineralstoffe.
- Energiespender spielen eine wichtige Rolle bei der Zellbildung und der Verdauung und halten bestimmte Funktionen, zB die Regulierung der Körpertemperatur aufrecht. Zu Ihnen zählen die Kohlenhydrate und die Fette.
- Regulatoren sorgen dafür, dass sie Zellen die Bausteine und die Energiespender richtig umsetzen. Zu ihnen gehören Wasser und Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente.

GRUNDELEMENTE DER NAHRUNG

EIWEISSE

Die Eiweiße, wissenschaftliche Proteine genannt, leiten sich ab von dem griechischen Wort „ Protos “ , was soviel wie „erster“ oder „elementar“ bedeutet. Sie sind die Grundbausteine für den Aufbau und die Regeneration der Zellen, beschleunigen außerdem verschiedene biochemische Reaktionen, fungieren als Hormonboten und sind Bestandteil des Immunsystems. Wird der Körper nicht ausreichend mit Kohlenhydraten und Fett versorgt, können auch die Eiweiße als Energiespender fungieren: Ein Gramm Eiweiß enthält vier Kalorien.

Von den insgesamt 20 eiweißbildenden Aminosäuren gelten acht als wesentlich, da der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann. Eiweiße werden, je nachdem, in welchen Anteilen sie Aminosäuren enthalten, als vollständig oder unvollständig bezeichnet. Tierische Eiweiße gelten als vollständig, während pflanzliche Eiweiße unvollständig sind. Strenge Vegetarier müssen deshalb viele verschiedene pflanzliche Eiweiße zu sih nehmen, damit der Körper mit allen wesentlichen Aminosäuren ausreichend versorgt wird. Die in einem Eiweiß am geringsten vertretene Aminosäure wird als „ begrenzter Faktor “ bezeichnet, weil der Körper nur entsprechend geringe Mengen der übrigen wesentlichen Aminosäuren dieses Proteins aufnehmen kann. Wird jedoch ein Eiweiß, dem eine bestimmte wesentliche Aminosäure fehlt, mit einem Protein kombiniert, das diese fehlende Aminosäure enthält, spricht man von „ Komplement ä reiwei ß en “ . Der Nährwert dieser Eiweißkombination ist relativ hoch, Fleisch Geflügel, Eier und Milchprodukte sind die Hauptlieferanten von tierischem Eiweiß, während pflanzliche Eiweiße vor allem in Hülsenfrüchten, Nüssen und Getreiden enthalten sind. Letztere zählen zu den hochwertigsten Eiweißlieferanten, da sie zudem fettarm und reich an Ballaststoffen sind.

KOHLENHYDRATE

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Kohlenhydraten um organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Wasser. Kohlenhydrate liefern die notwendige Energie für alle Stoffwechselprozesse und für die Arbeit von Gehirn und Nervensystem. Kohlenhydrate gehören außerdem zu den Bestandteiloen der Zellwände. Da sie relativ schnell verdaut werden, wird ihre Energie rascher freigesetzt als die in Eiweiß und Fett enthaltene Energie. Ein Gramm Kohlenhydrate liefert wie Eiweiß vier Kalorien. Man unterscheidet drei Haupttypen von Kohlehydraten:

- Einfache Kohlenhydrate - zB Trauben- und Fruchtzucker - bestehen aus ein oder zwei Zuckerbausteinen und werden direkt vom Körper aufgenommen ohne verdaut zu werden. Man findet sie etwa in Früchten, Honig, Gemüse, Haushaltszucker oder Ahornsirup.
- Komplexe Kohlenhydrate - zB Stärke und Zellulose - setzen sich aus drei und mehr Zuckerbausteinen zusammen, die zunächst durch den Verdauungsprozess in einfache Kohlenhydrate aufgespalten werden müssen, damit sie vom Organismus verwertet werden können. Sie sind vor allem in Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, aber auch in bestimmten stärkehaltigen Gemüsesorten wie Kartoffeln und Mais enthalten.
- Ballaststoffe besteh aus Kohlenhydraten und unverdaulichen Pflanzenteilen und sind hart und faserig (unlösliche Ballaststoffe) oder gallertartifg und schleimig (lösliche Ballaststoffe). Da sie nicht verdaut werden, liefern Ballaststoffe sogut wie keine Energie, regen aber die Darmtätigkeit an und dienen daher zur Vorbeugung und Behandlung von Verstopfung. Ballaststoffe sind in unterschiedlichen Anteilen in Getreide (Vollkorngetreide), Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst und Nüssen enthalten.

