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Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda

Titel: Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda

Seminararbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Fritz Grosch (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Volksgemeinschaft während der Weimarer Republik. Die Arbeit behandelt die politische Nutzung des Begriffs von allen Parteien der Weimarer Republik, insbesondere aber in der NSDAP.

Die Arbeit geht der Untersuchung nach, wie sich der Begriff der Volksgemeinschaft, der sich bereits im 19. Jahrhundert etabliert hatte, nach dem Jahre 1919 von der politischen Landschaft der Weimarer Republik aufgenommen und ausgestaltet wurde. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) soll dabei eine besondere Rolle spielen. Der nachgehende Vergleich wird vor dem Hintergrund stattfinden, das der Begriff der „Volksgemeinschaft“ in den 1920er Jahren ein allgemein benutzter politischer Schlagbegriff war, der erst Anfang der 1930er Jahre von der NS Bewegung vereinnahmt wurde. Es wird mithin der Frage nachgegangen, wie die NS-Parteibewegung den Begriff gebrauchte, in den politischen Diskurs der Weimarer Republik eingebrachte, das heißt, inwiefern der Begriff parteispezifisch geprägt und definiert wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. GESCHICHTE DES BEGRIFFES VOR 1919

C. VERWENDUNG AUßERHALB DER NSDAP

I. ALS INKUSIONSMITTEL

1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands

2. Deutsche Demokratische Partei/Deutsche Staatspartei

3. Deutsche Zentrumspartei

4. Deutsche Volkspartei

II. IN EXKLUSION

D. DIE NATIONALSOZIALISTISCHE VOLKSGEMEINSCHAFT IN DER NSDAP

I. DIE SPITZE DER VOLKSGEMEINSCHAFT: DER FÜHRER

II. VOLKSGEMEINSCHAFT ALS VERHEIßUNG

III. DIE „NATÜRLICHE BLUTSGEMEINSCHAFT“, EXLUSIVITÄT UND DER ANTISEMINTISMUS

1. Das relevante Parteiprogramm

2. Staatsbürgerschaft und Volksgenossenschaft

3. Exklusivität und Ausschluss des Judentums

E. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Ausgestaltung des Begriffs der "Volksgemeinschaft" in der politischen Landschaft der Weimarer Republik, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Vereinnahmung und parteispezifischen Prägung des Begriffs durch die NSDAP liegt. Ziel ist es, die instrumentelle Nutzung des Begriffs im Vergleich zu den inklusiven Ansätzen demokratischer Parteien herauszuarbeiten.

  • Historische Herleitung des Volksbegriffs vor 1919
  • Vergleich der Begriffsverwendung durch verschiedene Parteien der Weimarer Koalition
  • Die nationalsozialistische Interpretation als völkische, exklusive Volksgemeinschaft
  • Rolle des "Führerkultes" und des Antisemitismus als Konstituenten der nationalsozialistischen Ideologie
  • Analyse von Parteiprogrammen und Wahlkampfmaterial als Propagandainstrumente

Auszug aus dem Buch

Die nationalsozialistische Volksgemeinschaft in der NSDAP

Vor der Umbenennung in NSDAP gehörte ihre Vorgänger-Partei, die DAP, bereits der völkischen Bewegung an, die die Errichtung einer weitgehend konfliktfreien, harmonischen Gesellschaft ohne Klassenschranken und Klassenkampf erzielte. Die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) wurde am 5.01.1919 gegründet und ging bereits am 24.02.1920 in der NSDAP auf. Am selben Tag wurde zugleich das Parteiprogramm der NSDAP, das „25-Punkte-Programm“28, veröffentlicht. Aus dem Parteiprogramm und der Propaganda im Wahlkampf und politischer Agitation zeigen sich folgende besondere Merkmale der nationalsozialistischen Volksgemeinschaftsidee:

I. Die Spitze der Volksgemeinschaft: Der Führer

Durch Propaganda, Auftreten und Organisation vermittelten die Nationalsozialisten den Eindruck, dass sie die Vision der Volksgemeinschaft zur unmissverständlichen Leitlinie ihrer Politik erhoben hatten, indem sie aufzuzeigen versuchten, dass sie den sogenannten Führer, über den alle anderen nur sprachen, bereits verfügten.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Arbeit führt in die Begriffsgeschichte der "Volksgemeinschaft" ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der nationalsozialistischen Instrumentalisierung dieses Schlagworts.

