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Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Deutschland anhand der AÜG-Reform 2017

Titel: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Deutschland anhand der AÜG-Reform 2017

Masterarbeit , 2018 , 94 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ramona Schiff (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser Arbeit ist die Darstellung und Diskussion der deutschen Gesetzesgrundlage inklusive der aktuellen Änderung. Im folgenden Text werden vorab der Begriff der Zeitarbeit, Motive wie auch Kritik über die Nutzung der Zeitarbeit sowie vorhandene Regularien der Zeitarbeit, inklusive der Auswirkungen der neuen Gesetzesreform 2017, erläutert. Im Anschluss daran wird im Rahmen eines kurzen Blickes über den Tellerrand auf die Arbeitnehmerüberlassung bei unseren Nachbarn in Frankreich eingegangen. Frankreich gilt innerhalb Europa als eines der Länder mit den schärfsten Regularien. Die Frage ob sich Deutschland am französischen System, insbesondere in Bezug auf den Unsicherheitszuschlag, am Nachbarn orientieren sollte, wird oft gestellt. Um eine Idee davon zu bekommen, wie Arbeitnehmerüberlassung sonst geregelt werden kann, wird danach noch ein Kurzüberblick über die Systematiken der Länder England, Niederlande und der Schweiz gegeben. Diese Länder wurden auf Grund Ihrer Nähe zu Deutschland und Ihren jeweiligen Besonderheiten ausgewählt. In Großbritannien gab es lange kaum Regulierungen der Überlassungsbranche, was sich erst durch EU-Regularien änderte. In den Niederlanden besteht ein Phasenmodell, was Vorteile für diejenigen Leiharbeitnehmer birgt, die sich lange in Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen lassen. Als Nachbar, der nicht der EU angehört, wird die Schweiz betrachtet. Hier gelten für Leiharbeitnehmer besonders kurze Kündigungsfristen. Ziel dieser Arbeit ist es die Folgen der AÜG-Reform aufzuzeigen und insbesondere im Vergleich zu den Regularien der Nachbarländerländer auf mögliche Schwächen und Potenziale der deutschen Gesetzesgrundlage für die Arbeitnehmerüberlassung hinzuweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition und Entstehung