Eine Ernährung, die reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist, gilt als gesund, da sie eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Darmkrebs und Bluthochdruck spielen. Nahrungsmittel, die viele einfache Kohlenhydrate enthalten, sollte man dagegen nur in Maßen zu sich nehmen, da diese nicht nur Karies verursachen, sondern auch kaum Nährstoffe liefern und deshalb als „ leere Kalorien “ bezeichnet werden.

FETTE

Das Wort „Fett“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort veizen ab, das „mästen“ bedeutet. Ein Gramm Fett liefert neun Kalorien, das heißt mehr als doppelt so viel wie Kohlenhydrate oder Eiweiß.

Trotz ihres schlechten Rufes tragen Fette entscheidend zur Aufrechterhaltung der Gesundheit bei. Sie spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Bildung der Zellwände und bei der Hormonproduktion, sondern verstärken auch den Eigengeschmack der Lebensmittel und sorgen dafür, daß ein Sättigkeitsgefühl eintritt. Darüber hinaus erleichtern Fette die Blutzirkulation sowie die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und sie liefern die beiden wesentlichen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolsäure, die durch die Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Sie sorgen für den Stoffwechsel der Körperzellen. Diese beiden wesentlichen Fettsäuren sind vor allem in Vollkorngetreide, Ölen, Nüssen und Samen enthalten.

Cholesterin ist ein im Blut zirkulierendes Fett, das bei der Bildung von Sexualhormonen, Gallensäure, Vitamin A und der Zellwände eine wichtige Rolle spielt. Es ist nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, nicht etwa in Obst und Gemüse. Anders als bei ungesättigten Fettsäuren wird das meiste Cholesterin (70%) im Körper erzeugt, während der Rest über die Nahrung aufgenommen wird. Eine cholesterinfreie Ernährung führt jedoch nicht zu einem Cholesterinmangel, da die Fettsäuren in der Nahrung einen weit größeren Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben, als das in den Nahrungsmitteln enthaltene Cholesterin.

In der Nahrung kommt Fett meist in Form von zusammengesetzten Fettsäuren vor. Diese Fettsäuren gibt es in einfach oder mehrfach gesättigter Form sowie als gesättigte Fettsäuren, je nachdem, ob zwischen den Kohlenstoffatomen, aus denen sie gebildet werden, Doppelbindungen bestehen oder nicht. Man findet sie in unterschiedlichen Anteilen in Ölen und anderen Fetten. Tierische Nahrungsmittel sind in der Regel reicher an gesättigten Fetten als pflanzliche. Ausnahmen bilden Palm- und Kokosöl, die vorwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten, sowie Fisch und Meeresfrüchte, die große Mengen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweisen. Auch kaltgepresste, naturbelassene Pflanzenöle, wie zB Olivenöl, enthalten viele lebensnotwendige Vitalstoffe. Die übrigen Öle und Fette sind durch Erhitzen und chemische Bearbeitung denaturiert und belasten auf die Dauer den Stoffwechsel.

Gesättigte Fettsäuren können den Blutcholesterinspiegel erhöhen, während einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren ihn senken. Es ist allgemein bekannt, daß ein enger Zusammenhang zwischen fettreicher Ernährung und Herzkrankheiten besteht. Klinische Studien haben jedoch gezeigt, daß es dabei aber eher auf die Art und Qualität der Fette ankommt - genauer gesagt, daß eine Reduzierung der tierischen und gleichzeitig eine Erhöhung der pflanzlichen Fettsäuren das Risiko auf eine Herzerkrankung beträchtlich senken kann.

VITAMINE

Das Wort Vitamin leitet sich ab vom lateinischem Wort „vita“, das soviel wie Leben bedeutet.

