Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda


Seminararbeit, 2018

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

GLIEDERUNG

QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

A. EINLEITUNG

B. GESCHICHTE DES BEGRIFFES VOR 1919

C. VERWENDUNG AUBERHALB DER NSDAP
I. ALS INKUSIONSMITTEL
1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands
2. Deutsche Demokratische Partei/Deutsche Staatspartei
3. Deutsche Zentrumspartei
4. Deutsche Volkspartei
II. IN EXKLUSION

D. DIE NATIONALSOZIALISTISCHE VOLKSGEMEINSCHAFT IN DER NSDAP
I. Die Spitze der Volksgemeinschaft: Der Fuhrer
II. Volksgemeinschaft als Verheirung
III. Die „naturliche Blutsgemeinschaft", Exlusivitat und der Antisemintismus
1. Das relevante Parteiprogramm
2. Staatsburgerschaft und Volksgenossenschaft
3. Exklusivitat und Ausschluss des Judentums

E. FAZIT

ANHANG

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Bearbeitungstext

A. Einleitung

Die folgende Arbeit geht der Untersuchung nach, wie sich der Begriff der Volksgemeinschaft, der sich bereits im 19. Jahrhundert etabliert hatte, nach dem Jahre 1919 von der politischen Landschaft der Weimarer Republik aufgenommen und ausgestaltet wurde. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) soll dabei eine besondere Rolle spielen. Der nachgehende Vergleich wird vor dem Hintergrund stattfinden, das der Begriff der „Volksgemeinschaft“ in den 1920er Jahren ein allgemein benutzter politischer Schlagbegriff war, der erst Anfang der 1930er Jahre von der NS- Bewegung vereinnahmt wurde. Es wird mithin der Frage nachgegangen, wie die NS-Parteibewegung den Begriff gebrauchte, in den politischen Diskurs der Weimarer Republik eingebrachte, das heiBt, inwiefern der Begriff parteispezifisch gepragt und definiert wurde.

Vorwegzuschicken ist, dass der Begriff der Volksgemeinschaft national, sozialistisch, konservativ oder volkisch interpretiert wurde, Letzteres auf Basis der Rasse und ethnischer Ausgestaltung als notwendiges Kriterium der Zugehorigkeit zu dieser Gemeinschaft. Nach einem kurzem Abriss uber die Begriffsgeschichte, in der die Entwicklung im Kaiserreich dargestellt wird, folgen die politischen Positionen der Weimarer Parteien, die wiederum eine klare Abgrenzungslinie zur Verwendung des Begriffes durch die NSDAP schaffen soll. Nach einer umfassenden Wurdigung der AuBerdarstellung des Begriffes durch die Parteien, etwa durch Wahlkampfmaterial, soll ein Fazit zur vorstehend auf- geworfenen Frage folgen.

B. Geschichte des Begriffes vor 1919

Der Begriff der Volksgemeinschaft wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert gepragt, als im Zuge des Erstarkens nationalstaatlichen Denkens in Deutschland volkische Theorie-Konstrukte entstanden.1 Diese basierten auf der Idee, dass der Staat in seiner liberal-burgerlichen Auspragung keine ertrag- reiche Zukunft offeriere, denn pluralistische Bestrebungen wurden die Gemeinschaft eher lahmen als fordern. Daher wurde die sogenannte Volksgemeinschaft als Gegenbegriff zum Begriff „Staat“ kon- zipiert, der nicht die ethnische Zugehorigkeit und die Sprache zu Kriterien der Bestimmung einer Nation machte.2 Der Begriff der Volksgemeinschaft diente bereits im Kaiserreich als ein „Gegenbild zur modernen, von Konflikten und sozialen Gegensatzen gepragten Gesellschaft“.3 Das ethnisch definierte Volk wurde nicht als „Staatsvolk“, im Sinne von rechtsstaatlich normgepragten Prinzipien4 als Staatsburgerschaft verstanden, sondern knupfte an imaginierte Abstammungsgemeinschaften an, die sich durch gemeinschaftliche Elemente und Homogenitat auszeichneten. Schon vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges wurde die Volksgemeinschaftsidee vom Alldeutschen Verband im Sinne der Ausgrenzung und Vertreibung „fremdvolkischer Elemente“ verstanden.5 Wahrend des Ersten Welt- krieges wurde durch das sogenannte „Augusterlebnis“ zum ersten Mal eine ausgepagte nationale Eu- phorie spurbar, die den Idealen der Volksgemeinschaftsidee entsprachen. Die soziale, politische und konfessionelle Spaltung des deutschen Volkes schien sich in einer „Ektase nationaler Begeisterung aufzulosen“.6 Es entwickelten sich Berichte uber die sogenannten Ideen von 19147, die den Krieg als Geburtsstunde einer nationalen Einheit von nicht bekanntem AusmaB darstellten.

