Inflation und Ruhrkampf 1923


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 1

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1. Die Inflation (lat. Aufblähung) 1923

1.1 Begriff / Bedeutung: - eine wirtschaftliche Situation, die durch Preiserhöhung und einer Minderung des Geldwertes gekennzeichnet ist - Geldentwertung

1.2. Ursachen: - im 1. Weltkrieg º große Menge an benötigtem Geld für den Krieg

- Geldbeschaffung: Anleihen bei Betrieben, Banken und Privatpersonen (insges. 96,4 Mrd. Mark)

- Hohe Kosten für die Kriegsführung:1914: 1,2 Mrd./Monat 1918: 5 Mrd./Monat

- die Regierung hoffte nach einem siegreichen Krieg die Anleihen zurückzahlen zu können

- nach der Niederlage war ein Großteil der dt. Wirtschaftsgüter verbraucht

- Rückgang des Warenangebots º Preiserhöhungen

- Versailler Vertrag º Deutschland ist allein schuld am

1.Weltkrieg º Reparationszahlungen in Geld- u. Sachleistungen in nicht festgelegter Höhe

- Dt. muss Reparationszahlungen trotz schlechten Wirtschaftsaufschwungs machen

- Finanzierung der Reparationszahlungen durch erneutes Anleihen º immense Staatsverschuldung

- Wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation kommt es zu Unruhen, Streiks, Vertrauensschwund in die junge Demokratie

- Geringe Steuereinnahmen durch hohe Arbeitslosigkeit

- Von diesen geringen Einnahmen mußten finanziert werden Begleichungen d. Kriegsfolgen

Rückführung u. Entlassung des Heeres Kriegsopferversorgung

Flüchtlingsfürsorge Lebensmittelimporte Arbeitslosengeld ! Rente

- Der Finanzbedarf konnte nicht gedeckt werden

- Zur Deckung laufender Ausgaben mußten immer neue

Kredite aufgenommen werden º Verschuldung º sinkender Kurs der dt. Währung (d.h. Verlust des Geldwertes d. Mark als internat. Währung, Dollarkurs steigt), Notpressen druckten immer mehr Geld (die umlaufende Geldmenge verfünffachte sich im Vergleich zu der von vor Kriegsbeginn)

1.3. Folgen: - permanentes Defizit im Staatshaushalt von 1918 bis 1923

- weiterer Inflationsschub:

2. Ruhrkampf / Ruhrkonflikt

- 11.01.1923 Einmarsch franz. Truppen in das Ruhrgebiet Grund: Rückstände in Reparationszahlungen

- Übernahme der Kontrolle über Industriebetriebe und Behörden

2.1. Reaktion der dt. Reichsregierung

- Ausruf / Proklamation zum passiven Widerstand (Generalstreik)

- Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Besatzern

- Niederlegung der Arbeit

- Streiks der Arbeiter in den Betrieben

- Vollständige Einstellung der Reparationszahlungen

2.2. Reaktion der Franzosen

- Verhängung des Belagerungszustandes º das Ruhrgebiet wurde vom Reich völlig abgeriegelt

- º keine Einnahmen aus dem größten Industriegebiet des dt. Reiches für das dt. Reich

- der Konflikt eskalierte durch Terror- u. Racheakte von franz. Seite (Frankr. º größter Feind Dt.)

- Arbeiter wurden bei Protestaktionen erschossen

- Für Frankr. War die Besetzung des Ruhrgebiets aufgrund

des passiven Widerstands kein Erfolg

- die Kohleproduktion betrug 1923 nur 43% des Vorjahres

- insges. Dauer des W iderstands: 8 Monate

- das dt. Reich übernahm in der Zeit die Lohnausfälle der

Belegschaften º für die finanzielle Unterstützung der

Streikenden wurden immer neue Geldscheine gedruckt (von sog. Notpressen , insges. Sind 700 Trillionen Mark verausgabt worden (20 Nullen))

- den Zahlungen entsprachen keine produktiven Leistungen

- dramatische Verschärfung der Inflation

- Inflation hatte neue Rekordhöhe erreicht: für 1 Dollar zahlte

man im Aug. 1923 schon 4,6 Mio. Mark

2.3. galoppierende Inflation

- ernst zu nehmendes witschaftl. Problem

- erheblich höherer Preisauftrieb

- kann zur Bedrohung der wirtschaftl. Stabilität auswachsen

- Wert des Geldes sank auf Bruchteile

- Preise steigen immer schneller

- Dem Anstieg der Preise konnten die Löhne nicht folgen

º Verarmung der Bev.

º Vermögenswerte verschwanden

º Ersparnisse wurden völlig wertlos (Spargelder von Generationen vernichtet)

º Vertrauensverlust

- Von nun an gab es tägl. Lohnauszahlungen

- Jeder versuchte Bargeld mögl. Schnell in Sachwert umzutauschen, da die Preise stündl. Stiegen

Folge des passiven Widerstands º Ruin der Staatsfinanzen durch 2 Mio. Arbeitslose

- Widerstand ließ sich auf Dauer nicht durchhalten

- 26. Sept. 1923 : Abbruch des pass. Widerstands

- die übrigen Siegermächte wirkten mäßigend auf Frankr. ein

- 2 Jahre später : 1925 räumten die letzten franz. Streitkräfte das Ruhrgebiet

3. Endkonsequenz / Stabilisierungsmaßnahmen

- Endkonsequenz : - große Unzufriedenheit in der Bev.

- Nur Grundbesitze und Wertsachen blieben

- Reichspräsident Ebert wird dafür verantwortlich gemacht

- Stabilisierungsmaßnahmen : Hans Luther

- Währungsreform im Nov. 1923 durch Finanzminister

- Einführung der Rentenmark (als Zwischenwährung)

- Um eine erneute Geldentwertung zu vermeiden,

wurde von der neuen Währung nur so viel gedruckt, dass das Bargeld dem Wert des ges. Grundbesitzes der dt. Wirtschaft entsprach

- Aus einer Billion Reichsmark wurde 1 Rentenmark

- Folge : schlagartige Beendigung der Inflation

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Inflation und Ruhrkampf 1923
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V103031
Dateigröße
332 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inflation, Ruhrkampf
Arbeit zitieren
Johanna Roth (Autor), 2001, Inflation und Ruhrkampf 1923, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103031

Kommentare

  • Gast am 5.12.2001

    m.a..

    Sehr geehrte Frau Roth,
    die stichpunktartige Aufzählung, die im Internet einzusehen ist, geben Standardwissen wieder, das man auch in einem der großen Handbücher der Deutschen Geschichte nachlesen kann. Das kann ich kaum bewerten, da es ja richtig ist. Aus der Reihenfolge der Punkte wird ja keine Wertung oder Gewichtung deutlich.
    Sie haben aber viele Rechtschreibfehler gemacht, vor allem in der Groß-und Kleinschreibung, was nun wirklich unwürdig ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Riepe

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