Vitamine sind organische Stoffe, die für die Aufrechterhaltung der Gesundheit unerlässlich sind - 13 Vitamine gelten als lebenswichtig - und die wir über die Nahrung aufnehmen müssen.Vitamine sind zwar keine direkten Energielieferanten, spielen aber eine entscheidene Rolle bei der Umwandlung von Kohlenhydraten und Fetten in eine Form von Energie, die der Organismus verwerten kann. Außerdem fördern sie das Wachstum, unterstützen die Regeneration der Zellen und sorgen für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Jedes Vitamin spielt dabei eine Ganz bestimmte Rolle und ist auch nicht durch ein anderes ersetzbar, da Vitamine sehr unterschiedliche Strukturen haben. Man unterscheidet zwischen wasser - und fettlöslichen Vitaminen.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen Vitamin C und die Vitamine der B - Gruppe. Da sie aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit mir Urin und Schweiß ausgeschieden werden, werden diese Vitamine nicht im Körper gespeichert und müssen deshalb ständig neu aufgenommen werden.

Vitamin C ist vorwiegend in Obst, insbesondere Zitrusfrüchten, und Gemüse enthalten, während die B - Vitamine haupsächlich in Vollkorngetreide, Fleisch und Milchprodukten zu finden sind.

Die wasserlöslichen Vitamine sind an zahlreichen biochemischen Reaktionen beteiligt, zB bei der Regeneration der Haut, des Blutes und der Nervenzellen. Vitamin C , auch als Askorbinsäure bekannt, hilft bei der Aufnahme des in der Nahrung enthaltenen Mineralstoffes Eisen und ist an der Bildung von Kollagen beteiligt, einem Stoff, der die Wiederstandsfähigkeit von Haut, Sehnen, Knochen, Zähnen und Blutgefäßen erhöht. Die B - Vitamine wirken stets zusammen. Fehlt eines von ihnen, können auch die anderen nicht nutzbringend eingesetzt werden.

Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten in Energie. Außerdem sind sie an der Bildung von roten Blutkörperchen und Antikörpern beteiligt und gewährleisten, daß das Nervensystem und der Verdauungsapparat reibungslos funktionieren.

Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen die Vitamine A, D, E und K. Sie werden im Körperfett und in der Leber gespeichert und nur sehr langsam über die Galle ausgeschieden. Im Übermaß genossen, vor allem in Form von Vitamin A - oder Vitamin D - haltigen Zusatzpräparaten, können sie gesundheitsschädlich sein.

MINERALSTOFFE UND SPURENELEMENTE

Mineralstoffe und Spurenelemente sind anorganische Substanzen, die bei der Knochenbildung und bei der Umsetzung von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten eine wichtige Rolle spielen. Außerdem sorgen sie dafür, daß das Nervensystem und die Muskeln funktionieren. Sie sind wie Vitamine keine direkten Energiespender. Die 22 lebenswichtigen Substanzen dieser Gruppe werden in Mineralstoffe und Spurenelemente unterteilt - Letztere sind Mineralstoffe, die der Organismus nur in Spuren braucht.

Zu den Mineralstoffen zählen zB Kalzium, Magnesium, Phosphor, Chlor und Kalium, zu den Spurenelementen gehören Eisen, Kupfer und Fluor. In der Regel benötigt der Körper nur geringe Mengen an Mineralstoffen, eine Ausnahme bilden nur Eisen und Kalzium, die der Körper relativ viel benötigt, aber meist nicht in ausreichender Menge bekommt. Zu den besonders eisenhaltigen Nahrungsmitteln zählen Fleisch, Leber, Hülsenfrüchte, Getreide und dunkelgrünes Gemüse. Kalzium ist vorwiegend in Milchprodukten aber auch in grünem Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.

WASSER

Quantitativ gesehen ist Wasser der wichtigste Teil unseres Organismus - der Körper einer Erwachsenen besteht zu 55% aus Wasser. Wasser ist so lebenswichtig, daß Flüssigkeitsverluste binnen 2 oder 3 Tagen ausgeglichen werden müssen, damit es nicht zu lebensbedrohlichen Folgen kommen kann. Wasser spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur, der Funktion der Gelenke und der Schallübertragung im Ohr. Außerdem fungiert es als „Stoßdämpfer“ des Nervensystem. Tatsächlich sind alle Körperfunktionen vonm Wasser abhängig: Es ist wichtig für die Verdauung, die Ausscheidung von Schlacken, die Blutzirkulation, die Verteilung der Nährstoffe und die Regeneration des Gewebes.

