Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Kommunikation im Chat

Title: Kommunikation im Chat

Diploma Thesis , 2002 , 111 Pages , Grade: 2

Autor:in: Diplom-Sozialpädagogin (FH) Annegret Teplan (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Internet wird nach aktuellen Schätzungen derzeit von ungefähr 20 bis 40 Millionen Menschen weltweit in verschiedener Form genutzt. Dabei beträgt die Zuwachsrate der Netzteilnehmer etwa 10 Prozent monatlich.
Durch diese explosionsartige Entwicklung kommt dem Internet in der Gesellschaft eine wachsende Bedeutung zu. Es ist anzunehmen, dass der Chat als eine der beliebtesten Kommunikationsformen, die das Internet zur Verfügung stellt, dadurch ebenfalls verstärkt Einfluss nehmen wird auf verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Sozialwissenschaften, insbesondere die Sozialpädagogik, in Zukunft zunehmend mit dem Thema der Chat-Kommunikation konfrontiert werden und sich mit diesem auseinandersetzen müssen.
Die neue, mediale Kommunikationsform „Chatten“ befindet sich jedoch noch mehr oder minder in der Einführungsphase, weshalb die öffentliche Diskussion zu diesem Thema vor allem durch ambivalente Stereotype geprägt ist. Dementsprechend ist auch die fortschrittgläubige Phantasie von der Allmacht der Technik ebenso verbreitet, wie die Befürchtung durch die computervermittelte Kommunikation würden die Menschen vereinsamen und sich voneinander isolieren. Meiner Meinung nach kann auf die spezifischen Vor- und Nachteile der Chat-Kommunikation allerdings nur adäquat eingegangen werden, wenn eine möglichst realistische Vorstellung der Charakteristika des neuen Kommunikationsmediums existiert. Aus diesem Grund möchte ich in meiner Diplomarbeit versuchen, einen möglichst umfassenden Überblick zum Thema der Chat-Kommunikation zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Der Chat als Teil der Internetdienste

1. 0 Begriffsdefinition Internet

2. 0 Datenautobahn und Cyberspace – Zwei Internetmetaphern im Vergleich

2. 1 Datenautobahn

2. 2 Cyberspace

2. 3 Resümee

3. 0 Internetdienste

3. 1 World Wide Web (WWW, Web)

3. 2 Gopher

3. 3 Electronic Mail (Email, Mail)

3. 4 Mailinglisten

3. 5 Newsgroups

3. 6 File Transfer Protocol (FTP)

3. 7 Telnet

3. 8 Chat

3. 9 ICQ

4. 0 Arten und Formen des Chats

4. 1 Unterscheidung nach technischer Funktionsweise

4. 1. 1 Internet Relay Chat (IRC)

4. 1. 2 Web-Chat

4. 1. 3 Visual Virtual World Chat (3D-Chat)

4. 1. 4 Resümee

4. 2 Unterscheidung nach medialer Ausgestaltung

4. 2. 1 Textbasierte Chats

4. 2. 2 Voice-Chats

4. 2. 3 Video-Chats

4. 2. 4 Resümee

4. 3 Unterscheidung nach Teilnahmemöglichkeit

4. 3. 1 Offene Chats

4. 3. 2 Geschlossene Chats

4. 3. 3 Moderierte Chats

4. 3. 4 Unmoderierte Chats

4. 4 Unterscheidung nach inhaltlicher Zielsetzung des Anbieters

4. 4. 1 Kommerzielle Chats

4. 4. 1. 1 Kostenpflichtige Chats

4. 4. 1. 2 Chats als Mittel der Kundenbindung

4. 4. 2 Nichtkommerzielle Chats

4. 4. 2. 1 Therapie-Chats, Online-Beratungen

4. 4. 2. 2 Selbsthilfe-Chats

4. 4. 2. 3 Themenbasierte Chats

5. 0 Technischer Ablauf des Web-Chats

II. Chat-Kommunikation

1. 0 Grundzüge der Kommunikation im Chat

2. 0 Standardisierungsformen

2. 1 Emoticons

2. 2 ASCII-Bildobjekte

2. 3 Akronyme

2. 4 Disclaimer

2. 5 Soundwörter

2. 6 Aktionswörter

3. 0 Theorien und Modelle zur Chat-Kommunikation

3. 1 Kanalreduktionsmodell

3. 2 Filtermodelle

3. 3 Rationale Medienwahl

3. 4 Normative Medienwahl

3. 5 Interpersonale Medienwahl

3. 6 Soziale Informationsverarbeitung

3. 7 Simulationsmodell

3. 8 Imaginationsmodell

3. 9 Digitalisierungsmodell

3. 10 Kulturraummodell

3. 11 Medienökologisches Rahmenmodell

3. 11. 1 Medienwahl

3. 11. 2 Mediale Umgebung

3. 11. 3 Mediales Kommunikationsverhalten

3. 11. 4 Kurzfristige soziale Effekte

3. 11. 5 Langfristige soziale Folgen

III. Sozialpädagogischer Ausblick

1. 0 Die Konstruktion von Identität im Chat

1. 1 Eindrucksbildung

1. 2 Geschlechtsidentität und Gender-Switch

1. 3 Veränderung bestehender Identitäten

2. 0 Soziale Beziehungen und Gemeinschaften

2. 1 Soziale Beziehungen

2. 2 Beziehungsentwicklung

2. 3 Gemeinschaften

Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Diplomarbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Chats als moderne Kommunikationsform. Das Ziel der Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über die Charakteristika der Chat-Kommunikation zu geben, um deren spezifische Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen auf Identität, Beziehungen und Gemeinschaften aus sozialpädagogischer Sicht realistisch einschätzen zu können.

