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Chancen und Risiken des Einsatzes aktiver Medienarbeit in der Sexualaufklärung

Título: Chancen und Risiken des Einsatzes aktiver Medienarbeit in der Sexualaufklärung

Trabajo Escrito , 2021 , 13 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Tamara Wätzig (Autor)

Medios / Comunicación - Otros
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Um die Relevanz und eventuell gar Notwendigkeit des Einsatzes (neuer) Medien in der Sexualaufklärung abzuwägen, werde ich in der folgenden Arbeit die Chancen sowie die Risiken des Medieneinsatzes in der Sexualaufklärung beleuchten, um abschließend zu einem Fazit zu kommen, das schildert warum (neue) Medien die aktuell klassische Sexualaufklärung aufwerten können.

Medien aller Art und immer mehr vor allem die elektronischen Medien sind heute nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken. Wir nutzen, brauchen und erfreuen uns an ihnen im Privatleben, im Job, in der Familie. Auch (oder vor allem) Kinder und Jugendliche werden heutzutage von Kindheit an stark von Medien geprägt und beeinflusst. Die Medien sind also Teil ihrer Umwelt. Wieso aber, werden trotzdem so wenig wie möglich Medienerlebnisse mit Kindern und Jugendlichen in der Schule besprochen oder gar zugelassen? „Angesichts der medialen Durchdringung kindlicher Lebenswelten ist eine solche grundsätzliche Abwehrhaltung allerdings weder zeitgemäß, noch hilft sie den Schülerinnen und Schülern, die Kompetenzen zu erwerben, um die medialen Möglichkeiten kompetent und selbstbestimmt zu nutzen“.

Auch in der (v.a. schulischen) Sexualaufklärung wird oft an einem klassischen Modell festgehalten. Hier ist das die Sexualaufklärung mit einem Fokus auf die Wissensvermittlung. Doch eine umfassende Sexualaufklärung ist das Recht jedes Menschen. Und zu einer dieser gehört mehr als „Wissensvermittlung über biologische Vorgänge und die Technik der Verhütung, sie muss emotional ansprechend sein und die vielfältigen Beziehungsaspekte, Lebensstile, Lebenssituationen und Werthaltungen berücksichtigen“. Dies können Lehrende und Pädagog*innen nicht mit ihrer Ausbildung ohne Weiteres leisten. Außerdem ist es kaum möglich, dass Sie Ansprechpartner und Begleitung in der Sexualaufklärung sein können für Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Sexualitäten, Identitäten, Beziehungsmodellen, etc. Denn sie selbst leben und kennen dadurch nur je eines dieser Dinge wirklich. Die aktive Nutzung und Arbeit mit neuen Medien kann hier eine wertvolle Ressource und Unterstützung sein sowohl für die Lehrenden wie auch die Adressat*innen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Theoretischer Teil

1 Relevanz von Medien für das Lehren und Lernen in Bezug auf Sexualaufklärung

2 Chancen und Risiken des Einsatzes neuer Medien in der Sexualaufklärung von Jugendlichen

2.1 Definition Sexualaufklärung

2.2 Chancen des Medieneinsatzes in der Sexualaufklärung

2.3 Risiken und mögliche Hindernisse der Arbeit mit Medien in der Sexualaufklärung

3 Fazit: Aufwertung der klassischen Sexualaufklärung durch den Einsatz (Neuer) Medien

B Praxisbezogener Teil

1 Drehbuch zu „Schau nicht weg – ein Kurzfilm“

„Schau nicht weg“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken des Einsatzes von (neuen) Medien im Kontext der schulischen Sexualaufklärung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Medien klassische pädagogische Modelle ergänzen und eine umfassendere, lebensweltorientierte Aufklärungsarbeit ermöglichen können.

  • Bedeutung von Medienkompetenz in der Sexualaufklärung
  • Chancen einer ganzheitlichen, digitalen Sexualerziehung
  • Prävention von Risiken bei der Internet- und Mediennutzung
  • Implementierung von Peer-Education durch aktive Medienarbeit
  • Praktische Umsetzung in Form eines Kurzfilms zur Zivilcourage

Auszug aus dem Buch

2.2 Chancen des Medieneinsatzes in der Sexualaufklärung

Jugendlichen nutzen erwiesenermaßen andere Jugendliche als Informationsquelle und als Gesprächspartner*innen zu heiklen Themen der Sexualität (Sielert 2011: 30). Dies können Lehrpersonen auch nutzen, indem sie im übertragenen Sinne Informationen, Wissen usw. von anderen Jugendlichen „übermitteln lassen“ in Form der Nutzung von Videos, Podcasts, etc. oder in Form von Peer Education, welche besonders gut kombinierbar mit aktiver Medienarbeit ist. So können die Jugendlichen beispielsweise einzeln oder in Gruppenarbeit selbst Videos, Podcasts, Blogeinträge o.Ä. zu Themen rund um Sexualität produzieren und diese dann ihren Mitschüler*innen vorführen. So würden die Schüler*innen zugleich ihre Medienkompetenz sowie ihr Wissen über Sexualthemen erweitern.

Außerdem nehmen Jugendliche heutzutage den Großteil zu aktuellen Sexualthemen aus Medien wie Zeitschriften (Sielert 2011: 30) und vermehrt auch Internetplattformen, Social Medias, Filmen und Serien. Deshalb ist es sehr ratsam gerade diese Medien zu nutzen, um das Interesse der Adressierten anzuregen und ein lebensweltorientiertes Lernen zu ermöglichen. Ein von Jugendlichen gut angenommenes und von Pädagog*innen gut in die Sexualaufklärung einbaubares, Medienformat ist z.B.: die Website www.loveline.de, welche von der BzGA betrieben wird.

