Die Arbeit beschäftigt sich mit der quantitativen Befragung als Form der empirischen Datenerhebung.
Dabei wird auf die Vorgehensweise zur Erstellung einer quantitativen Befragung sowie die Gütekriterien einer quantitativen Befragung eingegangen. Zudem werden die Besonderheiten einer Online-Befragung beleuchtet. Die Ausführungen werden verdeutlicht, indem anhand eines Beispiels die Grundzüge einer quantitative Online-Befragung entwickelt werden.
Das Ziel dieser Arbeit ist es daher, die korrekte Vorgehensweise zur Durchführung einer schriftlichen Befragung zu erörtern und diese auf ein Fallbeispiel aus dem Themenbereich der Personalbeschaffung anzuwenden. Ein Unterziel ist es in diesem Zusammenhang die methodischen Grundlagen sowie die grundsätzlichen Gütekriterien der empirischen Forschung zu erläutern. Zudem sollen die fachlichen Grundlagen des Fallbeispiels dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fachliche Grundlagen der quantitativen Befragung als Form der empirischen Forschung
2.1 Die Befragung als Form der Erhebung von empirischen Daten
2.2 Die Vorgehensweise zur Erstellung von quantitativen Befragungen
2.3 Gütekriterien einer quantitativen Befragung
2.4 Besonderheiten der Durchführung von Online-Befragungen
3 Entwicklung einer Vorgehensweise zum Design von Online-Befragungen am Fallbeispiel
3.1 Grundlagen zur Anwendung des Net-Promotor-Scores im Recruiting-Prozess
3.2 Das Design einer Online-Befragung am Beispiel des Net-Promotor-Scores im Recruiting-Prozess
4 Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit hat zum Ziel, eine fundierte Vorgehensweise für die Durchführung schriftlicher Online-Befragungen zu erörtern und diese praktisch auf die Messung des Net-Promotor-Scores innerhalb von Recruiting-Prozessen anzuwenden.
- Methodische Grundlagen der empirischen Sozialforschung
- Qualitätskriterien quantitativer Befragungen (Reliabilität, Validität, Objektivität, Repräsentativität)
- Besonderheiten und Herausforderungen digitaler Befragungsinstrumente
- Anwendung des Net-Promotor-Scores zur Evaluierung der Candidate Experience
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundlagen zur Anwendung des Net-Promotor-Scores im Recruiting-Prozess
Der Net-Promotor-Score (NPS) ist eine der bekanntesten Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit. Der NPS erhebt diese jedoch nicht direkt, sondern nur die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde eines Unternehmens dieses im Bekannten- oder Freundeskreis weiterempfehlt. Die Kunden sollen hierfür im Rahmen einer Befragung die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Produkts oder der Dienstleistung eines Unternehmens auf einer Skala von 0 (= überhaupt nicht wahrscheinlich) bis 10 (= sehr wahrscheinlich) einschätzen. Die Befragten werden basierend auf deren Antwort in die drei Gruppen „Promotoren“, „Indifferente“ und „Detraktoren“ eingeteilt. Dies geschieht nach der in Abbildung 4 dargestellten Logik.
Der NPS errechnet sich aus der Anzahl der Promotoren abzüglich der Anzahl der Detraktoren. Der dadurch ermittelte Wert dient als Kennzahl für die generelle Zufriedenheit der Kunden mit einem Produkt oder mit einem Service, auch wenn er keine detaillierte Auskunft über die Gründe dafür gibt. Durch den hohen Grad der Standardisierung ist insbesondere die Möglichkeit zum Vergleich mit anderen Produkten oder Dienstleistungen ein großer Vorteil des NPS. Darüber hinaus kostet es den Kunden sehr wenig Zeit, die Einschätzung vorzunehmen, wodurch mit einer vergleichsweisen hohen Anzahl an Rückmeldungen zu rechnen ist.
