Soziale Arbeit in Social Start-ups

Ein Vergleich von Social Start-ups und klassischen Organisationen


Hausarbeit, 2020

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Social Startups und klassische Organisation
2.1 Social Startups
2.2 Klassische soziale Organisationen
2.2.1 Träger der freien Wohlfahrtspflege
2.2.2 privat-gewerbliche Träger
2.2.3 Freiberufliche Anbieter
2.3 Vergleich von Social Startups und klassischen Organisationen

3 Soziale Arbeit

4 Soziale Arbeitin Social Startups

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

In Deutschland ist der Sozialstaat die Grundlage für die soziale Sicherung aller Men­schen. Für diese soziale Sicherung der Menschen werden Hilfs-, Unterstützungs- und Bildungsangebote von Sozialer Arbeit über Institutionen gesteuert. Mit der historischen Entwicklung haben sich zwei Instanzen der Sozialen Arbeit gebildet, staatliche Instituti­onen (öffentliche Träger) und Institutionen „[...] die sich weitgehend unabhängig von staatlichen Vorgaben und Aufgabenbeschreibung gründeten“ (Thole 2012: 25), die Frei­en Träger der Sozialen Arbeit. Soziale und ökologische Probleme werden in Deutsch­land von den etablierten Organisationen der wohlfahrtsstaatlichen Sicherung bearbeitet. Günter Faltin hält fest, dass es Strömungen gibt, die der Ansicht sind: „[...] Regierun­gen, Verwaltungen und die bestehenden sozialen Organisationen scheinen mit den Pro­blemen nicht mehr richtig fertig zu werden - sei es, weil sie ineffizient arbeiteten, sozia­le Bedürfnisse mehr verwalten als befriedigen oder unbeweglich und veraltet seien“ (Faltin in Rummel 2011: 17). Aus diesem Gedanken und der Ansicht der Strömung lässt sich ableiten, dass es auch in Deutschland Platz auf dem Markt der sozialen Dienstleis­tungen für das Unternehmensmodell Social Entrepreneurship (Soziales Unternehmer­tum) gibt. Social Entrepreneurship ist in der wissenschaftlichen Forschung in Bezug zu Deutschland und zu Sozialer Arbeit ein neueres Themengebiet. Die vorliegende Hausar­beit hat das Thema: Soziale Arbeit in Social Startups. Im Rahmen der Hausarbeit soll ein Überblick erarbeitet werden, ob Social Startups eine „neuere und moderne Art“ von Institutionen von Sozialer Arbeit sind. Es sind unterschiedliche Fragestellungen zu beantworten. Im ersten und zweiten Kapitel soll der Frage nachgegangen werden, was ist unter Social Startups und klassischen Organisationen von Sozialer Arbeit zu verste­hen ist. Am Ende des Kapitels wird ein kurzer Vergleich erfolgen. Im dritten Kapitel soll geklärt werden, was unter Sozialer Arbeit zu verstehen ist, um im vierten Kapitel Sozia­le Arbeit mit Social Startups zu verknüpfen. Im Fazit wird der Einblick in das Thema zusammengefasst und Forschungsbedarfe festgehalten.

2 Social Startups und klassische Organisation

2.1 Social Startups

Die Kennzeichen von Startups sind eine innovative Geschäftsidee, geringes Startkapital und ein noch nicht etabliertes Unternehmen (vgl. Achleitner 2018). Nach Achleitner zie­len Startups auf eine sehr frühe „[...] Ausweitung ihre Geschäfte und Stärkung ihrer Ka­pitalbasis“ (Achleitner 2018). Startups entwickeln neue Geschäftsmodelle, um Proble­me des Kunden zu lösen. Social Startups sind eine besondere Form von Startups. Für Social Startups [...] steht die gesellschaftliche Wirkung ihre Geschäftstätigkeit (Social Impact) im Vordergrund“ (BMWi 2019: 1). Sie rücken die nachhaltige Lösung gesell­schaftlicher oder ökologischer Probleme ins Zentrum ihrer Geschäftstätigkeit (vgl. ww- w.startplatz.de).

