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Ökonomische Ansätze von Migration

Das Beispiel italienischer Migranten in Europa

Titel: Ökonomische Ansätze von Migration

Essay , 2016 , 9 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: M.A. Sergio Merz (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Essay zum Thema "Ökonomische Ansätze von Migration: Das Beispiel italienischer Migranten in Europa."

In der Vorlesung zur Einführung in die Bevölkerungssoziologie am 17.12.2015 an der Leibniz Universität Hannover diskutierten wir einen Auszug aus dem Buch von Sonja Haug „Sozialkapital und Kettenmigration“. Dabei ging es um die theoretische Modellierung und empirische Untersuchung von Kettenmigrationsprozessen. In dieser Hinsicht hat Sonja Haug die These aufgestellt, dass bei der Entscheidung zur Migration neben ökonomischen Überlegungen soziale Beziehungen der Migranten von zentraler Bedeutung sind und somit im Mittelpunkt stehen. In diesem Essay wird die Rolle von Verwandtschaftsnetzwerken bei der Immigrations- und Rückkehrentscheidung am Beispiel der italienischen Migranten in Deutschland analysiert. Außer Sonja Haug werden in meiner Arbeit auch weitere Autoren berücksichtigt wie Marc Schmid und Norman Braun, die sich mit ökonomischen Ansätzen in Bezug auf die Kettenmigration befassen. Der Schwerpunkt in diesem Essay liegt somit überwiegend bei ökonomischen Ansätzen und Modellen. Meine Zielgruppe in dieser Untersuchung sind italienische Migranten in Deutschland. Im weiteren Verlauf meines Essays werden die ökonomischen Ansätze erwähnt, die eine Arbeitsmigration bzw. Kettenmigration erklären. Die Leitfragen meines Essays lauten wie folgt: Welche Rolle spielen Verwandtschaftsnetzwerke bei der Immigration am Beispiel der italienischen Migranten in Deutschland? Inwiefern passt der ökonomische Erklärungsansatz für ökonomisch induzierte Wanderungen von Arbeitsmigranten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Begriffsdefinitionen

3. Analyse der Rolle von Verwandtschaftsnetzwerken

4. Untersuchung ökonomischer Erklärungsansätze für Arbeitsmigration

5. Diskussion und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Verwandtschaftsnetzwerken und ökonomischen Modellen bei der Migrationsentscheidung italienischer Migranten in Deutschland. Ziel ist es, zu analysieren, welcher Ansatz die Migrationsprozesse am treffendsten erklärt, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen sozialem Kapital und ökonomischen Faktoren beleuchtet wird.

  • Analyse der Kettenmigration am Beispiel italienischer Migranten in Deutschland.
  • Bedeutung von Verwandtschaftsnetzwerken als Hauptdeterminante der Immigration.
  • Anwendung des ökonomischen Rational-Choice-Ansatzes und des Push-Pull-Modells.
  • Kritische Betrachtung der Definitionen von ökonomischem und sozialem Kapital.
  • Diskussion über legale und illegale Migration unter ökonomischen Gesichtspunkten.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle sozialer Netzwerke bei der Kettenmigration

Persönliche Beziehungen, die Migranten, ehemalige Migranten und Nichtmigranten in Herkunfts- und Zielregionen miteinander verbinden, erhöhen im Zusammenhang mit Migrationskreisläufen und Kettenmigrationsprozessen die Wahrscheinlichkeit internationaler Arbeitsmigration. Durch den Selbstverstärkungseffekt der sozialen Netzwerke, die mit jedem weiteren Mitglied ausgedehnt und verstärkt werden, werden weitere potentielle Migranten angelockt, die von den bereits bestehenden Netzen profitieren können. Eine Konkretisierung erfährt die Netzwerk-Perspektive mit dem Begriff des sozialen Kapitals.

Migrationsnetzwerke spielen nach Angaben der Befragten bei der Immigration eine große Rolle. Zwar sind ökonomische Aspekte am wichtigsten für Pioniermigranten, aber soziale Aspekte spielen eine entscheidende Rolle für nachfolgende Migranten. Die Verwandtschafts- und Familiennetzwerke umfassen sowohl in der lokalen Gemeinde, als auch am Herkunftsort in Italien eine relativ große Zahl (durchschnittlich 15 bzw. 8 Personen), wohingegen die Zahl der andernorts in Deutschland lebenden Personen eher gering ist.