Der NPS wird jedoch nicht nur im klassischen Produkt- oder Dienstleistungsmarketing verwendet. Auch innerhalb der Personalbeschaffung wird er zur Messung der sog. Candidate Experience herangezogen. Diese umfasst alle „Erfahrungen, die ein Bewerber beginnend bei der Stellensuche über den Bewerbungsprozess bis hin zum Auswahlverfahren mit einem Unternehmen sammelt.“ In diesem Fall misst der NPS somit die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person, die den Bewerbungsprozess eines Unternehmens durchlaufen hat, eine Bewerbung bei dem Unternehmen im Freundes- oder Bekanntenkreis weiterempfehlen würde. Indirekt lässt sich somit die Zufriedenheit des Bewerbers mit dem Verlauf der Bewerbung ermitteln.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Messbarkeit von Prozessen im Personalmanagement ein und definiert das Ziel, ein methodisches Vorgehen für Online-Befragungen am Beispiel des Recruitings zu entwickeln.
2 Fachliche Grundlagen der quantitativen Befragung als Form der empirischen Forschung: Das Kapitel erläutert die theoretischen Voraussetzungen quantitativer Befragungen, inklusive der Gütekriterien und der spezifischen Vor- und Nachteile von Online-Erhebungsmethoden.
3 Entwicklung einer Vorgehensweise zum Design von Online-Befragungen am Fallbeispiel: Hier wird der Net-Promotor-Score als Instrument zur Messung der Candidate Experience eingeführt und in ein konkretes Befragungsdesign für den Recruiting-Prozess überführt.
4 Schluss: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Erreichung der Forschungsziele und gibt einen Ausblick auf weiterführende Fragestellungen der Sozialforschung.
Schlüsselwörter
Online-Befragung, Empirische Forschung, Net-Promotor-Score, Candidate Experience, Personalmanagement, Recruiting, Quantitative Befragung, Reliabilität, Validität, Objektivität, Repräsentativität, Datenerhebung, Fragebogen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der methodisch korrekten Erstellung und Durchführung von quantitativen Online-Befragungen im betriebswirtschaftlichen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die empirische Sozialforschung, Methoden der quantitativen Datenerhebung sowie die Anwendung dieser Instrumente im Personalrecruiting.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer strukturierten Vorgehensweise für Online-Befragungen und deren beispielhafte Anwendung zur Messung der Candidate Experience mittels Net-Promotor-Score.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird der methodische Prozess der quantitativen Befragung beschrieben, der Schritte von der Problemdefinition über die Konzeption und Datenerhebung bis zur Ergebnisauswertung umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der empirischen Forschung sowie die praktische Übertragung dieser Konzepte auf das Fallbeispiel des Recruiting-Prozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Online-Befragung, Net-Promotor-Score, Candidate Experience und Gütekriterien empirischer Forschung.
Warum wird der Net-Promotor-Score im Recruiting verwendet?
Er dient als standardisiertes Maß, um die indirekte Zufriedenheit von Bewerbern mit dem Recruiting-Prozess über deren Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit zu erfassen.
Welche Herausforderungen bestehen bei Online-Befragungen laut Autor?
Die Hauptprobleme liegen in einer möglichen undefinierten Grundgesamtheit, Verzerrungen durch Selbstselektion sowie einer oft geringeren Sorgfalt bei der Beantwortung durch die Teilnehmer.
Wie kann eine Verzerrung der Ergebnisse minimiert werden?
Durch die strikte Einhaltung der Gütekriterien sowie gegebenenfalls durch Anreize, um die Teilnehmer zur sorgfältigen Beantwortung zu motivieren.
Ist ein Pretest für diese Befragung zwingend notwendig?
Obwohl der NPS weit verbreitet ist, empfiehlt der Autor einen technischen Test der Online-Umfrage, um die Funktionsweise sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Design und Durchführung von Online-Befragungen. Erstellung einer Online-Befragung am Beispiel der Messung des Net-Promotor-Scores im Recruiting-Prozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030178