C. Verwendung aulJerhalb der NSDAP

Im Folgenden sollen die nach den Reichstagswahlen von 1919 bis 1933 maBgeblich am politischen Tagesgeschehen beteilgten Parteien dargesetellt werden, bevor ausfuhrlich auf die NSDAP eingegan- gen wird. Die folgenden Parteien haben die Entstehung der Weimarer Volksgemeinschaftsvorstel- lungen maBgeblich beeinflusst.

I. Als Inkusionsmittel

Die Parteien der Weimarer Koalition benutzten den Begriff mit einem inkludierenden Ansatz. Das heiBt, die zu schaffenende Volksgemeinschaft kannte keine Feinde und wollte den Entstehungspro- zess der Volksgemeinschaft nicht durch einen gemeinsamen Feind fordern, sondern setzte auf die vereinheitlichende Wirkung fur alle Konfliktgruppen.

1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) propagierte den Begriff unter der Pramisse, dass der arbeitende Teil des Volkes in Stadt und Land die „Zusammenfassung aller korperlich und geistig Schaffenden“ darstelle, „die auf den Ertrag eigener Arbeit angewiesen sind, zu gemeinsamen Er- kenntnissen und Zielen, zur Kampfgemeinschaft fur Demokratie und Sozialismus“ fuhren wird und damit die Volksgemeinschaft schafft.8 So thematisierten die Jungsozialisten den Begriff als ein „In- einandergreifen von nationaler und sozialer Einheitsbildung“.9 Auch Friedrich Ebert selbst propagierte den Begriff bis zu seinem Tod regelmaBig, indem er bspw. von dem „Kampfe der Selbst- behauptung“ sprach und dafur die „Mitwirkung aller unserer Volksgenossen“ gebraucht werde. In Form einer sozialistischen Pragung (ohne nationale Konnotation) sollte die „festgefugte Volksge- meinschaft uns mehr und mehr in Fleisch und Blut ubergehen“.10 In einer volksgemeinschaftlichen Anstrengung aller seiner Mitglieder stellte das Ergebnis dieser Anstrengungen die Verwirklichung der sozialistischen Ideale dar.