In der wissenschaftlichen Literatur findet der Begriff Social Startups wenig Anwen­dung. Diese Art von Geschäftstätigkeit wird unter dem Begriff Social Entrepreneure in der deutschsprachigen Literatur unter Sozialunternehmen diskutiert. Social Startups können als Social Entrepreneurship, Startups mit sozialen Ansatz verstanden werden (vgl. Röhl 2018: 1). In der wissenschaftlichen Literatur finden sich verschiedenste De­finition des Begriff Social Entrepreneur. Die diskutierten Definitionen weisen Über­scheidungspunkte aus. Der Begriff wurde vor allem vom Gründer der Ashoka Organisa­tion Bill Drayton geprägt. „Drayton stellte fest, dass der wesentliche Erfolgsfaktor für nachhaltigen positiven gesellschaftlichen Wandel die Person hinter einem Projekt ist.“ (Achleitner 2007: 4). Er stellt Personen in den Fokus, „[...] die eine innovative Idee zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems haben und diese mit unternehmerischen Den­ken umsetzen“ (Achleitner 2007: 4). An den Auswahlkriterien der Ashoka Organisation und dem Bezug auf Personen kann festgehalten werden, was Social Entrepreneur aus­machen (vgl. Achleitner 2007: 4). Die fünf Auswahlkriterien sind: Neue Idee; Kreativi­tät; unternehmerische Umsetzung; gesellschaftliche Wirkung und Integrität (vgl. ww- w.ashko.org).

Eine weitere Definition von Social Entrepreneur, die häufig aufgriffen wird ist, von Dees.

Social entrepreneurs play the role of change agents in the social sector, by:

- Adopting a mission to create and sustain social value (not just private value),
- Recognizing and relentlessly pursuing new opportunities to serve that mission,
- Engaging in a process of continuous innovation, adaptation, and learning,
- Acting boldly without being limited by resources currently in hand, and
- Exhibiting heightened accountability to the constituencies served and for the outcomes created (Dees 2001: 4).

Diese Definition ist allgemein gehalten. Achleitner spricht sich beispielsweise für eine weitgefasste Definition aus, um den Untersuchungsgegenstand nicht einzuschränken (vgl. Achleitner 2007: 6). Für Achleitner ist ein Social Entrepreneur „[...] eine Person, die primär ein soziales Problem lösen will und sich dazu eines unternehmerischen An­satzes bedient“ (Achleitner 2007: 6).

In Anlehnung an Achleitner bestimmt das BMWi, dass Soziale Unternehmen „Soziale Ziele mit unternehmerischen Konzepten erreichen [...]“ (BMWi 2019: 1) wollen.

Social Entrepreneur wollen eine positive Veränderung unserer Gesellschaft erreichen. Sie wollen etwas bewirken mit sozialen Innovationen. Soziale Innovationen sind nach der Bestimmung der Europäische Kommission „[...] die Entwicklung neuer Ideen, Dienste und Modelle zur besseren Bewältigung gesellschaftlicher Probleme“ (https:// ec.europa.eu/social/main.jsp?catld=1022&langld=de).

Das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND e.V.) definiert Social Entre­preneurship, wie folgt:

Das primäre Ziel von Social Entrepreneurship ist die Lösung gesellschaftlicher Herausfor­derungen. Dies wird durch kontinuierliche Nutzung unternehmerischer Mittel erreicht und resultiert in neuen und innovativen Lösungen. Durch steuernde und kontrollierende Mecha­nismen wird sichergestellt, dass die gesellschaftlichen Ziele intern und extern gelebt wer­den (SEND e.V.: 3)

Social Startups sind ein Untemehmensmodell, dass die Lösung gesellschaftlicher oder ökologische Probleme ins Zentrum ihrer Geschäftstätigkeit stellt. Sie streben nicht in erster Linie die Gewinnmaximierung an. Die Finanzierung kann durch Spenden, Stif­tungsgelder und andere Zuwendungen erfolgen, über Eigenkapital oder Fremdkapital oder durch öffentliche Finanzierungen (vgl. Rummel 2011: 66 - 67). In Deutschland können Gründerinnen und Gründer von Social Startups Unterstützung beispielsweise von Ashoka, Hilfswerft und Social Impact erhalten (vgl. Deiters 2017).