2.1 Begriffsdefinition

2.2 Entstehung der Arbeitnehmerüberlassung

3. Motive für Zeitarbeit

3.1 Aus Arbeitnehmersicht

3.2 Aus Entleiher Sicht

4. Kritik an der Arbeitnehmerüberlassung

4.1 Vergütung

4.2 Integration

4.3 Auswirkungen auf die Gesundheit

5. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

5.1 Zielsetzung des AÜGs

5.2 Historie

5.3 Regelungsgegenstand und Geltungsbereich

5.4 Grenzüberschreitende Arbeitnehmerüberlassung

5.5 Regelungsfunktion

5.5.1 Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung

5.5.2 Überlassungshöchstdauer

5.5.3 Gleichstellung

5.5.4 Sanktionen und behördliche Zusammenarbeit

5.6 Rechtsbeziehungen der Arbeitnehmerüberlassung

5.6.1 Verleiher – Leiharbeitnehmer

5.6.2 Verleiher – Entleiher

5.6.3 Entleiher – Leiharbeitnehmer

5.7 Betriebsrat

5.8 Tarifliche Regelungen

6. Abgrenzung zu anderen Vertragsarten

6.1 Werkvertrag

6.2 Dienstvertrag

6.3 Abgrenzung

6.3.1 Abgrenzung nach dem BAG

6.3.2 Abgrenzung nach der FKS

6.4 Scheinvertrag

7. Die neue AÜG-Reform

7.1 Zielsetzung und Zustandekommen der Reform

7.2 Kernpunkte der Reform

7.2.1 Überlassungshöchstdauer

7.2.2 Equal Pay

7.2.3 Verhinderung des Missbrauchs der Werkvertragsgestaltung

7.2.4 Legaldefinition und Kettenverleih

7.2.5 Festhaltenserklärung

7.2.6 Einsatz als Streikbrecher

7.2.7 Unternehmensmitbestimmung

7.3 Übergangsregelungen

8. Exkurs Arbeitnehmerüberlassung außerhalb Deutschlands

8.1 EU-Richtlinie

8.2 Frankreich

8.3 England

8.4 Niederlande

8.5 Schweiz

9.Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die aktuelle Rechtsgrundlage der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der AÜG-Reform von 2017. Ziel ist es, sowohl die Schutzfunktion für Leiharbeitnehmer als auch die arbeitsmarktpolitische Bedeutung zu untersuchen, kritische Aspekte zu diskutieren und einen rechtsvergleichenden Blick auf das französische System zu werfen.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und AÜG-Reform 2017
  • Motive und Kritik aus Sicht von Arbeitnehmern und Entleihern
  • Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung zu anderen Vertragsarten (Werk-/Dienstvertrag)
  • Regelungsfunktionen wie Erlaubnispflicht, Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer
  • Internationaler Vergleich der Zeitarbeit (Frankreich, England, Niederlande, Schweiz)

Auszug aus dem Buch

3.1 Aus Arbeitnehmersicht

Arbeitnehmer nutzen die Arbeitnehmerüberlassung vorrangig als Chance zum Berufseinstieg oder Wiedereinstieg nach einer Phase der Arbeitslosigkeit. Weiterhin gibt es Arbeitnehmer die den flexiblen Einsatz bei unterschiedlichen Entleihern, in unterschiedlichen Projekten und an unterschiedlichen Standorten durchaus wertschätzen. Auch der Aspekt des Netzwerkens wird positiv geschätzt.13

Meist ist der Weg in die Arbeitnehmerüberlassung jedoch unfreiwillig. Vor der Equal Pay Regelung wurden in der Zeitarbeit schlechtere Löhne gezahlt, das Weiterbildungsangebot ist oftmals stark eingeschränkt und die Unsicherheit über den nächsten Einsatz macht diese Art von Arbeitsverhältnis unattraktiv. 14 Die Arbeitnehmerüberlassung ist von einer hohen Dynamik geprägt. Die Zeitarbeit weist als flexible Beschäftigungsform eine höhere Fluktuation als andere Branchen auf. Stand Dezember 2016 gab es 1,07 Millionen Arbeitnehmerüberlassungsverträge. 38 Prozent dieser Verträge bestanden 18 Monate und länger, vier Prozent bis zu einem Monat.15

Die Zeitarbeit kann als ein Sprungbrett in die Beschäftigung dienen. Im Jahr 2015 haben allein im zweiten Quartal 691.000 Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag in Arbeitnehmerüberlassung abgeschlossen. Mehr als zwei Drittel dieser Arbeitnehmer war unmittelbar zuvor arbeitssuchend. 16 Die nachfolgende Grafik zeigt, dass die Arbeitnehmerüberlassung der Wirtschaftszweig mit der höchsten Zugang an Beschäftigungsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit heraus ist. Zeitarbeit kann demnach durchaus den Wiedereinstieg in einen Beruf ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die historische Entwicklung der Zeitarbeit in Deutschland und ordnet sie als wichtigen, wachsenden Wirtschaftszweig ein.

2. Begriffsdefinition und Entstehung: Dieses Kapitel klärt juristische und umgangssprachliche Bezeichnungen sowie die rechtliche Entwicklung der Leiharbeit seit den 1960er Jahren.

3. Motive für Zeitarbeit: Hier werden die Beweggründe für den Einsatz von Zeitarbeit sowohl aus der Perspektive des Arbeitnehmers als auch des Entleiher-Unternehmens detailliert untersucht.

4. Kritik an der Arbeitnehmerüberlassung: Das Kapitel befasst sich mit zentralen Kritikpunkten wie Lohnunterschieden, Integrationsschwierigkeiten und gesundheitlichen Belastungen der Leiharbeiter.

5. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz: Hier erfolgt eine tiefgreifende Analyse der rechtlichen Struktur, Ziele und Funktionen des AÜG inklusive der Erlaubnispflicht und Rechtsbeziehungen.

6. Abgrenzung zu anderen Vertragsarten: Es wird die schwierige Abgrenzung zwischen Arbeitnehmerüberlassung, Werk- und Dienstverträgen erörtert und die Bedeutung der tatsächlichen Durchführung hervorgehoben.

7. Die neue AÜG-Reform: Dieses Kapitel erläutert die Kernpunkte der Reform 2017, wie Equal Pay, Höchstüberlassungsdauer und verschärfte Sanktionen gegen Missbrauch.

8. Exkurs Arbeitnehmerüberlassung außerhalb Deutschlands: Ein Vergleich mit den Systemen in Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz bietet internationale Perspektiven auf die Regulierung.

9.Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Auswirkungen der Reform zusammen und bewertet die Stärken sowie Potenziale des deutschen Regulierungsansatzes.

Schlüsselwörter

Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit, Leiharbeit, AÜG-Reform 2017, Equal Pay, Höchstüberlassungsdauer, Werkvertrag, Dreiecksverhältnis, Arbeitsschutz, Mitbestimmung, Festhaltenserklärung, Flexibilität, Arbeitsmarkt, Tarifautonomie, Personalverleih

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz unter dem Einfluss der weitreichenden AÜG-Reform aus dem Jahr 2017.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur der Leiharbeit, Motive der Beteiligten, die Abgrenzung zu anderen Vertragsarten sowie die Auswirkungen der neuen gesetzlichen Einschränkungen.

Was ist das primäre Forschungsziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Stärken und Potenziale der deutschen Gesetzgebung nach der Reform zu analysieren und kritisch zu prüfen, ob die Ziele (wie Missbrauchsvermeidung) erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse, der Auswertung von Gesetzestexten, Rechtsprechung (BAG) sowie der Betrachtung empirischer Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Gesetzesgrundlagen, die Abgrenzung von Werkverträgen, die Analyse der Reformpunkte sowie einen Ländervergleich zur internationalen Zeitarbeitsregulierung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den Schlüsselwörtern zählen AÜG-Reform, Equal Pay, Höchstüberlassungsdauer, Dreiecksbeziehung und Flexibilisierung.

Was bedeutet die "Dreiecksbeziehung" in der Arbeitnehmerüberlassung?

Sie beschreibt das Vertragsverhältnis zwischen dem Verleiher (Dienstleister), dem Leiharbeitnehmer und dem Entleiher (Kundenunternehmen), bei dem die Fürsorgepflicht beim Verleiher, aber das Weisungsrecht beim Entleiher liegt.

Was ist das Ziel der "Festhaltenserklärung" gemäß der Reform?

Die Festhaltenserklärung dient dem Schutz des Leiharbeitnehmers, indem sie bei einem unwirksamen Vertrag (z.B. durch Fehlbezeichnung) verhindert, dass zwangsweise ein Arbeitsverhältnis zum Entleiher begründet wird.

Warum ist die Abgrenzung zum Werkvertrag so problematisch?

Die Abgrenzung ist schwierig, da die reine Bezeichnung im Vertrag nicht entscheidend ist; maßgeblich ist, wie der Vertrag in der täglichen Praxis gelebt wird, insbesondere hinsichtlich der Weisungsgebundenheit und Eingliederung.

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Details

Titel
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Deutschland anhand der AÜG-Reform 2017
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule  (Mannheim)
Note
2,0
Autor
Ramona Schiff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
94
Katalognummer
V1030774
ISBN (eBook)
9783346433695
ISBN (Buch)
9783346433701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeitnehmerüberlassungsgesetz deutschland aüg-reform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramona Schiff (Autor:in), 2018, Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Deutschland anhand der AÜG-Reform 2017, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030774
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Leseprobe aus  94  Seiten
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