2. Deutsche Demokratische Partei/Deutsche Staatspartei

Die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sich 1930 nach der Vereinigung mit der Volksnatio- nalen Reichsbewegung fortan Deutsche Staatspartei (DStP) nannte, propagierte die Volksgemein- schaftsidee, um den Klassenkampfgedanken zu bekampfen und die soziale Einheit der Nation herzu- stellen. Basis dafur und Unterscheidungsmerkmal sollte das unbedingte Bekenntnis zur Verfassung sein, die die Volksgemeinschaft als demokratisches Bindemittel nutzen wollte, um Klassenunter- schiede im Zuge einer vollstandigen Demokratisierung aufzulosen. Mit dem Slogan: „Demokratie heiBt Uberwindung des Klassenkampfgedankens durch Volksgemeinschaft“ zog die DDP 1924 in den Wahlkampf.11 Die (Weimarer) Verfassung sollte die „Grundlage der echten Volksgemeinschaft“ werden.12 Die „Bindung an Sondergruppen konfessioneller, wirtschaftlicher, standischer und klas- senmaBiger Natur“ wurde abgelehnt.13 Volksgemeinschaft ohne Demokratie war fur die DDP ein „Widerspruch in sich“.14 Die deutsche Parteikultur sollte deswegen keinesfalls aufgelost werden, da dies im Widerspruch zur demokratisch-parlamentarischen Verfassungsordnung gestanden hatte.15 Es ging der DDP nicht um einen „schalen Einheitsbrei“ sondern wie den anderen demokratischen Par- teien auch um „staatsburgerliche Solidaritat“16 - Das sollte eine demokratisch gepragte Volksgemein- schaft leisten. In der auBenpolitischen Dimensions der Begriffsverwendung wurde durch das ge- wunschte Zusammenstehen die Aussicht in den Raum gestellt, dass durch Solidaritat ein „neues star- kes deutsches Reich“ geschaffen werde, dass wieder „ein Machtfaktor in der Welt sein konne“.17

3. Deutsche Zentrumspartei

Die Deutsche Zentrumspartei (Zentrum), die aufgrund ihrer konfessionellen Vorausrichtung dem po- litischen Katholizismus gegenuber eine Inkludierung aller konfessioneller Gruppen nicht bewerkstel- ligen konnte, fuBte ihr Verstandnis der Volksgemeinschaft darauf, dass diese durch die „Grundsatze des Christentums in Staat und Gesellschaft, in Wirtschaft und Kultur“ zu verwirklichen seien.18 Das Zentrum war damit besonders auf die konfessionelle-(christliche) Einheitsbildung bedacht. Die Ver- einigung der deutschen Stamme zu einem starken NationalbewuBsein getragenden Volksreich war hierbei programmtischer Ausruf.19 Hier stellte das Christentum, als vereinheitlichende Religion, der Grundstein einer „christlichen Volksgemeinschaft“ dar. Die dem Christentum zugesprochenen Werte der Nachstenliebe und der Soldaitarat der Glaubensgemeinschaft sollten das spiegelbildlichen Fun­dament fur die Errichtung der Volksgemeinschaft sein.

4. Deutsche Volkspartei

Die Deutsche Volkspartei (DVP) stellte die Vermittlungsfunktion der Volksgemeinschaft in den Vor- dergrund. Sie sollte als Katalysator gesellschaftliche Kompromisse herbeifuhren, nach dessen Losung die „deutsche Zukunft“20 gemeinsam, unter Zurucktreten singularer Interessen fur das Gemeinwohl, geschaffen werden kann. Insbesondere unter Gustav Stresemann wurde die „echte Volksgemein- schaft“ als ein Mittel der uberparteilichen Zusammenarbeit gebraucht, um sich auBenpolitisch be- haupten zu konnen.21 Das entspricht auch der Politik, die die DVP Anfang der 1920er Jahre machen wollte: Sie sollte „weder radikal nach rechts, noch radikal nach links sein, sondern bewusst dem Ausgleich der Interessen zugestrebt“ sein22 - Eine Politik der Volksgemeinschaft, die aber in den 1930er Jahren zugunsten einer nationaliserten Volksgemeinschaftsidee - um Wahlerstimmen zu fan­gen - aufgegeben wurde.23

