In der vorliegenden Arbeit soll die Verwendung des weiblichen und männlichen Geschlechts hinsichtlich des alltäglichen Sprachgebrauchs genauer analysiert werden. Der Fokus liegt hierbei auf Metaphern, Beleidigungen und Witzen sowie Sprichwörtern, wobei die beiden Geschlechter kontrastiv behandelt werden. So soll gezeigt werden, inwiefern sich Unterschiede oder Gemeinsamkeiten ausmachen lassen und in welcher Art und Weise sich diese äußern.
Zunächst erfolgt eine Definition von Stereotypen und klassischen geschlechtsspezifischen Rollenbildern, welche als Vorlage für bestimmte Redewendungen dienen. Ebenfalls soll der Sexismus, der im alltäglichen Sprachgebrauch regelmäßig anzutreffen ist, genauer beleuchtet werden. Auf Metaphern und gängige Sprichwörter wird Bezug genommen. Es folgt eine Definition von schwarzem Humor, der oftmals als Rechtfertigung für frauen- und männerfeindliche Witze und Schimpfwörter dient, wobei auch jene folglich eine genauere Untersuchung erfahren.
Letztendlich werden Auswirkungen von Sprache und ihrem Gebrauch prägnant dargelegt und ein Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Stereotype
2.1 Allgemeines
2.2 Geschlechterspezifische Stereotype
2.2.1 Physische Eigenschaften
2.2.2 Psychologische Eigenschaften
2.2.3 Kognitive Eigenschaften
3 Sprachlicher Sexismus
4 Metaphern
4.1 Definition Metapher
4.2 Geschlechterspezifische Metaphern
4.2.1 Gastronomische Metaphern
4.2.2 Zoomorphe Metaphern
4.2.3 Phytomorphe Metaphern
4.2.4 Artefakten Metaphern
5 Sexistische Witze
5.1 Definition schwarzer Humor
5.2 Frauenfeindliche Witze
5.3 Männerfeindliche Witze
6 Schimpfwörter
6.1 Funktion von Schimpfwörtern
6.2 Geschlechterspezifische Schimpfwörter
6.2.1 Schimpfwörter über Frauen
6.2.2 Schimpfwörter über Männer
7 Sprichwörter
7.1 Definition Sprichwörter
7.2 Geschlechterspezifische Sprichwörter
7.3 Sprichwörter Frauen
7.4 Sprichwörter Männer
8 Auswirkungen
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die kontrastive Verwendung des weiblichen und männlichen Geschlechts im alltäglichen Sprachgebrauch mit dem Ziel, die Manifestation von Stereotypen und geschlechterspezifischen Rollenbildern in verschiedenen sprachlichen Ausprägungsformen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Wahrnehmung zu verdeutlichen.
- Analyse von geschlechterspezifischen Stereotypen in der Sprache
- Untersuchung von Metaphern als Mittel der Geschlechterdarstellung
- Funktionsweise und Zielsetzung sexistischer Witze und Schimpfwörter
- Bedeutung von Sprichwörtern bei der Verfestigung von Rollenbildern
- Auswirkungen des Sprachgebrauchs auf das gesellschaftliche Handeln
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Gastronomische Metaphern
Bei gastronomischen Metaphern - beispielsweise Praline, Zuckerpuppe und Törtchen - geschieht eine Übertragung des Konzeptes Verlangen auf das Konzept Hunger. So wird eine Empfindung von Vergnügen, die durch sensorische Erfahrungen mit dem Geschmack „süß“ zustande kommen, mit der Empfindung von Vergnügen, das durch das Erkennen einer schönen Person stattfindet, gleichgesetzt.
Gastronomische Metaphern können sowohl positiv als auch negativ konnotiert sein. So ist der Ausdruck Aussehen wie eine Presswurst als Beleidigung zu sehen, Sahneschnittchen hingegen ist als Kompliment zu werten. Jene Form der Metapher gilt folglich als subjektive. Grundsätzlich können Metaphern, die zu der Form der gastronomischen zählen geschlechterübergreifend verwendet werden, beispielsweise Süßer/Süße. Dennoch erwähnt Khrystenko die Tatsache, dass 93 % der gastronomischen Metaphern für das weibliche Geschlecht angewandt werden.
Das grundlegende Modell jener Metaphern ist die Form: alle schönen Menschen X sind Objekt der Begierde Y (vgl. Khrystenko 2016, 59).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Analyse von geschlechterspezifischen Stereotypen in verschiedenen Sprachformen befasst.
2 Stereotype: Definition und theoretische Einordnung von Stereotypen als unbewusste Einordnung von Erscheinungen in Kategorien sowie Darstellung geschlechterspezifischer Rollenbilder.
3 Sprachlicher Sexismus: Erklärung des Begriffs Sexismus als Grundlage für die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im alltäglichen Sprachgebrauch.
4 Metaphern: Analyse der lexikalischen Ebene, auf der Stereotype durch Bedeutungsverschiebungen in Form von Metaphern manifestiert werden.
5 Sexistische Witze: Definition von schwarzem Humor als Rechtfertigung für frauen- und männerfeindliche Witze, die bestehende Klischees reproduzieren.
6 Schimpfwörter: Untersuchung der Funktion von Beleidigungen und der geschlechterspezifischen Unterschiede in der Wahrnehmung und Anwendung von Schimpfwörtern.
7 Sprichwörter: Analyse von Sprichwörtern als „Mikrotexte“, die als verallgemeinernde Träger von Vorurteilen und kulturellen Rollenbildern dienen.
8 Auswirkungen: Darstellung des Einflusses von Sprache auf das Denken und Handeln unter Bezugnahme auf den Linguistischen Relativismus und verbale Gewalt.
9 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass die Diskriminierung der Frau tief im Sprachgebrauch verwurzelt ist und durch das Erkennen und Stoppen dieser Muster aktiv angegangen werden muss.
Schlüsselwörter
Sprachlicher Sexismus, Geschlechterstereotype, Metaphern, Sprichwörter, Schimpfwörter, Diskriminierung, Rollenbilder, Schwarzer Humor, Linguistischer Relativismus, Sprachgebrauch, Klischees, Verbale Gewalt, Frauenbild, Männerbild, Sprachwissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, wie sich das weibliche und männliche Geschlecht im täglichen Sprachgebrauch manifestiert und inwiefern dabei diskriminierende Rollenbilder und Stereotype reproduziert werden.
Welche thematischen Kernbereiche werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf Metaphern, sexistischen Witzen, Schimpfwörtern und Sprichwörtern im Kontext der Geschlechterdarstellung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der sprachlichen Behandlung der Geschlechter kontrastiv herauszuarbeiten und die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Denken und Handeln aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zur Linguistik und Genderforschung, wobei Sprachbeispiele auf ihre metaphorische und stereotype Bedeutung hin untersucht werden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil explizit beleuchtet?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Definitionen und konkreten Ausprägungen von Stereotypen in Metaphern, Witzen, Beleidigungen und feststehenden Redewendungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Zu den zentralen Begriffen zählen Sprachlicher Sexismus, Geschlechterstereotype, Diskriminierung, Rollenbilder sowie die spezifischen Sprachformen wie Metaphern und Sprichwörter.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Ingroup und Outgroup bei Witzen eine Rolle?
Sie erklärt, wie schwarzer Humor zur Ausgrenzung und Abwertung von Gruppen genutzt wird, die nicht der gesellschaftlichen Norm des "heterosexuellen weißen Mannes" entsprechen.
Warum werden Frauen in Schimpfwörtern häufiger als sexuelle Objekte dargestellt als Männer?
Dies korrespondiert mit der gesellschaftlichen und sprachlichen Tendenz, Frauen als Objekt zu definieren, während bei Männern die Ablehnung von "weiblichen" Attributen als gravierender empfunden wird.
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- Anonym (Autor), 2021, Sprachlicher Sexismus. Die Verwendung des weiblichen und männlichen Geschlechts im alltäglichen Sprachgebrauch, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030340