2.2 Klassische soziale Organisationen

Klassische soziale Organisationen, Dienste und Einrichtungen werden zu sozialen Zwe­cken betrieben (vgl. Wendt 2016: 12). Das Ziel ist „[...] individuelles und gemeinsames Wohlergehen zu fördern oder zu ermöglichen“ (Wendt 2016: 12). Soziale Arbeit in Deutschland wird von öffentlichen Träger und freien Träger angeboten. Öffentliche Trä­ger sind alle Sozialleistungsträger nach dem Sozialgesetzbuch und Träger der Sozialhil­fe. Diese sind „[...] für die Vergabe von einer Vielzahl von Sozialleistungen von A wie Ausbildung bis R wie Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“ (Brinkmann 2010: 58) zuständig. Es sind öffentlich-rechtliche Stellen, wie die Bundesagentur für Arbeit, das Jugendamt, Sozialämter, Krankenkassen und Pflegekassen. Freie Träger sind den öffentlichen Trägern subsidiär vorangestellt (vgl. Brinkmann 2010: 55).

„Freie Träger sind [...] private, nichtstaatliche Träger und Anbieter der Erstellung sozia­ler Hilfen und Dienstleitungen“ (Brinkmann 2010: 65). Das Sozialgesetzbuch, das Bun­dessozialhilfegesetz und das Kinder- und Jugendhilfegesetz geben freien Trägern ein ei­genständiges Recht zum Handeln. Freie Träger werden unterschieden in die Träger und Einrichtungen der freigemeinnützigen Wohlfahrtspflege, gewerbliche Anbieter, freibe­rufliche und selbstständige Anbieter (vgl. Brinkmann 2010: 59). Freie Träger unter­scheiden sich in ihrer Rechtsform von öffentlichen Trägern. Sie machen Angebote in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, der Rehabilitation und Teilhabe, der Alten­arbeit, Sozialhilfe und Pflege (vgl. Brinkmann 2010: 65). Die freien Träger stehen unter einander im Wettbewerb. Ihr Hauptfinanzierungsquellen sind: Leistungsentgelte, staatli­che Zuwendungen und Eigenmittel (Bauer, Dahme, Wohlfahrt 2012: 823)

Die Aufgaben der Freien Träger sind in sich widersprüchlich. Sie sind einerseits „[...] politisch unabhängige und rechtlich selbstständige Organisationen mit einem jeweils be­sonderen, unverwechselbaren Aufgabenprofil und Anspruch“ (Bauer, Dahme, Wohlfahrt 2012: 814). Andererseits sind sie „[...] ,tragende Säulen im Sozialstaat“, d.h. sie sind In­stitutionen zur Implementierung des staatlichen Sozialleistungssystems (BAG FW 2008)“ (Bauer, Dahme, Wohlfahrt 2012: 814). In dieser Aufgabe sind sie nicht mehr un­abhängig. Ihr Handeln ist „[...] in das Rechts- und Verwaltungssystem der vorschrifts­mäßigen Erbringung sozialstaatlicher Leistungen der Daseinsvorsorge“ (Bauer, Dahme, Wohlfahrt 2012: 814) eingebunden. Die Freien Träger schreiben sich eine fachliche Ver­antwortung zu, damit erheben sich den Anspruch der Verwirklichung sozialpädagogi­scher Ideen und die Gewährleistung von gesetzlich verbürgten Rechtsansprüchen (vgl. Bauer, Dahme, Wohlfahrt 2012: 818).