II. In Exklusion

Neben der NSDAP war die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) einer der im Reichstag vertretenen Parteien, die vordergrundig als reaktionar galt. Die Mitglieder der DNVP waren der Uberzeugung, dass eine „Verschmelzung“ von Unter- und Oberschicht nur im Wege der Volksgemeinschaft zu er- reichen sei, also dass eine nationale „Schicksalsgemeinschaft“ geschaffen werden musse. Dies um- fasste ebenfalls die Ausmerzung „fremdrassischer Elemente“. Der Antisemitismus spielt auch in der DNVP eine Rolle, aber vor allem vor dem Hintergrund, ob die Gleichberechtigung der Juden aufgehoben werden sollte. Mithin wurde uber die Parteizugehorigkeit der Juden debattiert.24 Eine programmatische Dimension des Antisemitismus wurde zum Teil von Parteimitgliedern abgelehnt. So formulierte Otto Hoetzsch bereits in einem Schreiben vom 05.11.1918, dass der Antisemitimus von der Partei abzulehnen sei und „zwar von vornherein, weil er aussichtslos ist“, eine Ansicht, die im Laufe der 1920er Jahre jedoch immer weiter in die Defensive geriet und 1919 in das Parteipro- gramm aufgenommen wurde.25 Befurwoter argumentierten aber weiterhin, dass man die Juden nicht aufgrund ihrer judischen Uberzeugung ablehnen sollte, sondern nur, wenn sie „deutschfeindlich, in­ter- oder antinational und volksfeindlich“ handeln wurden.26 Die Gegenseite widersprach mit der Be- hauptung, dass es sich „um eine innere Auseinandersetzung von Volk gegen Volk handelt“ und die Anlagen des judischen Geistes seien von „der groBten Gefahr fur unser Volk“.27 Herausstechendes Element der Begriffverwendung ist die unbedingte Exklusivitat bezuglich Fremdvolkischer, aber nicht die unbedingte Verbindung mit dem Judentum. Es kann angesichts der lebendigen Diskussions- kultur innerhalb der Partei nicht davon gesprochen werden, dass der Antisemintismus in der Partei aufgenommen wurde und entsprechend in Wahlkampfen nach auBen getragen wurde.

D. Die nationalsozialistische Volksgemeinschaft in der NSDAP

Vor der Umbenennung in NSDAP gehorte ihre Vorganger-Partei, die DAP, bereits der volkischen Bewegung an, die die Errichtung einer weitgehend konfliktfreien, harmonischen Gesellschaft ohne Klassenschranken und Klassenkampf erzielte. Die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) wurde am 5.01.1919 gegrundet und ging bereits am 24.02.1920 in der NSDAP auf. Am selben Tag wurde zu- gleich das Parteiprogramm der NSDAP, das „25-Punkte-Programm“28, veroffentlicht. Aus dem Par- teiprogramm und der Propaganda im Wahlkampf und politischer Agitation zeigen sich folgende be- sondere Merkmale der nationalsozialistischen Volksgemeinschaftsidee:

I. Die Spitze der Volksgemeinschaft: Der Fuhrer

Durch Propaganda, Auftreten und Organisation vermittelten die Nationalsozialisten den Eindruck, dass sie die Vision der Volksgemeinschaft zur unmissverstandlichen Leitlinie ihrer Politik erhoben hatten, indem sie aufzuzeigen versuchten, dass sie den sogenannten Fuhrer, uber den alle anderen nur sprachen, bereits verfugten.29