B. Geschichte des Begriffes vor 1919: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung des Begriffs im Kaiserreich als völkisches Gegenbild zur liberal-bürgerlichen Staatskonzeption.

C. Verwendung außerhalb der NSDAP: Hier werden die inklusiven Verwendungsweisen der demokratischen Parteien der Weimarer Republik (SPD, DDP, Zentrum, DVP) und die Ausgrenzungslogik der DNVP dargestellt.

D. Die nationalsozialistische Volksgemeinschaft in der NSDAP: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Ausgestaltung des Konzepts durch die NSDAP, insbesondere die Rolle des "Führers", die völkische Blutslogik und den Antisemitismus.

E. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass die NSDAP den Begriff durch die Verbindung von völkischer Radikalisierung und dem Versprechen auf eine neue Ordnung zur wirkungsvollsten Propagandawaffe machte.

Schlüsselwörter

Volksgemeinschaft, Weimarer Republik, NSDAP, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Propaganda, Führerprinzip, völkisches Denken, Wahlkampf, Parteiprogramm, Demokratie, soziale Einheit, Blutszugehörigkeit, Volksgenosse, politische Radikalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene politische Parteien der Weimarer Republik den Begriff "Volksgemeinschaft" interpretiert und propagandistisch genutzt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Begriffsgeschichte, der Vergleich zwischen demokratisch-inkludierenden Ansätzen und der nationalsozialistisch-exklusiven Ideologie sowie die Rolle der NS-Propaganda.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die NSDAP den Begriff "Volksgemeinschaft" für ihre Zwecke vereinnahmte, definierte und dadurch politisch wirksam gegen ihre Gegner einsetzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine historische Analyse von Parteiprogrammen, Wahlkampfmaterialien sowie zeitgenössischen politischen Diskursen der Weimarer Ära.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Begriffsverwendung durch demokratische Parteien, die Betrachtung der DNVP und eine detaillierte Analyse der NS-Ideologie, insbesondere der Führerfixierung und des Rassenantisemitismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Volksgemeinschaft, NSDAP, Weimarer Republik, Propaganda, Führerprinzip und Antisemitismus.

Welche Rolle spielt das "25-Punkte-Programm" der NSDAP für die Argumentation?

Das Parteiprogramm dient als zentrale Quelle, um die frühe programmatische Verknüpfung von Staatsbürgerschaft mit der "deutschen Blutszugehörigkeit" und den damit einhergehenden Ausschluss von Juden zu belegen.

Wie unterscheidet sich die NS-Interpretation der Volksgemeinschaft von der der SPD oder DDP?

Während die SPD und DDP den Begriff inklusiv zur Überwindung sozialer Schichten und zur Stärkung der demokratischen Solidarität nutzten, verstand die NSDAP ihn als exklusives, völkisch-rassisches Bündnis, das auf der Abgrenzung gegenüber als "fremd" definierten Feinden basierte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Volksgemeinschaft im Nationalsozialismus. Propaganda, Mobilisierung und Ge-walt
Note
1,7
Autor
Fritz Grosch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1030161
ISBN (eBook)
9783346443861
ISBN (Buch)
9783346443878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Volksgemeinschaft NSDAP Weimarer Republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fritz Grosch (Autor:in), 2018, Der Begriff der Volksgemeinschaft und seine Verwendung in der Weimarer Republik. Untersuchung zur NSDAP-Propaganda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030161
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Leseprobe aus  21  Seiten
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