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Antisemitismus vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Arten des Antisemitismus

Title: Antisemitismus vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Arten des Antisemitismus

Term Paper , 2017 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nina Wagner (Author)

History - Miscellaneous
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In dieser Arbeit wird auf die Entwicklung der Judenfeindlichkeit, welche im Zuge dieser Arbeit synonym mit dem Begriff des Antisemitismus verwendet wird, eingegangen. Im Fokus der Überlegungen steht hierbei die Frage, inwiefern in den Ausprägungen des christlichen und ökonomischen Antisemitismus Merkmale beziehungsweise Vorentwicklungen des modernen, auf Rassendenken basierenden, Antisemitismus zu finden sind.

Unter Antisemitismus versteht man mehr als ein soziales oder religiöses Vorurteil. Es ist eine anti-moderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme sieht. Heute beschreibt der Begriff 'Antisemitismus' übergreifend jede Form der Judenfeindschaft. Man unterscheidet deshalb die verschiedenen historischen Erscheinungsformen dieses durch beschreibende Wörter wie antiker, völkischer rassistischer, sekundärer, latenter, islamischer, antizionistischer oder christlicher Antisemitismus.

Durch eine solch weitgefächerte Begriffsspanne ergeben sich verschiedene Probleme in der Verwendung des Begriffs 'Antisemitismus', denn der uninformierte Leser könnte so von einer Kontinuität innerhalb der Judenfeindschaft in Europa ausgehen. So entwickelt sich im gesellschaftlichen Verständnis das Gefühl, die Geschichte der Juden und ihrer Beziehung zu anderen Völkern sei ausschließlich durch Verfolgung und Benachteiligung geprägt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffseingrenzung

3 Verschiedene Arten des Antisemitismus

3.1. Unterscheidungen

3.2. Christlicher Antisemitismus im Mittelalter

3.3. Ökonomischer Antisemitismus in der Frühen Neuzeit und Moderne

3.4. Rassenantisemitismus in der Moderne

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Judenfeindlichkeit von der mittelalterlichen religiös motivierten Ausgrenzung bis hin zum rassistisch begründeten Antisemitismus der Moderne. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Merkmale und Vorentwicklungen des modernen Antisemitismus bereits in früheren Epochen angelegt waren und wie sich diese in der NS-Zeit radikalisierten.

  • Analyse des Wandels von religiösem Antijudaismus zu modernem Rassenantisemitismus
  • Untersuchung ökonomischer Faktoren und Vorurteile in der Frühen Neuzeit
  • Betrachtung der nationalsozialistischen Ideologie und der "Endlösung der Judenfrage"
  • Historische Einordnung von Epochenzäsuren (Mittelalter, Frühe Neuzeit, Moderne)

Auszug aus dem Buch

3.2. Christlicher Antisemitismus im Mittelalter

Wie bereits beschrieben ist der christliche Antisemitismus vor allem auf dem christlichen Glauben begründet. Diese Art der Judenfeindschaft herrschte besonders im Mittelalter vor, da der christliche Glaube zu dieser Zeit integrale Bestandteile des gesamten gesellschaftlichen Alltags einnahm. Das ganze Leben der nichtjüdischen Bevölkerung war auf die Erlösung der Menschheit durch Jesus Christus ausgerichtet. Für die Juden war dieser Glaube unbegreiflich. Demnach befanden sich beide Religionen in einem Widerspruch, was Traditionen und Alltagsgestaltung betraf. Als sich im Hochmittelalter ein christlicher Volksglaube entwickelte, verschärfte sich der Konflikt der Religionen weiter.

Nun war in dieser Phase der Judenfeindlichkeit jedoch in keiner Weise verankert, die Juden seien zu vernichten, wie dies zu einem späteren Zeitpunkt bei den Nationalisozialisten der Fall war. Denn zwar wurde der Jude als böswillig, blind und verantwortlich für die Kreuzigung Jesus Christus eingestuft, doch hieß dies nicht, dass das jüdische Volk von europäischem Boden verschwinden sollte. Ihr Elend sei selbstverschuldet, da sie so die Gunst Gottes verloren hätten. Das machte sie jedoch umso mehr zu Menschen, die Anspruch auf die Barmherzigkeit des christlichen Glaubens hatten. Ihnen musste die Wahrheit verkündet werden.