Der Begriff der Volksgemeinschaft hatte zentrale Bedeutung fur Hitlers Weltanschauung. Die NSDAP prasentierte sich mithin als junge, klassenubergreifende „Volkspartei“, wahrend Hitler als charismatischer Fuhrer den Wunsch nach Zusammengehorigkeit wie kein anderer verkorperte.30 Die Volksgemeinschaft wurde von der NSDAP mit der Notwendigkeit eines Fuhrers propagierte, der die Anstrengungen und Leistungen der Gemeinschaft bundeln, leiten und organisieren konne und damit den Reprasentanten der Volksgemeinschaft darstellen kann. Einer der wichtigsten Merkmale war der Zuspruch der breiten Massen und damit uber die Parteigrenzen hinaus sein.31 Folglich vereinigte Hit­ler die Wunsche nach Kontinuitat und Veranderung, nach Einheit und Heil einer kunftigen Volksge- meinschaft auf seiner Person. Eine solche „Fuhrerfixierung“ findet sich bei anderen Parteien nicht. Hitler sollte als die Personifizierung des gesamten Volkes dienen, indem er dem Volk als Spiegel gegenuberstand und ihm somit zeigen sollte, „was ihn ihm steckt“.32 Die Verbindung von „Volksge- meinschaft“ und „Fuhrer“ durch die Propaganda der NSDAP auBerten sich dadurch, dass jeder, der dem Fuhrer „entgegenarbeitete“ seinen Beitrag zur Volksgemeinschaft leisten konnte und jedem dadurch sein Platz in dieser Gemeimschaft zustehe, vorausgesetzt er kann dazugehoren.33 Zwar ba- sierte der Wahlkampf um das Reichsprasidentenamt auf der Gegenseite auf einer enormen Fixierung Hindenburgs, doch diente dies eher der Anknupfung an alte Traditionen, fur die Hindenburg stand, wahrend die eindeutige und unbedingte Fuhrerbindung Hitlers eine messianische Form annahm, die um einges besser zur Volksgemeinschaftsparole der Nationalsozialisten passte.34

II. Volksgemeinschaft als Verheifiung

Nach dem verlorengegangen Krieg wurde volkisches Denken zu einem tragenden Konsens innerhalb eines GroBteils35 der Bevolkerung. Deutsche definierten sich aufgrund ihrer staatsterritorialen Zer- splitterung nicht als staatlich geformte Nation wie GroBbritannien oder Frankreich, sondern definier- ten gemeinsame Merkmale uber Sprache, Kultur36 und besonders uber die Ethnie. Aufgrund der „staatslosen“ Nation war die Ethnisierung des Volksbegriffes in Deutschland so leichter moglich. Sogar Demokratisierung verstand man unter Umstanden unter der Verwirklichung der Homogenitat des Volkes37 und damit die Vereinheitlichung des Willens der Nation.38

Die NSDAP ubernahm bspw. im liberalen Sudwestens Deutschlands die eingeschlafene Vereinskul- tur, wiederbelebte diese und konnte sie fur ihre Zwecke gebrauchen, indem alle sozialen Gruppen die Moglichkeit geboten wurde aus ihrer Isolation zu entkommen.39 In Regionen wie Niedersachsen wurde an die Politik der nationalistischen Vereine angeknupft, indem ausdrucklich jegliche Beschran- kung durch Stande negiert wurde und ihre Organisation als Abbild einer Volksgemeinschaft geprie- sen wurde40 Arbeiter im Reich fuhlten sich davon auBerordentlich angezogen, denn ihnen wurde Volksgemeinschaftsparole suggeriert, dass aus sozialen Missstanden entkommen konnten. Vor die- sem Hintergrund ist zu erwahne, dass der Arbeitertanteil unter den NSDAP-Wahlern zeitweise 30-40 Prozent betrug.41

Keine andere Partei, die den Begriff der Volksgemeinschaft programmatisch aufnahm, hat die Idee derart wirkungsvoll als das Zeichen ihrer Politik und die damit verbundene Hoffnung auf eine bessere Zukunft in die Bevolkerung tragen konnen, wie die NSDAP. Die antipluralistische Intention dieser Auslegung griff die auf diesem Grundprinzip beruhende Weimarer Demokratie direkt an und zwar derart, dass diese zu beseitigen sei und darauf die (noch zu schaffende) Volksgemeinschaft folge und damit von der NSDAP eine „Politik der VerheiBung“42 geschaffen wurde, die eine derartige soziale Schubkraft ausloste, die die auBerordentliche Leistungs- und Einsatzbereitschaft groBer Teile der Na­tion wahrend des NS-Regimes erklaren kann.43