Migrationsentscheidungen werden nicht unabhängig von der Ausstattung mit ortsspezifischem sozialen Kapital getroffen. Insbesondere stellen vorherige Migrationsentscheidungen enger Bezugspersonen ein dominantes Motiv für das eigene Verhalten dar. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass die soziale Einbettung in Migrationsnetzwerke und die sukzessive Migration im Verwandtschaftskontext die Kettenmigration der italienischen Migranten in Deutschland erklären können. Die Auswertung der Ergebnisse belegt, dass die Rolle der Verwandtschaftsnetzwerke bei der Kettenmigration hoch signifikant ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Kettenmigration italienischer Migranten in Deutschland ein und formuliert die Leitfragen sowie das Ziel der Arbeit.

2. Theoretische Begriffsdefinitionen: In diesem Abschnitt werden zentrale Konzepte wie soziales Kapital, ökonomisches Kapital und der Begriff der Migration im soziologischen Kontext definiert.

3. Analyse der Rolle von Verwandtschaftsnetzwerken: Dieses Kapitel untersucht anhand der Theorie von Sonja Haug die Bedeutung von sozialen Netzwerken für Migrationsentscheidungen.

4. Untersuchung ökonomischer Erklärungsansätze für Arbeitsmigration: Hier werden Modelle wie Rational-Choice, das Push-Pull-Modell und die Humankapitaltheorie zur Erklärung der Migration analysiert.

5. Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der verschiedenen theoretischen Ansätze für den untersuchten Migrationskontext.

Schlüsselwörter

Kettenmigration, Italienische Migranten, Deutschland, Soziales Kapital, Ökonomisches Kapital, Arbeitsmigration, Netzwerktheorie, Rational-Choice-Ansatz, Push-Pull-Modell, Migration, Integration, Migrationsentscheidung, Humankapital, Soziologie, Verwandtschaftsnetzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Gründen und Mechanismen, die zur Migration italienischer Bürger nach Deutschland führen, wobei ein besonderer Fokus auf die Kombination von ökonomischen und sozialen Faktoren gelegt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Essay behandelt?

Zentrale Themen sind die Kettenmigration, die Bedeutung von Familien- und Verwandtschaftsnetzwerken sowie verschiedene ökonomische Theorieansätze wie die Rational-Choice-Theorie.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche Rolle Verwandtschaftsnetzwerke bei der Einwanderung spielen und inwieweit ökonomische Erklärungsansätze die Arbeitsmigration adäquat abbilden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt eine Literaturanalyse soziologischer und ökonomischer Theorien sowie die Auswertung bestehender Studien, insbesondere von Sonja Haug und Marc Schmidt, um die Thesen zu stützen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die theoretische Modellierung von Kettenmigrationsprozessen, die Relevanz sozialen Kapitals für die Migrationsentscheidung sowie die Anwendung von Push-Pull-Modellen und rationalen Handlungsentscheidungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kettenmigration, Soziales Kapital, Arbeitsmigration, Rational-Choice-Ansatz und Migrantennetzwerke charakterisieren.

Warum spielt das Konzept des sozialen Kapitals eine so große Rolle für die Arbeit?

Das soziale Kapital, in Form von Verwandtschafts- und Bekanntschaftsnetzwerken, dient als entscheidender Faktor, der die Kosten und Risiken einer Migration senkt und somit den Prozess der Kettenmigration massiv beeinflusst.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der ökonomischen Erklärungsmodelle?

Der Autor schlussfolgert, dass ökonomische Modelle zwar die ökonomisch induzierte Arbeitsmigration erklären können, die gesamte Lebensrealität und Migrationsentscheidung der Italiener jedoch ohne die Berücksichtigung sozialer Netzwerke nicht hinreichend verständlich ist.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ökonomische Ansätze von Migration
Untertitel
Das Beispiel italienischer Migranten in Europa
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Bevölkerungssoziologie
Note
2.3
Autor
M.A. Sergio Merz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V1030898
ISBN (eBook)
9783346432186
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Ökonomische Ansätze
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Sergio Merz (Autor:in), 2016, Ökonomische Ansätze von Migration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030898
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Leseprobe aus  9  Seiten
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