Auch die Arbeit mit beispielsweise Massenmedien bietet viele Ressourcen. Denn „Massenmedien machen auf Themen aufmerksam, setzen Akzente, vermitteln die Basisinformationen und regen zur Auseinandersetzung mit dem Thema an“ (BZgA 2016: 17). Aufbauend darauf können dann in der schulischen oder außerschulischen Sexualaufklärung ebendiese Themen, Akzente und Informationen aufgearbeitet werden, man kann Diskussionen aufbauend auf Filmausschnitte oder Liedsequenzen führen und die Jugendlichen können in einem sicheren Rahmen eventuell aufgekommene Fragestellungen von einer professionellen Stelle – den Sexualaufklärer*innen - beantwortet bekommen oder zumindest an eine passende (Beratungs-) Stelle weitergeleitet werden. So kann eine intensive und lehrreiche Kommunikation durch persönliche Bezüge geschaffen werden (ebd.: 17). Genauso können die durch verschiedenste Massenmedien vielfältigen Veranschaulichungen von Geschlecht (-errollenbildern), von Partnerschaften und Ehe, Partnerschaftsmodellen, usw. in die Übermittlung dieser Aspekte eingebunden werden, um ein möglichst breites und inklusives Bild zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

A Theoretischer Teil: Einleitende Betrachtung der Medienrelevanz für das Lernen in der Sexualaufklärung sowie die Notwendigkeit moderner Ansätze.

1 Relevanz von Medien für das Lehren und Lernen in Bezug auf Sexualaufklärung: Die Diskussion der mediengeprägten Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und das Defizit einer rein klassischen Wissensvermittlung.

2 Chancen und Risiken des Einsatzes neuer Medien in der Sexualaufklärung von Jugendlichen: Analyse der Definition von Sexualaufklärung im Wandel sowie die Abwägung zwischen didaktischen Potenzialen und medienpädagogischen Gefahren.

2.1 Definition Sexualaufklärung: Darstellung eines ganzheitlichen Verständnisses von Sexualaufklärung, das weit über die reine Faktenvermittlung hinausgeht.

2.2 Chancen des Medieneinsatzes in der Sexualaufklärung: Aufzeigen, wie aktive Medienarbeit und die Nutzung von Massenmedien die Lebenswelt der Jugendlichen einbeziehen und Peer-Ansätze stärken.

2.3 Risiken und mögliche Hindernisse der Arbeit mit Medien in der Sexualaufklärung: Erörterung der Anforderungen an die Medienkompetenz der Lehrkräfte und notwendige Sicherheitsmaßnahmen bei problematischen Inhalten.

3 Fazit: Aufwertung der klassischen Sexualaufklärung durch den Einsatz (Neuer) Medien: Zusammenfassung der Notwendigkeit eines moderierenden Lehrstils und der Nutzung moderner Medien zur Inklusion.

B Praxisbezogener Teil: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse in einem gestalterischen Projekt.

1 Drehbuch zu „Schau nicht weg – ein Kurzfilm“: Ausarbeitung eines konkreten filmischen Szenarios zur Sensibilisierung für Zivilcourage bei sexuellem Missbrauch.

„Schau nicht weg“: Das eigentliche Drehbuch für den Kurzfilm.

Schlüsselwörter

Sexualaufklärung, Neue Medien, Medienkompetenz, Jugendlicher, Prävention, Wissensvermittlung, Peer Education, Lebensweltorientierung, digitale Medien, Zivilcourage, Sexualpädagogik, Medienarbeit, Ganzheitlichkeit, Missbrauchsprävention, schulische Erziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen moderner Medien für eine zeitgemäße Sexualaufklärung von Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abkehr von rein faktenbasiertem Frontalunterricht, die Integration digitaler Medien sowie der Umgang mit Risiken im Internet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie (neue) Medien die Sexualaufklärung bereichern können, indem sie die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen besser abbilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse sowie die praktische Entwicklung eines didaktischen Konzepts (Drehbuch).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Chancen und Risiken sowie einen praxisorientierten Teil mit einem konkreten Drehbuch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sexualaufklärung, Medienkompetenz, Peer Education, Prävention und lebensweltorientiertes Lernen.

Warum ist eine ganzheitliche Sexualaufklärung so wichtig?

Weil Sexualität heute ein sehr komplexes und vielfältiges Feld ist, das weit über biologische Fakten hinausgeht und auch Identitäten und Werthaltungen umfasst.

Welche Rolle spielt der Kurzfilm im praxisbezogenen Teil?

Er dient als konkretes Beispiel für aktive Medienarbeit, um das Thema Zivilcourage bei sexuellem Missbrauch anschaulich zu vermitteln.

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Detalles

Título
Chancen und Risiken des Einsatzes aktiver Medienarbeit in der Sexualaufklärung
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Nuremberg
Calificación
1,8
Autor
Tamara Wätzig (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
13
No. de catálogo
V1030111
ISBN (Ebook)
9783346431226
ISBN (Libro)
9783346431233
Idioma
Alemán
Etiqueta
Medienarbeit Sexualaufklärung Soziale Arbeit Schule Pädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tamara Wätzig (Autor), 2021, Chancen und Risiken des Einsatzes aktiver Medienarbeit in der Sexualaufklärung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030111
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