Die Nationalsozialisten stellten sich bis in die 1930er Jahre als die Partei der Jungen und der Jugend ingesamt dar.44 Das macht auch den VerheiBungsgrad der angepriesenen Volksgemeinschaft noch deutlicher aus - Die Zukunft des Volkes gehort den Jungen und entsprechend muss die Volksgemein- schaft sich an den Bedurfnissen dert Jugend ausrichten.Die Zeit zwischen 1919 und 1933 war von massiven Unruhen erschuttert, sodass im Sinne der VerheiBung fest der Wunsch nach staatlicher Ruhe und Ordnung und geregelten Gesellschafts- und Sozialverhaltnissen verankert war, die die Volksgemeinschaft bringen wurde45 Alle politischen Versprechungen der NSDAP orientierten sich an dieser Frage, wie eine solche Harmonie stiftende Gemeinschaft zu schaffen sei und konnte durch die exkludierende Wirkung bereits von Vornherein energischer verfolgt werden. Bemerkenswert ist, wie die NSDAP mittels des Begriffes der Gemeinschaft sogar versucht hat von inneren Flugelkamp- fen abzulenken. In ihrer einheitsstifenden Kraft sollte gezeigt werden, dass die Partei gegen alle Wid- rigkeiten zum Trotz in der Lage ist eine Einheitsfront zu schaffen und sich gegen ihre Gegner zu behaupten.46

III. Die „naturliche Blutsgemeinschaft“, Exlusivitat und der Antisemintismus

1. Das relevante Parteiprogramm

Das Parteiprogramm der NSDAP ist hier von besonderer Bedeutung, denn es beschreibt bereits in der Fruhphase der Parteientwicklung die politische StoBrichtung, die die Partei verfolgen wollte, wie Nr. 4 des Programm bereits aufzeigt: „Staatsburger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksge- nosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rucksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein“. In Nr. 5 heiBt es sodann weiter: „,Wer nicht Staatsburger ist, soil nur als Gast in Deutschlandleben konnen undmufi unter Fremden-Gesetzgebung stehen“. Nr. 7 folgt mit: „Wir fordern, dafi sich der Staat verpflichtet, in erster Linie fur die Erwerbs- und Lebensmoglichkeit der Burger zu sorgen. Wenn es nicht moglich ist, die Gesamtbevolkerung des Staates zu ernahren, so sind die Angehorigen fremder Nationen (Nicht-Staatsburger) aus dem Reiche auszuweisen.“

[...]


1 Thamer, Volksgemeinschaft: Mensch und Masse, S. 368 in: Erfindung des Menschen; siehe bspw. die Theorien von Ferdinand Tonnies, die in der Weimarer Republik publizistisch aufgegriffen wurden, bei: Sontheimer, Antidemokratisches Denken in der Wei- marer Republik, S. 315; Tonnies, Der englische Staat und der deutsche Staat, S. 164, 192.

2 Hobsbawm, Nationen und Nationalismus, S. 122.

3 Retterath, "Was ist das Volk?", S. 319.

4 Vgl. die Drei-Elemente-Lehre von Georg Jellinek, dazu Jellinek, Allgemeine Staatslehre. - Die Grunddefinition des Staates und das heutige staatsrechtliche Grundverstandnis aus „Staatsgebiet“, „Staatsgewalt“ und „Staatsvolks“ geht hierauf zuruck.

5 Walkenhorst, Nation - Volk - Rasse, S. 222.

6 Hierzu die Ansprache von Kaiser Wilhelm II. zu Kriegsbeginn: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“, Zit. nach: Neitzel, Weltkrieg und Revolution, S. 38.

7 Wildt, Die Ungleichheit des Volkes, S. 24 in: Volksgemeinschaft; Bruendel, Volksgemeinschaft oder Volksstaat, S. 258-289.