  • Technische Klassifizierung und Formen von Chat-Angeboten
  • Standardisierungsformen der Kommunikation (Emoticons, Akronyme etc.)
  • Wissenschaftliche Theorien und Modelle zur computervermittelten Kommunikation
  • Konstruktion von Identität und Gender-Switch in virtuellen Räumen
  • Sozialpädagogische Implikationen für Beziehungen und Gemeinschaften

Auszug aus dem Buch

3. 1 Kanalreduktionsmodell

Dadurch, dass in der Chat-Kommunikation auf der körperlichen Ebene die meisten Sinne nicht angesprochen werden, kommt es dabei gemäß dem Kanalreduktionsmodell im Vergleich zur so genannten Face-to-face-Kommunikation (von Angesicht zu Angesicht) zu einem großen Defizit. Demzufolge findet subjektiv betrachtet nur noch eine stark eingeschränkte beziehungsweise inhaltsarme Verständigung und Interaktion statt, während gleichzeitig die zur Verfügung stehenden Handlungs- und Ausdrucksmöglichkeiten massiv begrenzt sind. Außerdem führt die Möglichkeit der Kommunikation über weite Distanzen hinweg, nach der Theorie des Kanalreduktionsmodells, zu einer Art „Ent-Räumlichung“.

Es wird weiterhin angenommen, dass durch den Einsatz der Technik als Trägermedium typische, zwischenmenschliche Aspekte, wie zum Beispiel Spontaneität oder Emotionalisierung, in der Kommunikation verloren gehen. Stattdessen treten rationelle Gesichtpunkte, zum Beispiel Effizienz, Kontrollierbarkeit und Ökonomie in den Vordergrund. Insgesamt gesehen ist dieser Prozess durch die Begriffe „Ent-Kontextualisierung“ oder sogar „Ent-Menschlichung“ gekennzeichnet. Die Tatsache, dass sich viele Personen dennoch über ein technisches Trägermedium miteinander unterhalten, erklärt das Kanalreduktionsmodell mit Zwängen, Routine und gestörtem Kommunikationsverhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Chat als Teil der Internetdienste: Dieses Kapitel definiert den Begriff Internet sowie die verschiedenen Internetdienste und klassifiziert Chats anhand technischer und funktionaler Kriterien.

II. Chat-Kommunikation: Hier werden die spezifischen Kommunikationsformen im Chat, wie Emoticons und Akronyme, sowie theoretische Modelle wie das Kanalreduktionsmodell oder Filtermodelle detailliert analysiert.

III. Sozialpädagogischer Ausblick: Dieses Kapitel betrachtet die soziologischen und sozialpädagogischen Aspekte der Identitätskonstruktion sowie die Entwicklung sozialer Beziehungen und Gemeinschaften im Chat-Kontext.

Schlüsselwörter

Chat, Internet, Computervermittelte Kommunikation, Identität, Sozialpädagogik, Medienwahl, Netzkultur, Emoticons, Akronyme, Cyberpsychologie, virtuelle Gemeinschaften, soziale Interaktion, Web-Chat, Kanalreduktionsmodell, Medienkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation im Internet-Chat, deren technischen Grundlagen, den spezifischen Ausdrucksformen und den damit verbundenen sozialpädagogischen Auswirkungen auf den Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Einordnung von Chat-Diensten, die Analyse von Standardisierungsformen der Chat-Sprache, die wissenschaftliche Einbettung in Kommunikationstheorien sowie die Betrachtung der Identitätsbildung im Netz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis der Chat-Kommunikation zu schaffen, das über oberflächliche Stereotype hinausgeht und den realen Nutzen sowie die Risiken für die Nutzer aufzeigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse bestehender medienwissenschaftlicher und sozialpsychologischer Modelle zur computervermittelten Kommunikation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Chatformen (Web-Chat, IRC, 3D-Chat) systematisiert, die Standardisierung der Sprache durch Akronyme und Emoticons analysiert und die wichtigsten medienökologischen Erklärungsmodelle diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Chat-Kommunikation, Identitätskonstruktion, computervermittelte Kommunikation, soziale Netzwerke und Medienwahlmodelle.

Wie wird das Phänomen „Gender-Switch“ in dieser Arbeit bewertet?

Der Gender-Switch wird als ein komplexes, meist bewusstes Täuschungsmanöver oder als spielerische Selbstdarstellung interpretiert, das tiefere psychologische Auseinandersetzungen mit Geschlechterrollen erfordert.

Warum ist eine sozialpädagogische Perspektive auf Chat-Dienste wichtig?

Da der Chat einen virtuellen Lebensraum darstellt, in dem Menschen Identität konstruieren und soziale Beziehungen pflegen, muss die Sozialpädagogik diese digitalen Räume als Orte der Interaktion und Unterstützung begreifen, um adäquate Hilfeangebote zu entwickeln.

Excerpt out of 111 pages  - scroll top

Details

Title
Kommunikation im Chat
College
University of Applied Sciences Landshut  (Fachbereich Soziale Arbeit)
Grade
2
Author
Diplom-Sozialpädagogin (FH) Annegret Teplan (Author)
Publication Year
2002
Pages
111
Catalog Number
V10300
ISBN (eBook)
9783638167628
Language
German
Tags
Kommunikation Chat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sozialpädagogin (FH) Annegret Teplan (Author), 2002, Kommunikation im Chat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10300
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  111  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint