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Bildungsungleichheit in der Schule. Indirekte Diskriminierungen aufgrund der sozialen Herkunft

Titel: Bildungsungleichheit in der Schule. Indirekte Diskriminierungen aufgrund der sozialen Herkunft

Hausarbeit , 2020 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christina Hoppe (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem 19. Jahrhundert ist das deutsche Schulsystem dreigliedrig aufgebaut: Je nach Eignung und Neigung können Schüler*innen nach der gemeinsamen Grundschule die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium besuchen. Wie die Gliederung des Schulsystems mit der Bildungsungleichheit in Zusammenhang steht, wird im Folgenden beleuchtet. Aus dem Umstand, dass Schüler*innen aufgrund ihrer sozialen Herkunft noch immer geringere Chancen haben, ein Gymnasium zu besuchen, ergab sich folgende Fragestellung: Auf welche Art und Weise schafft es die Institution Schule die Formen der Diskriminierung bei der sozialen Herkunft so zu verdecken, dass sie nicht als Dimension der sozialen Ungleichheit sichtbar wird?

Zur Bearbeitung der Fragestellung ist die folgende Arbeit in insgesamt 3 Kapitel unterteilt. Angefangen wird mit der Thematik der sozialen Herkunft in Bezug auf Bildung, im 2. Kapitel wird die soziale Ungleichheit thematisiert mit der Definition, der Voraussetzung, den Strukturebenen und den Formen sozialer Ungleichheit. Im 3. Kapitel wird auf die Diskriminierung eingegangen. Dies wird untergliedert in die Definition von Diskriminierung und institutionelle Diskriminierung.

Zum Schluss dieser Arbeit wird aus den zuvor erarbeiteten Erkenntnissen in Bezug auf meine Fragestellung ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Soziale Herkunft und Bildung

2 Soziale Ungleichheit

2.1 Definition und Voraussetzung

2.2 Strukturebenen sozialer Ungleichheit

2.3 Formen sozialer Ungleichheit

2.3.1 Verteilungsungleichheit

2.3.2 Chancen(un)gleichheit und Gerechtigkeit

2.4 Bildungsungleichheit

2.4.1 Übergangsauslese von der Grundschule in die weiterführende Schule

2.4.2 Heterogenität/Homogenität im Schulsystem

3 Diskriminierung

3.1 Definition

3.2 Institutionelle Diskriminierung und soziale Ausschließung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, auf welche Weise das deutsche Schulsystem Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft verbirgt, sodass diese nicht als Dimension der sozialen Ungleichheit sichtbar wird, und wie dies zur sozialen Ausschließung beiträgt.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen
  • Strukturebenen und Formen sozialer Ungleichheit
  • Institutionelle Diskriminierung innerhalb des Schulsystems
  • Mechanism der Übergangsauslese und Heterogenitätsbewältigung
  • Die Rolle der sozialen Arbeit bei der Minimierung von Ausschließung

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Übergangsauslese von der Grundschule in die weiterführende Schule

Dass der Übergang von der Grundschule auf die verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe I nicht ausschließlich abhängig von den Leistungen der Schüler*innen am Ende der Grundschule, sondern von leistungsunabhängigen Erwartungen, Wünschen und Orientierungen von Eltern und Lehrer*innen, war schon um das Jahr 1960 bekannt (vgl. Hopf, 2010, S. 168). Diese Erwartungen und Wünsche hängen laut Hopf zum Teil von Merkmalen der sozialen Herkunft der Schüler*innen ab, was zur Folge hat, dass die Übergangsauslese an die Sekundarschulen immer auch soziale Auslese ist (ebd.).

