In dieser Seminararbeit werden die systemtheoretischen Annahmen sowie die Haltung und Werte verschiedener Beratungsansätze, sowie deren systemische Berater und Coaches genauer analysiert. Viele Beratungsansätze werden mit der Bezeichnung systemisch ergänzt, ganz unabhängig davon, ob dies theoretisch oder methodisch gerechtfertigt ist.
Die Menschen ersuchen seit geraumer Zeit andere Menschen um Rat, die Formen der Beratung existiert aus kulturgeschichtlicher Perspektive seit Anbeginn der Menschheit. Schon Protagoras erkannte die Fähigkeit der Wohlberatenheit in Menschen welche ihre Angelegenheit zum Besten regelten. Aristoteles zog in seiner Nikomachischen Ethik, zu der Wohlberatenheit, die Tugenden der Vernunft und Klugheit hinzu. Hier wird schon deutlich: die Praxis der Beratung ist älter als die Theorie. Umso spannender ist die Entwicklung der Beratungsformen sowie dessen verschiedene Ansätze.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Konzepte der Systemtheorie
- Ursprung der Systemtheorie
- Die Bedeutung der Systemtheorie für die Beratung und das Coaching
- Haltung und Werte der systemischen Coachs und Berater
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die zentralen systemtheoretischen Annahmen, die für systemische Coachs und Berater relevant sind. Sie untersucht auch die Haltung und Werte, die für diese Berufsgruppe von Vorteil sind. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Elemente als "systemisch" betrachtet werden können und wann der Begriff "systemisch" lediglich aus Marketinggründen verwendet wird.
- Zentrale systemtheoretische Annahmen
- Haltung und Werte systemischer Berater und Coachs
- Die Unterscheidung zwischen systemischen und nicht-systemischen Ansätzen
- Die Bedeutung der Systemtheorie für verschiedene Beratungsformen
- Die Komplexität von Systemen und ihre Auswirkungen auf Beratung und Coaching
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz und den Forschungsstand der systemischen Beratung und des Coachings dar. Sie führt in die systemtheoretischen Grundlagen ein und erläutert die spezifische Fragestellung der Arbeit. Kapitel 2 behandelt Konzepte der Systemtheorie und ihre verschiedenen Ansichten. Dabei werden insbesondere der Ursprung der Systemtheorie sowie die bekannten Vertreter historisch eingeordnet. Kapitel 3 analysiert die Bedeutung der Systemtheorie für die Beratung und das Coaching. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Haltung und den Werten, die systemische Coachs und Berater in ihrer Arbeit einnehmen sollten.
Schlüsselwörter
Systemtheorie, Beratung, Coaching, Haltung, Werte, Komplexität, Kommunikation, Interaktion, Rückkopplung, Selbstreferenz, Systeme, Wirklichkeiten, Organisationsberatung, Gesprächsführung, Methoden, Techniken.
Häufig gestellte Fragen
Was zeichnet die „systemische Haltung“ in der Beratung aus?
Die systemische Haltung ist geprägt von Allparteilichkeit, Ressourcenorientierung, Neugier und der Annahme, dass der Klient selbst der Experte für seine Lösungen ist.
Welche Rolle spielt die Systemtheorie für das Coaching?
Sie liefert das Verständnis dafür, dass Individuen Teil komplexer Systeme (z. B. Familien, Teams) sind und Veränderungen eines Teils immer Auswirkungen auf das Ganze haben.
Wann wird der Begriff „systemisch“ missbräuchlich verwendet?
Oft wird der Begriff aus Marketinggründen genutzt, ohne dass die theoretischen Annahmen (wie Zirkularität oder Selbstreferenz) tatsächlich in der Methodik verankert sind.
Was bedeutet „Selbstreferenz“ in sozialen Systemen?
Systeme beziehen sich in ihrer Kommunikation auf sich selbst und ihre eigenen Regeln, was Berater berücksichtigen müssen, um wirksame Impulse von außen zu setzen.
Welche Werte sind für systemische Berater zentral?
Zentrale Werte sind Wertschätzung, Autonomie des Klienten, Transparenz im Prozess und die Anerkennung verschiedener „Wirklichkeiten“ der Beteiligten.
- Citation du texte
- Anna Wittmann (Auteur), 2021, Systemische Beratung. Haltung und Werte der systemischen Coachs und Berater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030523