2.2.1 Träger der freien Wohlfahrtspflege

Die großen Wohlfahrtsverbände sind: Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband e.V., Diakonie Deutschland, der Paritätische, Deutsches Rotes Kreuz und Zentralwohlfahrts­stelle der Juden in Deutschland. In diesen Wohlfahrtsverbänden sind die meisten Ein­richtungen und Dienste der sozialen Hilfen organisiert. Gemeinwohlorientierung und Gemeinnützigkeit sind Hauptmerkmale, sowie „[...] die damit verbundenen steuerli­chen Vorteile [...]“ (Brinkmann 2010: 66). Die sechs Verbände der freien Wohlfahrt ha­ben sich zur Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zusam­men geschlossen, „[...] um ihre gemeinsamen Anliegen gegenüber den Kommunen als öffentlichen Trägem und den Bundesländern zu vertreten“ (Aner / Hammerschmidt 2018: 143). Sie haben ihre eigenen weltanschaulichen und religiösen Prägungen, ent­standen durch ihre Geschichte (vgl. Aner / Hammerschmidt 2018: 140). „Gemeinsam ist allen, dass sie unmittelbar an die Hilfsbereitschaft und an die Solidarität der Bevölke­rung anknüpfen“. (Aner / Hammerschmidt 2018: 148).

2.2.2 privat-gewerbliche Träger

Privat-gewerbliche Träger haben den primären Zweck der Erbringung von sozialen Dienstleistungen (vgl. Holdenrieder 21). Ihre Charakteristik ist: „[...] die volle unter­nehmerische Dispositionsfreiheit bezüglich spezialgesetzlicher Regelungen für soziale Einrichtungen, das Wirtschaften mit eigenem Kapital und die enge Gebundenheit an wirtschaftliches, rentables und kundenorientiertes Handeln“ (Holdenrieder 21).

Sie sind gewinnorientierte Unternehmen, daher erhalten sie keine gemeinwohlbedingten Zuwendungen (vgl. Brinkmann 2010: 67). „Die gewerblichen Träger arbeiten als Unter­nehmen und als Soziale Dienstleister mit Gewinnerzielungsabsicht“. (Brinkmann 2010: 67)

2.2.3 Freiberufliche Anbieter

Freiberufliche Anbieter sind Selbstständige. Die rechtliche Grundlage sind §§ 18 Abs. 1, Nr. 1 Einkommensteuergesetz, sowie das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (vgl. Brink­mann 2010: 68). „Freiberufliche Tätigkeiten sind selbstständig ausgeübte wissenschaft­liche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende, erzieherische oder ähnlich gela­gerte Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen“. (Brinkmann 2010: 68) Freiberufliche Anbieter arbeiten dienstleistungsorientiert. Der Auftrag bestimmt die Zweckzielorientierung der Leistungserstellung (vgl. Brinkmann 2010: 68).

Nach Brinkmann sind folgende Merkmal kennzeichnend für freiberufliche Anbieter:

- steuerrechtliche Merkmale der Anmeldung und Prüfung durch das zuständige Finanzamt
- die Erbringung von Dienstleistungen höherer Art (und zwar in persönlicher, eigenverant­wortlicher und fachlich unabhängigerWeise) im Interesse der Auftraggeber und der Allge­meinheit,
- dass sie kein IHK-Pflichtmitglied werden
- dass sie sich nicht ins Handelsregister eintragen lassen,
- dass sie die Umsatzsteuer ist bei Geldeingang abführen,
- dass keine doppelte Buchführung betrieben werden muss [...] (Brinkmann 2010: 69).

Freiberufliche Angebote finden sich in der Sozialen Arbeit beispielsweise in der priva­ten und betriebsbezogenen Kinderbetreuung, der Berufsbetreuung, in der Heilpädago­gik, im Betrieb von Kleinstheimen in der Jugendhilfe (vgl. Brinkmann 2010: 69).

2.3 Vergleich von Social Startups und klassischen Organisationen

Social Startups und klassische soziale Organisationen haben keine konkurrierenden Zie­le. Sie verfolgen ihre Ziele auf unterschiedlichen Wegen. Öffentliche Träger verfolgen Ziele im Auftrag des Staates aufgrund der Sozialstaatlichkeit Art. 20 Abs. 1 GG. Im weiteren Vergleich ist an die Freien Träger gedacht, wenn von klassischen sozialen Or­ganisationen gesprochen wird.