8 Protokoll uber die Verhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, abgehalten in Gorlitz vom 18. bis zum 24. September 1921, 1921, S. 3; Treue, Deutsche Parteiprogramme 1861 - 1954, S. 97; Zur Programmdiskussion siehe Winkler, Klassenbewegung oder Volkspartei? Zur Programmdiskussion in der Weimarer Sozialdemokratie 1920-1925.

9 Vgl. Walter, Nationale Romantik und revolutionarer Mythos, S. 48-50.

10 Siehe dazu Ebert, Schriften, Aufzeichnungen, Reden (Teils.) Von Friedrich Ebert, S. 253, 265.

11 Hefi,"Das ganze Deutschland soll es sein", S. 332.

12 Stubmann, „Volksgemeinschaft!“, Deutsche Einheit 7 (1925), S. 737, zit. nach Hefi,"Das ganze Deutschland soll es sein", S. 331.

13 Parteiprogramm vonb 1930 in: Treue, Deutsche Parteiprogramme 1861 - 1954, S. 148.

14 Schneider, „Volk und Nation im Nachkriegsdeutschland“, in: ders., Deutschland zwischen Demokratie und Antidemokratie, S. 210, zit. nach Hefi, "Das ganze Deutschland soll es sein", S. 331.

15 Hefi, "Das ganze Deutschland soll es sein", S. 331.

16 Vgl. hier die Ausagen von Hugo PreuB, dem „Vater der Weimarer Reichsverfassung“: Preufi, „Volksgemeinschaft“ in: ders., Um die Reichsverfassung von Weimar, S. 17-22, zit. nach Hefi, "Das ganze Deutschland soll es sein", S. 332; vgl. auch Deutsche Staats- partei, Wahlkampfplakat: "Fur Einigkeit, Fortschritt, Volksgemeinschaft", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 10.

17 G. Baumer, Rede in der Hauptversammlung des Reichsauschusses fur Handel, Industrie und Gewerbe beim Hauptvorstand der DDP in Eisennach am 17.09.1922 in: ders. Reden und Aufsatze, Bd.1, S. 293 f., zit. nach Hefi, "Das ganze Deutschland soll es sein", S. 334.

18 Vgl. Morsey, Die Deutsche Zentrumspartei 1917 - 1923, S. 369-371.

19 Richtlinien der Deutschen Zentrumspartei, 21. 11.1918 (Berlin), gedruckt in: Lepper, Volk, Kirche und Vaterland, S. 388.

20 So Gustav Stesemann in einer Rede 1923 vor Parteidelegierten in: Richter, Die Deutsche Volkspartei 1918 - 1933, S. 42-52.

21 Jones, German liberalism and the dissolution of the Weimar party system, S. 136, 195; Vgl. auch das Parteipogramm von 1919 Nr. 2 in: Treue, Deutsche Parteiprogramme 1861 - 1954, S. 114.

22 So Stresemann im Dezember 1918, zit. nach Hartenstein, Die Anfange der Deutschen Volkspartei 1918-1920, S. 53.

23 Vgl. dazu Richter, Die Deutsche Volkspartei 1918 - 1933, S. 240.

24 Staatspolitische Arbeitsgemeinschaft der Deutschnationalen Volkspartei, Bundesarchiv Berlin, Bestand der Deutschnationalen Volkspartei, R 8005/327.; siehe dazu auch Striesow, Die Deutschnationale Volkspartei und die Volkisch-Radikalen 1918-1922, S. 116.

25 Bericht uber die Sitzung vom 29. 09.1919 aus dem Potzdamer Nachlass von Kuno von Westarp, DNVP-Mtglied., zit. nach Strie- sow, Die Deutschnationale Volkspartei und die Volkisch-Radikalen 1918-1922, S. 116 f.

26 Vgl. hierzu Staatspolitische Arbeitsgemeinschaft der Deutschnationalen Volkspartei, Bundesarchiv Berlin, Bestand der Deutschna- tionalen Volkspartei, R 8005/327, S. 84.