Deshalb sollten sie zwar ausgegrenzt, jedoch nicht vernichtet werden. Denn letztenendes würden sie alle bekehrt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Judenfeindlichkeit ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Kontinuitäten vom christlichen zum modernen Antisemitismus.

2 Begriffseingrenzung: Es erfolgt eine theoretische Definition des Antisemitismus-Begriffs sowie eine zeitliche Einordnung der behandelten Epochen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, Moderne).

3 Verschiedene Arten des Antisemitismus: Das Kapitel differenziert zwischen religiösen, ökonomischen und rassistischen Ausprägungen der Judenfeindlichkeit.

3.1. Unterscheidungen: Eine erste Klassifizierung der Erscheinungsformen des Antisemitismus wird vorgenommen, um die historische Entwicklung zu systematisieren.

3.2. Christlicher Antisemitismus im Mittelalter: Das Kapitel beleuchtet die religiöse Begründung der Judenfeindschaft im Mittelalter, bei der Ausgrenzung noch nicht mit totaler Vernichtung gleichgesetzt wurde.

3.3. Ökonomischer Antisemitismus in der Frühen Neuzeit und Moderne: Es wird die berufsständische Ausgrenzung der Juden und die daraus resultierende Stereotypisierung als "Wucherer" thematisiert.

3.4. Rassenantisemitismus in der Moderne: Die Analyse konzentriert sich auf die Radikalisierung der Ideologie bis hin zum Holocaust unter den Nationalsozialisten.

4 Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengeführt, wobei die Eskalationsleiter der Judenfeindlichkeit von der bekehrungsorientierten Ausgrenzung zur systematischen Vernichtung hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Judenfeindschaft, Rassenantisemitismus, Nationalsozialismus, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Emanzipation, Holocaust, Endlösung, Rassendenken, Diskriminierung, Verfolgung, Sozialdarwinismus, Judenhut, Reichsbürgergesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Judenfeindlichkeit und fragt, ob und welche Merkmale des modernen Antisemitismus bereits in christlichen und ökonomischen Ausprägungen früherer Epochen angelegt waren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die religiöse Judenfeindschaft des Mittelalters, die ökonomischen Vorurteile der Frühen Neuzeit sowie den rassistisch motivierten Antisemitismus der Moderne unter besonderer Berücksichtigung der Zeit des Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kontinuitäten und Brüche innerhalb der verschiedenen Formen der Judenfeindlichkeit aufzuzeigen und die Radikalisierung zum nationalsozialistischen Rassenantisemitismus historisch herzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit orientiert sich an funktionalen Theorien des Antisemitismus, um die historischen Erscheinungsformen zu kategorisieren und ihre jeweiligen Funktionen und Ziele zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des christlichen Antisemitismus im Mittelalter, die Analyse des ökonomischen Antisemitismus sowie die detaillierte Darstellung des Rassenantisemitismus bis hin zum Holocaust.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Antisemitismus, Rassenideologie, Verdrängung, Vernichtung, Emanzipation und christliche Judenfeindschaft definieren.

Wie unterscheidet sich der mittelalterliche Antisemitismus vom modernen?

Im Mittelalter stand die religiöse Bekehrung des Juden als Ziel der Ausgrenzung im Vordergrund, während der moderne Rassenantisemitismus auf die systematische Auslöschung der jüdischen Bevölkerung abzielte.

Welche Rolle spielte die ökonomische Situation der Juden?

Aufgrund des Ausschlusses von Zünften und Landbesitz waren Juden oft auf den Geldsektor angewiesen, was zur Entstehung antisemitischer Stereotype (wie dem des "Wucherers") führte und als Legitimationsgrundlage für Verfolgung diente.

Wie radikalisierte sich der Antisemitismus unter dem NS-Regime?

Die Radikalisierung erfolgte von der rechtlichen Diskriminierung (Arierparagraph, Nürnberger Rassengesetze) über die organisierte Vertreibung (Pogrome, Arisierung) bis hin zur systematischen physischen Vernichtung in Konzentrations- und Vernichtungslagern.

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Details

Title
Antisemitismus vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Arten des Antisemitismus
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Nina Wagner (Author)
Publication Year
2017
Pages
26
Catalog Number
V1031022
ISBN (eBook)
9783346435163
ISBN (Book)
9783346435170
Language
German
Tags
Antisemitismus Neuzeit Mittelalter Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Wagner (Author), 2017, Antisemitismus vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Arten des Antisemitismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031022
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