Die Versorgung mit Wasser wird durch den Durst gesteuert. Da der Wasserhaushalt täglich neu „aufgefüllt“ werden muß, sollte man pro Tag mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit trinken. Auch Obst und Gemüse sind wichtige Flüssigkeitslieferanten da sie zu 60 bis 90 % aus Wasser bestehen.

ENERGETISCHE BETRACHTUNG UNSERER ERNÄHRUNG

Der Körper benötigt Energie um lebenswichtige Aktivitäten ausführen zu können und um eine konstante Körpertemperatur zu bewahren. Mit Hilfe eines Kalorimeters messen Wissenschaftler die Wärmemengen, welche die Nährstoffgruppen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße durch Verbrennungsvorgänge im Körper liefern.

Etwa 4 Kalorien werden aus einem Gramm Kohlenhydrat oder einem Gramm Proteine gewonnen, während ein Gramm Fette etwa 9 Kalorien liefert. ( Eine Kilokalorie ist definiert als die Wärmemenge, die ein kg Wasser von 14,5 auf 15,5°C erwärmt.)Kohlenhydrate dienen weltweit als häufigste Nährstoffe, Fette sind die konzentriertesten und am leichtesten zu speichernden Energieträger. Wenn der Körper seine verfügbaren Kohlenhydrate und Fette aufgebraucht hat, kann er Protein direkt aus der Nahrung aufnehmen oder eigenes Gewebe abbauen, um Energie zu erzeugen.

KRANKHEITEN

In den Industrieländern werden die meisten Menschen mit ausreichend Nährstoffen in ihrer Nahrung versorgt und Mangelkrankheiten wie Skorbut oder Rachitis treten im Gegensatz zu Entwicklungsländern sehr selten auf. Die Ernährung erfolgt jedoch häufig nicht ausgewogen und dies erhöht das Risiko an sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herz - Kreislauf - Krankheiten, Fettsucht, Gicht, Diabetes, Karies und einigen Krebsarten zu erkranken. Eine richtige Ernährung enthält einerseits die richtige Menge an Energie (Kalorien), was anhand des sogenannten Brennwertes festgestellt wird, sowie andererseits den richtigen Anteil an lebensnotwendigen Nährstoffen zum Aufbau körpereigener Substanzen.

Obwohl er nicht zu den Nährstoffen zählt, liefert auch Alkohol Energie. Daneben hat er jedoch zahlreiche weitere Wirkungen, etwa die Erhöhung des Blutdruckes. Alkohol erzeugt etwa 7 Kalorien pro Gramm. Er kann von den Körperzellen nicht direkt oxidiert werden, sondern muß von der Leber erst in Fett umgewandelt werden, das dann in der Leber selbst oder im Fettgewebe gespeichert wird.

Auch Salz bewirkt einen erhöhten Blutdruck, weshalb es allgemein als notwendig gilt, den Salzkonsum zu begrenzen.

ERNÄHRUNGSRICHTLINIEN

Ernährungsrichtlinien sind in vielen Ländern von der Weltgeundheitsorganisation (WHO) ausgearbeitete diätische Richtlinien. Diese Empfehlungen bzw. Richtlinien beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Bedarf an Nährstoffen, also über die Menge der verschiedenen Nährstoffe, die vom Menschen für ein gesundes Leben benötigt werden. Der Nährstoff - und Energiebedarf schwankt von Person zu Person und steht in Beziehung zu Alter, Geschlecht, dem Grad der Körperlichen Aktivität und anderen Faktoren wie Gesundheitszustand und genetische Veranlagung einer Person.

DIE RICHTIGE MISCHUNG

Zahlreiche Studien belegen eindeutig, daß zwischen falscher Ernährung und Krankheit ein enger Zusammenhalt besteht. Eine ausgewogene Ernährung sollte deshalb:

- die empfohlenen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten
- zu höchstens 25 % aus Fett bestehen, und davon nur 10 % tierisches Fett
- zu 60 % aus Kohlenhydraten und Ballaststoffen, sowie
- zu 15 % aus Eiweiß bestehen, vorzugsweise aus pflanzlichen Quellen

GEMÜSE

Gemüse ist ein Sammelbegriff für viele im Garten wachsende Pflanzen, die unserer Ernährung dienen. Wenn sich seine Bedeutung auch im Laufe der Zeit gewandelt hat, gehört es neben Reis aber noch immer zu den menschlichen Hauptnahrungsmitteln.

