In der folgenden Seminararbeit wird der Aspekt der Arbeitszeit und dessen Einfluss auf die Motivation betrachtet.
Der folgende Text ist wie folgt aufgebaut: Nachstehend findet sich eine Erläuterung des Begriffes der Motivation, bevor dann im Anschluss auf die Zwei Faktoren Theorie nach Frederick Herzberg eingegangen wird. Kapitel vier beschäftigt sich dann mit der Thematik der Arbeitszeitmodelle. Im Anschluss folgt die Auswertung der durchgeführten Befragung zur These, ob Arbeitszeit sich auf die individuelle Motivation auswirkt. Eine Befragung von fünf Personen lässt keine Rückschlüsse auf die Allgemeingültigkeit der These ziehen, jedoch erhält man einen ersten Eindruck über die Thematik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Motivation
2.2 Intrinsische Motivation
2.3 Extrinsische Motivation
2.4 Zusammenspiel von intrinsischer und extrinsischer Motivation
3. Zwei Faktoren Theorie nach Herzberg
4. Arbeitszeitmodelle
4.1 Rechtliche Grundlagen
4.2 Verschiedene Arbeitszeitmodelle
5. Befragung
5.1 Methodik
5.2 Ergebnisse der Interviews
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Arbeitszeit auf die Mitarbeitermotivation unter Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie nach Frederick Herzberg. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit flexible Arbeitszeitmodelle die Work-Life-Balance verbessern und somit als Motivationsfaktor fungieren können.
- Grundlagen der intrinsischen und extrinsischen Motivation
- Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg im Arbeitskontext
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitszeitgestaltung
- Vergleich verschiedener flexibler Arbeitszeitmodelle
- Empirische qualitative Analyse mittels Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
2.1 Motivation
Unter Motivation versteht man die Summe aller Motive, welche das Handeln einer Person bestimmen. Auf den Arbeitskontext bezogen bestimmt die Motivation Form, Richtung sowie Dauer der arbeitsbezogenen Verhaltensweisen. Motivation ist keine Eigenschaft wie beispielsweise Musikalität, folglich steckt in jedem Menschen das Potential dazu, hoch motiviert zu sein.
Ein anderer Begriff für „Motivation“ ist das Wort „Handlungsantrieb“. Was einen Menschen tatsächlich antreibt, ist jedoch nicht immer offensichtlich. Man glaubt zu wissen, warum man nach etwas strebt, oder warum man etwas macht, aber hierbei kann man sich auch täuschen. Die Gründe, die wir gegenüber anderen, und auch gegenüber uns selbst, nennen um unser Handeln zu erklären, sind teilweise nur vorgeschobene Gründe. Was wirklich unser Handeln antreibt, kann in unserem Unterbewusstsein einen ganz anderen Ursprung haben. Zur Verdeutlichung folgt ein Beispiel: Jemand kauft sich ein teures Auto. Vor Freunden und Bekannten wird der Kauf des Markenprodukts mit dem Argument der guten Sicherheitsstandards gerechtfertigt. Unterbewusst hat jedoch der Wunsch über das Markenprodukt hauptsächlich den Kauf bestimmt. Dieser Aspekt der Kaufentscheidung wird jedoch verdrängt, da man sich dies nicht eingestehen möchte.
Während es sich bei der Motivation um eher um einen Zustand als um eine Eigenschaft handelt, sind Motive angeboren oder erlernt. Sie sind abhängig von der jeweiligen Person und deren erlebten Erfahrungen. Motive sind Teil unserer Persönlichkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Arbeitszeit für die Mitarbeitermotivation und führt in die Thematik der Work-Life-Balance ein.
2. Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Motivation sowie die Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3. Zwei Faktoren Theorie nach Herzberg: Vorstellung der Herzbergschen Theorie und Einordnung der Faktoren in Hygienefaktoren und Motivatoren.
4. Arbeitszeitmodelle: Analyse der rechtlichen Grundlagen nach dem ArbZG und Gegenüberstellung verschiedener flexibler Arbeitszeitmodelle.
5. Befragung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei den Interviews und Auswertung der gesammelten empirischen Daten.
6. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der praktischen Ergebnisse aus der Befragung.
Schlüsselwörter
Motivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Frederick Herzberg, Arbeitszeitmodelle, Work-Life-Balance, Arbeitszufriedenheit, Hygienefaktoren, Motivatoren, qualitative Inhaltsanalyse, Arbeitszeitgesetz, Flexibilität, Mitarbeiterbindung, Personalforschung, Selbstbestimmung, Arbeitsklima
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Gestaltung der Arbeitszeit und der Motivation von Mitarbeitern im beruflichen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die Arbeitszeitgesetzgebung sowie der praktische Vergleich von flexiblen versus starren Arbeitszeitmodellen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu überprüfen, ob die Arbeitszeit als Motivator wirken kann und inwiefern sie zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring angewandt, basierend auf fünf Experteninterviews mit Arbeitnehmern.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Motivation und Herzberg) sowie eine rechtliche und praktische Analyse aktueller Arbeitszeitmodelle.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den Kernbegriffen zählen Motivation, Work-Life-Balance, Zwei-Faktoren-Theorie, Arbeitszeitmodelle und Arbeitszufriedenheit.
Wie bewerten die Interviewpartner die 25-Stunden-Woche?
Die Meinungen dazu sind durchwachsen; während die Vorteile der Freizeitgestaltung anerkannt werden, bestehen Skepsis hinsichtlich der Produktivität und Umsetzbarkeit.
Wird die These durch die Arbeit bestätigt?
Die These, dass die Arbeitszeit keinen Einfluss auf die Motivation hat, wird durch die Interviews nicht bestätigt; die Arbeitszeit wird als wichtiger, wenn auch nicht alleiniger Faktor identifiziert.
Warum gelten Hygienefaktoren als so wichtig bei Herzberg?
Sie verhindern zwar keine Unzufriedenheit, sind jedoch notwendige Rahmenbedingungen, um überhaupt ein stabiles Arbeitsklima und eine positive Grundstimmung zu gewährleisten.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Der Einfluss der Arbeitszeit auf die Motivation auf Basis der Zwei Faktoren Theorie nach Frederick Herzberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030771