27 Gottfried Traub bei der Eroffnung der Diskussion der Staatspolitischen Arbeitsgemeinschaften, in: Staatspolitische Arbeitsgemein- schaft der Deutschnationalen Volkspartei, Bundesarchiv Berlin, Bestand der Deutschnationalen Volkspartei, R 8005/327, S. 84; Treue, Deutsche Parteiprogramme 1861 - 1954, S. Vgl. auch das Parteiprogramm von 1920 Nr. 11 in:

28 Abgedruckt in: Treue, Deutsche Parteiprogramme 1861 - 1954, S. 143-145.

29 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine, S. 96 in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939; vgl. hierzu auch das Wahlplakat zur Reichsprasidentenwahl 1932, das durch die Wahl Hitlers zum Reichsprasidenten den Glaube an eine bessere Zukunft nahren will, NSDAP, Ankundigung einer Wahl-Kundgebung: "Hitler! Glaube und Hoffnung von Millionen", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 9.

30 Thamer, Nation als Volksgemeinschaft, S. 122 in: Soziales Denken in Deutschland zwischen Tradition und Innovation.

31 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine, S. 21 in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939.

32 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine, S. 125 in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939.

33 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine, S. 127 in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939.

34 Hierzu besonders treffend das schlichte, aber trotzdem diesen Geist verkorpernde Wahlplakat, NSDAP, Wahlkampfplakat "Hitler", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 4; sehr viel aufladener: NSDAP, Wahlkampfplakat "Es lebe Deutschland!", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 3.

35 Siehe hier Gruppen wie die Volkische Bewegung, Jungkonservative, Nationalrevolutionare, Landvolkbewegung und die Bundi­schen Jugendbewegung.

36 Vgl. hier den Begriff der sogenannten Kulturnation, siehe dazu Schmidt, Friedrich Meineckes Kulturnation. Zum historischen Kon- text nationaler Ideen in Weimar-Jena um 1800.

37 Hierzu erwahnenswert, dass Demokratie als „Herrschaft des Volkes“ nicht direkt mit Heterogenitat der Bevolkerung gleichzuset- zen ist, sondern auch uber eine grundkonsensuale Spigelung des „Volkswillens“ homogen konstruiert werden kann. Aufgrund der praktischen Unmoglichkeit bleibt sich jedoch unerfullbar, siehe dazu aber insbesondere die Aussagen des Weimarer Staatsrechtlers Carl Schmitt, in: Schmitt, Politische Theologie, S. 9.

38 Vgl. hierzu NSDAP, Wahlkampfplakat: "Der organisierte Wille der Nation", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 7.

39 Hailbronner,"Freiheit, Gleichheit, Bruderlichkeit und Dynamit".

40 Fritzsche, Rehearsals for fascism, S. 204 f.

41 Thamer, Volksgemeinschaft: Mensch und Masse, S. 384 in: Erfindung des Menschen.

42 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939; vgl. dazu auch NSDAP, Wahlkampfplakat "Wir schaffen das neue Deutschland", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 2 oder NSDAP, Wahlkampfplakat "Die Tat der Gemeinschaft dient dem Aufbau", zuletzt gepruft am: 13.03.2019, Anhang 1.

43 Broszat, Soziale Motivation und Fuhrer-Bindung des Nationalsozialismus, S. 396.

44 Vgl. hierzu Mergel, Parlamentarische Kultur in der Weimarer Republik, S. 104.

45 Mergel, Fuhrer, Volksgemeinschaft und Maschine, S. 119 in: Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939.

46 Siehe hierzu Georg Strasser: "Die Lage in Deutschland", Volkischer Beobachter, 16.11.1932.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus. Propaganda, Mobilisierung und Ge-walt
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1030161
ISBN (eBook)
9783346443861
ISBN (Buch)
9783346443878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Volksgemeinschaft, NSDAP, Weimarer Republik
Arbeit zitieren
Fritz Grosch (Autor), 2018, Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030161

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