Während Gemüse heute in weiten Teilen der westlichen Welt vorwiegend als Beilage zu Fleisch und anderen Nahrungsmitteln gegessen wird, dient es in Asien und im mittleren Osten immer noch als Hauptnahrungsmittel. Allerdings lässt sich in Europa sowie in Nordamerika seit den 70er Jahren ein kontinuierlich steigender Gemüseverbrauch verzeichnen, der vor allem auf die wachsende Erkenntnis zurückzuführen ist, wie wichtig Gemüse für eine gesunde Ernährung ist. Nicht nur wegen den Empfehlungen der Ernährungsexperten, daß sich bestimmte Krankheiten durch Obst - und Gemüseverkehr vermeiden lassen, haben dazu beigetragen, daß sich viele Menschen den gesundheitlichen Vorteilen von Gemüse bewusster geworden sind, sondern auch die wachsende Vielfalt und das immer größer werdende Angebot an Gemüse an den Märkten haben den Gemüseverbrauch stetig ansteigen lassen.

OBST

Früchte und Beeren gehören seit uralten Zeiten zu den wichtigsten Nahrungsmitteln von Mensch und Tier und werden seit mehr als 6000 Jahren kultiviert. Während man früher auf das Obst angewiesen was, das je nach Saison zur Verfügung stand, ermöglichte die Entdeckung erster einfacher Trocknungsverfahren, dass die Menschen auch in der kalten Jahreszeit nicht darauf verzichten mussten.

Die Tatsache, daß uns heute zu jeder Jahreszeit so viel verschiedene Früchte zur Verfügung stehen, wie nie zuvor, lässt sich auf einige Faktoren zurückführen:

- Dank verbesserter Frischhalteverfahren ist es möglich geworden, das ganze Jahr hindurch frische Früchte anzubieten.
- Der Fortschritt in der Entwicklung immer schnellerer Transportmittel ermöglicht den weltweiten Handel mit exotischen Früchten.
- Aufgrund der internationalen Handelsbeziehungen ist eine ständige Versorgung mit Frischobst auch nicht mehr von den Jahreszeiten abhängig. Wenn in Europa und Nordamerika nämlich Schnee liegt und der Obstanbau zum Erliegen kommt, herrscht in der südlichen Hemisphäre, also etwa in Südamerika oder Australien, Hochsommer und die Obstproduktion ist in vollem Gang.

Darüber hinaus hat der Obstanbau in unserem Jahrhundert ständig immer mehr zugenommen. Zu den Früchten, die heute weltweit am häufigsten produziert werden, gehören unter anderem Orangen, Bananen, Trauben, Äpfel und Wassermelonen.

FLEISCH

Als Fleisch werden für den menschlichen Verzehr geeignete Teile warmblütiger Tiere bezeichnet, wobei man zwischen rotem (Lamm, Rind und Pferd), weißem Fleisch (Kalb, Schwein, Kaninchen und Geflügel) und dunklem Fleisch (Wild) unterscheidet.

Fleisch dient dem Menschen seit Tausenden von Jahren als Nahrungsmittel. Abhängig von der Jahreszeit und dem Jagderfolg stand es lange Zeit nicht immer zur Verfügung, und da es schwerer zu erhalten und in geringeren Mengen vorhanden war als andere Lebensmittel, erhielt es einen besonderen Stellenwert.

Nach und nach wurde Fleisch zu einem Symbol für Reichtum, an dem sich der soziale Status ablesen ließ, da sich nur die Wohlhabenden regelmäßigen Fleischkonsum erlauben konnten. Die Ernährung der Ärmeren bestand damals vorwiegend aus Obst, Gemüse und Getreide.

Inzwischen steht es längst allen Schichten der Bevölkerung zur Verfügung, wozu auch die Entwicklung moderner Transportmittel und Kühlsysteme beitrug, so dass Fleisch heute zu einem weltweitem Handelsgut geworden ist. Dieser Fortschritt hat zu einem enormen Anstieg des Fleischverbrauchs in den Industrieländern geführt, der mittlerweilen jedoch wieder leicht rückläufig ist. Die moderne Ernährungswissenschaft hat nämlich erkannt, dass eine gesunde Ernährung weit weniger Fleischkonsum erfordert als angenommen, sondern vielmehr auf einem ausgewogenen Verhältnis aller Nährstoffe aus verschiedenen Lebensmittelgruppen basiert. Darüberhinaus haben Seuchen wie Rinderwahn zu einer allgemeinen Verunsicherung der Verbraucher geführt, so dass heute immer mehr Menschen auf den Genuß von Fleisch teilweise oder ganz verzichten und statt dessen auf andere Lebensmittel zurückgreifen.