Der Autor Tillmann führt eine ähnliche These aus, jedoch spricht er bei Leistungen von einem offiziellen Kriterium und bei der sozialen Herkunft von einem verdeckten, inoffiziellen Kriterium, wenn es um die Sortierung nach der Jahrgangsstufe 4 geht (vgl. Tillmann, 2008, S. 161). Schüler*innen aus der Mittel- und Oberschicht schaffen trotz mäßiger Leistungen den Übergang zum Gymnasium, während Schüler*innen aus der Unterschicht bei Leistungen, die sie für das Gymnasium oder die Realschule qualifiziert hätten auf die Real- oder Hauptschule verwiesen werden (ebd.). Während Hopf die Übergangsempfehlungen an der Schichtzugehörigkeit der Schüler*innen fest macht, macht Tillmann dies an dem Schulabschluss des Vaters fest. Tillmann betont, dass bei Kindern, deren Väter das Abitur absolvierten, eine Testleistung, die noch unter dem allgemeinen Durchschnitt liegt, genügt um eine Gymnasialempfehlung zu erhalten, während Kinder, bei denen der Vater über keinen Schulabschluss verfügt eine exzellente Leistung erbringen müssen, um dieselbe Empfehlung zu erhalten (vgl. Tillmann, 2008, S. 161). Dies zeigt deutlich, je niedriger die Schicht oder der Abschluss des Vaters, desto höher müssen die Testleistungen des Kindes sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Bildungsungleichheit in Deutschland und Formulierung der Forschungsfrage.

1 Soziale Herkunft und Bildung: Analyse der Definition von sozialer Herkunft und deren signifikanten Einfluss auf den Schulerfolg gemäß aktueller Studien.

2 Soziale Ungleichheit: Theoretische Fundierung des Begriffs sowie Darstellung der Strukturen, Ursachen und Formen sozialer Ungleichheit.

3 Diskriminierung: Definition des Diskriminierungsbegriffs mit Fokus auf institutionelle Diskriminierung und deren Zusammenhang mit sozialer Ausschließung.

Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass Diskriminierung im Schulsystem oft verdeckt und indirekt wirkt, was eine wissenschaftliche Auseinandersetzung durch die Soziale Arbeit erfordert.

Schlüsselwörter

Soziale Herkunft, Bildungschancen, soziale Ungleichheit, Diskriminierung, institutionelle Diskriminierung, soziale Ausschließung, Schulsystem, Übergangsauslese, Bildungsungleichheit, Heterogenität, Homogenität, Schichtzugehörigkeit, Chancengleichheit, Soziale Arbeit, Selektion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie die soziale Herkunft von Kindern im deutschen Schulsystem ihre Bildungschancen beeinflusst und wie institutionelle Mechanismen dabei zur Diskriminierung und sozialen Ausschließung beitragen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Konzepte sozialer Ungleichheit, die Auswirkungen der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg sowie die Formen der institutionellen Diskriminierung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Bildungssystem Diskriminierung trotz formal gleicher Anforderungen indirekt erzeugt und warum dies für die Soziale Arbeit von Bedeutung ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis soziologischer Fachliteratur, Studien (z. B. PISA, IGLU) und theoretischer Konzepte zu Ungleichheit und Diskriminierung.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung sozialer Ungleichheit, die spezifische Bildungsungleichheit beim Übergang in weiterführende Schulen und die Analyse der diskriminierenden Strukturen innerhalb der Institution Schule.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind soziale Herkunft, institutionelle Diskriminierung, Bildungsungleichheit, soziale Ausschließung und das Spannungsfeld zwischen Chancengleichheit und Gerechtigkeit.

Wie unterscheidet sich direkte von indirekter institutioneller Diskriminierung laut der Arbeit?

Direkte Diskriminierung erfolgt durch bewusste Handlungen oder Regeln, während indirekte Diskriminierung durch vermeintlich neutrale Praktiken geschieht, die jedoch bestimmte Schülergruppen systematisch benachteiligen.

Welche Rolle spielt die „Homogenisierung“ für Schüler aus unteren Schichten?

Der Versuch der Schule, Lerngruppen zu homogenisieren, orientiert sich oft an Mittelschichtsnormen, was Kinder aus unteren Schichten benachteiligt, da sie diese Voraussetzungen nicht immer „von Hause aus“ mitbringen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungsungleichheit in der Schule. Indirekte Diskriminierungen aufgrund der sozialen Herkunft
Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Note
1,3
Autor
Christina Hoppe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V1030349
ISBN (eBook)
9783346440945
ISBN (Buch)
9783346440952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Ungleichheit Ausschließung Ausschluss Schule Herkunft Institution Armut Schicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Hoppe (Autor:in), 2020, Bildungsungleichheit in der Schule. Indirekte Diskriminierungen aufgrund der sozialen Herkunft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030349
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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