Das unternehmerische Ziel von Social Startups ist die soziale oder ökologische Nutzen­maximierung (vgl. Kuchenbuch 2017: 41). Über diesen unternehmerischen Ziel steht die Befriedigung von gesellschaftlichen Bedürfnissen. In klassischen sozialen Organisa­tionen ist die Gewinnmaximierung das unternehmerische Ziel, dieses steht indirekt über der Befriedigung von gesellschaftlichen Bedürfnissen (vgl. Kuchenbuch 2017: 41). Die Schaffung eines gesellschaftlichen sozialen Mehrwert steht im Zentrum eines Social Startups. Bei klassischen sozialen Organisationen ist der soziale Nutzen ein Zusatzpro­dukt. (vgl. Kuchenbuch 2017: 41). Die innovative Idee ist der Ausgangspunkt eines So­cial Startups. Freie Träger arbeiten oft im Auftrag von öffentlichen Träger.

Im Wesentlichen liegt die Unterscheidung von Social Startups und klassischen sozialen Organisationen in den gesellschaftlich sozialen und unternehmerischen Zielen. Weitere Unterschiede lassen sich nur im Vergleich von konkreten Social Startups und den freien Träger herausarbeiten. Die 6 großen Wohlfahrtsverbände waren zu ihrem Entstehungs­zeitpunkt Social Startups, wenn die heutige Bestimmung zugrunde gelegt wird. Mit der historischen Entwicklung der Wohlfahrtsverbände und ihre Etablierung auf den Markt der sozialen Dienstleistungen unterscheiden sie sich von Social Startups.

3 Soziale Arbeit

Soziale Arbeit ist Arbeit mit Menschen. Allgemein geht es in der Sozialen Arbeit, „[...] um öffentlich organisierte Aufgaben der sozialen Grundversorgung sowie Hilfen, Unter­stützung und Bildung durch fachlich einschlägig qualifizierte Personen“ (Thole 2012: 27). Sie beruht in Deutschland auf dem Sozialstaatsprinzip. Der Staat übernimmt die Verantwortung für gesellschaftliche Problemlagen. Die Verantwortung ist im Art. 20 Abs. 1 des Grundgesetzes verankert. Mit dem Subsidiaritätsprinzip werden staatliche Aufgabe der Sozialen Arbeit an nicht-staatliche gesellschaftliche Organisationen über­tragen.

Thole beschreibt diese Sachverhalte, wie folgt:

Soziale Arbeit stellt immer ein institutionelles Angebot dar, das sich zwischen dem Staat als gesellschaftliches Gesamtsubjekt beziehungsweise in dessen Vertretung und Auftrag han­delnden Institutionen auf der einen Seite und einzelnen Subjekten - Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen -, Familien oder Gruppen auf der anderen Seite veror­tet (Thole 2012: 24-25).

Böhnisch und Lösch sprechen von einem Doppel-Mandat der Sozialen Arbeit, im Ver­hältnis von Hilfe und Kontrolle (vgl. Staub-Bemasconi 2007: 6). Auf der einen Seite stehen Klienten mit ihren Anliegen, Rechtsansprüchen, Interessen und Bedürfnissen. Die andere Seite sind die öffentlichen Steuerungsagenturen mit dem „[...] jeweils ver­folgten sozialen Kontrollinteressen (vgl. Staub-Bemasconi 2007: 6). In ihrer Profession wird der Sozialen Arbeit ein drittes Mandat, die wissenschaftliche Fundierung der Me­thoden und ein Ethikkodex (vgl. Staub-Bemasconi 2007: 6 - 7), zugeschrieben. Dieses dritte Mandat ist zugleich auch die „[...] übergeordnete Legitimationsbasis für die An­nahme oder Verweigerung von Aufträgen [...]“ (Staub-Bemasconi 2007: 7).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Soziale Arbeit in Social Start-ups
Untertitel
Ein Vergleich von Social Start-ups und klassischen Organisationen
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1031030
ISBN (eBook)
9783346433534
ISBN (Buch)
9783346433541
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale, arbeit, social, start-ups, vergleich, organisationen
Arbeit zitieren
Nicole Klinger (Autor), 2020, Soziale Arbeit in Social Start-ups, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1031030

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