„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeug vorzubereiten oder die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben – sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer.“ (Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz)
Mit Motivation im allgemeinen und Lernmotivation im speziellen ist sowohl das gemeint, was den Menschen/den Schüler in Tätigkeit setzt, als auch die Ausrichtung der Lernenergien auf überdauernde Ziele.1
„Die „faulheit“ oder „stumpfheit“ von schülern, (...), zeigt sich dem pädagogen in vielen verschiedenen formen: schüler kommen zu spät oder anscheinend schon müde zum unterricht, kramen nur langsam ihre bücher und hefte hervor, haben ihre hausaufgaben nicht gemacht, melden sich, wenn etwas gefragt wird, nicht zu wort, haben von sich aus keine fragen, hören nicht zu, schauen gelangweilt, wenn ihnen etwas vorgeführt wird, zeigen alles nur keinen eifer bei der lösung gestellter aufgaben usw.
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1 Keller, Gustav: Pädagogische Psychologie griffbereit, 1. Auflage, Donauwörth 1994, Ludwig
Auer GmbH, S. 92
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Einführung
1.1 Einleitende Bemerkungen
1.2 Was ist Motivation
Kapitel 2: Arten der Motivation
2.1 Intrinsische und Extrinsische Motivation
2.1.1 Intrinsische Motivation
2.1.2 Extrinsische Motivation
2.2 Vergleich der beiden Motivationsformen
Kapitel 3: Schulische Motivationsförderung
3.1 Motivationsstrategien
3.2 Strategie des Informierenden Unterrichtseinstiegs
Kapitel 4: Abschließende Bemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Schülermotivation und analysiert, durch welche Strategien Lehrkräfte ihre Schüler aktiv im Lernprozess unterstützen und fördern können.
- Bedeutung und Definition von Motivation im schulischen Kontext
- Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Analyse der Rolle des Lehrers als zentraler Motivationsfaktor
- Methoden zur gezielten Motivationsförderung im Unterricht
- Die Bedeutung des informierenden Unterrichtseinstiegs
Auszug aus dem Buch
3.2 Strategie des Informierenden Unterrichtseinstiegs
Zunächst einmal ist dazu zu sagen, dass kein Lehrer verantwortlich ist, die Schüler zu motivieren. „Schüler sind Menschen. Und Menschen motivieren sich selbst – oder sie lassen es bleiben.“
Doch jeder Lehrer möchte natürlich, dass seine Schüler Spaß am Unterricht und am Lernen haben und dementsprechend auch an der Gestaltung des Unterrichts mit beteiligt sind, denn schließlich sollen ja die Schüler etwas lernen und nicht der Lehrer.
Also stellt sich nun die Frage: Wie kann man einen motivierenden Einstieg für den Unterricht finden?
Dazu ist es notwendig, den Schülern mitzuteilen, was sie in der kommenden Stunde lernen sollen und warum sie das lernen sollen. Schon allein der Gedanke daran, etwas tun zu müssen, wirkt auf viele Schüler abschreckend. Wenn jedoch der Lehrer es schafft, den Schüler zu überzeugen, welche Notwendigkeit sich dahinter verbirgt, fällt es vielen davon leichter zu lernen.
„Ein informierender Unterrichtseinstieg hat die Funktion, den Schülern die Ziele und den Plan der Stunde transparent zu machen. Die Schüler bekommen so die Chance, Stellung zu nehmen und sich bewusst mit der Lernarbeit zu identifizieren oder sich zu distanzieren.“
Der Lehrer hat nun die Aufgabe, die Lernziele der Stunde näher zu bringen und zu veranschaulichen. Auch sollte er seine Lernziele begründen können und mit seinen Schülern darüber diskutieren. So können sich die Schüler schon in das Unterrichtsgeschehen einbringen.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einführung: Dieses Kapitel führt in die Problematik mangelnder Schülermotivation ein und verdeutlicht die Relevanz der Motivationsforschung für die pädagogische Praxis.
Kapitel 2: Arten der Motivation: Es erfolgt eine theoretische Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation sowie ein Vergleich ihrer Wirksamkeit im Lernprozess.
Kapitel 3: Schulische Motivationsförderung: Hier werden praktische Strategien und Methoden vorgestellt, wie Lehrer durch ihr eigenes Verhalten und die Gestaltung des Unterrichtseinstiegs die Lernmotivation beeinflussen können.
Kapitel 4: Abschließende Bemerkungen: Das Kapitel resümiert, dass Schülermotivation zwar ein komplexes Feld ist, aber durch einen motivierenden Lehrstil maßgeblich positiv beeinflusst werden kann.
Schlüsselwörter
Schülermotivation, Lernmotivation, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, pädagogische Psychologie, Unterrichtsgestaltung, Lehrerrolle, Motivationsförderung, Lerngegenstand, Unterrichtseinstieg, Leistungsbereitschaft, Schulerfolg, Lernprozess, pädagogisches Handeln, Motivationsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Schülermotivation und der Frage, wie Lehrkräfte durch verschiedene pädagogische Ansätze und Verhaltensweisen die Lernfreude ihrer Schüler wecken und aufrechterhalten können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Motivation, die Unterscheidung zwischen intrinsischen und extrinsischen Anreizen sowie erprobte Strategien zur Förderung der Lernmotivation im Klassenzimmer.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch geschickte Methoden, wie den informierenden Unterrichtseinstieg, Schülern den Sinn von Lerninhalten vermitteln und sie so zu einer aktiven und selbstbestimmten Teilnahme motivieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die Erkenntnisse der pädagogischen Psychologie und didaktische Konzepte zusammenführt und kritisch reflektiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung der Motivation, die Analyse der verschiedenen Motivationsformen und die Vorstellung konkreter Handlungsmöglichkeiten für Lehrpersonen zur Motivationsförderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind vor allem Schülermotivation, Lernmotivation, intrinsische und extrinsische Motivation, Unterrichtsgestaltung sowie die Rolle der Lehrperson als Motivationsfaktor.
Warum ist der informierende Unterrichtseinstieg ein zentraler Bestandteil?
Er dient dazu, Lernziele transparent zu machen und Schülern die Notwendigkeit von Lerninhalten zu verdeutlichen, was die Identifikation mit dem eigenen Lernprozess stärkt.
Welchen Einfluss hat die Einstellung des Lehrers auf die Motivation?
Der Lehrer wird als das „wichtigste Motivierungsmittel“ beschrieben; seine Begeisterung und sein Auftreten können maßgeblich dazu beitragen, Schüler für das Unterrichtsthema zu gewinnen.
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- Eileen Schott (Author), 2002, Schülermotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10301