GETREIDE

Seit den Anfängen des Ackerbaus vor etwa 10.000 Jahren gehören die essbaren Samenkörner zahlreicher Pflanzen aus der Familie der Gräser zu den menschlichen Grundnahrungsmitteln. Getreide hat in der Geschichte der Menschheit eine wesentliche Rolle gespielt, da die Entwicklung vieler Kulturen eng mit dem Getreideanbau verbunden war, wobei jeder Kontinent seine eigene „Getreidegeschichte“ hat:

So war REIS schon immer das bedeutendste Getreide im fernen Osten, während WEIZEN und GERSTE in dem großen Gebiet zwischen Indien und Atlantik von jeher eine bedeutende Rolle spielten. ROGGEN und HAFER wiederum dominierten das nordöstliche Europa, MAIS war das typische Getreide Amerikas, und HIRSE gehörte zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Afrikaner. Während der Getreidekonsum in den Industrieländern im vergangen Jahrhundert zurückging und heute nur noch 25 % des täglichen Eiweißbedarfes deckt, ist Getreide in den Entwicklungsländern nach wie vor das Hauptnahrungsmittel, das bis zu 90 % der täglichen Ernährung ausmacht.

Das lebendige, keimfähige Getreidekorn ist eines unserer wertvollsten Lebensmittel. Es enthält in einzigartiger Zusammensetzung alle Nährstoffe und Aufbaustoffe, die für unseren Organismus unentbehrlich sind: hochwertige Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitalstoffe und Ballaststoffe. Wichtig jedoch ist es, in welcher Form das Getreide als Nahrungsmittel verwendet wird:

Frisch gemahlenes Vollkornmehl hat etwa siebenmal soviele Vitamine, sechsmal soviel Eisen und viermal soviel Kalium und Kupfer aufzuweisen, wie helles Auszugsmehl. Das kostbare Vitamin E, das die Durchblutung aller Gefäße fördert, ist in weißem Mehl überhaupt nicht vorhanden. Die wichtigsten B - Vitamine befinden sich vor allem im Keim und in den Randschichten des Getreidekorns. Bei der Herstellung von Auszugsmehlen gehen sie zum größten Teil verloren. Und das ist wegen dem Mangel an Vitalstoffen wiederum die Ursache vieler Krankheiten. Jahrzehntelange Forschungsarbeit hat bestätigt, daß es nur mit Vollgetreide möglich ist, gesund zu werden und es auch zu bleiben. Das unscheinbare unzerstörte Getreidekorn ist sozusagen eine „ natürliche Reserve“.

MILCHPRODUKTE

Die von Nutztieren gewonnene Milch zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, wobei weltweit am häufigsten Kuhmilch (92%) verwendet wird. Während Milch und Milchprodukte in Europa, Amerika und Australien zu den wichtigsten Nahrungsmitteln zählen, ist der Verbrauch in Asien und Afrika weitaus niedriger, weil die Menschen in diesen Erdteilen generell Schwierigkeiten haben, den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) zu verdauen.

Milch ist ein äußerst gesundes Lebensmittel, das reichlich vorhanden, billig und sehr nahrhaft ist. Milch ist eine hervorragende Quelle für Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe, wobei sie insbesondere als guter Lieferant für Kalzium, Phosphor und Magnesium gilt. Kalzium ist besonders für die Entwicklung gesunder Zähne und Knochen wichtig.

Milch ist sehr hitzeempfindlich, da bereits bei 45° Celsius das hochempfindliche Milcheiweiß stark geschädigt wird. Daher sollte man wenn möglich unpasteurisierte Milch zu sich nehmen, da durch Erhitzung haltbar gemachte Milcharten (Trockenmilch, pasteurisierte Trinkmilch , Haltbarmilch, Kondesnmilch) nicht mehr vollwertig sind.

HONIG, ZUCKER UND SIRUP

Zucker, Sirup und Honig werden in Industrieländern, wo sie einen erheblichen Anteil an der Kohlenhydratzufuhr ausmachen, in großen Mengen konsumiert. Die Zuckermenge, die zB Amerikaner jährlich zu sich nehmen, entspricht ihrem Körpergewicht. Die im Fabrikzucker isolierten Kohlehydrate sind eine wichtige Ursache ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten wie Karies. Andererseits ist Honig das einzige Süssungsmittel, das keinen gesundheitliche Schaden anrichtet, wenn man sparsam damit umgeht, weil Honig reich an Spurenelementen, Mineralstoffen, Vitaminen und Traubenzucker ist und den gesamten Stoffwechsel anregt.

Beim Einkaufen müssen wir darauf achten, dass wir naturreinen, nicht überhitzten Honig bekommen. Jeder naturbelassene, kaltgeschleuderte Honig kandiert nach kürzerer Zeit und wird wieder flüssig, wenn man ihn vorsichtig und nicht über 40° C erwärmt.

MEINUNGEN UNSERER UMGEBUNG ZUR GESUNDEN ERNÄHRUNG

„Es kommt nicht nur auf gesunde Ernährung an,um alt zu werden und niemand soll glauben, dass er allein durch gesunde Ernährung 100 Jahre alt wird.“ (Opa, 70 Jahre)

„Ich habe ein gutes Gefühl, wenn das, was ich esse, biologischen Ursprungs ist, wenn das Brot aus biologisch angebautem Vollkorngetreide gebacken ist und nicht aus einer Mehlfertigmischung, die Antischimmelmittel, Backhilfemittel und Chinesenhaare enthält, was heute in fast jedem Brot enthalten ist.“ (Mama, 36 Jahre)

„Heute werden viel zu viel Fleisch und Wurstwaren konsumiert, da sie billiger als Gemüse, Obst oder Käse sind. In öffentlichen Kantinen werden täglich ausschließlich Fleischgerichte angeboten, da sie schneller herzustellen sind als Gemüsespeisen und aufwendige Hausmannskost “. (Oma, 65 Jahre)

„Iss immer, was dir schmeckt! Denn keine Ernährungsrichtlinie ist so perfekt wie der menschliche Regelkreis von Hunger - Sattheit - Vitaminbedarf und Appetit. Nur weiß das die Lebensmittelindustrie auch und versucht ständig, durch künstliche Geschmackstoffe die Menschen zu übertölpeln. Das heißt, dass sie dem Organismus Nährstoffe vortäuscht, die nicht wirklich enthalten sind. Aber für alle natürlichen und ´nicht industriell produzierten Lebensmittel verlass dich voll und ganz auf deinen Appetit!“ (Papa, 44 Jahre)

LEBENSQUALITÄT DURCH GESUNDE ERNÄHRUNG

Unsere Generation ist sicherlich dadurch belastet, dass verschiedenste Umweltgifte auf uns einwirken, gegen die wir uns eigentlich nicht schützen können, wie etwa von Abgasen verschmutzte Luft, nitratverseuchtes Trinkwasser oder eine zunehmend geringer werdende Ozonschutzschicht in der Atmosphäre. Daher muß es unser Bestreben sein, die Belastung für unseren Körper so gering wie möglich zu halten und das können wir am ehesten durch gesunde Nahrungsaufnahme beeinflussen.

Daher haben wir Euch zum Schluß ein paar Vorschläge zum „gesunden Jausenbrot“ vorbereitet. Versucht doch auch unseren „Gurkenwilli“, unseren „Hahnenschrei“ oder unser „Schneewittchen“.

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Gesunde Ernährung
Note
1
Autoren
Jahr
2001
Seiten
11
Katalognummer
V103007
Dateigröße
359 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesunde, Ernährung
Arbeit zitieren
Julia Schuster (Autor)Daniela Richtig (Autor), 2001, Gesunde Ernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103007

Kommentare

  • Gast am 15.9.2001

    Cool.

    Echt geil,besser kann man das gar nicht machen!!!!!! COOL
    Sandra Bartels

  • Gast am 24.5.2007

    Wahnsinn.

    Wirklich , besser gehts nicht , RESPEKT!

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